Hamburger Sparkasse Haspa Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Filialnetz:  sehr groß
  • Support & Service:  sehr gut
  • Online Banking:  sehr gut
  • Fachliche Beratung:  kompetent

Erfahrungsbericht von pooljoe

Arroganz, Unflexibilität, Geldschneiderei

  • Filialnetz:  groß
  • Support & Service:  durchschnittlich
  • Online Banking:  gut
  • Fachliche Beratung:  inkompetent
  • Dauer der Nutzung:  länger als 1 Jahr
  • Sind Sie Kunde?:  ja

Pro:

Filialnetz

Kontra:

Unflexibel, teuer, arrogant

Empfehlung:

Nein

Ich muss hier eines vorausschicken. Dank "Der Club", wo ich eine nicht erhaltene Warenlieferung nicht bezahlt hatte, hatte ich vor gut einem Jahr eine Schufa-Eintragung bekommen. Ich habe den Club angeschrieben, um sie löschen zu lassen, weil sie unberechtigt war, aber habe nichts mehr von denen gehört und habe dann dort fristlos gekündigt.


Leider hat mich meine damalige Bank dann auch gekündigt, denn wer ein Negativmerkmal in der Schufa hat, wird dort als Kunde nicht akzeptiert.


Nun ja, dachte ich, wenn die das so wollen, dann eröffne ich halt ein neues Konto und bin bei der Haspa gelandet. Mein Grund, dort hin zu gehen war, dass die Haspa ein unvergleichlich dichtes Filialnetz in Hamburg und Umgebung hat.


Trotz Negativeintrag wurde ich dort freundlich begrüsst und dank hohem Krankheitsstand und vielen Kunden wurde meine Kontoeröffnung von einer sehr netten Auszubildenden vorgenommen, die sich noch richtig Mühe gegeben hat.


Bei der Kontoeröffnung gibt die Haspa ihren Mitarbeitern ein Konzept mit bestimmten Fragen und Erklärungen vor, die wohl eher für absolute Neulinge geeignet sind. Um die Auszubildende bei ihrem "ersten mal" Kontoeröffnung nicht zu unterbrechen, was sie auch sehr charmant machte, habe ich das Procedere über mich ergehen lassen, obwohl ich eigentlich nur ein Konto eröffnen wollte. Man muss dabei schon ganz schön die Hosen runter lassen, aber in dem Fall habe ich gern einmal eine Ausnahme gemacht.


Bei dieser Kontoeröffnung sagte mir die Auszubildende, dass ich nach etwa 4-6 Wochen über eine Überziehung von 500 Euro verfügen könne, was im Übrigen jeder bei der Haspa bekäme.


Nunja, ich stellte nun alles von der alten Bankverbindung auf die Haspa um, was ganz schön viel Arbeit ist, wenn man bei diversen Internet-Anbietern ist und überall seine Bankverbindung hinterlassen muss, um sein Geld zu bekommen.


Mittlerweile konnte ich mit Hilfe von Anwälten auch die Löschung des Schufa-Eintrags erwirken und meine Schufa war fast wieder sauber, wäre da nicht die Kündigung des Kontos bei der alten Bank gewesen. Aber das habe ich der Haspa dann natürlich erklärt.


Nun gingen über drei Monate regelmässig Gelder auf meinem Konto ein, die gar nicht mal so unerheblich waren. Es gab keinen Monat, wo nicht mindestens 1500 Euro über das Konto eingingen, meist erheblich mehr.


Nun musste ich, um ein Geschäft abzuwickeln, in die Schweiz reisen. Mit diesem Geschäft hätte ich eine ansehnliche Summe verdienen können, musste aber innerhalb einer Woche dort ankommen und hatte gerade kein Geld auf dem Konto. Ich sprach daraufhin eine Mitarbeiterin der Bank an, mir einen Dispo von 2000 Euro einzuräumen, was nach Rücksprache abgelehnt wurde. Mir wurden dann aber immerhin die 500 Euro eingeräumt, was auch noch am gleichen, spätestens aber am nächsten Tag im Computer vermerkt werden sollte. Das Geld reichte gerade aus, um mich auf die Reise zu begeben und ich bin losgefahren.


