Speicherstadt Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von heartshh
Eine Attraktion der Speicherstadt - U434
Pro:
tolles Erlebnis
Kontra:
teuer, wenig Drumherum
Empfehlung:
Ja
Über die Speicherstadt kann man Unmegen schreiben. Ein Teil ist das Miniatur - Wunderland, welches ich in einem anderen Artikel beschrieben habe. Hier will ich mich - auch aus Mangel an besseren Kategorien - mit einer weiteren Attraktion beschäftigen:
U – 434
Ich möchte hier über meinen Besuch bei U – 434 berichten, eine relativ neue Attraktion im Hamburger Hafen. Da ich nicht restlos begeistert war, möchte ich den Artikel zweiteilen. Zum einen werde ich eine positiv Betrachtung vornehmen, bevor ich im zweiten Teil eine äußerst kritische Ansicht folgen lassen werde.
Der Grund dafür ist meine tatsächliche Zwiegespaltenheit zwischen „Das war toll“ und „Naja, muß ich nicht wieder haben“.
Erster Teil: Was ist positiv?
Man steigt über einem der beiden Türme eine enge Wendeltreppe herunter und steht im Torpedoraum. Das Licht ist sehr trüb, so dass sich die Augen erstmal an das Halbdunkel gewöhnen müssen. Alles im Hafen, die Möwen, die Menschen, die Schiffe, das Wasser, alles ist plötzlich verschwunden. Man hört nix, außer die die Sonargeräusche (vom Band) im Boot. Alles sehr echt und schon etwas beängstigend, wie im Film. Wenn man weiter läuft, muß man durch enge Luken steigen und sich durch die engen Gänge zwängen – Vorsicht vor herunterhängenden Eisenteilen...Also ich fand, dass man sehr gut nachvollziehen kann, wie die russischen Matrosen sich in dieser Enge unter Wasser gefühlt haben müssen. Man kann an den Seiten zahlreiche Kabinen, Toiletten, und andere Räume füe Kapitän und Besatzung besichtigen. Ich habe auch nihct das Gefühl gehabt, dass der Weg für Touristen gelenkt ist, wie es in Museen üblich ist – vielmehr war es manchmal erschreckend, wenn man das Gefühl hatte, sich verlaufen zu haben und erst hinter einer Ecke eine Luke entdecken konnte, die weiterführte.
Wir waren auch allein auf weiter Flur, was das Erlebnis noch intensiver machte, da die Sicherheit einer Gruppe fehlte und so eine Idee von einem Geister – U – Boot, allein auf weiter See – oder besser unter weiter See – aufkam. Sehr realistisch und absolut empfehlenswert, wenn man keine Platzangst hat und kein Gipsbein hinter sich herzieht.
Teil 2: Was ist negativ?
Zum einen finde ich die Lage des U – Boots äußerst ungünstig. Man kann mit dem Auto zum Baakenhafen fahren und einen der kostenlosen Parkplätze nutzen. Man kann es mit einer Stadtrundfahrt verbinden, die Halt macht auf dem Parkplatz und später wieder aufspringen.
Doch was machen die Leute, die auf öffentliche Verkehrsmittel schwören, oder angewiesen sind? Ok, in der Nähe hält ein Bus, aber wer weiß, wo und zu welcher Zeit der fährt? Man kann auch laufen – vom Baumwall durch die Speicherstadt zum Brooktor und dann noch an einer 4-spurigen Hauptverkehrsstraße entlang. Oder man nutzt den Shuttle – Service: ab der Speicherstadt 3 Euro pro Person...
Der zweite Schock ist der Eintrittspreis: 8 Euro pro Person, ermäßigt 6 Euro. Wenn man eine Führung will (und nur so kommt man in den Kommandoturm) kostet das 3 Euro extra. Will man die Erlaubnis, Fotos zu machen wird noch ein Euro pro „Lizenz“ fällig. Fährt man mit dem Shuttle und nutzt alle Angebote zahlt der Erwachseene also 15 Euro!
Der Besuch ist auf maximal 60 Minuten beschränkt.
Geht man ohne Führung (also zum „Schnäppchenpreis“ von 8 Euro) bekommt man kaum Informationen, da es nirgendwo im Boot Texte gibt, die dasGesehen erklären und vertiefen.
Außerdem wird man darauf hingewiesen, dass man mit bestimmten körperichen Erkrankungen das U-Boot nicht betreten darf. Mir fehlt der Hinweis auf die bedrückende Enge und vor allem auf die ständige Gefahr, sich den Kopf zu stoßen.
Allgemeine Informationen:
Eines der größten nicht – atomaren U – Boote der Welt, 2002 zum Museum umgebaut
Länge: 90,16m
Breite: 8,72m
Gesamthöhe: 14,72m
Tiefgang: 6,6m
Besatzung: 84 Mann
Baujahr: 1976
Torpedos: 24 Stück à 2 Tonnen für 6 Rohre.
Museum:
kostelenlose Bus- und PKW-Parkplatze
Vermietung für Events auf Anfrage
Snacks und Getränke
Gruppenpreise
www.u-434.de
Fazit:
Das Museum hat viel Potential und dementsprechend hat der Organisator noch viel Arbeit, dieses auszuschöpfen. Vieles wirkt noch ungar und verbesserungswürdig. Für die hohen Eintrittspreise erwarte ich mehr als nur die Bereitstellung des Objektes, mehr als nur das Aufschließen der Eingangstür. Wenn man den Spagat aus Museum und originalen U-Boot wagt, dann sollte man es auch tatsächlich etwas Museums-like herrichten, damit der Besucher etwas mitnimmt.
