Früh Kölsch Testbericht
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- Geschmack:
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Erfahrungsbericht von katze35
"Kölsch" aus Düsseldorfer Sicht
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Was hat das doch Spaß gemacht, in meiner „Hommage an das Altbier“ (siehe vorletzter Bericht) über die kreisfreie Stadt Köln (südlich von Düsseldorf gelegen) herzuziehen. Aber um einem drohenden Krieg vorzubeugen, revanchiere ich mich und werde ein paar nette Zeilen über das weltweit verbreitete Kölsch (es gibt natürlich noch eine, nicht unerwähnenswerte Bastion, die sich diesem Getränk erwehrt) darniederschreiben.
Es gibt von der Brauweise her keine nennenswerten Unterschiede. Mit Ausnahme des dunklen karamelisierten Malzes, dass die typische Altbierfarbe ausmacht. Kölsch wird ebenfalls obergärig und nach dem ursprünglichen Braurezept gebraut. Das heisst, die Gärung erfolgt bei Temperaturen zwischen 15 und 20° Celsius. Die Stammwürze enthält, wie beim Altbier ca. 11 % Alkohol. Es gehört, und da hab ich mich lange gegen gewehrt, zu der Gattung der Vollbiere mit nicht weniger als 4,8 % Alkoholgehalt.
Lange nach den Düsseldorfern erhielt die Kölner Region ein Brauamt (es war im Jahr 1250) die über den noch heute typischen Brauprozess wacht. Bestandteil der Kölner Tradition ist noch heute die Standesvertretung der Brauer; welche 1396 Kölner Brauer-Korporation gegründet wurde. Ist doch irre, was so ein Düsseldorfer wie ich alles über das Kölsch weiss, nicht war.
Was das Trinken dieses Bieres für den einfachen Bundesbürger zum Problem macht ist die hellgelbe Farbe, die an eine abstandene Urinprobe erinnert, aber nach dem Urteil der Einheimischen nicht annähernd so schmeckt. Ein weiteres, wie ich finde nicht unerhebliches Problem, stellen die zierlichen Reagenzglasartigen Gefäße dar, aus welchem das Kölsch getrunken wird. Die Kölner nennen es „Stange“ (ich hätte es „Stängelchen“ genannt und wird noch getoppt von den sogenannten „Stüssken“, einem (Achtung Biertrinker, weggehört) Probierglässchen für das Kölsch mit nur 0,1 Liter Inhalt.
Jeder Pils-, Alt- und Weißbiertrinker weiss um die Geselligkeit beim Bier. Und hier muss ich die Kölner loben. Konsequenter im Ausschank ist wohl keine andere Stadt. Hier wird nicht das Brauchtum gepflegt, nein, hier wird es zelebriert. Keine Chance für die auswärtigen Besucher und Gäste an dem Standardgetränk vorbeizukommen, schon alleine deswegen, da es nirgends Alternativen zum Kölsch gibt. Als Düsseldorfer ein Alt in der Domstadt zu bestellen, lässt die Herzen der dortigen Bewohner höher und die Fäuste derselbigen kräftiger zuschlagen. Man findet also auf den einfachsten Wegen Kontakt zu den Domstädtern und so ist es kein Wunder, das dieses Getränk regional zum Kult wurde. Und dass das Kölsch nur in Köln und Umgebung gebraut werden darf, hat sich bundesweit bewährt.
Ich möchte ergänzend noch bemerken, dass innerhalb meiner Wohngemeinde die Kölschgrenze verläuft.
27 Bewertungen, 5 Kommentare
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27.07.2002, 02:10 Uhr von trenker26
Bewertung: sehr hilfreichIch habe in Köln mal nach einen Altbier gefragt. Die Bedienung meinte, vielleicht hat sie noch ein Bier vom Vortag übrig!! Wie soll man sowas als eingefleischter weißbiertrinkender Bayer auch wissen? MFG Werner
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14.07.2002, 01:03 Uhr von Charley
Bewertung: sehr hilfreichhabe auch mein erstes Kölsch bei Früh getrunken. (Dazu auch den berühmten "Halven Hahn", hoffentlich habe ich das jetzt richtig geschrieben und werde nicht im ganzen Rurpott ausgelacht.) Zurück zum Kölsch. Davon kann man
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18.06.2002, 12:29 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichDu hättest trotzdem noch ein wenig über das Früh schreiben können, das ist nämlich neben Malzmühlen Kölsch vom Fass das allerbeste. Gruß, Angelika
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04.06.2002, 15:49 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichDa kommst du ja vom Regen in die Traufe. Gruß kalli46
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04.06.2002, 13:56 Uhr von Maeuschen21
Bewertung: sehr hilfreich*lach* deine Überschrift ;o) Naja, da sieht man mal das auch D´dorfer Kölsch tinken, aber in Köln habe ich noch nie Alt getrunken *smile* VLsonnigeG aus Köln Mandy
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