Sevilla Testbericht
ab 127,79 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 03/2005
Auf yopi.de gelistet seit 03/2005
Erfahrungsbericht von rispetto
Bars, Serranoschinken und das Hotel Simon
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Sevilla empfängt uns jetzt, Ende Dezember, mit strahlendem Sonnenschein und Temperaturen zwischen 17° und 20°. Die Strassen in der Innenstadt sind gesäumt von Orangenbäumen, die prall mit Früchten sind. Ein angenehmes Bild für den, um diese Zeit vom Wetter nicht gerade verwöhnten, Norddeutschen.
4500 Bars soll es in Sevilla geben, für die Menschen hier ist der Besuch einer Bar so selbstverständlich wie für uns der Gang in das eigene Wohnzimmer.
Es empfängt den Besucher immer die gleiche Atmosphäre von an der Decke hängenden Serranoschinken, dichtem Zigarettenrauch und dem verführerischen Duft alten Sherrys.
Wenn wir aus unserem Hotelfenster schauen, blicken wir auf solch eine typische Bar. Sie sollte nach unseren langen Erkundungstouren durch Sevilla die Station für den Absacker vor der Nacht im Hotel werden. Hier würden wir in gemütlicher Runde das erlebte bei einigen Gläsern Rotwein vom Fass verarbeiten. Es sollten einige sehr lange Runden werden, aber das wissen wir jetzt, nachdem wir gerade unser Hotel nach mühsamer Suche gefunden haben, noch nicht.
Unser Hotel
Es war das Hotel Simon direkt in der Innenstadt von Sevilla. Auf etwas ungewöhnliche Weise sind wir zu diesem Hotel gekommen. Nachdem wir die spontane Idee von einem Kurzurlaub in Andalusien hatten, wurden kurzerhand die nötigen Hotels per Telefon direkt gebucht. Wir hatten allerdings keine Ahnung was für ein Hotel uns in Sevilla erwarten würde. Es gab keine Fotos und nur eine dürftige Beschreibung.
Allen Vorahnungen zum Trotz erwies sich das „Simon“ als Glücksgriff!
Da wir allesamt keine Freunde von sterilen und unpersönlichen Hotelketten sind, waren wir sofort vom „Simon“ begeistert. Alt, und mit einem ganz eigenen morbiden Charme, der uns gleich faszinierte, präsentierte sich diese kleine Privatpension. Durch die vergitterte Pforte kam man in einen hellen, spanisch eingerichteten Innenhof. Alle Zimmer hatten einen völlig eigenen Schnitt, die Duschen waren auf dem Flur, jede Menge Teppiche in seltsam düsteren Fluren und einem gekachelten Frühstücksraum mit dem unterkühlten Charme eines Schlachthofes. Aber auch mit einem ungemein freundlichen Personal, das immer wieder mit nützlichen Tipps weiterhelfen konnte.
Das gesamte, ungewöhnliche und doch liebenswerte Ambiente gefiel uns allen ausgesprochen gut, typisch spanisch eben und ohne die langweilige Konformität bekannter Standardhotels.
Ein Nachteil:
Leider ist es auch hier, wie überall in Sevilla ein Riesenproblem sein Fahrzeug unterzubringen. Das Hotel hat keine eigenen Parkplätze. Das in der Nähe liegende Parkhaus ist meistens voll und so wird man unweigerlich einige Zeit mit der nervenden Suche nach einem Parkplatz verbringen. Hat man einen gefunden, sollte man den Wagen bis zur Abreise dort stehen lassen
Das „Simon“ ist trotzdem mein absoluter Tipp für Leute, denen das Normale zu normal ist!
Die Preise sind auch durchaus akzeptabel.
Hotel Simon, Garcia de Vinuesa 19
Tel. (95) 4226660
Fax : (95) 4562241
Den ersten Tag verbringen wir ganz zwanglos in der lebhaften Altstadt mit einkaufen, gemütlich essen gehen und ein wenig Sonne tanken. An den mehr als hektischen Verkehr gewöhnen wir uns allerdings erst langsam. Am Abend lernen wir dann die Bar gegenüber unserem Hotel genauer kennen. Die an der Decke baumelnden Serranoschinken sind typisch für viele Bars, auf einem speziellen Gestell werden die Portionen vor den Augen der Gäste tranchiert. Unsere Zeche fällt nicht gerade niedrig aus, mit Kreide ergänzt der Wirt immer wieder unsere Rechnung auf dem Tresen. Wird sie dann bezahlt, wischt er den Zahlenturm aus Kreide einfach weg. Gemütlich und rappelvoll ist es hier und der Wein vom Fass schmeckt von Glas zu Glas besser.
