Spielberg-Kino, Erding Testbericht

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Erfahrungsbericht von Finron

Kino total am Rande Münchens

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Was für ein Gebäude! Da ist wirklich alles drin, was man sich wünschen kann: Ein Handy-Laden, italienische Bar, Happyweb für Internetsüchtlinge (von denen es hier aber garantiert keine gibt ;-)), Klamottenläden, ein Supermarkt, Post, ein Restaurant, eine Bar, natürlich das Spielberg-Kino. Und bei all diesen Angeboten ist natürlich auch der Geldautomat im Parterre wichtig. Hätte nie gedacht, dass eine Kleinstadt wie Erding einen Vergnügungstempel dieser Größenordnung bieten kann.

Man sieht schon, dass man über das Kino-Einkaufszentrum in Erding eine Menge schreiben könnte. Aber ich will mich jetzt mal primär auf das Lichtspielberg-Kino konzentrieren, das vor knapp zwei Jahren in der Weißbierstadt seine Pforten geöffnet hat.

Ausstattung
*********

Zehn Kinosäle bietet das Spielberg-Kino, darunetr auch große Säle für die aktuellen Blockbuster. Die Sitzreihen sind - ganz moderner Standard - aufsteigend angeordnet, so dass man, wenn nicht gerade ein Basketball-Profi vor einem sitzt, garantiert mindestens 80 Prozent der Bildfläche sieht. Besonders angenehm ist das fürstliche Platzangebot: Zum Vordermann genug, dass man nicht aufstehen muss, wenn jemand vorbei will, zum Nebenmann hat man dank Ablagefläche zwischen den bequemen Polstersitzen, ja, Sofasitzen, auch reichlich Platz. Und vor allem: Zwei Armlehnen. Nur für einen allein! Klar: Wer zum Schmusen ins Kino geht oder sich mit seiner Freundin einen Thriller anguckt, muss damit rechnen, dass er ob der unbequemen Haltung einen Bandscheibenvorfall riskiert oder sich einen Arm auskugelt. Aber ins Spielberg geht man ja auch zum Filme gucken!!!©Finron

Und die kommen auf der Großleinwand selbst in der vordersten Reihe noch gut rüber. Denn in den meisten Sälen haben die vordersten Sitzreihen nboch ca. fünf Meter Abstand zur Leinwand und sind außerdem auf einer Höhe mit dem unteren Leinwand-Rand. Für vollsten Kinogenuss sorgen (bei einem noch nicht einmal zweijährigen Kino selbstverständlich) die nagelneuen THX-Soundanlagen und Abspielgeräte.

Im ganzen Kino geht man auf Teppich (was gerade an Wochenenden für das zahlreich eingesetzte Personal schwer sauber zu halten ist), das Foyer ist hell und freundlich gestaltet. Es gibt eine Arcade-Games-Ecke für die Zocker, eine Minibar und - ganz wichtig für Eltern - auch ein Kinder-Abenteuer-Land mit Rutsche und Kletterburg. Etliche Sitzecken (die allerdings wenig komfortabel sind) verwandeln das Foyer in ein gigantisches Wohnzimmer.

Man kann sich überall im Spielberg-Komplex frei bewegen. Die Kassen sind in den Raum integriert und bilden keine Sperre für den Besucher. Wer nur Knabberzeug will, geht zum wirklich ausladend breiten Cola- und Popcornstand, wer eine Kinokarte will, stellt sich halt an der Kasse an.

Das große Manko allerdings im Foyer: Es herrscht seit Kurzem Rauchverbot. Der Kopf mag das voll akzeptieren, schließlich kostet so ein Teppichboden im ganzen Kinoareal auch ein Schweinegeld und da ärgert jeder Brandfleck (wenn das nicht sogar feuerschutztechnisch bedenklich ist). Aber wenn man aus dem Kino kommt und es einen suchtelt, ist es schon lästig, sich mit etlichen anderen Nikotinikern in die letzte Raucherecke vor einem „Katzenklo\" zusammengepfercht zu werden.

