Sonnenblume Testbericht

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Erfahrungsbericht von bigmanu

Für meinen Sohn werde ich zur Gärtnerin ;o)))

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Eigentlich habe ich mich Gartenarbeit nicht viel am Hut, und das, obwohl wir hier auf dem Lande wohnen und ein über 2000 qm großes Grundstück besitzen. Schon als Kind habe ich lieber den Haushalt erledigt, während meine Schwester im Garten geholfen hat. So ist sie auch Gärtnerin geworden, und ich habe eine Lehre im Büro gemacht :o)


Doch seit dem ich Kinder habe, ist das notgedrungen etwas anders geworden. Erst einmal habe ich mir etwas Gemüse im Garten angebaut, weil es ja gesünder ist. Und dann habe ich im Frühjahr zum ersten mal Saat für Blumen, nämlich Sonnenblumen, mit meinem Sohn in die Erde gesteckt. Dazu gekommen sind wir eher zufällig, als wir im Hause ein Päckchen Saat gefunden hatten, das irgendwann mal in einer Versandhauswerbung als Beigabe dabei war. Und da mein Sohn von Gartenarbeit total begeistert ist, und meinen Eltern mit seinen 4 Jahren schon im Garten hilft, wollte er natürlich die Blumensaat aussäen.


Laut Beschreibung hinten auf der Verpackung sollten die Samen im März/April ausgesät werden, was wir dann auch als große Familienaktion gemacht haben. Mein Vater hatte uns einen Platz zugewiesen, und dort hatte mein Mann erst mal ein wenig umgegraben, natürlich mit tatkräftiger Hilfe beider Kinder. Dann wurde der Boden mit Pferdeäpfeln, dem bevorzugten Dünger meines Vaters, gedüngt. Diesen bekommen wir immer von einem befreundeten Pferdehalter. Dann wurden die Sonnenblumenkerne aus unserem Werbetütchen in die Erde gesteckt, ca. 20 bis 30 cm voneinander entfernt. Wir hatten etwa 15 Samen in der Tüte, die alle sorgfältig in die Erde gebettet wurden. Jetzt blieb uns nur noch das regelmäßige Gießen, wenn nötig, und das beobachten des Wachstums.


Wir sind fast jeden Tag zu unseren Sonnenblumen gegangen, und beobachten jetzt schon seit fast 4 Monaten ihr Wachstum. Von unseren Samen sind 11 Sonnenblumen gewachsen, die schon ganz schön groß geworden sind. Mein Vater hat uns ein paar Holzpfähle gegeben, damit wir die Blumen daran anbinden können, so das sie nicht abknicken. Im Moment regnet es ja sehr viel, deshalb entfällt auch das regelmäßige gießen. Doch wenn es trocken ist, müssen die Sonnenblumen gut gegossen werden, da sie viel Wasser brauchen. Das machen dann die Kinder, daran haben sie viel Freude. Und ab und zu muss sie auch gedüngt werden, das die Sonnenblume viel Stickstoff benötigt.


Die Sonnenblume auch Helianthus annuus genannt, gehört zur Familie der Korbblüter und ist leider nur eine einjährige Pflanze. Das heißt, im nächsten Jahr muss ich auf jeden Fall wieder neue anpflanzen, wenn die Gartenbegeisterung meiner Kinder anhält. Laut Beschreibung soll sie eine Höhe von bis zu 3 m erreichen können, na, das werden wir ja noch sehen. Auf jeden Fall haben unsere Sonnenblumen schon jetzt sehr schöne gelbe Blütenköpfe, die wirklich recht groß sind. Unsere Blütenblätter sind so richtig dunkelgelb, fast schon orange. In der Mitte kann man schon die zukünftigen Sonnenblumenkerne erkennen.


Über ihre Anfälligkeit in Bezug auf Schädlinge oder Krankheiten kann ich leider nicht viel sagen. Unsere Pflanzen sind alle gesund und weißen keinerlei Krankheiten auf. Das ist auch bei meinem Vater und seinen Sonnenblumen noch nicht vorgekommen, und er baut sie schon seit meiner Kindheit an.


Schöne finde ich die Geschichte dieser Blume. Den Namen Helianthus hat diese Blume daher, das ich ihr „Gesicht“ immer der Sonne zuwendet (helios = Sonne). Ursprünglich kommt sie aus Mexiko bzw. Nordamerika, wo sie hauptsächlich wegen ihres Öles angebaut wird. Übrigens wird der Sonnenblume auch eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Die Blüte und der Blütenkopf sollen eine Substanz enthalten, die auf Männer anregend wirken soll. Die Sonnenblume blüht ja nur einen Sommer lang, und dreht ihr Gesicht dabei immer der Sonne zu. So liegt jeder Schatten immer hinter ihr und sie hat somit ein kurzer aber sehr optimistisches Dasein.

Über den Preis von Sonnenblumensamen kann ich euch nun leider nichts erzählen, da ich nie welche gekauft habe. Sonnenblumen stehen schon seit meiner Kindheit in unserem Garten, aber mein Vater zieht seine Blumen immer aus den Samen der Vorjahresblumen. Aber ich denke sie sind in jedem Gartengeschäft oder Baumarkt mit Blumenabteilung erhältlich.


Die Sonnenblume ist ja nicht nur schön anzusehen, sondern dient auch der Ölgewinnung. Sonnenblumenöl steht auch in meiner Küche und wird von mir zum Braten und Kochen verwendet. Allerdings ist das für uns Kleinanbauer doch recht uninteressant. Wir bewundern nur die Schönheit dieser Blume im Garten. Und wenn sie verblüht ist sollen ihre Kerne, wie bei uns üblich, für die Vögel im Winter als Futter dienen. Ein paar Kerne werde ich dann natürlich auf für das nächste Jahr aufheben, damit wir wieder neue pflanzen können.


Mein Fazit:
Auch wenn ich kein Gartenfreund bin, die Sonnenblume macht auch mir Freude. Die Kinder stehen oft lange davor, und bestaunen die Blumen, und das gießen, wenn nötig ist ihre größte Freude, da es ja ihre Blumen sind. Sie ist recht pflegeleicht und stellt außer Wasser und ein wenig Dünger keine großen Ansprüche. Deshalb kann ich diese Blume auch nur an jeden weiterempfehlen, auch wenn er, so wie ich, kein Freund von Gartenarbeit ist :o)))


Gruss von Eurer BigManu

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