Sprossen Testbericht

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Erfahrungsbericht von silke-silke

Sprossen - Samen erwachen aus Dornröschenschlaf

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Was Samen sind, weiß jeder. Doch wisst ihr auch, dass man einige von ihnen essen kann? Damit dies möglich ist, müssen die Samen erst einmal zu Sprossen gezogen werden. Das dauert einige Tage. Doch wie ist das möglich? Wasser macht die Schale der Samen für Sauerstoff durchlässig, sodass das Samenkorn zu atmen beginnt. Es entwickelt sich zur Sprosse, die man je nach Art essen kann.

Bei uns genießt die Sprosse ein Schattendasein als "Vegetarier-Essen". Ganz anders sieht es bei den Asiaten aus. Wenn wir zum Chinesen gehen, ist der Anblick von Mungobohnen- oder Sojabohnenkeimlingen auf dem Teller selbstverständlich. Warum also nicht auch bei anderen Sprossen?

Nicht dass ihr denkt, es gäbe kein Gemüse, Obst, Fleisch oder Fisch bei mir auf dem Tisch. Dem ist nicht so. Dennoch bieten gezogene Sprossen eine vitaminreiche Ergänzung des mit Lebensmitteln gedeckten Tisches (insbesondere in der kalten Jahreszeit, die wir nun glücklicherweise nicht mehr haben).

Die Ergänzung der Ernährung mit Sprossen hat folgende Vorteile:

Der Vitamingehalt steigt beim Reifeprozess des Samens zur Sprosse um ein Vielfaches an. Davon betroffen sind die Vitamine
C (gut für das Immunsystem),
B1 (benötigt beim Abbau der Kohlenhydrate, erhöhter Bedarf durch Rauchen und hohem Zuckerkonsum),
B2 (ist für den gesamten Stoffwechsel notwendig, wichtig bei Rauchern und Süßmäulern), Niacin (wichtig für den Stoffwechsel und Nerven),
Biotin (wichtig für Haut und Haare),
Carotin (Vit. A - wichtig für die Augen) und
E (wichtig für den Zellschutz und Immunsystem).

Der Anteil der Ballaststoffe nimmt zu, worüber sich unsere Verdauungsorgane sicherlich freuen, da wir uns meist zu ballaststoffarm ernähren.

Durch die Spaltung der Kohlenhydrate unter dem Einfluss von Enzymen sinkt beim Keimprozess der Fettgehalt, was bedeutet, dass der Kaloriengehalt des Korns sinkt.

Des weiteren wird das Eiweiß beim Keimprozess so verändert, dass es leichter verdaulich wird.

Die Samen werden beim Keimen zur Sprosse verträglicher, da der Anteil der gesundheitsschädlichen Substanzen sinkt.

Zu beachten ist, dass die Temperatur zwischen 17 und 25 Grad eingehalten werden sollte, damit der Nitratgehalt der Sprossen niedrig bleibt.

Doch wie werden aus Samen die Sprossen?

Vorab möchte ich noch sagen, dass landwirtschaftliches Saatgut meist vorbehandelt und somit zum Keimen nicht geeignet ist. Deshalb sollte man beim Einkauf auf Körner (Samen) speziell zum Keimen achten. Diese erhält man teilweise im Bioregal der Supermärkte, aber auf jeden Fall im Reformhaus.

Zunächst werden die Samenkörner in einer Schüssel gewaschen. Alles, was an der Oberfläche schwimmt, wird entfernt. Dann werden die Samen mit der 8fachen Menge Wasser übergossen, damit die getrockneten Samen genügend Wasser aufnehmen können. Nach einiger Zeit schüttet man das Einweichwasser weg (oder benutzt es zum Kochen). Dann gilt es, die Sprossen Wasser, Licht, der richtigen Temperatur und Luft auszusetzen. Die Samen werden auf den Boden eines Einmachglases oder einer Keimbox geschüttet (höchstens ein Viertel des Gefäßes!). Zweimal am Tag spült man die Samen/Sprossen mit lauwarmen fließenden Wasser durch, damit sie wieder mit genügend Sauerstoff bekommen und sich keine Schimmelpilze bilden. Wichtig ist, dass das Wasser immer ablaufen kann. In der Keimbox geschieht dies durch die Schrägstellung, das Einmachglas muss mit Gaze abgedeckt sein und kopfüber in ein Gitter gestellt werden.

Nach drei bis fünf Tagen sind die Samen mit 0,5 bis 3 cm langen Sprossenspitzen versehen und nun zu verzehrfertigen Sprossen geworden. Man kann sie bis zu zwei Tagen im Kühlschrank aufbewahren, da die Kälte den Wachstumsprozess hemmt.

Kleine Anleitung zur Sprossenzucht:

Alfalfa: Einweichzeit 5-6 Stunden, Keimzeit 5 Tage
Mungobohnen: Einweichzeit 12 Stunden, Keimzeit 5 Tage
Hirse: Einweichzeit 8 Stunden, Keimzeit 3 Tage
Radieschen Rettich: Einweichzeit 4 Stunden, Keimzeit 2 Tage
usw.

Die Sprossen isst man roh, indem man sie zum gemischten Salat gibt oder als Brotbelag nimmt.

Viel Spaß und gutes Gelingen wünscht euch silke-silke

15 Bewertungen, 5 Kommentare

  • willibald-1

    09.01.2003, 15:13 Uhr von willibald-1
    Bewertung: sehr hilfreich

    Radieschen hatte ich schon mal - schmeckt richtig würzig!

  • BigRobShag

    06.04.2002, 16:56 Uhr von BigRobShag
    Bewertung: sehr hilfreich

    v.a. die Bambusspr. sind lecker

  • Edding

    06.04.2002, 16:47 Uhr von Edding
    Bewertung: sehr hilfreich

    lol kulosa

  • kulosa

    06.04.2002, 16:44 Uhr von kulosa
    Bewertung: sehr hilfreich

    kannst denn du schon schreiben? darfst du denn schon an den puter? oder ist das bild nicht mehr ganz aktuell? ;-) Schöner Bericht. Gruß Jan

  • Netti1982

    06.04.2002, 16:43 Uhr von Netti1982
    Bewertung: sehr hilfreich

    süßes Foto von dir ;-) MfG Netti