Schloß Pillnitz Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Goldband
Ein Traum an der Elbe
Pro:
interessant, schön, erholsam
Kontra:
kein
Empfehlung:
Ja
Schloss Pillnitz ist ein Lustschloss an der Elbe, was im gleichnamigen Stadtteil von Dresden steht. Ich lernte es bereits als kleines Kind vom Elbdampfer her kennen. Staunend betrachtete ich damals dieses Schloss, was irgendwie nicht zu meiner Heimat passte. Es hatte einen Hauch Fremdheit für mich. Nur das Japanische Palais, an dem wir jeden Mittwoch vorbeifuhren, sah ähnlich aus.
Später lernte ich dann, warum das so ist...
Zur Geschichte:
August der Starke, der durch den frühen Tod seines Bruders Kurfürst von Sachsen wird, erhält so auch das Anwesen. Er überlässt es seiner Mätresse Anna Constantia von Cosel, die von 1713 bis 1715 dort wohnt.
Ab 1720 bis 1724 werden nach Plänen von Pöppelmann das Wasser- und Bergpalais sowie des Venustempels errichtet. Sie entstehen in chinoiser Architektur, die uns an China und Japan denken lässt und mir als Kind fremd vorkam.
Pillnitz wird zur Sommerresidenz der sächsischen Monarchie.
Die Wohnungen waren zuerst im Berg- und Wasserpalais eingerichtet, später kommen sie in die Flügelbauten. Das Berg-und Wasserpalais wurden dann für höfische Veranstaltungen genutzt. Bis 1790 entstanden dann die Gartenanlagen. Sie wurden als englischer und chinesischer Garten gestaltet. Die Gartenpavillons waren Studier- und Musenkabinette.
Für die königliche Pflanzensammlung wurde 1859 das Palmenhaus und 1879/80 zur Orangerie errichtet bzw. erweitert.
Heute sind das Schloss Pillnitz und seine Gärten eine Sehenswürdigkeit für Touristen und ein beliebtes Ausflugsziel der Dresdner.
Sie kommen im Winter, wenn es still im Park und Schloss ist und genießen die Ruhe.
Es zieht sie zur Kamelie, wenn sie im zeitigen Frühjahr blüht.
Eine Kamelie? Ja, eine 200-jährige sogar!
Die Pillnitzer Kamelie (Camellia japonica L.) ist wahrscheinlich zwischen 1780 und 1790 nach Dresden gekommen, nachdem sie vom Botaniker Karl Peter Thunberg aus Japan mit nach Europa gebracht sein soll. 3 weitere Kamelien haben die Zeit nicht überstanden.
1801 wurde sie durch den Hofgärtner Terscheck an ihren heutigen Standort ausgepflanzt.
Im Winter wurde sie schon immer durch Holzhäuser vor Frost geschützt. Besonders gefährlich wurde es, als im Januar 1905 bei –20°C das Holzhaus brannte. Das Löschwasser gefror aber sofort zu einem Eisberg und der schützte die Kamelie vorm Erfrieren. So trieb sie im Frühjahr wieder aus.
1992 bekam sie nun ein fahrbares Schutzhaus, indem nun Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Schatten durch einen Computer gesteuert wird.
Die Kamelie ist nun 8,60m und einen Durchmesser von fast 11m. Bereits im Februar erblühen ihre 35000 karminroten einfachen glockenförmige Blüten.
Öffnungszeiten:
Mitte Februar bis Mitte April
täglich außer bei starker Kälte und Sturm von 10 – 17 Uhr
Eintritt: 1,00€ bzw. ermäßigt 0,50€
Sie kommen besonders oft im Frühling und Sommer, wenn die schön gestalteten Anlagen in voller Blüte und Grün stehen und wenn das Kunstgewerbemuseum wieder geöffnet ist.
Viele Dresdner hören in den Sommermonaten gern den Schlosskonzerten zu und gehen genau so gern im Park spazieren.
Dabei entdecken sie die Prunkgondel, diese oder andere Exemplare brachten die Hofgesellschaft nach Pillnitz und legten an der Freitreppe unterhalb des Wasserpalais an. Hinter hohen Hecken kann sich der Besucher „verlaufen“. Hier entdeckt er liebevoll gepflegte Beete. Im englischen Garten wachsen alte exotische Bäume und Sträucher. Uralte Fliederbäume mit eigenartig verdrehten Stämme blühen zur Zeit gerade und verströmen einen starken Duft hinter dem Neuen Palais.
Im englischen Garten findet der Besucher einen Teich und einen Pavillon.
Wenn sich die Augen satt gesehen haben, die Beine müde sind und man Durst oder Hunger verspürt, kann man im Schlosscafe oder in den Gaststätten im Ort gut essen und trinken.
Nachdem ich hoffentlich viele neugierig gemacht habe, sollte ich wohl noch sagen wie man von Dresden zum Schloss Pillnitz kommt:
-Buslinie 83 vom Comeniusplatz (am Großen Garten) nach Pillnitz
-Straßenbahn 1 bis Kleinzschachwitz und dann mit der Autofähre übersetzen
-PKW über Blaues Wunder nach Loschwitz und dann immer an der Elbe entlang bis Pillnitz oder bis Kleinzschachwitz und mit der Fähre übersetzen
-Fahrrad Elbradweg bis Kleinzschachwitz und mit der Fähre übersetzen
-Fahrt mit der weißen Flotte vom Terrassenufer bis Pillnitz
Bestimmt gibt es noch viel mehr zu erzählen. Doch das eigene Erleben sagt mehr als jeder geschriebene Bericht. Also, wenn möglich, schaut es euch selbst an. Wer einmal Pillnitz gesehen hat, kommt immer wieder.
