Sumatrabarbe Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von telemo
Die Sumatrabarbe - ein attraktiver Bewohner
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Passend zu meinem letzten Bericht möchte ich euch heute die Sumatrabarbe vorstellen. Ein faszinierender Fisch mit sehr interessanten Verhaltensweisen, der nicht allzu sehr große Anforderungen stellt und somit auch vielen Neulingen in der Aquaristik problemlos große Freude an diesem wunderschönen Hobby bereiten kann. Allerdings, und das möchte ich hier ausdrücklich betonen, sollte dieses keinen Aquarianer dazu veranlassen, diese Fische zu vernachlässigen oder gar verkümmern zu lassen. Wir haben es mit lebenden Tieren zu tun, die es auch verdient haben so behandelt zu werden.
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Die Heimat
Beheimatet ist die Sumatrabarbe, die neben diesen geläufigen Namen manchmal auch Viergürtelbarbe genannt wird, in Südostasien. Sie ist sehr weit verbreitet in Gebieten von Sumatra, Indonesien und Borneo. Hier lebt dieser sehr lebhafte Fisch in großen, aber oftmals auch kleinen Schwärmen.
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Artenbeschreibung
Die Sumatrabarbe wird mit lateinischen Namen Barbus tetrazona, und ist, wie bereits erwähnt ein Schwarmfisch. Er ist mit einem hohen Rücken ausgestattet und ist silberweiß geschuppt. Hinzu kommen 4 schwarze Querbinden die sich über den Körper verteilen. Das vorderste über das Auge und das hinterste über die Schwanzflosse. Weitere 2 Querbinden sind auf dem Körper verteilt. Dieses Merkmal lässt ihn auch für den unerfahrenen eindeutig als Sumatrabarbe zu erkennen.
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Geschlechtsunterschiede
Wie bei vielen Barben fällt es auch bei diesem Fisch nicht ganz leicht hier eindeutig die Geschlechter voneinander zu unterscheiden, zumal sie auch noch sehr gering sind. Da die Sumatrabarbe ein Schwarmfisch ist, muss man schon genau hinschauen um überhaupt unterschiede zu erkennen. Die Männchen sind am Kopf und an den Flossen etwas intensiver gefärbt. Die Weibchen etwas blasser und rundlicher. Auch bleiben die Männchen etwas kleiner. Wie schon gesagt. Im Schwarm nicht so leicht zu erkennen.
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Die Haltung
Die Sumatrabarbe braucht viel Schwimmraum. Eine Größe von 5 Zentimeter ist eher normal. Größere Exemplare habe ich jedenfalls bisher noch nicht gesehen. Natürlich kann ein Aquarium nie groß genug sein. Ich denke aber eine Länge von 70 oder 80 cm dürften ausreichen. Bei mir schwimmen sie in einem Schwarm von 21 Stück in einem 160 Liter Eckaquarium und fühlen sich pudelwohl. Eine Mindestanzahl von 10 Tieren sollte aber unbedingt eingehalten werden. Auf jeden Fall sollte man darauf achten sie nicht mit Fischen zusammen zu halten, die stets ruhige Schwimmer sind. Diese Barbe ist ständig in Bewegung und verbreitet, mal etwas übertrieben formuliert, Hektik. Viele Fische können solche Verhaltensweisen nicht ab. Schon gar nicht wenn eine ganze Kolonne daherkommt. Wer hier trotzdem nicht auf einige attraktive Bewohner verzichten will ist gut beraten wenn er Versteckmöglichkeiten bietet. Meist reichen eine Wurzel, Kokosnüsse oder Höhlen aus.
Die Sumatrabarbe ist eigentlich kein typischer Schwarmfisch. Da ist es bei dem Zebrabarben schon etwas anders. Nein, meist schwimmt sie in lockeren Verbänden. So kann ich oft beobachten dass ein geteilter Schwarm meist keine feste Zusammengehörigkeit hat. Trotzdem wird sich in diesem Schwarm immer das stärkste Tier behaupten und die Richtung angeben. In einem gut bepflanzten Aquarium fühlen sich unsere Zöglinge am wohlsten. Aber wie schon gesagt. Immer auf ausreichenden Freiraum zum schwimmen denken. Bei mir sind im vorderen Bereich des Aquariums Pflanzen die nicht all zu groß werden. Dieses bringt natürlich auch noch den Vorteil dass wir die Fische häufig zu sehen bekommen. Na, und nichts wäre wohl schlimmer, als wenn wir jeden Tag suchen müssten, ob denn nun auch noch alle am Leben sind.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Temperatur. 25 Grad Wassertemperatur sind hier das Minimum. Und dieses sage ich ganz bewusst. Ich konnte zumindest feststellen dass bei Temperaturen die Farben dieser Fische verblassen. Sie sind dann zwar nicht hässlich. Aber ein Fisch mit einer intensiven Färbung ist ja auch was fürs Auge.
