Anno 1503 (Management PC Spiel) Testbericht

Anno-1503-management-pc-spiel
ab 20,61
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 03/2008

Erfahrungsbericht von Heksen

ENDLICH ausgereift ...

Pro:

wunderschöne Graffik, hohe Spieltiefe

Kontra:

Bugs in der Anfangsversion, die noch IMMER nicht alle gepatcht sind ...

Empfehlung:

Ja

Kommt her, liebe Leut, und lest die Mär, von der ich Euch zu berichten weiss!

Ja, ja, nur herbei, herbei, eilt und hört die Kunde von diesem Spass, den Heksen hier getestet hat!

--- Spass beiseite, liebe Leser. Viel ist schon hier zu Anno 1503, dem Nachfolger zu Anno 1602, geschrieben worden.

Da ich Anno 1602 nicht kenne, werde ich hier keine großartigen Vergleiche anstellen, sondern Anno 1503 gründlich unter die Lupe nehmen (Achtung, das wird länger ;-)...) - Tipps und Tricks werde ich nicht berichten, das ist eine eigene Meinung in der relevanten Kategorie wert.

Das Spiel ist bei Amazon für € 36,99 erhältlich - ich habe es geschenkt bekommen.


- Die Idee und Ablauf
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Die Spielidee ist, dass Ihr als Herrscher eine Insel besiedelt und diese zu Wohlstand und Ruhm in ein gesichertes Dasein führt.
Hierzu erhaltet Ihr zunächst ein kleines Handelsschiff, ausgestattet mit den Dingen, die ein Inselkönig benötigt: Holz, Nahrung, Werkzeug und einem Scout.

Der Scout wird dazu genutzt, Inseln (von denen es "wahrlich mannigfaltig stück" gibt) nach Bodenschätzen und Anbaumöglichkeiten zu erkunden.

Hat man mit dem Schiff eine Insel erreicht, die man besiedeln möchte, so baut man ein Kontor und beginnt, die Siedlung zu errichten.

Hierbei muss immer ein Gleichgewicht zwischen Rohstoffproduzenten (Forsthaus, Schaffarm, Jagdhütte), weiterverarbeitenden Betrieben (Pioniere, Weberei, Gerberei) und den Endverbrauchern (die Pioniere, später Bürger und Siedler) gehalten werden. Sonst seid Ihr ganz schnell ganz pleite und landet im Schuldenturm.

In späteren Phasen des Spiels kommen weitere Handwerksbetriebe sowie Militäranlagen hinzu. Da der Computer mit eigenen Spielern Nachbarinseln besiedelt, kann man mit diesen diplomatische Beziehungen eingehen, Handel treiben oder ihnen den Krieg erklären. Hauptsache, das eigene Reich wächst und gedeiht!


Bedienung:
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Gut hat Sunflowers mit einer "Strategie für Blöde" (wie mich!) das Lernen gelöst. Das Spiel hat ein Tutorial zu jeder Situation - wie siedele ich, wie baue ich, wie treibe ich Handel, wie lenke ich meine Soldaten etc.
Allerdings habe ich nacheinander die Tutorials gespielt, so dass ich im ersten Endlosspiel die Hälfte wieder vergessen hatte *g* - aber nach einer Weile weiss man, wie's funktioniert.

Das Menü ist ein bisschen verwirrend, Ihr habt sowohl ein Schiffs- als auch ein Stadtmenü. Durch Klicken kommt Ihr in Untermenüs wie Einkaufen oder Bauen.

Die Lenkung des Schiffes sowie des Scouts und der Truppen ist einfach und leicht zu bedienen, mit linker Taste anklicken oder einen Rahmen ziehen, mit rechter Taste den Zielort anklicken. Kinderleicht.

Auch das Bauen und die Bedienbarkeit der einzelnen Menüs ist schön einfach, ebenso wie das Navigieren.

