Südkorea - Italien 2:1 (Achtelfinale) Testbericht
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Erfahrungsbericht von Klops
SELBER SCHULD, ITALIEN!!!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Vorgestern ging es für Italien und seinen Trainer Trapattoni im Spiel gegen den Gastgeber Südkorea um den Viertelfinaleinzug. Falls die Italiener ausscheiden würden, müsste Trapattoni seinen Hut nehmen, denn in Italien rechnet man mit dem Weltmeistertitel und ein Ausscheiden wäre eine Katastrophe.
Das Spiel fand im Daejeon World Cup Stadium in Südkorea statt und war mit 40.000 Zuschauern ausverkauft. Natürlich dominierte die Farbe Rot, also die Farbe des Gastgebers Südkorea, denn die Koreaner sind im Moment in einem wirklichen Fußballrausch und Fußball ist auf dem Vormarsch in Südkorea.
Es ging los und gleich nach 5 Minuten gab es den ersten Paukenschlag. Nachdem 2 Koreaner im Strafraum der Italiener umgerissen wurden, gab es Elfmeter. Südkorea hatte die dicke Chance zur Führung, aber Ahn vergab die riesige Chance oder anders gesagt: Buffon parierte erstklassig, denn der Elfmeter war nicht schlecht geschossen.
Nach 18 Minuten rächte sich die vergebene Elfmeterchance dann und Vieri köpfte nach einer Ecke zum 1 zu 0 ein und setzte sich hervorragend gegen seinen Gegenspieler durch.
Das Spiel war eigentlich nicht schlecht, es war temporeich und es gab recht viele Torraumszenen, aber brandgefährlich wurde es nur noch 2 mal. Zuerst scheiterte Tommasi nach Traumpass von Totti alleinstehend an Keeper Choi. Vor der Pause hatten die Südkoreaner dann noch die dicke Chance zum Ausgleich, aber Ahn verzog und schoss über das Tor.
In der zweiten Halbzeit hatten die Italiener dann noch einige gute Chancen durch Vieri um den Sack zuzumachen, aber keine konnte genutzt werden. Die Südkoreaner hatten keine richtig guten Chancen mehr, nur noch einige Schüsse waren zu verbuchen.
In der 88. Minute kam es dann wie es kommen musste. Nach einem riesigen Fehler von Panucci schoss Seol den Ball zum 1 zu 1 ins Netz und es ging in die Verlängerung. Aber halt! Im direkten Gegenzug nach dem Tor hatte Vieri die Riesenchance, aber er schoss den Ball aus 5 Metern über das Tor.
In der Verlängerung ging es dann turbulent zu. Keiner wollte ins Elfmeterschießen und so gingen beide Mannschaften volles Tempo und ich hatte zu jeder Zeit den Eindruck, dass beide in der regulären Zeit gewinnen wollten. Die Koreaner hatten gleich die ersten guten Chancen, unter anderem einen schönen Fallrückzieher, aber auch die Italiener erspielten sich gute Chancen.
Nach ca. 100 Minuten gab es einen Konter der Italiener, Totti lief aufs Tor zu und wurde von einem Gegenspieler bedrängt. Tottis Gegenspieler klärte, wobei Totti auf den Boden fiel. Es sah keineswegs absichtlich aus, war also keine Schwalbe, aber wohl auch kein Foul. Im ersten Augenblick hatte ich gedacht, es gibt Elfmeter und der Schiedsrichter pfiff auch, aber er zeigte Totti wegen einer angeblichen Schwalbe die gelb-rote Karte, da Totti schon verwarnt war.
In der zweiten Halbzeit schoss Italien dann das Golden Goal, aber es wurde nicht gegeben und ich denke hier kann man dem Schiedsrichter und seinem Assistenten keine Schuld geben, denn es war sehr knapp und hier wurde nun mal auf Abseits entschieden und nicht auf gleiche Höhe. Für die Italiener besonders bitter, denn es war bereits das vierte (!) reguläre Tor, das den Italienern aberkannt wurde.