Zwei Tage später, schon in der Schweiz, versuchte ich Geld aus einem Automaten zu ziehen, was nicht funktionierte. Daraufhin musste ich den etwa 200 km entfernten Termin absagen und verlor mal schnell 8000 Euro, die ich dort verdient hätte. Offensichtlich wurde mein Dispo doch nicht eingetragen. Auf meine Beschwerde hin wurde er dann eine Woche später doch noch eingetragen, aber für das Geschäft war es nun zu spät.


Etwa drei Monate später war ich in Spanien. Dort wurde, als ich am Automaten Geld holen wollte, meine Karte eingezogen. Ich war mir keiner Schuld bewusst und rief über mein Handy in der Haspa an. Es war natürlich Freitag und die Haspa hat Freitags sehr viel zu tun, wie mir schien. Nach etwa 15 Minuten Wartezeit wurde ich dann mit einer Mitarbeiterin verbunden. Es war 15Uhr und man wolle sich darum kümmern und könne keine Auskunft geben, ich solle in einer halben Stunde nochmal anrufen, was ich auch tat. Kein Durchkommen zu der Mitarbeiterin. Kurz vor 16 Uhr erreichte ich sie dann doch noch und sie entschuldigte sich für den Fehler der Haspa. Die spanische Bank hatte geschlossen, meine Karte steckte im Automaten und ich satnd da mit 3 Euro in der Tasche und es war Wochenende, na klasse dachte ich...


Nun habe ich ein Haspa-Joker-Konto, was mich jeden Monat zwar 6,90 Euro kostet, aber mich in solchen Situationen absichert. Ich telefonierte wieder von meinem Handy die Notfallnummer dort an und musste eine gewisse Frageprozedur über mich ergehen lassen, die insgesamt etwa 5 Anrufe und eine weitere Stunde benötigte.


Danach sagte man mir 300 Euro zu, die man mir am nächsten Tag per Western Union zusenden wollte, was dann auch geschah. Meine Handy-Rechnung für diese Vorgänge betrugen ungefähr 170 Euro. Aber bei den verlorenen 8000 Euro machte das den Helmut auch nicht mehr fett... Ich war ja froh, am nächsten Tag wenigstens die 300 Euro zu bekommen und die nächste Woche Urlaub zu überstehen...


Wieder in Hamburg angekommen ging ich dann zu meiner zuständigen Filiale und beantragte eine neue Kontokarte, weil ich die alte als "gestohlen" melden musste und sperren lassen musste, weil ich sonst ungefähr 100 Euro Gebühren hätte zahlen müssen, weil ich den Joker in Anspruch nehmen musste und das, obwohl der Fehler bei der Haspa lag und nicht etwa bei mir.


Weitere 3 Monate später wurde meine Karte wieder vom Automaten eingezogen, diesmal in der Filiale und natürlich wieder am Wochenende.


Am Montag darauf ging ich dann in meine Filiale, um die Angelegenheit zu klären. Ich wurde auf den nächsten Tag vertröstet und bekam einen Termin. Freundlicherweise gab man mir 20 Euro, ich war ja auch nicht umsonst am Automaten, denn ich wollte natürlich Geld holen.


Bei dem Termin eröffnete man mir nun, dass man den Dispo von 500 Euro wieder gestrichen hätte. Auf die Frage warum gab man mir keine Begründung, sondern entschuldigte es mit bankinterner Revision und forderte gleich die noch offenen 350 Euro aus dem Dispo zurück. Als ich nachhakte, weil ich mit der Erklärung nicht zufrieden war, verdrehte die Mitarbeiterin der Haspa die Augen und sah demonstrativ auf die Uhr um mir unmissverständlich mitzuteilen, dass man keine Zeit mehr hätte, ohne dies in freundliche Worte fassen zu müssen. Ich fühlte mich von der ca. 20-jährigen Mitarbeiterin auf die arroganteste Art abgespeist, wie ich es je in einer Bank erlebt habe. Kaum zu glauben, wie dieses junge Ding mich von oben herab behandelte, aber ich habe es unterlassen, mich gleich zu beschweren, was solls auch...