Da geht man doch lieber nach dem Kinobesuch noch in die Bar ein Stockwerk höher - und verprasst mehr Geld als geplant. Doch Gott sei dank (s.o.) gibt’s ja einen Geldautomaten...

Zweiter Minuspunkt bei der Ausstattung: Die Toiletten, die mit Fortschreiten des Abends einfach immer ekliger werden. Das muss man aber dem Publikum zuschieben, die teilweise richtige Saubären sind. Gegen Mitternacht würde ich mich nicht einmal mehr in die Nähe eines Pissoirs im Kino wagen.

Preise
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An Fressalien für den Kinobesuch gibt’s alles Erdenkliche zum kinoüblichen Preis, d.h. ungefähr der doppelte Supermarktpreis. Die Kinokarte selbst kostet zwischen 5,50 und 7,50 Euro (je nach Länge des Films), das Spielberg beteiligt sich am Super-Kino-Dienstag, d.h. dienstags kostet die Kinokarte nur 2,50 Euro.

Programm
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Zu sehen sind natürlich die aktuellen Kassenschlager, aber auch viele Kinderfilme. Zur Zeit sind für den Nachwuchs zum Beispiel Jimmy Neutron, Pumuckl und der blaue Klabauter, Die Monster AG, Ice Age und Asterix & Obelix: Mission Kleopatra im Programm. Was ich sehr schätze ist, dass auch „ältere\" Filme im Spielberg eine Chance bekommen. Wo kann man jetzt noch den Herrn der Ringe (den ich dank der langen Laufzeit mittlerweile schon zum dritten Mal gesehen habe) sehen? Oder Beautiful Mind? Ein weiteres dickes Plus: Der besondere Film. Wochentags steht immer ein Filmschmankerl abseits des Massenkinos auf dem Programm. Derzeit zum Beispiel Die Scheinheiligen, eine bitterböse Bayern-Satire eines jungen nachwuchsregisseurs. Auch Filme wie Die Purpurnen Flüsse haben in der Vergangenheit in dieser Nische bereits einen Platz gefunden.

Für Freunde des Originaltons: Alle zwei Wochen strahlt das Lichtspielberg aktuelle Kassenknaller oder besondere Filme der letzten Jahre im Originalton mit Untertiteln aus. Die OVs laufen wie gesagt vierzehntägig montags bis mittwochs. Und nicht nur englische Originale gibt\'s zu sehen. Heuer sollen zum Beispiel zwei französische Filme laufen. Gelegenheit also, die eingerosteten Sprachkenntnisse wieder aufzufrischen.©Finron

Immer schön: Im Spielberg wird hin und wieder etwas Besonderes geboten. Zum Beispiel der Super-Kino-Tag (oder wie der heißt), an dem man Filme spottbillig ansehen kann, der Weltkindertag wurde ganz groß gefeiert mit vielen Aktionen für Kinder. Hin und wieder sind auch Regisseure oder Produzenten (natürlcih deutsche) zu Gast, um in einer Publikumsvorführung den Zuschauern Rede und Antwort zu stehen. Und gestern (Pfingstsamstag) gab\'s ein ganz besonderes Schmankerl: Stummfilmklassiker, live begleitet von einem Pianisten. Atemberaubend!

Fazit
****

Es muss nicht immer die große Stadt sein. Das Spielberg in Erding ist bequem über die B388 mit dem Auto zu erreichen und direkt ansteuerbar (GRATIS-Parkplätze direkt vor und unter dem Haus), es gibt im gebäude und der Nachbarschaft mehr als genug gastronomische Angebote für einen guten Abend auswärts und auch das Kinoprogramm selbst lässt keine Wünsche offen. Bedenkt man nun, dass die Eintrittspreise gerade für Münchner Verhältnisse vergleichsweise günstig sind, fragt man sich, weshalb man überhaupt noch in der Stadt ins Kino gehen sollte. Die Technik und der Sitzkomfort in den Sälen sind ein weiteres dickes Plus für das Kino.
Für mich eines der besten und schönsten Kinos in Münchens Osten.©Finron

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