Einige Minuten später hatte Gattuso dann die riesige Chance zum 2 zu 1, aber Choi glänzte wieder mit einer tollen Parade. In der 117. Minute dann der entscheidende Moment in diesem Spiel. Nach einer Flanke verliert Paolo Maldini ein Kopfballduell gegen den, in Italien bei Perugia, spielenden Ahn. Dieser verwandelt den Ball mit dem Hinterkopf unhaltbar für Buffon. Für Maldini ein bitterer Moment, beendet er doch jetzt seine Nationalmannschaftskarriere. So ein unglückliches Ende seiner Nationalmannschaftskarriere hatte er nicht verdient.
Ganz Korea jubelte und Ahn ist wohl der neue Volksheld. Man könnte sagen von der Hölle in den Himmel. Zuerst verschießt er einen Elfmeter und dann schießt er Südkorea ins Viertelfinale. Für ihn hat das Konsequenzen, denn Perugias Präsident sprach von einer Kündigung seines Vertrages. Damit stellt sich dieser Präsident als ganz schlechter Verlierer hin und macht sich aus meiner Sicht selbst lächerlich, denn in diesem Moment hat Ahn nun mal für Südkorea gespielt. Wo kämen wir denn hin, wenn man bei einer WM an den Verein und nicht an sein Land denken soll. Calmund würde doch auch nicht von Lucio verlangen, dass dieser in einem möglichen Finale Brasilien gegen Deutschland ein Eigentor schießt.
Im Endeffekt muss man sagen, dass die Italiener zwar das ganze Turnier ziemlich benachteiligt wurden, aber irgendwo sind sie auch selbst Schuld für ihr Ausscheiden. Das hinten reinstellen nach einer Führung hat gegen Ecuador noch geklappt, aber schon gegen Kroatien ging es schief und gegen Mexiko auf 0 zu 0 spielen zu wollen, wäre auch beinahe schief gegangen. Wer Stürmer wie Inzaghi oder Montella fast jedes Spiel draußen lässt ist auch irgendwie selber Schuld und sollte sich auch an die eigene Nase fassen.
Außerdem sah man immer wieder, dass die Italiener beim Kopfball den Ellenbogen rausnahmen. Vieri knockte Kim aus, blieb aber unverwarnt, Totti hingegen bekam gelb und der Italiener Coco bekam vom eigenen Mann einen Ellenbogen ab und hatte eine ziemlich große Platzwunde.
Die Koreaner hatten zwar nicht so große Chancen außer dem Elfmeter machten aber trotzdem ihre Tore und kamen auch recht verdient weiter, denn sie haben die Passivität der Italiener ausgenutzt und aus den italienischen Fehlern Profit gemacht. Bei den Koreanern überzeugte größtenteils der sehr auffällige Ahn, der es immer wieder versuchte und sich gute Chancen herausspielte und Torwart Choi hielt streckenweise großartig. Bei den Italienern überzeugte Buffon, Totti und Vieri mit Abstrichen.
Ich denke, der Schiedsrichter hat recht gut gepfiffen, aber er hat einige Ellenbogenchecks übersehen und beim regulären Tor der Italiener hat der Linienrichter falsch entschieden und auf den muss sich der Schiedsrichter nun mal verlassen. Die größte Fehlentscheidung war natürlich die gelb-rote Karte für Totti, denn das war wirklich ein absoluter Witz.
Die Italiener sind aber nicht sauer auf den Schiedsrichter, sondern auf den Trainer Trapattoni, der mit seiner defensiven Sielweise, aus ihrer Sicht alles versaut hat. Denn immer wieder spielte die italienische Mannschaft nach Führungen passiv und defensiv, was nirgendwo gut ankam. Langsam sollte doch jeder wissen, dass man so keine Spiele gewinnen kann, bei den Spaniern wäre es auch beinahe schiefgegangen.
Das Spiel war insgesamt recht gut und temporeich und es gab recht gute Torraumszenen und Torchancen auf beiden Seiten. Ich finde, Südkorea hat verdient gewonnen und die Italiener sind selber Schuld, denn mit so einer passiven Spielweise kann man kein Spiel gewinnen. Italien wurde zwar teilweise klar benachteiligt, aber sie sollten die Schuld bei sich selber suchen und nicht beim Schiedsrichter.