Ca. ein Viertel des rechten Bildschirmrandes wird für die Menü-/Steuerleiste benötigt. Oben befindet sich die Übersichtskarte der Inselwelt, die heran- und weggezoomt sowie gedreht werden kann. Die Ansicht lässt sich also jederzeit um 360 Grad drehen, verkleinern oder vergrößern. Dies gilt sowohl für die Karte, als auch für die Ansicht der Insel, auf der Ihr gerade aktiv seid.


Grafik:
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Die Grafik ist sehr liebevoll programmiert und bis ins Detail ausgearbeitet. Schiffwracks, Kaninchen, Vögel, Wale, verschiedene Baumarten und Felsformationen - alles ist da.

Die Programmierung ist in 3D - so wird aus der Straße auch schon mal eine Rampe, weil es Höhenunterschiede gibt, oder der Fluß mündet im Wasserfall. Alle Gebäude und Bewohner sind absolut detailgenau programmiert, ich bin noch immer begeistert.

Allerdings soll es bei einigen Grafikkarten Probleme und "Ruckeln" geben. Ich habe eine G-Force 3 TI 200 und habe mit der Grafik noch keine Probleme erlebt.


Sound:
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Willkommen im Mittelalter. Ob "Scarborough Fair" oder sakrale Kirchenmusik, auch hier haben die Programmierer voll zugeschlagen. Es gibt 10 Musikstücke, die in einer Endlosschleife das Spiel akustisch untermalen. Bei fremden Kulturen wie den Indianern, Azteken oder Mongolen, die man auf manchen Inseln findet, sind "authentische" Stücke als Sound eingeblendet, solange man sich in deren Reichweite befindet.

Die Musik lässt sich allerdings auch mittels des Menü selektieren, nach dem zweihundersten Mal Scarborough Fair kann das Stück schon ein wenig nerven ...

Auch andere Laute sind programmiert - das Wellenrauschen, Möwenschreie, Vogelgezwitscher, die Holzfäller oder Steinbrucharbeiter. Befindet man sich in der Ansicht an diesem Punkt, ertönt der dazugehörige Sound über der Musik. An den Markständen kann man sogar hören, wie die Marktfrauen ihre Waren anpreisen.

Mit unserer Soundkarte (ALS 650 Onboard) gibt es allerdings ab- und an Probleme, dass der Sound "ruckelt", wenn irgendwo die Platte noch arbeitet.


Spieltiefe:
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Die Spieltiefe ist extrem.

Man kann zwischen Endloskampagnen und programmierten Kampagnen wählen. Bei letzeren muss man Aufgaben erfüllen, um zum nächsten "Level" zu gelangen. Bisher bin ich immer noch bei der ersten, "Nova Fora", und werde mich dort sicherlich auch noch eine ganze Zeit befinden, denn einfach, einfach ist dieses Spiel nicht. Hat man seinen Siedlern Salz verschafft, wollen sie tabak und Gewürze, der Herzog will, dass man seine Tochter rettet und anschliessend auch noch das Inselreich beschützt, bitte schön. Und das alles mit limitiertem Budget, sodass gleichzeitig auf der Heimatinsel immer alles "rund laufen" muss, damit man überhaupt weiterspielen kann.

Die Endloskampagnen sind zum Üben ideal, Ihr solltet mindestens eine bis zur "Bürgerstufe" gespielt haben, bevor Ihr Euch an die PC Kampagne wagt.


Systemanforderungen:
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Da ich mir hiermit absolut nicht auskenne, zitiere ich, was Chip unter folgendem Link dazu schreibt:

"Wer einen größeren Bildschirm hat, kann sich über Auflösungen von 800 x 600 bis 1280 x 1024 freuen. Die Hardware-Anforderungen sind nicht übermäßig hoch, so dass man auch mit einem 500-Mhz-PC und einer einfachen 3D-Grafikkarte (16 MByte) noch Spaß am Spiel haben kann. Einzig auf der Festplatte sollte noch Platz sein - "Anno 1503" verlangt nämlich fast 1 GByte Speicherplatz.

