Steak-Gerichte Testbericht
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Erfahrungsbericht von BelgiumKing
PFERD IN BRATPFANNE ;-)
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Und wer keine Pferdesteaks mag, kann ja wegklicken.
Ursprünglich aber geht die Abneigung darauf zurück, daß das Pferd heidnischen Religionen ein Opfertier war. Sein Fleisch und Blut sollte Stärke vermitteln. Das Christentum ächtete also diese heidnischen Bräuche, ca. 700 Jahre n. Chr. der Genuß von Pferdefleisch durch Papst Gregor III. als gottlos gebrandmarkt. Aber mit Fleisch haben die Jungs der katholischen Kirche ja auch andere Probleme :-)))
Wer aber diese im Grunde falsch interpretierte Hemmschwelle - denn WAS für einen Unterschied macht es, Schwein, Rind oder Pferd zu schlachten - überwindet, wird das beste Fleisch der Welt genießen.
Warum Pferdefleisch
Es ist äußerst fettarm und hat wertvolle Bestandteile:
Pferd (Durschnittswerte)
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Fett/Prozent 0,27
Protein/Prozent 20,7
Kalcium/Prozent 0,013
Energie/Kcal 117
Rind (Durschnittswerte)
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Fett/Prozent 22,1
Protein/Prozent 17,2
Kalcium/Prozent 0,008
Energie/Kcal 273
Die Werte zeigen, daß der Fettgehalt bei vergleichbarem Nährwert (Protein) maximal halb so hoch wie bei Fleisch vom Rind ist. Der Wert bezieht sich auf intramuskuläres Fett bei beiden Tieren und hat nichts mit dem sichtbaren Fett zu tun, dass man abschneidet.
Aus ärztlicher Sicht ist der Verzehr von Pferdefleisch besondersempfehlenswert, speziell zur Vorbeugung gegen Arteriosclerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Artgerechte Haltung
Pferde werden zum Schlachten produziert, sondern für andere Zwecke gehalten. Somit ist Pferdefleisch keinesfalls auf rationelle Erzeugung optimiertes Produkt.
Pferde leben in der Regel unter DEUTLICH artgerechteren Bedingungen als Schweine oder Rinder. Es erfolgt eine gesunde und Leistungsfaehigkeit orientierte Fütterung.
Optik und Geschmack
Der Geschmack wird wird mit Rindfleischverglichen und ist etwas süsslich
Die feste, aber zarte Konsistenz (besonders bei Fohlenfleisch) zeigt farblich eine dunkle, rote Farbe bei älteren Pferden.
Pferdestaeks sind dunkler als Rindsteaks.
2 Varianten der Zubereitung
a) die Klassische
Ein Pferdesteaks von ca. 200 Gramm hat die richtige Größe und sollte wenigstens daumendick sein. Man enferne eventuelle Folien und läßt es ca. 10 Minuten vor der Zubereitung liegen. Als einzige Gewürze nutzt man beidseitig Salz und schwarzen Pfeffer, oder auch ggf. ein paar Prisen Kräutersalz. Wer mag, kann das Steak auch vorher leicht mit etwas Knoblauch abreiben.
Dieses Steak landet dann in der mit siedend heissen Öl (Mazola bevorzuge ich)und wird von beiden Seiten nur kurz angebraten, so dass das Fleisch von rot und blutig bleibt.
Bestens schmecken dazu Kroketten und ein würziges Bier wie ein Paulander Hefeweizen.
b) die Alternative
Man nehme wieder ein 200gr. Pferdesteak und bereitet einen in dünne Scheiben (Golden Delicious ist mein Favorit) geschnittenen Apfel vor.
Statt Öl erhitzt man ca. 50 bis 60 gr Bratfett und brät das Steak auf beiden Seiten je 2 bis 3 Minuten. Sodann gibt man die Apfelscheiben bei und löscht das alles kurze Zeit später mit 4 bis 6 Centliter Calvados ab. Danach gibt man einen halben Becher Sahne bei und läßt das alles 2 bis 3 Minuten köcheln.
Als Beilage empfehle ich einen simplem grünen Salat. Bier passt irgendwie nicht zu dem Geschmack, sondern eher ein stilles Wasser oder ein roter Tafelwein, der nicht zu süss ist.
More ?
Ich empfehle für Gourmets und die, die es werden wollen, das Kochbuch
Heidemarie und Anton Freithofnig
Kochen mit Pferdefleisch
Kulturgeschichtliches und Kulinarisches
Verlag EDITION Löwenzahn
ISBN: 3-7066-2213-0
Preis: 18 Euro
Fazit: Pferdesteaks schmecken nicht nur sehr gut oder gar besser als Rindersteaks, vielmehr würde keiner merken, wenn man ihm anstelle von Rind ein Pferdesteak unterjubeln würde.
Gesund ist es allemal, wie meine Ausführungen und die Werte als auch die medizinische Wertung von dem Verzehr von Pferdefleisch wiedergeben.
Erfolgreicher als bei anderen Tiertransporten von Schweinen oder Rindern, sind zum Glück die Tierschützer, die sehr massiv und konsequent die teilweise Versuche der organisierten Verfrachtung von Pferden unterbunden haben. Denn unsere Nachbarn in Polen haben da lange Zeit alle ethischen und moralischen Grenzen im Umgang mit Pferden deutlich verletzt.
Ein ordentlicher Umgang mit Pferden als Nutztier und Fleischquelle kann zum Glück aber Deutschland, Schweiz und Belgien zugebilligt werden.
Für Zweifler und Pferdefanatiker sei gesagt, dass ein Pferd, dass auf der Schlachtbank und zum Verzehr dort landet, aufgrund seiner artgerechten Haltung ALLEMAL ein schönes Leben vor sich hatte als die oft nur in Stallungen mit minimalem Platz gehaltenen Rinder, Schweine oder Hennen in Legebatterien.
Bon appetit aus JL's cuisine du cheval ;-)
***für yopi und ciao***
14 Bewertungen, 7 Kommentare
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04.05.2006, 23:53 Uhr von bodspy
Bewertung: sehr hilfreich<b> <br/>* * * SH * * * <br/>Lieber Gruß <br/>RenÖ ;o </b>
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04.05.2006, 23:25 Uhr von andre1986
Bewertung: sehr hilfreichsuper bericht! mfg andre
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04.05.2006, 22:52 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh :o)
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04.05.2006, 21:23 Uhr von franjanina
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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04.05.2006, 21:20 Uhr von sprachlos69
Bewertung: sehr hilfreichEinen wunderschönen Abend wünscht Sylvia
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04.05.2006, 20:24 Uhr von Valentine79
Bewertung: sehr hilfreichhi, so sieht man sich :-) LG Valentine
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04.05.2006, 20:20 Uhr von kyrilia
Bewertung: sehr hilfreichnaja, ich finds eklig, aber das hat auch nur was mit meinem Kopf & Gewissen zu tun^^ könnt sowas im Leben nicht essen, aber wems gefällt. sh!
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