Soziologie Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Gesamteindruck:  gut
  • Betreuung durch Lehrstühle:  durchschnittlich
  • Technische Ausstattung:  gut
  • Lehrniveau:  gering
  • Qualität der Lehrkräfte:  gut
  • Mensa:  gute Alternative zum selber kochen
  • Chancen für Auslandssemester:  gut
  • Hochschulleben:  mehrmals im Semester Veranstaltungen
  • Jahr der Immatrikulation:  2000

Erfahrungsbericht von Mathi15

Was steckt hinter der noch jungen Wissenschaft der Soziologie ?

4
  • Gesamteindruck:  sehr gut
  • Betreuung durch Lehrstühle:  durchschnittlich
  • Technische Ausstattung:  durchschnittlich
  • Lehrniveau:  sehr gering
  • Qualität der Lehrkräfte:  sehr gut
  • Mensa:  gute Alternative zum selber kochen
  • Chancen für Auslandssemester:  gut
  • Hochschulleben:  mehrmals im Semester Veranstaltungen
  • Verbindung zur Hochschule:  Student
  • Jahr der Immatrikulation:  2003
  • Anzahl Studenten im Studiengang:  1500 - 2000 Studenten

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ich studiere seit nunmehr schon 3 Semestern in meiner Heimatstadt Leipzig. Nach meinem erfolgreichen Bestehen der Abiturprüfungen und der Absolvierung des Zivildienstes, habe ich ich für ein Magisterstudium entschieden.
Dabei hat man entweder 1 Hauptfach und 2 Nebenfächer oder 2 Hauptfächer als Studiengang. Die Auswahl ist relativ frei aus allen angebotenen Studienfächern zu wählen. Ich habe mich für die erste Variante entschieden.

Als Hauptfach beschloss ich Soziologie zu nehmen. Der örtliche Numerus Clausus (kurz in Studi-Kreisen: N.C.) liegt für das Hauptfach Soziologie an der Leipziger Universität bei 2,3 bis 2,4 und auch bundesweit etwa auch an anderen Unis in diesem Bereich. Für das Nebenfach ist es etwas niedriger einzustufen.

Alle wichtigen Infos für die jeweilig abzuleistenden Vorlesungen und Seminare sowie die Prüdungsordnung findet ihr unter http://www.uni-leipzig.de/~sozio/content/site/pruefungsausschuss.php

Das wollte ich jetzt nich alles auflisten. Das würde sich nicht gerade gut auf die Übersichtlichkeit meines Testberichts auswirken.

Die Regelstudienzeit beträgt 9 Semester. Spätestens nach 7 Semestern ist jedoch die Zwischenprüfung fällig. Diese besteht aus einem mündlichen und/oder schriftlichen Teil, bei dem das Thema vorgegeben wird. Die Art und Länge richtet sich nach Haupt oder Nebenfachvorgaben. Außerdem wird der Studiengang auch noch als Diplomstudiengang angeboten.

Die Soziologie ganz allgemein gesehen ist eine Sozialwissenschaft, die sich nicht auf spezifische Themengebiete (wie etwa die Politikwissenschaft oder die Wirtschaftswissenschaften) festgelegt hat, sondern den Anspruch hat, stattdessen ist mit bestimmten Methoden Mikro -und Makrosziologische Aspekte mit verschiedenen Methoden (Befragung, Interview, ...) zu untersuchen. Dabei gibt es eher qualitativ, explorative (Interview) und quantitative Verfahren (zum Beispiel Umfragen). Umd dies zu realiseiren fragt die Soziologie nach dem Sinn und den Strukturen des sozialen Handelns sowie nach den damit verbundenen Normen und untersucht einzelne soziale Gebilde (bzw. Systeme, Institutionen, Gruppen und Organisationen). Außerdem wirft sie ihren Fokus auf den sozialen Wandel, dem diese unterliegen.

Im Hauptfach und als Diplom gibt es zudem im Grundstudium (nach erfolgreicher Absolvierung der Zwischenprüfung folgt das interessantere und spezifischere Hauptstudium) deshalb die über 4 Semester gehende Methodenausbildung um die Forschungsmethoden genauer zu untersuchen. Dazu bedarf es auch einer Auswertung in Form der Statistik. Hier wird sehr viel mit Wahrscheinlichkeitsrechnung, also der Stochastik, gearbeitet. Dies ist auch ein Kritikpunkt, da viele Aussagen, die in der Soziologie getroffen werden nur mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit eintreten oder gelten. Dieses etwas verwaschene und unsauber erscheinende Vorgehen finde ich auch meist zu oberflächlich.
Danach folgt die Arbeit an SPSS-Programmen zur Datenauswertung. So ne Art Informatik mit vielen Matrizen folgen dann.

Aber die Soziologie beschäftigt sich auch mit vielen interessanten Theorien wie zum Beispiel vom Max Weber, Emile Durkheim, Karl Marx, . . .

Mitunter ist der Theoriebegriff aber zu primär in Szene gesetzt und vieles wirkt durch den mitunter wenig vorhandenen Praxisbezug doch etwas sehr abstrakt.

Dennoch habe ich die Wahl nicht bereut. Die Arbeit mit soziologischen Phänomenen auf der Mikro und Makroebene ist sehr interessant. Auch die Psychologie spielt dabei eine wichtige Rolle neben wirtschaftlichen Aspekten der Ökonomie. Denn dennoch werden viele Alltagsbeispiele auch in trocken erscheinenden Vorlesungen zur besseren Hervorhebung der Problemstellung gegeben. Zudem ist das Lehrpersonal kompetent und auch auf menschlicher Ebene angenehm.

Das Studentenbild ist weitreichend: Neben Dichtern und Denkern, Träumern, Rationalisten, Ökonomen, Hippies, linksalternativen jungen Menschen, Freaks, extrovertierten Medienfuzzis, finden sich fast alle gesellschaftlichen, studentischen Gruppen in diesem Studiengang.

Die späteren Berufsfelder sind die Arbeit in Umfrage, - Meinungs, Marktforschungs, oder Marketingfirmen, Medienarbeit, Pädagogische und soziale Institutionen und und und

Ein wirklich sehr weites Feld, dadurch aber auch für den späteren Berufsplatz keine für Uni-Verhältnisse große Garantie.

47 Bewertungen, 3 Kommentare

  • visualize

    08.07.2005, 19:08 Uhr von visualize
    Bewertung: sehr hilfreich

    Dein Bericht. Ich studiere Jura und hatte kürzlich die Gelegenheit, mich etwas mit Kriminologie zu beschäftigen, wo Soziologie auch eine große Rolle spielt. Ich befürchte, für mich wäre das nichts :) Cya

  • BonnieXXX

    05.07.2005, 20:05 Uhr von BonnieXXX
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich drücke dir mal die Daumen, dass deine Wünsche und Träume vor allem den Job betreffend nach der Studienzeit in Erfüllung gehen...

  • falke

    05.07.2005, 16:41 Uhr von falke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gut geschrieben und gut erläutert. Obwohl ich selbst wenig davon verstehe interessiert mich dieses Thema doch sehr. Ich selbst habe vor einigen jahren eine pädagogische Ausbildung genossen. Ist natürlich bei weitem nicht so umfangreich gew