Spät in der Nacht fallen wir dann alle in die bequemen Hotelbetten, höllisch knatternde Mopeds unten auf der Strasse halten uns noch eine Weile wach.
Am nächsten Tag besichtigen wir das Alcázar, auch Reales Alcázares
(Königliche Schlösser) genannt, ein Besuch, der bei jedem Sevillaaufenthalt obligatorisch ist. Wir sind begeistert von der Baukunst und verbringen hier mehr als einen halben Tag ohne es überhaupt zu bemerken. Es gibt hier soviel kulturell interessantes zu entdecken und die Zeit vergeht dabei ungemein schnell.
Ein Besuch der sich wirklich lohnt! Sevillabesucher sollten auf dieses Highlight auf keinen Fall verzichten!
Am Abend ist das ehemalige jüdische Viertel Santa Cruz das Ziel, in den engen und verwinkelten Gassen gibt es viel zu sehen. Schöne Geschäfte, Restaurants und natürlich, Bars!
Eine kleine Portion Serranoschinken oder gedünstete Gambas in kleinen Porzellanschälchen serviert und dazu ein Glas Sherry im Stehen in einer der typischen, immer vollen Bars, das macht den Kurzurlaub in Sevilla für uns zum eigentlichen Vergnügen. Ansonsten lässt man sich ohne großes Ziel einfach treiben, es gibt viel zu entdecken im quirligen und freundlichen Sevilla, unsere Zeit reicht sicher nicht für alles aus.
4500 Bars soll es in Sevilla geben, 5-6 kennen wir jetzt schon!
Wir müssen also noch mal wiederkommen um den Rest zu besuchen, unser Hotel wird dann ganz bestimmt wieder das etwas andere Hotel Simon sein, wir haben es alle in unser Herz geschlossen. Sevilla, eine lebhafte Stadt mit viel Charme und Kultur, hierher kann man durchaus ein zweites Mal kommen.
Bis denne,
rispetto
©Rispetto, auch gepostet bei Ciao
4500 Bars soll es in Sevilla geben, für die Menschen hier ist der Besuch einer Bar so selbstverständlich wie für uns der Gang in das eigene Wohnzimmer.
Es empfängt den Besucher immer die gleiche Atmosphäre von an der Decke hängenden Serranoschinken, dichtem Zigarettenrauch und dem verführerischen Duft alten Sherrys.
Wenn wir aus unserem Hotelfenster schauen, blicken wir auf solch eine typische Bar. Sie sollte nach unseren langen Erkundungstouren durch Sevilla die Station für den Absacker vor der Nacht im Hotel werden. Hier würden wir in gemütlicher Runde das erlebte bei einigen Gläsern Rotwein vom Fass verarbeiten. Es sollten einige sehr lange Runden werden, aber das wissen wir jetzt, nachdem wir gerade unser Hotel nach mühsamer Suche gefunden haben, noch nicht.
Unser Hotel
Es war das Hotel Simon direkt in der Innenstadt von Sevilla. Auf etwas ungewöhnliche Weise sind wir zu diesem Hotel gekommen. Nachdem wir die spontane Idee von einem Kurzurlaub in Andalusien hatten, wurden kurzerhand die nötigen Hotels per Telefon direkt gebucht. Wir hatten allerdings keine Ahnung was für ein Hotel uns in Sevilla erwarten würde. Es gab keine Fotos und nur eine dürftige Beschreibung.
Allen Vorahnungen zum Trotz erwies sich das „Simon“ als Glücksgriff!
Da wir allesamt keine Freunde von sterilen und unpersönlichen Hotelketten sind, waren wir sofort vom „Simon“ begeistert. Alt, und mit einem ganz eigenen morbiden Charme, der uns gleich faszinierte, präsentierte sich diese kleine Privatpension. Durch die vergitterte Pforte kam man in einen hellen, spanisch eingerichteten Innenhof. Alle Zimmer hatten einen völlig eigenen Schnitt, die Duschen waren auf dem Flur, jede Menge Teppiche in seltsam düsteren Fluren und einem gekachelten Frühstücksraum mit dem unterkühlten Charme eines Schlachthofes. Aber auch mit einem ungemein freundlichen Personal, das immer wieder mit nützlichen Tipps weiterhelfen konnte.
