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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Indigo
Alzheimer: ein inzwischen umgangssprachlicher Begriff
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Alzheimer: ein inzwischen umgangssprachlicher Begriff
In unserer Umgangssprache erscheinen uns Begriffe wie Depression, Migräne oder auch Hyperaktivität geläufig. Es existiert ein Allgemeinverständnis, welches die Gefahr in sich birgt, dass sich die Annahme verbreitet, dass zumindest Fachleuten klar ist, was das jeweilige Krankheitsbild bedeutet. Dies ist in der Regel aber nicht der Fall.
Alzheimer gilt hier als Paradebeispiel. Alle wissen, was gemeint ist, aber die Fachöffentlichkeit streitet nach wie vor über Ursachen, Behandlungsmethoden und Prävention.
Alzheimer ist in Deutschland inzwischen sogar ein Begriff, mit dem man kokettiert, der Witze füllt und alltagssprachlich angewandt wird, wenn man etwas verlegt hat und nicht wiederfindet oder wenn einem bestimmte Worte nicht einfallen.
Die eigentliche Krankheit wird in Deutschland jedoch weitgehend tabuisiert. Dabei ist Alzheimer inzwischen eine Volkskrankheit geworden, wenn man bedenkt, dass allein im Land Brandenburg heute schon 25.000 Menschen an einer Demenzerkrankung leiden, bundesweit sind inzwischen mehr als eine Millionen Menschen betroffen.
Der bedeutendste Risikofaktor für Alzheimer ist das Lebensalter und angesichts der demographischen Entwicklung ist zu befürchten, dass bei immer älter werdenden Menschen und bei zunehmender Quote der alten Menschen eine immense gesellschaftliche Herausforderung auf uns zu kommt.
Aber auch schon heute ist die Situation prekär. Es bestehen erhebliche Defizite in der Versorgung, die Krankheit wird immer noch viel zu spät diagnostiziert und betroffene Patienten werden zum Teil unzureichend behandelt.
Angehörige, die Alzheimer-Patienten pflegen, sind überfordert, fühlen sich im Stich gelassen und drohen letztendlich aufgrund dieser Überforderungen selbst krank zu werden.
Wenn wir die Lebenssituation Demenzkranker, ihrer Angehörigen und auch der Beruflich Pflegenden verbessern wollen, dann müssen alle relevanten gesellschaftlichen Instanzen wie Mediziner, Pflegepersonal, Sozialarbeiter, Krankenversicherer, Gesundheitspolitiker und Familienangehörige an einen Tisch. Diese gesellschaftlichen Gruppen müssen mit der breiten Öffentlichkeit in Dialog treten, um für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren.
Am 22. Juni 2002 fand das 1. Demenz-Forum Brandenburg in Potsdam statt. Bleibt zu hoffen, dass diese Initiative bundesweit Nachahmung findet.
Meiner Meinung nach hilft hier nur Öffentlichkeitsarbeit. Nehmen wir den Vergleich zur AIDS-Debatte, so ist sicherlich unstrittig, dass hier eine wesentlich breitere Öffentlichkeit dafür gesorgt hat, dass die medizinische Forschung weltweit sehr intensiv an der Behandlung der HIV-Infektion forscht.
Die demographische Entwicklung in Deutschland prognostiziert nachhaltig, dass die Bevölkerung immer älter wird. Daraus kann abgeleitet werden, dass das Problem ALZHEIMER eine zunehmende Releavnz beansprucht.
Dieser Beitrag will nicht erklären, was wissenschaftlich strittig ist, er will ausschließlich auf ein Thema aufmerksam machen. Nicht mehr und nicht weniger.
Viele Grüße
Indigo
In unserer Umgangssprache erscheinen uns Begriffe wie Depression, Migräne oder auch Hyperaktivität geläufig. Es existiert ein Allgemeinverständnis, welches die Gefahr in sich birgt, dass sich die Annahme verbreitet, dass zumindest Fachleuten klar ist, was das jeweilige Krankheitsbild bedeutet. Dies ist in der Regel aber nicht der Fall.
Alzheimer gilt hier als Paradebeispiel. Alle wissen, was gemeint ist, aber die Fachöffentlichkeit streitet nach wie vor über Ursachen, Behandlungsmethoden und Prävention.
Alzheimer ist in Deutschland inzwischen sogar ein Begriff, mit dem man kokettiert, der Witze füllt und alltagssprachlich angewandt wird, wenn man etwas verlegt hat und nicht wiederfindet oder wenn einem bestimmte Worte nicht einfallen.
Die eigentliche Krankheit wird in Deutschland jedoch weitgehend tabuisiert. Dabei ist Alzheimer inzwischen eine Volkskrankheit geworden, wenn man bedenkt, dass allein im Land Brandenburg heute schon 25.000 Menschen an einer Demenzerkrankung leiden, bundesweit sind inzwischen mehr als eine Millionen Menschen betroffen.
Der bedeutendste Risikofaktor für Alzheimer ist das Lebensalter und angesichts der demographischen Entwicklung ist zu befürchten, dass bei immer älter werdenden Menschen und bei zunehmender Quote der alten Menschen eine immense gesellschaftliche Herausforderung auf uns zu kommt.
Aber auch schon heute ist die Situation prekär. Es bestehen erhebliche Defizite in der Versorgung, die Krankheit wird immer noch viel zu spät diagnostiziert und betroffene Patienten werden zum Teil unzureichend behandelt.
Angehörige, die Alzheimer-Patienten pflegen, sind überfordert, fühlen sich im Stich gelassen und drohen letztendlich aufgrund dieser Überforderungen selbst krank zu werden.
Wenn wir die Lebenssituation Demenzkranker, ihrer Angehörigen und auch der Beruflich Pflegenden verbessern wollen, dann müssen alle relevanten gesellschaftlichen Instanzen wie Mediziner, Pflegepersonal, Sozialarbeiter, Krankenversicherer, Gesundheitspolitiker und Familienangehörige an einen Tisch. Diese gesellschaftlichen Gruppen müssen mit der breiten Öffentlichkeit in Dialog treten, um für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren.
Am 22. Juni 2002 fand das 1. Demenz-Forum Brandenburg in Potsdam statt. Bleibt zu hoffen, dass diese Initiative bundesweit Nachahmung findet.
Meiner Meinung nach hilft hier nur Öffentlichkeitsarbeit. Nehmen wir den Vergleich zur AIDS-Debatte, so ist sicherlich unstrittig, dass hier eine wesentlich breitere Öffentlichkeit dafür gesorgt hat, dass die medizinische Forschung weltweit sehr intensiv an der Behandlung der HIV-Infektion forscht.
Die demographische Entwicklung in Deutschland prognostiziert nachhaltig, dass die Bevölkerung immer älter wird. Daraus kann abgeleitet werden, dass das Problem ALZHEIMER eine zunehmende Releavnz beansprucht.
Dieser Beitrag will nicht erklären, was wissenschaftlich strittig ist, er will ausschließlich auf ein Thema aufmerksam machen. Nicht mehr und nicht weniger.
Viele Grüße
Indigo
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