Speicherstadt Testbericht

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Erfahrungsbericht von RatteHamburg

Die Hamburger Speicherstadt

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Im Herzen des Hamburger Hafens liegt die Speicherstadt, die zum größten Teil dem Denkmalschutz unterstellt ist.
Hier stehen wunderschöne Speicherhallen und Speicherhäuser, die von Fleeten durchzogen sind. In ihnen lagern Gewürze, Teppiche, Kaffee, Kakao, Rohseide, Tee, Rum, Trockenfrüchte, Nüsse und moderne Geräte.
Die ganze Speicherstadt ist mit einem Hauch des Duftes nach fremden Gewürzen durchzogen.

Die Speicherstadt wurde Ende des 19. Jahrhunderts auf der Brookinsel im Hamburger Zollhafen errichtet und war damals der größte zusammenhängende Lagerhauskomplex der Welt.
Der Anlass des Baus war der Anschluss der Stadt Hamburg an das Zollinland des Deutschen Reiches von 1888.
Nur im Freihafen konnte man jetzt noch zollfrei handeln.
Die geschäftstüchtigen Hanseaten haben damals nicht lange überlegt, und rissen sämtliche Wohnquartiere der Hafenarbeiter im Freihafen ab.
Die Arbeiter und ihre Familien (rund 23 000) wurden in entfernte Stadtteile umgesiedelt.
In der Speicherstadt konnten die Händler nun ihre Waren zollfrei lagern.
Noch heute nutzen Kaufleute diesen Vorteil für Waren die nicht zum sofortigen Verkauf bestimmt sind.

Die Speicherstadt besteht aus 17 sieben bis achtstöckigen Lagerhäusern die zusammen eine Gesamtfläche von ca. 330.000 Quadratmetern ergeben.
Heute noch sind die Gebäuden in einem sehr guten Zustand und bieten mit ihren dicken, frostsicheren Wänden perfekte Lagerbedingungen.
In ihrem Inneren herrschen kam Temperaturschwankungen und bieten somit die perfekten Bedingungen für verderbliche und Feuchtigkeitsempfindliche Waren.

Der Bau der Speicherstadt dauerte von 1884 bis 1888.
Die Häuser der Speicherstadt sind alle einheitlich im Stil der Backsteingotik gebaut.
Ihr romantisches Aussehen bekommen sie durch ihre Giebel, Erker, Zinnen und die grüne Kupferhauben.
Zwar hat auch die Speicherstadt im Zweiten Weltkrieg Schaden erlitten, aber im Allgemeinen ist sie weitgehend verschont geblieben, es gab keinen unersetzlichen Schäden.

Am Brooktor, dem Platz wo mit dem Bau der Speicherstadt begonnen wurde, steht eine Bronzestatue von Klaus Störtebeker. Ein berühmter Seeräuber, der schon lange vor dem Bau der Speicherstadt den Handel schwer gemacht hat.
Er wurde nebenbei 1401 auf dem Hamburger Grasbrook enthauptet, aber das ist eine andere Geschichte :o)

Westlich der Speicherstadt endet die Brookinsel an der „Kehrwiederspitze“.
Hier haben damals die Schiffe die ihre Waren abgegeben haben gewendet um wieder in Richtung des offenen Meeres zu fahren.
Von hier hat man einen weiten Blick auf die Nordelbe und den Hamburger Hafen.

Auch gibt es in der Speicherstadt ein paar sehr interessante Museen zu begucken.
Da ist das Deutsche Zollmuseum das 1992 eröffnet wurde, oder auch das Hot Spice Gewürzmuseum das kurz danach 1993 eröffnete (Stadttorkai 32).
Dann ist da noch die ehemalige Hamburger Kaffeebörse die heute einmal im Monat als Tanztempel genutzt wird. Mal was Anderes in diesem Flair der Speicherhäuser.

Ich kann eine Fleetfahrt in der Hamburger Speicherstadt empfehlen, da bekommt man auch noch viele weitere interessante Informationen mitgeteilt.
Wer auf eigene Faust einen Ausflug dort hin macht kann bei verlassen des Zollgeländes mit Kontrolle rechnen! Also nicht so viel Kaffee kaufen :o)

Viel Spaß wünscht

die Ratte aus Hamburg