Seit dieser Zeit, mittlerweile ist über ein Jahr vergangen, gehen regelmäßig Abbuchungen zurück, weil mal vier Euro und mal 20 Cent fehlen. Von der Haspa werden mir dann jedes mal 5 Euro berechnet und ich bekomme einen netten Brief, doch nächstes mal für Deckung zu sorgen, als ob ich genau wüsste, an welchem Tag Firma X von meinem Konto abbucht.... Das ist Geldschneiderei, man kommt offensichtlich mit den 6,90 Euro Kontogebühren nicht klar...


Auf meinem Konto sind täglich Bewegungen. Jeden Tag sind dort Eingänge, kleinere und größere. Die Haspa weiss das ganz genau. Dennoch lässt man wegen 1 Cent Unterdeckung Abbuchungen von 170 Euro zurückgehen und verlangt für diesen "Service" auch noch 5 Euro. Ganz zu schweigen, dass die abbuchende Seite auch noch mal 18 Euro für eine nicht eingelöste Lastschrift verlangt.


Ich finde so ein Verhalten lächerlich. Aber Banken, und ich nehme da keine aus, können sich das leisten. Wir sind auf sie angewiesen, weil wir ja unseren Zahlungsverkehr irgendwie abwickeln müssen, was nur über Banken geht. Die Haspa hat mich mittlerweile so viel Geld gekostet, das geht auf keine Kuhhaut. Unflexibel, arrogant und teuer, was anderes fällt mir dazu nicht ein.


Wenn man nicht selbständig ist und man sein monatliches Gehalt der Haspa zum arbeiten zur Verfügung stellt, hat man dort sicherlich kleinere Probleme, das will ich nicht bestreiten, aber die Haspa vergisst dabei, das sie es auch Selbständigen zu verdanken hat, das sie so groß geworden ist und das es Firmen und Selbständige sind, die die größten Summen dort bewegen. Wenn ich einmal so erfolgreich bin, das ich Millionen bewege, werde ich die Arroganz und die Unflexibilität der Haspa mit Sicherheit nicht vergessen... Ich muss dazu sagen, dass ich in meinem Leben schon Millionen bewegt habe und auch absehbar ist, dass ich das wieder tun werde, dann aber sicher nicht mehr bei der Haspa...

61 Bewertungen, 5 Kommentare

  • Pumpe69

    03.05.2006, 10:46 Uhr von Pumpe69
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hi Pooljoe ! Klasse Bericht. Ich bin selbst Haspa-Kunde und musste bisher - Gott sei Dank - so einen Mist noch nicht über mich ergehen lassen. Vielleicht ist ja auch mein geheimnis, dass ich mit meiner Kundenbetreuerin auf Du-und-Du bin und zusätzliche noc

  • mami_online

    27.09.2005, 01:41 Uhr von mami_online
    Bewertung: sehr hilfreich

    immer sch.... - aber kannst du mir sagen, warum du nicht wieder zu einer anderen Bank wechselst? Ist denn diese dumme Schufa-Eintragung immer noch nicht gelöscht worden?

  • jassimaus21

    20.09.2005, 18:29 Uhr von jassimaus21
    Bewertung: sehr hilfreich

    nehmen sich doch alle nicht mehr viel überall geht es nur noch um das Geld nicht mehr um den Kunden. Gruß Jassi

  • verbatim

    15.09.2005, 19:55 Uhr von verbatim
    Bewertung: sehr hilfreich

    uns werden Sparkassen auch Spaßkassen genannt und zwar nicht weil man darin Spaß hat!

  • Fairman

    15.09.2005, 19:11 Uhr von Fairman
    Bewertung: sehr hilfreich

    haben bei uns auch nicht gerade den besten Ruf! LG:-D