Spritpreise Testbericht

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Erfahrungsbericht von gerkzeit

So billig wie vor 20 Jahren

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Der Aerger der letzten Oekosteuererhoehung ist noch nicht verflogen, da droht uns auch schon die naechste sogenannte Oekosteuer (Benzinsteuer)zu Beginn des neuen Jahres. Bis zu 12 Pf haben wir wieder zu erwarten. Nun wenn es wirklich der Umwelt zu Gute kommt ist ja nichts dagegen einzuwenden und Wege Benzin einzusparen gibt es zur Genuege.

Wie oft wird es vorgeschlagen seine Fahrweise zu veraendern, die Gaenge nicht auszufahren, fruehzeitig zu schalten, vorrausschauend mit dem Verkehrsfluss mitzuschwimmen. Alles schoen und gut, aber viel bringt es nicht. Und durch die ewigen Preiserhoehungen werden die finanziellen Einsparungen, die man erzielt, schnell wieder zunichte gemacht.

Das Geruecht, die 30 km Zone wuerde Benzin einsparen wurde schon laengst wiederlegt. Die 30KM Grenze wird sehr oft ueberturig im 2. Gang gefahren, was zudem noch eine enorme Laermsteigerung zur Folge hat. Die Luftverschmutzung wird nicht reduziert. Der einzige Vorteil ist, daß die Unfallzahlen sinken, aber das ist ja auch schon etwas wert.

Erfahrungen die ich mit meinem eigenen Wagen machte, sind, dass ich nur wirklich einspare wenn ich mein Fahrzeug stehen lasse. Das heisst, ich muss vorausplanen und mir folgende Fragen stellen. Wo kann ich eventuell mitfahren und mich bei den Benzinkosten beteiligen bzw. wer kann bei mir mitfahren? Muss ich wirklich zur Arbeit fahren oder kann ich mit geringen Zeitmehraufwand das Fahrrad benutzen? Welche Strecke schlage ich ein, um meine Erledigungen zu taetigen? Ein Kreuz und Quer durch die Stadt ist zu vermeiden.

Alles Methoden um die monatlichen Benzinkosten zu senken und um die Umwelt zu schonen. Leider und das ist die traurige Seite, geht der Schuss nach hinten los, denn zu viel Einsparungen fordert den Staat foermlich heraus wieder die Steuern zu erhoehen. Denn der Staat kann sich auf keinen Fall Einbussen leisten.

Im Moment sind die Benzinpreise zwar relativ guenstig, zieht man aber den Steueranteil ab, dann steigt mir doch schon wieder der Kamm. Wie hab ich neulich an einer Tankstelle gelesen? Frueher verkauften wir Benzin, heute sind wir Steuereintreiber. Nun ja, ich muss zugeben verglichen mit anderen europaeischen Staaten, geht es uns in dieser Beziehung ja noch gut.

Ausserdem habe ich noch etwas verblueffendes festgestellt. Vor etwa 20 Jahren habe ich etwa 1500 DM Netto monatlich verdient, ich zahlte ca. 300 DM Miete und der Liter Benzin kostete rund 1 DM. Im Zuge der Euroeinfuehrung werden aus meinen fast 3000 DM netto ungefaehr 1500 Euro. Meine 600 DM Miete veraendern sich zu ungefaehr 300 Euro und nach der Steuererhoehung werden die 2 DM fuer das Liter Benzin zu ungefaehr 1 Euro.

Was bedeutet das? Wir sind wieder auf den Stand von vor 20 Jahren. Doch einmal eine gute Nachricht oder?

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