Die Hexe und die Heilige (Taschenbuch) / Ulrike Schweikert Testbericht
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Erfahrungsbericht von Luckybrina
Von Wehmüttern, Zwillingen, Kräutern und Intrigen
Pro:
interessante Geschichte, gute Hintergrundinfos
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
"Die Hexe und die Heilige"
von Ulrike Schweikert
Taschenbuch - Knaur 2002
ISBN 3-426-62254-8
Preis: 8,90 Euro
Ich persönlich bin ein großer Fan von geschichtlichen Themen, wobei es mir definitiv das Mittelalter am meisten angetan hat. Dies war auch der Grund, warum ich an diesem Buch nicht mehr vorbeikam, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte:
"Deutschland am Vorabend des 30jährigen Krieges: Während die tugendhafte Helena ins Kloster geht, wird ihre eigenwillige Zwillingsschwester Sybilla Hebamme. Sie lernt die dunklen Geheimnisse der Mächtigen kennen und wird zur Gefahr. Die Häscher der Inquisition rüsten zur Hexenjagd..."
Zum Inhalt:
Die Geschichte beginnt mit einer Geburt im Ellwanger "Goldenen Stern", einem Wirtshaus, in dem die Wirtin Helena Zwillinge zur Welt bringt. Allerlei Aberglauben spielt im Denken und Handeln der anwesenden Personen, so auch des Wirtes und Ratsherrn Schenkh, eine große Rolle. Zwillinge sind kein gutes Zeichen in der damaligen Zeit, dabei hat man doch an alles gedacht... ein Drudenfuß zum Schutz vor Hexen ...
Doch es scheint alles gut zu gehen. Die Zwillinge wachsen heran und stellen sich als gar sehr unterschiedliche Persönlichkeiten heraus: Sybilla, aufgeweckt und draufgängerisch, fast aufrührerisch und schnell als "Hexe" bezeichnet, wobei die rötlichen Haare ihr übriges tun; und ihre Schwester Helena, sanft und zurückhaltend.
Durch die rebellischen Eigenarten und unheimlichen Vorahnungen von Sybilla wird im Freundes und Bekanntenkreis immer häufiger der Ruf nach Sühne laut... Zwillinge sind nun mal kein gutes Omen. So wird beschlossen, dass eine der beiden Schwestern ins Kloster gehen soll: Sybilla. Diese jedoch versteckt sich zum Zeitpunkt der Abreise, und die sonst so zurückhaltende Helena nimmt den Platz ihrer Schwester ein und geht für diese ins Kloster. Sybilla hingegen soll zu ihrer Muhme / Tante gehen, damit im Ort wieder Ruhe um das Gerede über die Schwester einkehrt. Doch auch wenn sich die Wege der beiden trennen, so sind die beiden doch irgendwie mental verbunden und spüren, wie es der anderen geht.
Mit einer alten Krämerin reist Sybilla zu ihrer Tante, findet diese jedoch krank und den Hof verwahrlost vor, so dass sie beschließt, die Krämerin in die Stadt Leonberg zu begleiten. Die Krämerin sieht jedoch vorrangig ihren eigenen Nutzen, da sie selbst nicht viel hat und eigentlich mehr eine Quacksalberin ist. Sie überläßt Sybilla die schweren Arbeiten, bis sich ihre Schwester - eine namhafte Hebamme in der Stadt - der Kleinen annimmt und sie zur Hebamme ausbildet. Doch als Hebamme erfährt man viel und von der Hebamme zum Ruf der Hexe wie in ihrer Kindheit ist es nicht weit...
Zum Buch:
Auf den ersten Seiten finden sich die Karten von Ellwangen und Leonberg zum besseren Verständnis des Lesers. Im Anhang befinden sich ein Personenverzeichnis der Handlung, einige Begriffserklärungen, eine Erklärung über Dichtung und Wahrheit des Buches, so z.B. auch eine überlieferte Liste von Inquisitionsopfern und nicht zuletzt die Quellenangaben der Recherchen der Autorin und eine Danksagung.
Zur Autorin:
Ulrike Schweikert wurde 1966 in Schwäbisch-Hall geboren und verbrachte auch ihre Kindheit dort. Nach einer Banklehre und der Tätigkeit als Wertpapierhändlerin, studierte erst Geologie, dann Journalismus und begann dann mit der Schreiberei, die ihr im März 2000 mit dem Buch "Die Tochter des Salzsieders" erste Erfolge einbrachte. Seit dem sind einige weitere Bücher von ihr erschienen, so z.B. "Die Herrin der Burg" und "Das Kreidekreuz".
Meine Meinung:
Für Liebhaber historischer Romane ist dieses Buch absolut empfehlenswert. Der leichte Schreibstil sorgt für einen entspannten Lesegenuss mit fundiertem Hintergrundwissen. Die Geschichte an sich ist sehr interessant, jedoch auch ein wenig absehbar (Von der Hebamme zum Kräuterweiblein zur Hexe zum Scheiterhaufen...). Schade finde ich persönlich auch, dass die Zwillingsschwester Helena sehr in den Hintergrund gerät und das Hauptaugenmerk auf Sybilla liegt - schließlich denkt man zu Beginn, es auch um die Thematik "Zwillinge im MA". Besonders gut gefiel mir die Einflechtung der verschiedenen historischen Personen in die fiktive Geschichte der Zwillinge.
Ein gutes Buch, wenn auch realistisch und zeitweise grausam!
27 Bewertungen, 11 Kommentare
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29.03.2006, 15:46 Uhr von ochsenfrosch43
Bewertung: sehr hilfreichSH + LG ;-)
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14.03.2006, 13:37 Uhr von jenny123
Bewertung: sehr hilfreichfreu mich auf Gegenlesungen. <br/>sh,jenny123
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06.03.2006, 17:58 Uhr von mausi4
Bewertung: sehr hilfreich<br/>LG...freue mich über Gegenlesungen!
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06.03.2006, 11:51 Uhr von Naffy
Bewertung: sehr hilfreichGruß Naffy
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03.03.2006, 23:39 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreich...sh....*g*...Lg, Christina
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03.03.2006, 14:08 Uhr von dg1m4l
Bewertung: sehr hilfreichSH freu mich über Gegenlesungen
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03.03.2006, 13:26 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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03.03.2006, 13:25 Uhr von marina71
Bewertung: sehr hilfreichguter Bericht. lg
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03.03.2006, 13:20 Uhr von WreckRin
Bewertung: sehr hilfreichgelungener Bericht, freu mich über Gegenlesungen <br/>LG Sandra
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03.03.2006, 13:10 Uhr von Betthuepfer
Bewertung: sehr hilfreichsh Gegenlesungen erfreuen auch mein Herz
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03.03.2006, 13:09 Uhr von Nathalie
Bewertung: sehr hilfreichsh+Vlg Nathalie
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