Schloß Nymphenburg Testbericht
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Erfahrungsbericht von newsboard
NYMPHENBURG, wo König Ludwig II in München wohnte
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Wer kennt nicht die Geschichte und die Geschichten von Ludwig II, dem sagenumwobenen Märchenkönig, dem Bayern die tollen Königsschlösser wie aus dem Märchen, Neuschwanstein, Linderhof und Herren Chiemsee verdankt.
Was er später, als reifere König machte, das wissen wir also, - wer es sehen will fährt in den Schwanengau, fern im Allgäu, wo er glaubte sich in der Natur besser künstlerisch entfalten zu können und eine neue Welt gestalten zu können, eine Traumwelt, fern ab der damaligen politischen Realität.
Wo kam er her, wo wurde er geboren, wie wuchs er auf, wie kam es, dass er zu dem wurde, was er später war?
Ludwig war ein waschechter Münchner, geboren in dem damaligen Stadtschloss seiner Eltern. Sein Vater, König Ludwig I von Bayern wohnte mit seiner Familie auf Schloss Nymphenburg, einer der schönsten und wirklich größten Schlossanlagen dieser Erde.
Eigentlich kann man die wirkliche Größe und gewaltige Ausdehnung des Schlosskomplexes nur begreifen, wenn man ihn sich aus der Luft vorstellt. Mit heutigen Begriffen würden wir eher von einem eigenen (Schloss-) Stadtteil sprechen.
Inmitten weitläufiger Parkanlagen, rückwärtig bewaldet, liegt, halbkreis-rund angelegt, die Anlage mit ihren Hauptbauten und nach vorn heraus, halbkreisförmig angelegt, das Heer der rot gedeckten Häuser der zum Hofstaat gehörenden übrigen, Adelige, Personal, Handwerke und Gewerke, - ich glaube selbst Versailles in Frankreich ist nicht insgesamt so ausgedehnt und riesig angelegt, wie diese Ansammlung von königlichen Gemäuern.
Dabei ist der erste und vorherrschende Eindruck die strenge Symmetrie der gesamten Schlossanlage, - als hätte Gott einen großen Zirkel genommen, und alles genau so und nicht anders geschaffen.
Im Zentrum des Schlosses finden wir den „Steinernen Saal“, dessen zweigeschossige, Licht durchflutete italienische Architektur mit ihren farbenfrohen Decken- und Wandgemälden, sowie den dazu natürlich passenden üppig geratenen Stuckaturen machen diesen Saal zu einem echten Prunkstück höfischen Rokokos in Deutschland. Dabei betrieb der Bayrische Landesherr selbst hier praktische Landespolitik, so zeigt der in die Decke gemalte Götterhimmel Szenen aus dem Regentenleben Kürfürst Max III Joseph, der sich zum Ziel gesetzt hatte sein Land zu Frieden und Wohlstand zu führen. Hier, im Fresko der Göttin Flora finden wir auch die den Namen gebenden Nymphen, nach denen das Schloss ja benannt sein soll.
So verbinden diesen Mittelteil zwei seitliche Galerien, die nach rechts und nach links zu den seitlichen Pavillons führen. Hier finden wir auch heute noch eine Vielzahl wirklich schöner Gemälde aus königlichem Besitz, teils die Regenten und ihre Frauen und Kinder zeigend, teil jedoch auch, und da wird es für weniger monarchistisch denkende Schandmäuler wieder interessanter, die echten Nymphen, wie man im Volksmund sagen könnte.
Denn da gab es auch noch Ludwigs Vorgänger als König, seinen Vater, Ludwig I, - der, da er eine landesbekannte Schwäche für bebende praktisch nutzbare Nymphomaninnen, äh ... wollte sagen eben Nymphen hatte.
