Subway to Sally Testbericht

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Erfahrungsbericht von Nefertari

Konzertbericht Bremen 08.11.2001

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Wie man hört, soll Subway to Sally so ziemlich den Großteil des Jahres über auf Tour sein. Ich von meiner Warte aus kann nur sagen: es ist ihnen keine Spur von Müdigkeit, Langeweile oder Routine ( im negativen Sinne) anzumerken.
Da ich StS bereits vor zwei Jahren live bewundern durfte und einen Riesenspaß hatte, zog es mich auch am 8.11. zu ihrem Konzert in den Bremer Schlachthof. Die Kesselhalle des Schlachthofs, die kleinere Konzerte oder Discos beherbergt, hat mehrere Podeste und Ebenen, weswegen eine Schätzung der Publikumszahlen sehr schwer ist. Sie ist auf jeden Fall groß genug, um Spaß zu haben und klein genug, um die Atmosphäre zu fördern.
Wer StS noch nie gehört hat: die Band macht ihre ganz eigene Mischung aus Metal-, Mittelalter- und Folk-Elementen. E-Gitarre und Geige, Drums und Dudelsack usw. Live ist diese Mischung der absolute Hammer.
Wir kamen nach Beginn der Vorband an. "Merlons Lichter" schlug ungefähr in dieselbe musikalische Kerbe wie StS, jedoch mit logischerweise weniger Finesse und Live-Präsenz. Sie gefielen mir ganz gut, waren aber nichts, was ich mir separat anhören würde.
In der Pause zwischen der Vorband und StS kochte die Halle bereits fast über. Die Reihen vor der Bühne stimmten abwechselnd sämtliche StS-Songs reihum an, sodaß der Auftritt der Band einer Explosion glich. Es begann mit dem Song "Wenn Engel hassen" von neuen Album "Herzblut". Ein sehr intensiver, gefühlgeladener Opener, der untermalt mit Lichteffekten sehr gut ankam. Es folgten in rascher Abfolge Songs wie "Veitstanz", "Der Meister", "Die Hexe", "Kleid aus Rosen", "Unterm Galgen", "Henkersbraut", "Grabrede", "Herrin des Feuers", "Ein Sturm", "Sag dem Teufel", "Die Schlacht" u.v.m. Eine ideale Mischung von den Stücken des neuen Albums mit den altbekannt und beliebten Klassikern. Auch die Balladen wie "Maria" und "Die Rose im Wasser" wurden nicht vernachlässigt. Alle Stücke wurden von gut platzierten Lichteffekten untermalt, auch das traditionelle Feuerspucken ( diesmal sogar eine mittelgroße Explosion, die wirklich jeden von den nicht vorhandenen Sitzen riß :) ) fehlte nicht und unterstrich den besonderen Stil von StS. Den Musikern, insbesondere Eric Fish, war anzumerken, daß sie Spaß an dem hatten, was sie taten, daß sie mit Begeisterung bei der Sache waren, und daß ihnen vor allem die mitgerissenen Fans imponierten. Kann sein, daß ich mich wiederhole: die Stimmung war einmalig :) Das Publikum ging vollkommen mit, es war eine einzige große Party. Bei den als kühl verschrieenen Bremern will das erstmal geschafft werden... Die Band wurde noch zu drei Zugaben zurückgeholt, indem das Publikum unentwegs "Julia und die Räuber" anstimmte. Erst nach mehr als zwei Stunden Show wurde das Konzert beendet. Ich denke, es dürfte nur wenige Zuschauer an jenem Abend gegeben haben, die dieses Konzert nicht in vollen Zügen genossen haben, die sich nicht mitreißen ließen von StS, ihrer umwerfenden Bühnenpräsenz und der einmaligen Stimmung. Ich werde jedenfalls beim nächsten Mal in Bremen wieder dabei sein.

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