Der Bodengrund sollte nicht zu grob gewählt werden. Das Wasser kann unter Umständen zu einem Problem werden. Gerade in den nördlichen Regionen haben wir es mit Wasser zu tun, dass oft sehr hart ist. Zwar ist dieser Fisch nicht sehr empfindlich, aber um optimale Bedingungen zu haben sollte auf jeden Fall eine Härte unter 10° dGH und ein pH Wert um 6,5 angestrebt werden. Wie viele Barben liebt auch die Sumatrabarbe weiches Wasser.
Die Fütterung stellt bei diesen Fischen eigentlich kein Problem dar. Mit allen handelsüblichen Futtersorten begnügt sich die Sumatrabarbe. Ich persönlich gebe auch Frostfutter und gelegentlich Lebendfutter. Bei der Fütterung sollte man darauf achten dass mehrmals gefüttert wird. So hat man die Gewissheit dass auch alle Fische etwas bekommen haben. Allzu schnell läuft man sonst Gefahr dass immer nur die kräftigsten etwas bekommen.
Abschließend hierzu möchte ich allerdings auf ein Risiko hinweisen. Durch einen Bekannten im LVA wurde ich vor Jahren mal nach einer Krankheit gerade bei diesen Fischen gefragt. Nach weitreichender Recherche konnte ich folgende Auskünfte einholen. Es gibt bei den Sumatrabarben ein hohes Infektrisiko für Parasiten. Dieses hat einzig und allein die Ursache in schlechter Wartung des Filters und ungenügenden Wasserwechsel. Es heißt also bei diesen Fischen jeden Tag genau hinzusehen. Aber der erfahrene Aquarianer macht es eh jeden Tag.
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Die Vergesellschaftung
Wie bei Fast allen Fischen muss man auch bei der Sumatrabarbe einiges beachten. Zwar ist eine Vergesellschaftung zwar oft ohne Probleme möglich. Allerdings sollte mit einigen Fischen das zusammen leben vermieden werden. Diese Fische knabbern gerne an allen möglichen umher. So werden lange Flossen oder lange Barteln gerne an oder sogar abgefressen. Ich persönlich glaube nicht dass es etwas mit Raublust zu tun hat. Ich denke vielmehr dass es hier der Spieltrieb dieser Fische ist. Wie sollte also eine Vergesellschaftung mit Schleierschwänzen, Guppys, Skalaren oder Fadenfischen vermeiden. Allerdings gibt es genügend Beispiele für Arten die sich mit dem Sumatrabarben sehr gut verstehen. Ein friedliches Beisammensein, ohne Probleme ist hier über Jahre hinweg möglich.
Es bietet sich also förmlich an, nach Fischen zu greifen die aus den Heimatlichen Gewässern kommen. Schmerlen, Fransenlipper und Welse gibt es reichlich in Asien. Ich nenne hier bloß mal die Prachtschmerle als Beispiel. Auch eine Vergesellschaftung mit Zwergcichliden konnte ich ohne Probleme selbst beobachten. Dieses ging zumindest solange gut, wie die Barsche keine Brut hatten bzw. nicht in der Paarung waren.
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Die Zucht
Immer wieder gerne wird dieser Fisch gezüchtet. Zumindest könnte ich diese Fische erfolgreich vermehren und auch in meinem Bekanntenkreis ist einigen die Zucht gelungen. Viele denken meist immer gleich an große technische Vorraussetzungen bei der Zierfischzucht. Meist ist es aber gar nicht so schlimm. Wenn man einige wichtige Aspekte beachtet kann eigentlich nicht viel schief gehen.