Später lernte ich dann, warum das so ist...
Zur Geschichte:
August der Starke, der durch den frühen Tod seines Bruders Kurfürst von Sachsen wird, erhält so auch das Anwesen. Er überlässt es seiner Mätresse Anna Constantia von Cosel, die von 1713 bis 1715 dort wohnt.
Ab 1720 bis 1724 werden nach Plänen von Pöppelmann das Wasser- und Bergpalais sowie des Venustempels errichtet. Sie entstehen in chinoiser Architektur, die uns an China und Japan denken lässt und mir als Kind fremd vorkam.
Pillnitz wird zur Sommerresidenz der sächsischen Monarchie.
Die Wohnungen waren zuerst im Berg- und Wasserpalais eingerichtet, später kommen sie in die Flügelbauten. Das Berg-und Wasserpalais wurden dann für höfische Veranstaltungen genutzt. Bis 1790 entstanden dann die Gartenanlagen. Sie wurden als englischer und chinesischer Garten gestaltet. Die Gartenpavillons waren Studier- und Musenkabinette.
Für die königliche Pflanzensammlung wurde 1859 das Palmenhaus und 1879/80 zur Orangerie errichtet bzw. erweitert.
Heute sind das Schloss Pillnitz und seine Gärten eine Sehenswürdigkeit für Touristen und ein beliebtes Ausflugsziel der Dresdner.
Sie kommen im Winter, wenn es still im Park und Schloss ist und genießen die Ruhe.
Es zieht sie zur Kamelie, wenn sie im zeitigen Frühjahr blüht.
Eine Kamelie? Ja, eine 200-jährige sogar!
Die Pillnitzer Kamelie (Camellia japonica L.) ist wahrscheinlich zwischen 1780 und 1790 nach Dresden gekommen, nachdem sie vom Botaniker Karl Peter Thunberg aus Japan mit nach Europa gebracht sein soll. 3 weitere Kamelien haben die Zeit nicht überstanden.
1801 wurde sie durch den Hofgärtner Terscheck an ihren heutigen Standort ausgepflanzt.
Im Winter wurde sie schon immer durch Holzhäuser vor Frost geschützt. Besonders gefährlich wurde es, als im Januar 1905 bei –20°C das Holzhaus brannte. Das Löschwasser gefror aber sofort zu einem Eisberg und der schützte die Kamelie vorm Erfrieren. So trieb sie im Frühjahr wieder aus.
1992 bekam sie nun ein fahrbares Schutzhaus, indem nun Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Schatten durch einen Computer gesteuert wird.
Die Kamelie ist nun 8,60m und einen Durchmesser von fast 11m. Bereits im Februar erblühen ihre 35000 karminroten einfachen glockenförmige Blüten.
Öffnungszeiten:
Mitte Februar bis Mitte April
täglich außer bei starker Kälte und Sturm von 10 – 17 Uhr
Eintritt: 1,00€ bzw. ermäßigt 0,50€
Sie kommen besonders oft im Frühling und Sommer, wenn die schön gestalteten Anlagen in voller Blüte und Grün stehen und wenn das Kunstgewerbemuseum wieder geöffnet ist.
Viele Dresdner hören in den Sommermonaten gern den Schlosskonzerten zu und gehen genau so gern im Park spazieren.
Dabei entdecken sie die Prunkgondel, diese oder andere Exemplare brachten die Hofgesellschaft nach Pillnitz und legten an der Freitreppe unterhalb des Wasserpalais an. Hinter hohen Hecken kann sich der Besucher „verlaufen“. Hier entdeckt er liebevoll gepflegte Beete. Im englischen Garten wachsen alte exotische Bäume und Sträucher. Uralte Fliederbäume mit eigenartig verdrehten Stämme blühen zur Zeit gerade und verströmen einen starken Duft hinter dem Neuen Palais.
Im englischen Garten findet der Besucher einen Teich und einen Pavillon.
Wenn sich die Augen satt gesehen haben, die Beine müde sind und man Durst oder Hunger verspürt, kann man im Schlosscafe oder in den Gaststätten im Ort gut essen und trinken.
Nachdem ich hoffentlich viele neugierig gemacht habe, sollte ich wohl noch sagen wie man von Dresden zum Schloss Pillnitz kommt:
-Buslinie 83 vom Comeniusplatz (am Großen Garten) nach Pillnitz
-Straßenbahn 1 bis Kleinzschachwitz und dann mit der Autofähre übersetzen
-PKW über Blaues Wunder nach Loschwitz und dann immer an der Elbe entlang bis Pillnitz oder bis Kleinzschachwitz und mit der Fähre übersetzen
-Fahrrad Elbradweg bis Kleinzschachwitz und mit der Fähre übersetzen
-Fahrt mit der weißen Flotte vom Terrassenufer bis Pillnitz
Bestimmt gibt es noch viel mehr zu erzählen. Doch das eigene Erleben sagt mehr als jeder geschriebene Bericht. Also, wenn möglich, schaut es euch selbst an. Wer einmal Pillnitz gesehen hat, kommt immer wieder.
28 Bewertungen, 4 Kommentare
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27.01.2007, 00:22 Uhr von bodenseestern
Bewertung: sehr hilfreich+++Liebe Grüße Petra+++
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08.04.2006, 17:45 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichWird sich das Schloß im Juniurlaub anschauen. Gruß Leseratee.
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04.01.2006, 10:44 Uhr von Nightmare
Bewertung: sehr hilfreichsh .lg bernd
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11.06.2005, 03:49 Uhr von newsboard
Bewertung: sehr hilfreichund übrigens über Dresden, p.s. bin mal wieder da!
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