Schloß Hellenstein, Heidenheim Testbericht

ab 18,74
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Erfahrungsbericht von Mr.Crash

Burgfäulein und Rittersleut sind schon tot seit langer Zeit

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Heidenheim, eine große Kreisstadt, mit etwas mehr als 50.000 Einwohner, liegt etwa 35 km nördlich der Donau am Ostrand der Schwäbischen Alb.
Von einer mittelalterlichen anmutenden Altstadt, bis hin zu einem modernen Freizeitbad ist alles vorhanden.
Die Stadt ist geprägt von Wachstum und Wandel.
Auf der einen Seite findet man behagliche Altstadt-Atmosphäre, auf der anderen Seite abwechslungsreiche Betriebsamkeit.

Über all dem wachend das Schloß Hellenstein.

Ich möchte in diesem Bericht, meine Stadt und eine Sehenswürdigkeit näher bringen und beschreiben.

Über der Stadt Heidenheim liegt das Schloß mit einer fast tausendjähriger Geschichte, zwischen 1595 und 1611 wurde das Schloß im heutigem Aussehen errichtet.
In der Schlosskapelle sind bedeutende Funde der Vor- und Frühgeschichte des Landes, der Römerzeit und der Alemannen zu besichtigen.
Im Fruchtkasten ist das Kutschenmuseum mit Chaisen und Karren untergebracht.

Geht es einem nicht oft so, wenn man mal in einem alten Gemäuer unterwegs ist, das man daran denkt, wie es wohl damals hier zugegangen sein möchte.
Wie sich die stolzen Burgherren und die Burgfräulein gefühlt haben möchten. Wie sie durch die Aufgänge und großen Hallen gelaufen sind, oder wie die Kinder hier gespielt haben.
Wie sich so mancher Kampf abgespielt hat. Meine Frage war immer, ob aus der Kanone, die noch an ihrem Platz steht, jemals geschossen wurde.

Doch nicht um Kampf geht es in meinem Bericht, sondern um das alte, erwürdige Schloß Hellenstein, das majestätisch über Heidenheim seinen Platz hat.
Die mächtige Anlage unterteilt sich in zwei Teile.
Dies sind zum einen, einmal der staufische Teil, wovon noch der Rittersaal und einige Restmauern erhalten geblieben sind. Und zum anderen die Schlossanlage, aus der Renaissancezeit, in dem zwei Museen untergebracht sind.
Natürlich nagt auch hier der Zahn der Zeit an dem Gemäuer und der Zerfall ist auch hier nur mit sehr hohen Aufwendungen an Geld und Zeit etwas zu verzögern, denn aufzuhalten wird er nicht sein.

Schloß Hellenstein
Beschreibung

Die mächtigen Bauten von Schloß Hellenstein und die Überreste der Vorburg hoch über der Heidenheimer Altstadt sind nicht nur Wahrzeichen, sondern zugleich auch noch kultureller Mittelpunkt von Heidenheim an der Brenz:
Im \"Rittersaal\" der Burgruinen finden alljährlich Ende Juni/Anfang Juli unter freiem Himmel die inzwischen weithin bekannten Opernfestspiele statt.
Oder wer einmal Kulinarische Höchstgenüsse verspüren möchte, sollte es nicht versäumen, zum jährlichen, sogenannten „Wirtefest“ zu kommen. Denn hier liefern sich alle renommierten Gastronomen ein Stelldichein und verwöhnen die Gäste mit Feinheiten der besten deutschen Küche.
Doch bevor einem das Wasser im Munde zusammen läuft, zurück zur Geschichte......
In der einstigen Burgvogtei, dem Marstall und im Zeughaus, sind heute die Heimatmuseen der Stadt untergebracht.
Dokumentiert wird in diesen die Geschichte Heidenheims vom Mittelalter an, bis hin zur Neuzeit. Dazu sind viele Objekte ausgestellt, die einem einen Rückblick auf Leben und Arbeiten in der Vergangenheit geben.
Die vor- und frühgeschichtliche Abteilung in der Schloßkapelle ist eine der bedeutendsten Sammlungen Baden-Württembergs, und auf der Empore setzen zudem 40.000 Präparate von Käfern der östlichen Alb einen naturkundlichen Akzent.
Die vor- und frühgeschichtliche Abteilung beeindruckt besonders durch die altsteinzeitlichen Funde aus Heidenschmiede und Vogelherdhöhle, die Hallstattgefäße und die reichen Beigaben aus alemannischen Reihengräbern.
Heidenheims wechselvolle Geschichte vom Mittelalter bis zur Neuzeit wird anhand alter Ansichten, Landkarten, Urkunden und Portraits sowie markanter Zeugnisse aus der Frühzeit des Handwerks und der Industrie lebendig.
Die Werke einheimischer Maler und Bildhauer (z.B. Mettenleiter und J.G. Schreiner) bilden einen Schwerpunkt der Kunstsammlungen des Museums. Daneben finden sich qualitätsvolle süddeutsche und alpenländische Plastiken des 14. - 18. Jahrhunderts sowie kostbare Gegenstände aus Indien.
Räumlichkeiten die sich noch im Originalzustand befinden, können ebenfalls besichtigt und durchschritten werden.
Aufs Eindrucksvollste wird hier das Leben im frühen Mittelalter aufgezeigt.

