Sumatrabarbe Testbericht

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Erfahrungsbericht von fishbrain

Schwarmfisch mit Tücken

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Name und Erscheinung
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Ein sehr beliebter und schöner Schwarmfisch für Gesellschaftsaquarien ist die Sumatrabarbe (Barbus tetrazona).
Den Trivialnamen ?Sumatrabarbe? hat sie von ihrer Herkunft: Sumatra, es gibt aber auch Vorkommen in Indonesien und Bormeo. Den wissenschaftlichen Namen ?Barbus tetrazona? erhielt sie auf Grund des Erscheinungsbildes: Den eher orangefarbenen Fisch zieren 4 (tetra) dunkle Querstreifen; einen am Kopf, einen am Schwanzansatz, und jeweils einen vor und hinter der Rückenflosse. Es gibt sie allerdings auch als grüne Moosbarben und als albinotische Variante.

Wasserbedingungen
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Sumatrabarben sind sehr schwimmfreudig, sie sollten deshalb nicht in zu kleinen Becken gehalten werden. In der Literatur werden oft Becken ab 80cm empfohlen, da man den Fisch aber in einem Schwarm ab 10 Tieren halten sollte, empfehle ich ein Becken ab 100cm.
Der pH-Wert des Wassers sollte im leicht sauren Bereich bei 6,5 - 7,0 und die Wasserhärte sollte 10° dGH nicht überschreiten. Die Temperatur kann 20-27° betragen.

Haltung und Verhalten
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Wie bereits erwähnt handelt es sich um einen Schwarmfisch.
Interessanterweise ist innerhalb des Schwarms eine klare Rangordnung festzustellen. Aus diesem Grund sollte der Schwarm nicht zu klein sein, da sonst ständig Kämpfe stattfinden. Ab 10-12 Fischen stellt sich ein stabiles soziales Gefüge ein, und es ist ein friedlicher Schwarm in seinem natürlichen Verhalten zu beobachten,

Sorgfalt sollte man bei der Auswahl Vergessellschaftung mit anderen Fischen, der Bepflanzung und des Bodengrundes sein.
Der Schwarm ist sehr lebhaft, so daß ruhigere Fische eher gestört und verschüchtert werden. Auch wird gerne mal an anderen Fischen gezupft, von einem Zusammensetzen mit langflossigen Arten wie Skalare, Guppys oder Fadenfischen ist daher abzuraten, da ausgezogene Flossen angeknabbert werden können.
Empfehlenswert für die Vergesellschaftung wären z.B. lebhafte Salmler und Buntbarsche.
Zu ruhige Arten könnten bei der Fütterung auch zu kurz kommen.

Die Pflanzen sollten robust sein, da schon mal an den Pflanzen rumgezupft und geknabbert wird. Auch gründeln die Sumatras gerne mal im Bodengrund, weshalb dieser nicht zu grob sein sollte. 1-2mm Korngröße sollte das Maximum sein.

Futter
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Die Fische sind omnivor, das heißt sie nehmen pflanzliche und tierische Nahrung auf.
Zur Fütterung eignen sich daher fast alle handelsüblichen hochwertigen Zierfischfutter. Man sollte ihnen aber auch öfter Lebendfutter wie Wasserflöhe, Mückenlarven, usw. anbieten, als Frostfutter wird es auch nicht verschmäht. Den Pflanzlichen Anteil nehmen sich diese Barben in der Regel aus dem Bewuchs im Aquarium, wo normalerweise genug Pflanzen und Algen zur Verfügung stehen. Eine Futtertablette, wie sie für Welse gerne angeboten wird, nehmen sie auch mit Hingabe.
Zusätzlich sind die Fische, wie schon geschrieben auch häufig am gründeln, wobei sie ihr Nahrungsangebot noch ergänzen.
Fazit und Persönliches
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Wer sich diesen Fisch in seinem Becken halten will, sollte als darauf achten, ob er die geforderten Verhältnisse bereitstellen kann. Im Handel werden die Sumatrabarben oft als völlig problemlos angeboten und dann in falschen Becken mit falschen Fischen zusammen gehalten. Hierbei lernt man dann aber nicht das interessante Schwarm- und Sozialverhalten der Fische kennen, sondern man sieht hauptsächlich die entstehenden Aggressionen.
Die Beckenbedingungen sind eigentlich einfach bereitzustellen, man muß es nur wollen. Ein Problemfisch ist es nicht.

Ich finde, es ist ein sehr schöner Fisch, des es sich zu halten lohnt. Man wird seine Freude am Schwarm haben. Ich würde ihn nicht unbedingt als Anfängerfisch empfehlen, da man gerade als Anfänger oft nicht die Erfahrung mit der Vergesellschaftung hat und die Eigenheiten der einzelnen Arten noch nicht so einschätzen kann. Für ein Artenbecken mit einem schönen Schwarm von 25-30 Tieren aber ein absolutes Erlebnis.

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