Wer sich aber für das Erlebnis oder überhaupt für U-Boote interessiert, dem soll das U-Boot im Hamburger Baakenhafen ans Herz gelegt sein.
U – 434
Ich möchte hier über meinen Besuch bei U – 434 berichten, eine relativ neue Attraktion im Hamburger Hafen. Da ich nicht restlos begeistert war, möchte ich den Artikel zweiteilen. Zum einen werde ich eine positiv Betrachtung vornehmen, bevor ich im zweiten Teil eine äußerst kritische Ansicht folgen lassen werde.
Der Grund dafür ist meine tatsächliche Zwiegespaltenheit zwischen „Das war toll“ und „Naja, muß ich nicht wieder haben“.
Erster Teil: Was ist positiv?
Man steigt über einem der beiden Türme eine enge Wendeltreppe herunter und steht im Torpedoraum. Das Licht ist sehr trüb, so dass sich die Augen erstmal an das Halbdunkel gewöhnen müssen. Alles im Hafen, die Möwen, die Menschen, die Schiffe, das Wasser, alles ist plötzlich verschwunden. Man hört nix, außer die die Sonargeräusche (vom Band) im Boot. Alles sehr echt und schon etwas beängstigend, wie im Film. Wenn man weiter läuft, muß man durch enge Luken steigen und sich durch die engen Gänge zwängen – Vorsicht vor herunterhängenden Eisenteilen...Also ich fand, dass man sehr gut nachvollziehen kann, wie die russischen Matrosen sich in dieser Enge unter Wasser gefühlt haben müssen. Man kann an den Seiten zahlreiche Kabinen, Toiletten, und andere Räume füe Kapitän und Besatzung besichtigen. Ich habe auch nihct das Gefühl gehabt, dass der Weg für Touristen gelenkt ist, wie es in Museen üblich ist – vielmehr war es manchmal erschreckend, wenn man das Gefühl hatte, sich verlaufen zu haben und erst hinter einer Ecke eine Luke entdecken konnte, die weiterführte.
Wir waren auch allein auf weiter Flur, was das Erlebnis noch intensiver machte, da die Sicherheit einer Gruppe fehlte und so eine Idee von einem Geister – U – Boot, allein auf weiter See – oder besser unter weiter See – aufkam. Sehr realistisch und absolut empfehlenswert, wenn man keine Platzangst hat und kein Gipsbein hinter sich herzieht.
Teil 2: Was ist negativ?
Zum einen finde ich die Lage des U – Boots äußerst ungünstig. Man kann mit dem Auto zum Baakenhafen fahren und einen der kostenlosen Parkplätze nutzen. Man kann es mit einer Stadtrundfahrt verbinden, die Halt macht auf dem Parkplatz und später wieder aufspringen.
Doch was machen die Leute, die auf öffentliche Verkehrsmittel schwören, oder angewiesen sind? Ok, in der Nähe hält ein Bus, aber wer weiß, wo und zu welcher Zeit der fährt? Man kann auch laufen – vom Baumwall durch die Speicherstadt zum Brooktor und dann noch an einer 4-spurigen Hauptverkehrsstraße entlang. Oder man nutzt den Shuttle – Service: ab der Speicherstadt 3 Euro pro Person...
Der zweite Schock ist der Eintrittspreis: 8 Euro pro Person, ermäßigt 6 Euro. Wenn man eine Führung will (und nur so kommt man in den Kommandoturm) kostet das 3 Euro extra. Will man die Erlaubnis, Fotos zu machen wird noch ein Euro pro „Lizenz“ fällig. Fährt man mit dem Shuttle und nutzt alle Angebote zahlt der Erwachseene also 15 Euro!
Der Besuch ist auf maximal 60 Minuten beschränkt.
Geht man ohne Führung (also zum „Schnäppchenpreis“ von 8 Euro) bekommt man kaum Informationen, da es nirgendwo im Boot Texte gibt, die dasGesehen erklären und vertiefen.
Außerdem wird man darauf hingewiesen, dass man mit bestimmten körperichen Erkrankungen das U-Boot nicht betreten darf. Mir fehlt der Hinweis auf die bedrückende Enge und vor allem auf die ständige Gefahr, sich den Kopf zu stoßen.
Allgemeine Informationen:
Eines der größten nicht – atomaren U – Boote der Welt, 2002 zum Museum umgebaut
Länge: 90,16m
Breite: 8,72m
Gesamthöhe: 14,72m
Tiefgang: 6,6m
Besatzung: 84 Mann
Baujahr: 1976
Torpedos: 24 Stück à 2 Tonnen für 6 Rohre.
Museum:
kostelenlose Bus- und PKW-Parkplatze
Vermietung für Events auf Anfrage
Snacks und Getränke
Gruppenpreise
www.u-434.de
Fazit:
Das Museum hat viel Potential und dementsprechend hat der Organisator noch viel Arbeit, dieses auszuschöpfen. Vieles wirkt noch ungar und verbesserungswürdig. Für die hohen Eintrittspreise erwarte ich mehr als nur die Bereitstellung des Objektes, mehr als nur das Aufschließen der Eingangstür. Wenn man den Spagat aus Museum und originalen U-Boot wagt, dann sollte man es auch tatsächlich etwas Museums-like herrichten, damit der Besucher etwas mitnimmt.
Wer sich aber für das Erlebnis oder überhaupt für U-Boote interessiert, dem soll das U-Boot im Hamburger Baakenhafen ans Herz gelegt sein.
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