Das gesamte, ungewöhnliche und doch liebenswerte Ambiente gefiel uns allen ausgesprochen gut, typisch spanisch eben und ohne die langweilige Konformität bekannter Standardhotels.
Ein Nachteil:
Leider ist es auch hier, wie überall in Sevilla ein Riesenproblem sein Fahrzeug unterzubringen. Das Hotel hat keine eigenen Parkplätze. Das in der Nähe liegende Parkhaus ist meistens voll und so wird man unweigerlich einige Zeit mit der nervenden Suche nach einem Parkplatz verbringen. Hat man einen gefunden, sollte man den Wagen bis zur Abreise dort stehen lassen
Das „Simon“ ist trotzdem mein absoluter Tipp für Leute, denen das Normale zu normal ist!
Die Preise sind auch durchaus akzeptabel.
Hotel Simon, Garcia de Vinuesa 19
Tel. (95) 4226660
Fax : (95) 4562241
Den ersten Tag verbringen wir ganz zwanglos in der lebhaften Altstadt mit einkaufen, gemütlich essen gehen und ein wenig Sonne tanken. An den mehr als hektischen Verkehr gewöhnen wir uns allerdings erst langsam. Am Abend lernen wir dann die Bar gegenüber unserem Hotel genauer kennen. Die an der Decke baumelnden Serranoschinken sind typisch für viele Bars, auf einem speziellen Gestell werden die Portionen vor den Augen der Gäste tranchiert. Unsere Zeche fällt nicht gerade niedrig aus, mit Kreide ergänzt der Wirt immer wieder unsere Rechnung auf dem Tresen. Wird sie dann bezahlt, wischt er den Zahlenturm aus Kreide einfach weg. Gemütlich und rappelvoll ist es hier und der Wein vom Fass schmeckt von Glas zu Glas besser.
Spät in der Nacht fallen wir dann alle in die bequemen Hotelbetten, höllisch knatternde Mopeds unten auf der Strasse halten uns noch eine Weile wach.
Am nächsten Tag besichtigen wir das Alcázar, auch Reales Alcázares
(Königliche Schlösser) genannt, ein Besuch, der bei jedem Sevillaaufenthalt obligatorisch ist. Wir sind begeistert von der Baukunst und verbringen hier mehr als einen halben Tag ohne es überhaupt zu bemerken. Es gibt hier soviel kulturell interessantes zu entdecken und die Zeit vergeht dabei ungemein schnell.
Ein Besuch der sich wirklich lohnt! Sevillabesucher sollten auf dieses Highlight auf keinen Fall verzichten!
Am Abend ist das ehemalige jüdische Viertel Santa Cruz das Ziel, in den engen und verwinkelten Gassen gibt es viel zu sehen. Schöne Geschäfte, Restaurants und natürlich, Bars!
Eine kleine Portion Serranoschinken oder gedünstete Gambas in kleinen Porzellanschälchen serviert und dazu ein Glas Sherry im Stehen in einer der typischen, immer vollen Bars, das macht den Kurzurlaub in Sevilla für uns zum eigentlichen Vergnügen. Ansonsten lässt man sich ohne großes Ziel einfach treiben, es gibt viel zu entdecken im quirligen und freundlichen Sevilla, unsere Zeit reicht sicher nicht für alles aus.
4500 Bars soll es in Sevilla geben, 5-6 kennen wir jetzt schon!
Wir müssen also noch mal wiederkommen um den Rest zu besuchen, unser Hotel wird dann ganz bestimmt wieder das etwas andere Hotel Simon sein, wir haben es alle in unser Herz geschlossen. Sevilla, eine lebhafte Stadt mit viel Charme und Kultur, hierher kann man durchaus ein zweites Mal kommen.
Bis denne,
rispetto
©Rispetto, auch gepostet bei Ciao
35 Bewertungen, 1 Kommentar
-
29.05.2002, 19:08 Uhr von Schlingel62
Bewertung: sehr hilfreichklasse, danke für die TIPPS
Bewerten / Kommentar schreiben