Aus unserem Schwarm suchen wir uns die kräftigsten und schönsten Tiere aus. Dass dieses ein Pärchen sein sollte versteht sich ja von selbst. :-)
Diese setzen wir in ein 20 bis 30 Liter Becken, welches wirklich peinlichst auf Sauberkeit geprüft werden sollte. Dieses hat aber eher etwas mit dem Pilzbefall für die Eier zu tun. In dieses Becken müssen wir nun reichlich feinfiedrige Wasserpflanzen hineinsetzen. Die Cabomba wäre hier optimal. Die Wasserwerte sollten wie bereits beschrieben eingehalten werden und auf eine regelmäßige Fütterung ist besonders zu achten. Nun heißt es beobachten. Man erkennt das ablaichen an den geringeren Bauchumfang beim Weibchen. Na, wie auch sonst ? :-) Immerhin werden bis zu 200 Eier gelegt an den Pflanzen angeheftet. Und jetzt heißt es handeln, denn die Sumatrabarben sind Laichräuber. Ist es uns gelungen die Eltern rechtzeitig aus dem Aufzuchtbecken zu holen können wir bereits nach ca. 2 Tagen die geschlüpften Jungen sehen. Sie sind zwar sehr klein aber das geübte Auge kann sie erkennen.
Die ersten Tage zehren die Jungen von ihrem Dottersack. Und nach bereits 5 bis 7 Tagen können sie frei schwimmen. Mit Staubfutter können wir die kleinen gut ernähren. Eines sei zur Zucht aber nochmals gesagt. Die Sauberkeit ist sehr wichtig. Auch bei der Aufzucht der kleinen sind Futterreste und Mulm täglich zu entfernen. Auch empfiehlt sich ein täglicher Wasserwechsel von ca. 25 bis30 % des Aufzuchtbeckens. Kranke Tiere können oft die Folge der Zucht sein. Sicher wird man am Anfang einige Verluste hinnehmen, aber umso öfter man sich versucht, umso mehr Erfolge wird man haben. Nur Mut. Es ist gar nicht so schlimm. Ich habe zumindest immer den Hintergedanken, dass jeder selbst gezüchtete Fisch einem anderen in der Natur den Fang aus den heimischen Gewässern erspart. Aber sicher ist dieses ein Irrglaube.
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Mein Fazit
Die Sumatrabarbe ist ein Fisch der mich auch heute noch in jeder Hinsicht begeistert. Gerade sein Schwarmverhalten und seine Lebendigkeit machen ihn für viele Aquarianer attraktiv. Auch in richtig großen Aquarien kommt dieser schöne Fisch zur Geltung. Vor vielen Jahren hatte ich mal einen Schwarm von ca. 80 Stück in einem 500 Liter Becken. Es war einfach wunderschön. Diesen Fisch kann ich bedingungslos auch dem Anfänger empfehlen, der, sollte er nicht allzu viele Fehler machen, auch viel Freude bereiten wird. Wir bekommen diesen Fisch in Zoohandlungen ab 1 Euro. Preise zwischen 1,50 und 2,50 Euro sind aber eher realistisch.
Ich hoffe ich konnte euch wieder einen interessanten Bewohner für unsere kleinen Biotope vorstellen und wünsche euch allen noch einen schönen Sonntag.
©telemo 08.02.03
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Die Heimat
Beheimatet ist die Sumatrabarbe, die neben diesen geläufigen Namen manchmal auch Viergürtelbarbe genannt wird, in Südostasien. Sie ist sehr weit verbreitet in Gebieten von Sumatra, Indonesien und Borneo. Hier lebt dieser sehr lebhafte Fisch in großen, aber oftmals auch kleinen Schwärmen.
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Artenbeschreibung
Die Sumatrabarbe wird mit lateinischen Namen Barbus tetrazona, und ist, wie bereits erwähnt ein Schwarmfisch. Er ist mit einem hohen Rücken ausgestattet und ist silberweiß geschuppt. Hinzu kommen 4 schwarze Querbinden die sich über den Körper verteilen. Das vorderste über das Auge und das hinterste über die Schwanzflosse. Weitere 2 Querbinden sind auf dem Körper verteilt. Dieses Merkmal lässt ihn auch für den unerfahrenen eindeutig als Sumatrabarbe zu erkennen.
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Geschlechtsunterschiede
Wie bei vielen Barben fällt es auch bei diesem Fisch nicht ganz leicht hier eindeutig die Geschlechter voneinander zu unterscheiden, zumal sie auch noch sehr gering sind. Da die Sumatrabarbe ein Schwarmfisch ist, muss man schon genau hinschauen um überhaupt unterschiede zu erkennen. Die Männchen sind am Kopf und an den Flossen etwas intensiver gefärbt. Die Weibchen etwas blasser und rundlicher. Auch bleiben die Männchen etwas kleiner. Wie schon gesagt. Im Schwarm nicht so leicht zu erkennen.