An der Südostseite der Burg, liegt der „Fruchtkasten“ aus dem Jahre 1633, dieser wurde bis zum Ende des 18. Jahrhunderts als Getreidespeicher genutzt.
Im Laufe der Jahre wurde aus dem wuchtigen Gebäude ein Kriegsgefangenenlager, ein Militärhospital, eine Webschule und zum Schluß noch ein Kutschenlager.
Vor einigen Jahren (10-12) wurde es von Grund auf Renoviert und beinhaltet seit dem, das
\"Museum für Kutschen, Chaisen und Karren\" .
Auf vier Etagen werden rund 80 Fahrzeuge aus der Geschichte des südwestdeutschen Landverkehrs vom 18. Jahrhundert bis um 1940 sowie zahlreiche Reiseutensilien, Texte, Gerätschaften, und Graphiken gezeigt.
Gegenüber des Schlosses liegt der große Wildpark und Streichelzoo, der zu einem Erholsamen Wandern einlädt. Wer dann einen „Hunger und Durst“ verspürt, wird in der „Schloßgastätte“ kulinarisch aufs beste Bedient werden

Vom östlichen Teil der Burg, hat man einen herrlichen Ausblick auf das Stadtzentrum und seine Architekturvielfalt.
Mit dem, dort aufgestellten, Fernrohr, kann man sich ein Bild verschaffen und einiges aus der Nähe beobachten. Wichtige und sehenswerte Objekte sind auf einer Skalentafel angezeigt und man muss das Fernrohr nur nach dem Strich ausrichten um das Gebäude oder den Landschaftsteil zu sehen.
Vom westlichen Mauernwerk aus, kann man Teile der Weststadt und das moderne Freizeitbad „Aquarena“ erkennen.
Das Verlies, das noch sehr gut erhalten ist und der Aussichtsturm sind wegen der Unfallgefahren leider in den letzten Jahren geschlossen worden.

Beliebtes Ziel für Hochzeitspaare und Fotografen ist der „Kindlesbrunnen“
Zum Kindlesbrunnen gibt es natürlich auch eine Sage. In Heidenheim gab es nämlich früher viele Störche. Und wenn ein Storch auf einem Bürgerhaus ein Nest baute - Störche waren ja auch die Frühlingskünder - wurde dies als Glücksfall gedeutet. Da Kinderkriegen auch ein Glücksfall ist, entstand bald die Sage, dass der Storch die Kinder bringen würde. Auf die Frage der Kinder, wo denn der Storch die Kinder her habe, deutete man auf diesen Schlossbrunnen.

Viele Funde von mittelalterlichen Geräten und ‚Werkzeugen konnten in der Heidenschmiede aufgetan werden, diese sind ebenfalls im Museum zu besichtigen.


Noch etwas zur „Chronik“ der Burg

1100
Gozpert de Halensteine errichtet eine erste Burganlage.

1150
Degenhard von Hellenstein vollendet den Bau der Burg.

1356
Kaiser Karl IV. bestätigt den Grafen von Hellenstein das Heidenheimer Marktrecht.

1448
Heidenheim wird an Württemberg verkauft.

1450
Die Stadt Heidenheim fällt an Bayern-Landshut.

1504
Die Burg kommt mit der Herrschaft Heidenheim endgültig an Herzog Ulrich von Württemberg.

1530
Durch ein verheerendes Feuer wir die Burg nahezu vollständig zerstört

1593 bis 1640
Herzog Friedrich I. von Württemberg erbaut neben den Überresten ein repräsentatives Renaissance-Schloß.

1794 bis 1837
Das Schloß wird teilweise abgebrochen.

19. Jahrhundert
Teile des Schlosses werden wieder restauriert

20. Jahrhundert
Weitere Schloßteile werden restauriert und zu musealen und kulturellen Zwecken genutzt.

Die Öffnungszeiten der Museen:

Ostersonntag bis 31. Oktober
täglich außer montags

10.00 Uhr bis 12.00 Uhr und 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr


Eintrittspreise:
Diese Angaben sind ohne Gewähr, da sich die Preise ändern können.

Erwachsene 2 €
Kinder und Jugendliche (6 bis 17 Jahre) 1.00 €

Gruppen (ab 10 Personen)
pro Person (bei gemeinsamer Abrechnung) 1.50 €


Museums-Pass (für alle Museen in Heidenheim)

Erwachsene 4.00 €

Kinder und Jugendliche (6 bis 17 Jahre) 1.50 €

Gruppen (ab 10 Personen)
je Person (bei gemeinsamer Abrechnung) 2 €

Ein Besuch der gesamten Umgebung des Schlosses ist mit Sicherheit nicht langweilig und es kann ein schöner Tagesausflug daraus werden.

© Mr.Crash 2003 für Yopi

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