So kam dieses stattliche Schloss zu einer hervorragenden, einzigartigen Sammlung von Gemälden tollster Weiblichkeiten, von der hübschen eigenen Tochter des Königs, über eine arme aber liebreizende Schustertochter, bis hin zu seinem Rücktrittsgrund als König, dem Skandal seines Lebens, oder auch seiner letzten großen Liebe, - der berühmt-berüchtigten „spanischen Tänzerin“ alias Lola Montez, für die damalige zeit wohl der Inbegriff der aufregenden Topp Popp – Queen der Zeit. Diese alles Staatsvermögen verschlingende Affäre (verschlungen haben die Geschenke und die Aufwendungen für die Holde Schöne und diese selbst) brachte den König Vater zu Fall, und den 16-jährigen Knaben Ludwig zur frühen Rolle als König. Hier in Nymphenburg lernte Ludwig die mögliche Einheit von Kunst und Natur erkennen und erleben, der riesige Schlosspark war (und ist noch immer) eine der harmonischsten Schöpfungen bester europäischer Gartenbaukunst, dieses Schloss beherbergt in seinem Garten zusätzlich weitere Parkburgen, wie man sie nennt, das schöne Barockschlösschen Amalienburg, von außen schlicht, innen reiche kunstvollste Rokokoausstattung, die Badenburg, wie ist das Leben doch in Bayern so einfach, das war, für Bayerns Könige erbaut, das erste große, beheizte (Lust-) Hallenbad (der Neuzeit) dieser Welt, ein Spaßbad, - Spaß wem Spaß gebührt, nur 150 Jahre vor seiner Zeit (oder auch nicht), jedenfalls soll der alte Ludwig (I) mit seinen Nymph(omaninn)en dort genug Spaß gehabt haben, das anschließende Gartenschlösschen war eigentlich nur die Heizungsanlage dazu, und die im China-Stiel errichtete Pagodenburg, liegt gegenüber, diente zur auf das Bad folgenden (wenn man nicht noch zu ermattet war) erfrischenden Teeparty mit Königs (männlich, ich vermute).
Hier also, umgeben von überdeutlich erkennbaren Neigungen seines Vaters zum schwächeren Geschlecht, wuchs Ludwig auf, - wen wundert es da, dass ihm das nicht gefiel, und er sich am liebsten in dem Palmengarten der königlichen Gewächshäuser, ein paar Schritte weiter) aufhielt, und Ruhe und Natur der Pflanzenwelt (und nicht der tollen Bienen seines Vaters) zu genießen.
Was hatte er gelernt? Frauen sind von Übel, dann muss man zurücktreten, ist nicht gut, man kann die Natur zähmen und ordnen, diese gestalten. Wie die Geschichte lehrt, hatte er Zeit seines Lebens etwas gegen Frauen, mit Ausnahme seiner Cousine, Kaiserin Sissi, von der er wusste, dass er sie nicht kriegen konnte, und zog Männer, nicht zuletzt solche wie den teueren Richard Wagner vor, statt der Nymphen wählte er die Schwäne und die Satyren, - wie die Geschichte lehrt mit noch weniger erfolg als sein Vater, - während dieser seine Absetzung überlebte, so verschwand der Märchenkönig, standesgemäß mit eine Mann im Besten Mannesalter, in den Fluten eines Kalten Sees, und ward nicht mehr gesehen.
Ironische Anmerkung: hätte er sich wie sein Vater mehr an leichte Frauen (als an schwere Jungs) gehalten, dann würde er heute noch leben. Wenn er nicht eines versehentlichen anderen Todes gestorben wäre.
Und die Moral von der Geschicht(e) und mein Tipp an Euch, liebe Freunde (ist ja Karneval, da darf ich ehrlich sein) besucht die neuen Königsschlösser, doch vernachlässigt mir das größte, ältere, das aus Nymphenburg nicht, und zweitens, ihr Jungs (hier im Saal), - es stimmt, die Weiber sind ne Qual, doch haben wir ne Wahl? Lugwig I – der mit den vielen Frauen – tat für seine verschiedenen Kinder Schlösser bauen, - Ludwig II – den ohne Mädchen, ohne Frauen, den tat das Schicksal mehr verhauen, - nichts half ihm da sein edles blut, dem Blauen, heute sind es der anderen Prinzen Nachfahren, die munter an Bayern weiter mit bauen.
Wer also zufällig in München sein sollte, und eine hübsche eigene Frau bei der Hand haben, dem würde ich den Tipp geben: geht mit ihr zu den Nymphen der Könige, mag sie die nicht, so geht zum Palmengarten, sicherlich lässt Euere Freunde nicht lange auf sich warten. Liebt ihr Natur und Romantik pur, zu Nymphenburg rat ich nur. Es wird Euch wirklich gefallen, da bin ich sicher,
und kost nix, also hin ganz fix.
p.p.s. Flirtfaktor enorm, (jedenfalls wenn man die eigene Holde mitnimmt)!