Danke für das Lesen meines Berichtes. Über Kommentare und Gästebucheinträge freue ich mich immer.
Das Spiel fand im Daejeon World Cup Stadium in Südkorea statt und war mit 40.000 Zuschauern ausverkauft. Natürlich dominierte die Farbe Rot, also die Farbe des Gastgebers Südkorea, denn die Koreaner sind im Moment in einem wirklichen Fußballrausch und Fußball ist auf dem Vormarsch in Südkorea.
Es ging los und gleich nach 5 Minuten gab es den ersten Paukenschlag. Nachdem 2 Koreaner im Strafraum der Italiener umgerissen wurden, gab es Elfmeter. Südkorea hatte die dicke Chance zur Führung, aber Ahn vergab die riesige Chance oder anders gesagt: Buffon parierte erstklassig, denn der Elfmeter war nicht schlecht geschossen.
Nach 18 Minuten rächte sich die vergebene Elfmeterchance dann und Vieri köpfte nach einer Ecke zum 1 zu 0 ein und setzte sich hervorragend gegen seinen Gegenspieler durch.
Das Spiel war eigentlich nicht schlecht, es war temporeich und es gab recht viele Torraumszenen, aber brandgefährlich wurde es nur noch 2 mal. Zuerst scheiterte Tommasi nach Traumpass von Totti alleinstehend an Keeper Choi. Vor der Pause hatten die Südkoreaner dann noch die dicke Chance zum Ausgleich, aber Ahn verzog und schoss über das Tor.
In der zweiten Halbzeit hatten die Italiener dann noch einige gute Chancen durch Vieri um den Sack zuzumachen, aber keine konnte genutzt werden. Die Südkoreaner hatten keine richtig guten Chancen mehr, nur noch einige Schüsse waren zu verbuchen.
In der 88. Minute kam es dann wie es kommen musste. Nach einem riesigen Fehler von Panucci schoss Seol den Ball zum 1 zu 1 ins Netz und es ging in die Verlängerung. Aber halt! Im direkten Gegenzug nach dem Tor hatte Vieri die Riesenchance, aber er schoss den Ball aus 5 Metern über das Tor.
In der Verlängerung ging es dann turbulent zu. Keiner wollte ins Elfmeterschießen und so gingen beide Mannschaften volles Tempo und ich hatte zu jeder Zeit den Eindruck, dass beide in der regulären Zeit gewinnen wollten. Die Koreaner hatten gleich die ersten guten Chancen, unter anderem einen schönen Fallrückzieher, aber auch die Italiener erspielten sich gute Chancen.
Nach ca. 100 Minuten gab es einen Konter der Italiener, Totti lief aufs Tor zu und wurde von einem Gegenspieler bedrängt. Tottis Gegenspieler klärte, wobei Totti auf den Boden fiel. Es sah keineswegs absichtlich aus, war also keine Schwalbe, aber wohl auch kein Foul. Im ersten Augenblick hatte ich gedacht, es gibt Elfmeter und der Schiedsrichter pfiff auch, aber er zeigte Totti wegen einer angeblichen Schwalbe die gelb-rote Karte, da Totti schon verwarnt war.
In der zweiten Halbzeit schoss Italien dann das Golden Goal, aber es wurde nicht gegeben und ich denke hier kann man dem Schiedsrichter und seinem Assistenten keine Schuld geben, denn es war sehr knapp und hier wurde nun mal auf Abseits entschieden und nicht auf gleiche Höhe. Für die Italiener besonders bitter, denn es war bereits das vierte (!) reguläre Tor, das den Italienern aberkannt wurde.
Einige Minuten später hatte Gattuso dann die riesige Chance zum 2 zu 1, aber Choi glänzte wieder mit einer tollen Parade. In der 117. Minute dann der entscheidende Moment in diesem Spiel. Nach einer Flanke verliert Paolo Maldini ein Kopfballduell gegen den, in Italien bei Perugia, spielenden Ahn. Dieser verwandelt den Ball mit dem Hinterkopf unhaltbar für Buffon. Für Maldini ein bitterer Moment, beendet er doch jetzt seine Nationalmannschaftskarriere. So ein unglückliches Ende seiner Nationalmannschaftskarriere hatte er nicht verdient.
