Shelti Testbericht

Shelti
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Erfahrungsbericht von Bluebirdunfa

Der Charme eines kleinen Schäferhundes

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Nachdem ich niemals einen Sheltie wollte, habe ich jetzt meinen 3 Sheltie gekauft.
Gegen einen Sheltie sprach: die Ängstlichkeit und Nervösität. Heute weiß ich das ich früher schlecht geprägte und aufgezogene Hunde sah. Leider sieht man auch heute noch vereinzelt solche Shelties. Also legen Sie beim Kauf viel Wert darauf, wie ihr Hund aufwächst. Der gefließte Keller oder ein steriles Hundehaus sieht recht nett aus, begünstigt aber nicht die Prägung. Also, der Welpe braucht viel Kontakt zu Menschen, Tieren, Geräuschen und der Umwelt. Ein überbehüten schadet ihm nur. Glücklicherweise stieß ich damals vor 15 Jahren auf einen Zwinger, mit gut geprägten Hunden. Die positiv auf Menschen reagierten und nicht ängstlich.
Mein erster Sheltie Ramey war ein Draufgänger. Er erlitt einen Bandscheibenvorfall mit 7 Jahren. Er war verrückt nach Stöckchenholen und mächtig auf mich bezogen. Mit Fremden ging er anfangs ungern mit. Mit 11 Jahren brach er beim Stöckchen holen zusammen. Er war hundertprozentig gelähmt und auf dem Weg zum Tierarzt setzte dann wohl der Kreislauf aus. Er starb schnell, schmerzlos und bei der Tätigkeit, die ihm am meisten gefiel. Um mich und meinen damals 7 jährigen Collie zu trösten holte ich mir 5 Stunden nach der Beerdigung den 4 mon alten Sheltie Ashley vom Züchter, der von vielen wegen seiner Blesse abgelehnt worden war.
Dieser Hund ist total anders. Er ist nie so spielverückt geworden. Er spielte früher viel mit Kuscheltieren aber das hat nachgelassen. Er ist viel ruhiger als Ramey es war. Allerdings kann auch er aufdrehen und dann jagt er im Garten die Nachbarn und Hunde am Zaun. Bekannte von mir, damals beide sehr gut zu Fuß, haben auch einen Sheltie. Seit die Frau im Rollstuhl fährt, sitzt der Sheltie eben auch mal im Rollstuhl. Er hat sich angepaßt. Auch im Tempo, Aber sein Temperament sieht man trotzdem noch.
Ich kann diese Rasse empfehlen: als Ersthund , für Ältere Leute, für die Stadtwohnung, natürlich auch fürs Land, als Zweithund (viele Colliebesitzer haben nebenbei Shelties)
Ich kann diese Rasse nicht empfehlen: Hundesportler mit harten Ausbildungsmethoden, weil die Rasse sensibel ist, dadurch erscheint der Hund schnell unterwürfig, wenn der Mensch ein aufbrausendes Temperament hat.
Zur Ausbildung sollte man wirklich eine gewisse Ruhe und Geduld aufbringen. Aber es soll auch Choleriker unter den Menschen geben. Der Sheltie ist ein lauffreudiger Hund, durch seine Größe kann er aber mit spielen (zB. Ball holen) auch auf kleinem Raum gut bewegt werden.
Trotzdem kann ich den Hund nur Menschen empfehlen, die viel mit ihm machen, den er braucht Beschäftigung und ist kein reiner Schoßhund. Wobei, bei viel mit ihm machen, auch ein ein abwechslungsreicher Tagesablauf zählt und ermüdet.
Vorzüge: leicht erziehbar, geringe Kosten, Handlich im Auto, kein Hundefrisör nötig, ich kenne keine Shelties die raufen, trotzallem ein richtiger Schäferhund, ein wendiger guter Sporthund, Gelehrig,
kein Terrierstarrsinn, ich habe noch keine Dominanz gegenüber den Halter erlebt, als Wachhund geeignet,
Er kann sich durch seine Größe und Wendigkeit auch gut auf kleinen Terrain austoben.
Der Sheltie war nie ein Modehund. Dadurch war die Zucht immer recht gut, weil nur Liebhaber züchteten. Da man mit dem Sheltie keine schnelle Mark machen kann.
Nachteile: sensibel, oft sehr auf dem Besitzer bezogen, alle meine Shelties gingen nur widerwillig mit Fremden. Wenn sie die Leute aber vorher in Ruhe kennenlernen konnten ging es.
Ein Sheltie haart. Einige Shelties zeigen Bellfreudigkeit, das muß man in richtige Bahnen lenken, Einige Züchter haben Shelties mit Wesensmängeln durch falsche Prägung. Also beim Kauf genau hinschauen. Dieses ist auch kein Sheltieproblem, sondern betrifft alle Hunderassen.
ich habe jetzt mein erstes Sheltiemädchen gekauft, weil ich bisher nur Rüden hatte.
Wenn das nicht für einen Sheltie spricht. Dem Charme eines Shelties erliegt man ganz schnell.

Kurzbeschreibung

Höhe: 35 bis 40 cm
Gewicht : 5 - 10 Kg
Farben: zobel-weiß, tricolour, Blue-merle, schwarz-
weiß,
neuerdings auch weiß mit dunklem Abzeichen (Achtung diese Farbe wird vom VDH nicht anerkannt)
Charakter: leichtführiger sensibler kleiner
Schäferhund,
mißtrauisch gegenüber Fremden
Fell: langhaarig
Gebiß: Scherengebiß
Herkunft: Shetland Inseln

18 Bewertungen, 1 Kommentar

  • maus1972

    10.06.2002, 10:47 Uhr von maus1972
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein Hund - den hätte ich auch noch gerne - meine Kinder aber eine Katze *seufz* - und dabei haben wir schon 5 tiere ;-)