Was er später, als reifere König machte, das wissen wir also, - wer es sehen will fährt in den Schwanengau, fern im Allgäu, wo er glaubte sich in der Natur besser künstlerisch entfalten zu können und eine neue Welt gestalten zu können, eine Traumwelt, fern ab der damaligen politischen Realität.
Wo kam er her, wo wurde er geboren, wie wuchs er auf, wie kam es, dass er zu dem wurde, was er später war?
Ludwig war ein waschechter Münchner, geboren in dem damaligen Stadtschloss seiner Eltern. Sein Vater, König Ludwig I von Bayern wohnte mit seiner Familie auf Schloss Nymphenburg, einer der schönsten und wirklich größten Schlossanlagen dieser Erde.
Eigentlich kann man die wirkliche Größe und gewaltige Ausdehnung des Schlosskomplexes nur begreifen, wenn man ihn sich aus der Luft vorstellt. Mit heutigen Begriffen würden wir eher von einem eigenen (Schloss-) Stadtteil sprechen.
Inmitten weitläufiger Parkanlagen, rückwärtig bewaldet, liegt, halbkreis-rund angelegt, die Anlage mit ihren Hauptbauten und nach vorn heraus, halbkreisförmig angelegt, das Heer der rot gedeckten Häuser der zum Hofstaat gehörenden übrigen, Adelige, Personal, Handwerke und Gewerke, - ich glaube selbst Versailles in Frankreich ist nicht insgesamt so ausgedehnt und riesig angelegt, wie diese Ansammlung von königlichen Gemäuern.
Dabei ist der erste und vorherrschende Eindruck die strenge Symmetrie der gesamten Schlossanlage, - als hätte Gott einen großen Zirkel genommen, und alles genau so und nicht anders geschaffen.
Im Zentrum des Schlosses finden wir den „Steinernen Saal“, dessen zweigeschossige, Licht durchflutete italienische Architektur mit ihren farbenfrohen Decken- und Wandgemälden, sowie den dazu natürlich passenden üppig geratenen Stuckaturen machen diesen Saal zu einem echten Prunkstück höfischen Rokokos in Deutschland. Dabei betrieb der Bayrische Landesherr selbst hier praktische Landespolitik, so zeigt der in die Decke gemalte Götterhimmel Szenen aus dem Regentenleben Kürfürst Max III Joseph, der sich zum Ziel gesetzt hatte sein Land zu Frieden und Wohlstand zu führen. Hier, im Fresko der Göttin Flora finden wir auch die den Namen gebenden Nymphen, nach denen das Schloss ja benannt sein soll.
So verbinden diesen Mittelteil zwei seitliche Galerien, die nach rechts und nach links zu den seitlichen Pavillons führen. Hier finden wir auch heute noch eine Vielzahl wirklich schöner Gemälde aus königlichem Besitz, teils die Regenten und ihre Frauen und Kinder zeigend, teil jedoch auch, und da wird es für weniger monarchistisch denkende Schandmäuler wieder interessanter, die echten Nymphen, wie man im Volksmund sagen könnte.
Denn da gab es auch noch Ludwigs Vorgänger als König, seinen Vater, Ludwig I, - der, da er eine landesbekannte Schwäche für bebende praktisch nutzbare Nymphomaninnen, äh ... wollte sagen eben Nymphen hatte.