Ganz Korea jubelte und Ahn ist wohl der neue Volksheld. Man könnte sagen von der Hölle in den Himmel. Zuerst verschießt er einen Elfmeter und dann schießt er Südkorea ins Viertelfinale. Für ihn hat das Konsequenzen, denn Perugias Präsident sprach von einer Kündigung seines Vertrages. Damit stellt sich dieser Präsident als ganz schlechter Verlierer hin und macht sich aus meiner Sicht selbst lächerlich, denn in diesem Moment hat Ahn nun mal für Südkorea gespielt. Wo kämen wir denn hin, wenn man bei einer WM an den Verein und nicht an sein Land denken soll. Calmund würde doch auch nicht von Lucio verlangen, dass dieser in einem möglichen Finale Brasilien gegen Deutschland ein Eigentor schießt.
Im Endeffekt muss man sagen, dass die Italiener zwar das ganze Turnier ziemlich benachteiligt wurden, aber irgendwo sind sie auch selbst Schuld für ihr Ausscheiden. Das hinten reinstellen nach einer Führung hat gegen Ecuador noch geklappt, aber schon gegen Kroatien ging es schief und gegen Mexiko auf 0 zu 0 spielen zu wollen, wäre auch beinahe schief gegangen. Wer Stürmer wie Inzaghi oder Montella fast jedes Spiel draußen lässt ist auch irgendwie selber Schuld und sollte sich auch an die eigene Nase fassen.
Außerdem sah man immer wieder, dass die Italiener beim Kopfball den Ellenbogen rausnahmen. Vieri knockte Kim aus, blieb aber unverwarnt, Totti hingegen bekam gelb und der Italiener Coco bekam vom eigenen Mann einen Ellenbogen ab und hatte eine ziemlich große Platzwunde.
Die Koreaner hatten zwar nicht so große Chancen außer dem Elfmeter machten aber trotzdem ihre Tore und kamen auch recht verdient weiter, denn sie haben die Passivität der Italiener ausgenutzt und aus den italienischen Fehlern Profit gemacht. Bei den Koreanern überzeugte größtenteils der sehr auffällige Ahn, der es immer wieder versuchte und sich gute Chancen herausspielte und Torwart Choi hielt streckenweise großartig. Bei den Italienern überzeugte Buffon, Totti und Vieri mit Abstrichen.
Ich denke, der Schiedsrichter hat recht gut gepfiffen, aber er hat einige Ellenbogenchecks übersehen und beim regulären Tor der Italiener hat der Linienrichter falsch entschieden und auf den muss sich der Schiedsrichter nun mal verlassen. Die größte Fehlentscheidung war natürlich die gelb-rote Karte für Totti, denn das war wirklich ein absoluter Witz.
Die Italiener sind aber nicht sauer auf den Schiedsrichter, sondern auf den Trainer Trapattoni, der mit seiner defensiven Sielweise, aus ihrer Sicht alles versaut hat. Denn immer wieder spielte die italienische Mannschaft nach Führungen passiv und defensiv, was nirgendwo gut ankam. Langsam sollte doch jeder wissen, dass man so keine Spiele gewinnen kann, bei den Spaniern wäre es auch beinahe schiefgegangen.
Das Spiel war insgesamt recht gut und temporeich und es gab recht gute Torraumszenen und Torchancen auf beiden Seiten. Ich finde, Südkorea hat verdient gewonnen und die Italiener sind selber Schuld, denn mit so einer passiven Spielweise kann man kein Spiel gewinnen. Italien wurde zwar teilweise klar benachteiligt, aber sie sollten die Schuld bei sich selber suchen und nicht beim Schiedsrichter.
Danke für das Lesen meines Berichtes. Über Kommentare und Gästebucheinträge freue ich mich immer.
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