Schloß Pillnitz Testbericht

Schloss-pillnitz
ab 14,07
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Erfahrungsbericht von Perpetua

Lust auf ein Lustschloss in lustvoller Parkanlage?

Pro:

einfach wunderschön

Kontra:

kontra?

Empfehlung:

Ja

Jedes Jahr Ende Februar/ Anfang März ist es so weit: die ersten Blüten öffnen sich - die Blüten der größten und ältesten Kamelie der Welt! Am Ende der Blütezeit sollen etwa 35.000(!) Blüten die Kamelie in eine wunderbar rote Farbe tauchen (ich hab sie nicht gezählt, aber es wird schon ungefähr stimmen *g*).

Mit einer Höhe von ca. 9 und einem Durchmesser von ca. 11 Metern steht sie in einem eigens für sie entwickelten Glashaus. In diesem Glashaus führen Treppen und Laufstege rund um die Kamelie, um die Blüte sozusagen \'hautnah\' erleben zu können. Dieses Glashaus wird im Frühjahr auf Schienen weggefahren, damit die 220 Jahre alte Kamelie die darauffolgenden Monate bis zur nächsten Frostperiode im Freien verbringen kann.

Die Kamelie ist nur eine von vielen botanischen Kostbarkeiten des Parks. Viele tropische Pflanzen sind in der Orangerie, im Palmenhaus und im Park selbst zu bewundern.
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Lage und Erreichbarkeit von Schloss und Park:

Schloss und Park Pillnitz befinden sich direkt am Elbufer vor den Toren der Sächsischen Schweiz und sind sowohl mit dem PKW als auch mit Bus oder - besonders in den freundlicheren Monaten sehr empfehlenswert - mit dem Elbdampfer zu erreichen.
Eine weitere Möglichkeit ist eine Fahrt mit der Straßenbahnlinie 1 bis zur Endhaltestelle Kleinzschachwitz und dem anschließenden Übersetzen nach Pillnitz mit der Fähre.
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Geschichte:

Pillnitz wird erstmals Anfang des 14. Jahrhunderts urkundlich erwähnt. Es steht zu bezweifeln, dass zu dieser Zeit bereits das Schloss existierte.
Nachweislich erwarb es 1694 Johann Georg IV - Kurfürst von Sachsen, der es seiner Mätresse schenkte. Nach seinem Tod geht das Schloss an seinen Bruder August den Starken, der es ebenfalls seiner Mätresse, der Gräfin Cosel, schenkte. Ein \'Lust-\'Schloss eben ;-)
Allerdings überwarf sich die Gräfin mit ihrem August, woraufhin er es ihr wieder entzog und für ausgefallene Wasser- und Gartenspiele aufwändig umbauen ließ.
So entstand Anfang des 18. Jahrhunderts das Wasserpalais mit seiner Freitreppe, die bis in die Elbe führt. Hier legten die Lustgondeln der Herrschaften an.
Das Gegenstück zum Wasserpalais bildet das gegenüberliegende Bergpalais.
1780 kommt noch ein englischer Pavillon dazu.
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Erholungswert und Veranstaltungen:

Der Eintritt in den Park ist kostenlos, der Spaziergang erholsam und besonders im Frühjahr und Sommer eine Rast auf einer der um die Wasserspiele zwischen Wasser- und Bergpalais angeordneten Bänke eine Lust für\'s Auge, denn die Blumenrabatten werden mit viel Sorgfalt angelegt und gepflegt.

Für das leibliche Wohl sorgen die \'Einkehr im Palmenhaus\' und das \'Parkcafè\'. Allerdings kann ich hier über Preise, Service, Angebot und Qualität von Speisen und Getränken keine Angaben machen, da ich gegenüber von Pillnitz wohne und somit die meist von zahlreichen Touristen bevölkerten gastronomischen Einrichtungen meide.

Interessant ist auch ein Besuch im Kunstgewerbemuseum, welches sich im Wasserpalais befindet.
Hier ist angewandte Kunst aller Gattungen von der Gotik bis zur Gegenwart zu sehen: höfische und bürgerliche Möbel, Augsburger und Dresdner Silber, Tapisserien, Lederarbeiten, Schnitzereien, Zinn, Kupfer, Bronze und Eisenguß, Schmiedearbeiten und modernes Industriedesign.

Berühmt sind auch die Pillnitzer Konzerte, die jährlich vorzugsweise in den Monaten Mai bis September stattfinden. Meist werden eher leichte klassische Konzerte, oft auch von Ballett untermalt, zu Gehör gebracht.
Doch auch Carl Orffs \'Carmina Burana\' fand hier bereits Aufführung sowie eine Jubiläumsveranstaltung des \'Zwinger-Trios\' - dreier bekannter und beliebter Dresdner Kabarettisten.
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Zum Schluss:

Das Wasserpalais sieht nicht nur in der \'Radeberger Bier\'-Werbung so strahlend aus, sondern eigentlich jede Nacht, denn es wird nachts angestrahlt und macht einfach richtig was her :-)

Wer Dresden besucht, sollte sowieso ein paar Tage mehr einplanen - und dann auf jeden Fall Pillnitz einen Besuch abstatten.

Und wenn der gerade in die Zeit Februar bis Mai fällt, kann sich auf der Rückreise durchaus ein Abkömmling der großen Kamelie im Gepäck befinden, denn die werden als Souvenir verkauft.
Oder aber der Besucher wird in dem kleinen, aber feinen Buchantiquariat fündig, in dem es neben alten und mal mehr, mal weniger kostbaren antiquarischen Büchern auch alte Drucke und Stiche mit Sächsischen, Dresdner und Pillnitzer Ansichten zu erwerben gibt.

4 Bewertungen, 1 Kommentar

  • newsboard

    03.07.2003, 18:20 Uhr von newsboard
    Bewertung: sehr hilfreich

    wirklich schöner umfangreicher Bericht, habe ihn bei trivago verarbeitet.