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Die Haltung
Die Sumatrabarbe braucht viel Schwimmraum. Eine Größe von 5 Zentimeter ist eher normal. Größere Exemplare habe ich jedenfalls bisher noch nicht gesehen. Natürlich kann ein Aquarium nie groß genug sein. Ich denke aber eine Länge von 70 oder 80 cm dürften ausreichen. Bei mir schwimmen sie in einem Schwarm von 21 Stück in einem 160 Liter Eckaquarium und fühlen sich pudelwohl. Eine Mindestanzahl von 10 Tieren sollte aber unbedingt eingehalten werden. Auf jeden Fall sollte man darauf achten sie nicht mit Fischen zusammen zu halten, die stets ruhige Schwimmer sind. Diese Barbe ist ständig in Bewegung und verbreitet, mal etwas übertrieben formuliert, Hektik. Viele Fische können solche Verhaltensweisen nicht ab. Schon gar nicht wenn eine ganze Kolonne daherkommt. Wer hier trotzdem nicht auf einige attraktive Bewohner verzichten will ist gut beraten wenn er Versteckmöglichkeiten bietet. Meist reichen eine Wurzel, Kokosnüsse oder Höhlen aus.
Die Sumatrabarbe ist eigentlich kein typischer Schwarmfisch. Da ist es bei dem Zebrabarben schon etwas anders. Nein, meist schwimmt sie in lockeren Verbänden. So kann ich oft beobachten dass ein geteilter Schwarm meist keine feste Zusammengehörigkeit hat. Trotzdem wird sich in diesem Schwarm immer das stärkste Tier behaupten und die Richtung angeben. In einem gut bepflanzten Aquarium fühlen sich unsere Zöglinge am wohlsten. Aber wie schon gesagt. Immer auf ausreichenden Freiraum zum schwimmen denken. Bei mir sind im vorderen Bereich des Aquariums Pflanzen die nicht all zu groß werden. Dieses bringt natürlich auch noch den Vorteil dass wir die Fische häufig zu sehen bekommen. Na, und nichts wäre wohl schlimmer, als wenn wir jeden Tag suchen müssten, ob denn nun auch noch alle am Leben sind.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Temperatur. 25 Grad Wassertemperatur sind hier das Minimum. Und dieses sage ich ganz bewusst. Ich konnte zumindest feststellen dass bei Temperaturen die Farben dieser Fische verblassen. Sie sind dann zwar nicht hässlich. Aber ein Fisch mit einer intensiven Färbung ist ja auch was fürs Auge.
Der Bodengrund sollte nicht zu grob gewählt werden. Das Wasser kann unter Umständen zu einem Problem werden. Gerade in den nördlichen Regionen haben wir es mit Wasser zu tun, dass oft sehr hart ist. Zwar ist dieser Fisch nicht sehr empfindlich, aber um optimale Bedingungen zu haben sollte auf jeden Fall eine Härte unter 10° dGH und ein pH Wert um 6,5 angestrebt werden. Wie viele Barben liebt auch die Sumatrabarbe weiches Wasser.
Die Fütterung stellt bei diesen Fischen eigentlich kein Problem dar. Mit allen handelsüblichen Futtersorten begnügt sich die Sumatrabarbe. Ich persönlich gebe auch Frostfutter und gelegentlich Lebendfutter. Bei der Fütterung sollte man darauf achten dass mehrmals gefüttert wird. So hat man die Gewissheit dass auch alle Fische etwas bekommen haben. Allzu schnell läuft man sonst Gefahr dass immer nur die kräftigsten etwas bekommen.
Abschließend hierzu möchte ich allerdings auf ein Risiko hinweisen. Durch einen Bekannten im LVA wurde ich vor Jahren mal nach einer Krankheit gerade bei diesen Fischen gefragt. Nach weitreichender Recherche konnte ich folgende Auskünfte einholen. Es gibt bei den Sumatrabarben ein hohes Infektrisiko für Parasiten. Dieses hat einzig und allein die Ursache in schlechter Wartung des Filters und ungenügenden Wasserwechsel. Es heißt also bei diesen Fischen jeden Tag genau hinzusehen. Aber der erfahrene Aquarianer macht es eh jeden Tag.
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Wie bei Fast allen Fischen muss man auch bei der Sumatrabarbe einiges beachten. Zwar ist eine Vergesellschaftung zwar oft ohne Probleme möglich. Allerdings sollte mit einigen Fischen das zusammen leben vermieden werden. Diese Fische knabbern gerne an allen möglichen umher. So werden lange Flossen oder lange Barteln gerne an oder sogar abgefressen. Ich persönlich glaube nicht dass es etwas mit Raublust zu tun hat. Ich denke vielmehr dass es hier der Spieltrieb dieser Fische ist. Wie sollte also eine Vergesellschaftung mit Schleierschwänzen, Guppys, Skalaren oder Fadenfischen vermeiden. Allerdings gibt es genügend Beispiele für Arten die sich mit dem Sumatrabarben sehr gut verstehen. Ein friedliches Beisammensein, ohne Probleme ist hier über Jahre hinweg möglich.