So kam dieses stattliche Schloss zu einer hervorragenden, einzigartigen Sammlung von Gemälden tollster Weiblichkeiten, von der hübschen eigenen Tochter des Königs, über eine arme aber liebreizende Schustertochter, bis hin zu seinem Rücktrittsgrund als König, dem Skandal seines Lebens, oder auch seiner letzten großen Liebe, - der berühmt-berüchtigten „spanischen Tänzerin“ alias Lola Montez, für die damalige zeit wohl der Inbegriff der aufregenden Topp Popp – Queen der Zeit. Diese alles Staatsvermögen verschlingende Affäre (verschlungen haben die Geschenke und die Aufwendungen für die Holde Schöne und diese selbst) brachte den König Vater zu Fall, und den 16-jährigen Knaben Ludwig zur frühen Rolle als König. Hier in Nymphenburg lernte Ludwig die mögliche Einheit von Kunst und Natur erkennen und erleben, der riesige Schlosspark war (und ist noch immer) eine der harmonischsten Schöpfungen bester europäischer Gartenbaukunst, dieses Schloss beherbergt in seinem Garten zusätzlich weitere Parkburgen, wie man sie nennt, das schöne Barockschlösschen Amalienburg, von außen schlicht, innen reiche kunstvollste Rokokoausstattung, die Badenburg, wie ist das Leben doch in Bayern so einfach, das war, für Bayerns Könige erbaut, das erste große, beheizte (Lust-) Hallenbad (der Neuzeit) dieser Welt, ein Spaßbad, - Spaß wem Spaß gebührt, nur 150 Jahre vor seiner Zeit (oder auch nicht), jedenfalls soll der alte Ludwig (I) mit seinen Nymph(omaninn)en dort genug Spaß gehabt haben, das anschließende Gartenschlösschen war eigentlich nur die Heizungsanlage dazu, und die im China-Stiel errichtete Pagodenburg, liegt gegenüber, diente zur auf das Bad folgenden (wenn man nicht noch zu ermattet war) erfrischenden Teeparty mit Königs (männlich, ich vermute).
Hier also, umgeben von überdeutlich erkennbaren Neigungen seines Vaters zum schwächeren Geschlecht, wuchs Ludwig auf, - wen wundert es da, dass ihm das nicht gefiel, und er sich am liebsten in dem Palmengarten der königlichen Gewächshäuser, ein paar Schritte weiter) aufhielt, und Ruhe und Natur der Pflanzenwelt (und nicht der tollen Bienen seines Vaters) zu genießen.
Was hatte er gelernt? Frauen sind von Übel, dann muss man zurücktreten, ist nicht gut, man kann die Natur zähmen und ordnen, diese gestalten. Wie die Geschichte lehrt, hatte er Zeit seines Lebens etwas gegen Frauen, mit Ausnahme seiner Cousine, Kaiserin Sissi, von der er wusste, dass er sie nicht kriegen konnte, und zog Männer, nicht zuletzt solche wie den teueren Richard Wagner vor, statt der Nymphen wählte er die Schwäne und die Satyren, - wie die Geschichte lehrt mit noch weniger erfolg als sein Vater, - während dieser seine Absetzung überlebte, so verschwand der Märchenkönig, standesgemäß mit eine Mann im Besten Mannesalter, in den Fluten eines Kalten Sees, und ward nicht mehr gesehen.
Ironische Anmerkung: hätte er sich wie sein Vater mehr an leichte Frauen (als an schwere Jungs) gehalten, dann würde er heute noch leben. Wenn er nicht eines versehentlichen anderen Todes gestorben wäre.
Und die Moral von der Geschicht(e) und mein Tipp an Euch, liebe Freunde (ist ja Karneval, da darf ich ehrlich sein) besucht die neuen Königsschlösser, doch vernachlässigt mir das größte, ältere, das aus Nymphenburg nicht, und zweitens, ihr Jungs (hier im Saal), - es stimmt, die Weiber sind ne Qual, doch haben wir ne Wahl? Lugwig I – der mit den vielen Frauen – tat für seine verschiedenen Kinder Schlösser bauen, - Ludwig II – den ohne Mädchen, ohne Frauen, den tat das Schicksal mehr verhauen, - nichts half ihm da sein edles blut, dem Blauen, heute sind es der anderen Prinzen Nachfahren, die munter an Bayern weiter mit bauen.
Wer also zufällig in München sein sollte, und eine hübsche eigene Frau bei der Hand haben, dem würde ich den Tipp geben: geht mit ihr zu den Nymphen der Könige, mag sie die nicht, so geht zum Palmengarten, sicherlich lässt Euere Freunde nicht lange auf sich warten. Liebt ihr Natur und Romantik pur, zu Nymphenburg rat ich nur. Es wird Euch wirklich gefallen, da bin ich sicher,
und kost nix, also hin ganz fix.
p.p.s. Flirtfaktor enorm, (jedenfalls wenn man die eigene Holde mitnimmt)!
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