Sonnenallergie Testbericht

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Erfahrungsbericht von rudiratlos

Sonnenallergie - Ich weiß wovon ich rede

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Kennt ihr das nicht auch: Ihr habt euch den Urlaub redlich verdient. Los geht es ab in den Süden. Jedoch schon nach einem Tag in der Sonne ist es vorbei mit der Urlaubslust und ihr habt schon richtigen Urlaubsfrust. Die Haut ist über und über mit roten Pusteln bedeckt und Eincremen scheint die Lage sogar noch zu verschlimmern. Ihr habt eine Sonnenallergie und das im sonnigen Süden.

Lichtbedingte Hautreaktionen sind in den letzten Jahren häufiger geworden. Jeder Fünfte ist davon betroffen. Besonders oft leiden junge Frauen unter einer Sonnenallergie.
Nur wenige Menschen wissen, dass Sonnenallergien auch im Schatten entstehen können, denn sie werden auch durch indirekte Strahlung ausgelöst. So hält eine Wolkendecke nur etwa 20% der UV-Strahlen ab. Unter einer Sonnenmarkise oder einem Schirm reduziert sich die Strahlung um etwa 50%.
Sonnenlicht besteht aus einem breiten Spektrum von Strahlen verschiedener Wellenlänge. Für die Hautreaktionen durch Lichteinwirkung sind nur die UV-Strahlen verantwortlich und zwar hauptsächlich die langwelligen UVA, weniger häufig die mittelwelligen UVB-Strahlen, die aber dafür den Sonnenbrand verursachen.
In vielen Fällen kommt die Hautreaktion erst durch das Zusammenspiel des Lichtes mit bestimmten Inhaltsstoffen aus Cremes, Parfüms, Medikamenten oder auch Deodorants zustande oder wird durch diese Substanzen verstärkt.

Die sonnenbestrahlte Haut zeigt Rötungen und Schwellungen und bildet Knötehen, Bläschen, Quaddeln und Flecken unterschiedlicher Größe, die zudem meistens von starkem Juckreiz begleitet sind.
Am häufigsten treten die Reaktionen im Bereich des Halsausschnittes auf. Oberarme, Schultern, Oberschenkel, Hand- und Fußrücken sind allerdings auch oft betroffen. Das Gesicht ist bei polymorpher Lichtdermatose meistens ausgespart, bei Mallorca-Akne dagegen reagiert auch die Gesichtshaut, und zwar hauptsächlich über den Wangenknochen. So vielgestaltig die Erscheinungsformen einer Sonnenallergie auch sind, beim einzelnen Betroffenen treten sie immer wieder in derselben Art und Weise und an derselben Körperstelle auf.
Oft beginnen Sonnenallergien im Frühjahr direkt nachdem die Haut nach der langen Winterpause das erste Mal wieder der Sonne ausgesetzt wird. Der Hautausschlag tritt meistens wenige Stunden nach der Sonnenbestrahlung auf, manchmal aber auch erst mehrere Tage danach.
Typisch ist, dass die Hautveränderungen nur an Körperstellen vorkommen, die dem Licht direkt ausgesetzt waren. Die Hautveränderungen heilen ab, wenn man die Sonne konsequent meidet.
Wenn sich ein Hautausschlag bemerkbar macht, hilft es nur, die direkte Lichteinwirkung strikt zu meiden. Vorsicht ist auch dann noch geboten, wenn die Hauterscheinungen abgeheilt sind, denn sie flammen bei erneutem Sonnenkontakt sofort wieder auf.

Vorbeugen läßt sich mit entsprechender Kleidung aus Baumwolle, die die betroffenen Stellen bedeckt. Baumwolle ist deshalb wichtig, weil dieser Stoff nur etwa 10% der UV-Strahlung hindurch lässt. Kunstfaserstoffe dagegen sind bis zu 50% durchlassig. Auch Sonnengele mit hohem Lichtschutzfaktor; insbesondere im UVA-Bereieh, die weder Fett noch Emulgatoren enthalten, tragen zum Schutz bei.
Die Hautrötungen, Bläschen und Quaddeln an den sonnenbestrahlten Stellen und das oft damit verbundene Jucken können durch den Einsatz eines Antihistaminikums gebessert werden. Medikamente aus der Gruppe der Antihistaminika blockieren die unangenehmen Wirkungen des entzündungs und allergieauslösenden Botenstoffes Histamin. Wenn der Hautausschlag besonders schlimm ist, zieht am besten einen Arzt zu Rate.

Zum Schluß noch ein paar Tipps für den Umgang mit Haut-Allergien:

- Gewöhnt die Haut langsam an die Sonne, und steigert die Dauer eines
Sonnenbades nur langsam.
- Verzichtet beim Sonnenbad auf Parfüms, Deodorants und Kosmetika
- Benutzt emulgatorfreie und fettfreie Körperpflege- und
Sonnenschutzmittel Achtet dabei auf einen hohen UVA-Filter.
- Am Meer und im Gebirge ist die UV-Strahlung sehr hoch. Schützt hier
Eure Haut besonders konsequent.
- Meidet vor allem die intensive Mittagssonne zwischen 12 und 15 Uhr.
- Tragt in der Sonne stets leichte Bekleidung aus Naturfasern
(Baumwolle/Leinen).

Ich habe mit diesen einfachen Verhaltensregeln seit Jahren beste Erfahrungen gemacht, leide ich doch bereits seit früher Kindheit an dieser unseligen Krankheit.

13 Bewertungen, 1 Kommentar

  • DOMMEL

    08.12.2007, 18:05 Uhr von DOMMEL
    Bewertung: sehr hilfreich

    ratlos muss man da nicht sein