Es bietet sich also förmlich an, nach Fischen zu greifen die aus den Heimatlichen Gewässern kommen. Schmerlen, Fransenlipper und Welse gibt es reichlich in Asien. Ich nenne hier bloß mal die Prachtschmerle als Beispiel. Auch eine Vergesellschaftung mit Zwergcichliden konnte ich ohne Probleme selbst beobachten. Dieses ging zumindest solange gut, wie die Barsche keine Brut hatten bzw. nicht in der Paarung waren.
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Immer wieder gerne wird dieser Fisch gezüchtet. Zumindest könnte ich diese Fische erfolgreich vermehren und auch in meinem Bekanntenkreis ist einigen die Zucht gelungen. Viele denken meist immer gleich an große technische Vorraussetzungen bei der Zierfischzucht. Meist ist es aber gar nicht so schlimm. Wenn man einige wichtige Aspekte beachtet kann eigentlich nicht viel schief gehen.
Aus unserem Schwarm suchen wir uns die kräftigsten und schönsten Tiere aus. Dass dieses ein Pärchen sein sollte versteht sich ja von selbst. :-)
Diese setzen wir in ein 20 bis 30 Liter Becken, welches wirklich peinlichst auf Sauberkeit geprüft werden sollte. Dieses hat aber eher etwas mit dem Pilzbefall für die Eier zu tun. In dieses Becken müssen wir nun reichlich feinfiedrige Wasserpflanzen hineinsetzen. Die Cabomba wäre hier optimal. Die Wasserwerte sollten wie bereits beschrieben eingehalten werden und auf eine regelmäßige Fütterung ist besonders zu achten. Nun heißt es beobachten. Man erkennt das ablaichen an den geringeren Bauchumfang beim Weibchen. Na, wie auch sonst ? :-) Immerhin werden bis zu 200 Eier gelegt an den Pflanzen angeheftet. Und jetzt heißt es handeln, denn die Sumatrabarben sind Laichräuber. Ist es uns gelungen die Eltern rechtzeitig aus dem Aufzuchtbecken zu holen können wir bereits nach ca. 2 Tagen die geschlüpften Jungen sehen. Sie sind zwar sehr klein aber das geübte Auge kann sie erkennen.
Die ersten Tage zehren die Jungen von ihrem Dottersack. Und nach bereits 5 bis 7 Tagen können sie frei schwimmen. Mit Staubfutter können wir die kleinen gut ernähren. Eines sei zur Zucht aber nochmals gesagt. Die Sauberkeit ist sehr wichtig. Auch bei der Aufzucht der kleinen sind Futterreste und Mulm täglich zu entfernen. Auch empfiehlt sich ein täglicher Wasserwechsel von ca. 25 bis30 % des Aufzuchtbeckens. Kranke Tiere können oft die Folge der Zucht sein. Sicher wird man am Anfang einige Verluste hinnehmen, aber umso öfter man sich versucht, umso mehr Erfolge wird man haben. Nur Mut. Es ist gar nicht so schlimm. Ich habe zumindest immer den Hintergedanken, dass jeder selbst gezüchtete Fisch einem anderen in der Natur den Fang aus den heimischen Gewässern erspart. Aber sicher ist dieses ein Irrglaube.
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Mein Fazit
Die Sumatrabarbe ist ein Fisch der mich auch heute noch in jeder Hinsicht begeistert. Gerade sein Schwarmverhalten und seine Lebendigkeit machen ihn für viele Aquarianer attraktiv. Auch in richtig großen Aquarien kommt dieser schöne Fisch zur Geltung. Vor vielen Jahren hatte ich mal einen Schwarm von ca. 80 Stück in einem 500 Liter Becken. Es war einfach wunderschön. Diesen Fisch kann ich bedingungslos auch dem Anfänger empfehlen, der, sollte er nicht allzu viele Fehler machen, auch viel Freude bereiten wird. Wir bekommen diesen Fisch in Zoohandlungen ab 1 Euro. Preise zwischen 1,50 und 2,50 Euro sind aber eher realistisch.
Ich hoffe ich konnte euch wieder einen interessanten Bewohner für unsere kleinen Biotope vorstellen und wünsche euch allen noch einen schönen Sonntag.
©telemo 08.02.03
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