Auf drei verschiedenen Testrechnern mit Windows 98 und XP lief das Spiel ohne Probleme; einzig auf einem Dell-Notebook vom Typ Latitude C800 mit Windows 2000 wollte trotz neuem Grafiktreiber, Bios-Update und Service Pack 3 die "Minikarte" nicht funktionieren. Hoffentlich bleibt das ein Einzelfall."

http://www.chip.de/spiele_unterhaltung/unterseite_spiele_unterhaltung_8899014.html

Anmerkung Heksen: Die Minikarte war ein Bug, der mit der Version 1.02 des Patches behoben wurde - mit ihr hatte ich noch nie Schwierigkeiten.


Probleme der Originalversion:
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Ohhh ja, die gibt es. Sunflowers scheint es eilig gehabt zu haben, das Spiel vor Weihnachten auf den Markt zu werfen. Leider sind dabei Fehler in der Software geblieben, die in ein solches Spiel nicht gehören - und schon gar nicht zu diesem Preis!

Obwohl mittlerweile schon der zweite Patch auf dem Markt (www.anno1503.com) ist, stürzt das Game mit schöner Regelmäßigkeit ab. Man kann zwar mittels "Lastgame laden" genau an der Stelle weiterspielen, an der man gecrasht ist, aber 4 Crashes in 10 Minuten halte ich für eine Marktversion für absolut unzumutbar.

Eine besonders beliebte Absturzstelle ist der Crash beim Speichern - schade eigentlich! Dieser sollte zwar mit dem Patchversion behoben werden, hat aber scheinbar nicht funktioniert.

Auch die Multiplayerversion, mittels derer man mit anderen RL Spielern und Netz spielen können soll, ist noch nicht da - wann sie kommt? Wer weiss, wer weiss. Sunflowers hat sie für das Frühjahr avisiert.

Gegen solche Mankos sind kleine Bugs wie unter Wasser fischende Fischer fast schon belanglos ...


Der neue Patch:
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Im März hat Sunflowers einen neuen Patch herausgebracht mit dem Titel 1.04.

Und siehe, nur knappe 4 Monate nach dem Erscheinungsdatum, kann man das Spiel tatsächlich auch spielen!

Der Patch hat endlich (!!!) die Absturzprobleme beseitigt, die schön regelmässig bei Laden und Speichern oder einfach so im Spiel auftraten. Desweiteren gibt es nun eine Endloskampagne, in der man soviel Geld hat, dass man es bis zu zur Aristokratenstufe nicht alles ausgeben kann - 500.000 Taler (normalerweise sind es zw. 30.000 und 50.000). Super.

Dickes Lob für den Patch und einen Stern mehr, auch wenn ich die GIER dieses Herstellers grob gesagt zum K***** finde, ein dermassen unentwickeltes Spiel auf den Markt zu werfen.

Bei Spielen, die man ab April in den Läden findet (so sie neu sind), sind die Patches mit in die Software integriert, so dass Ihr sie nicht aus dem Netz saugen müsst.

Allerdings habe ich immer noch einige nette Bugs ... unter Wasser stehende Soldaten z.B., die sich nicht mehr bewegen lassen.

Auch die Multiplayerversion ist noch nicht da.


Fazit:
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Die Spielidee und auch die Umsetzung begeistern mich jetzt, nach dem Patch, absolut. Grafik, Story und Sound sind einfach stimmig und lassen fast nichts zu wünschen übrig.

Nach dem neuen Patch kann ich Euch das Spiel uneingeschränkt empfehlen, es macht süchtig und jede Menge Spass, probiert es aus!

Für Strategie- und Simulationsfans ein wirklich empfehlenswertes Spiel.

Viel Spass damit wünscht

Heksen


C Heksen 2003

26 Bewertungen, 1 Kommentar

  • jens1488

    30.03.2006, 15:27 Uhr von jens1488
    Bewertung: sehr hilfreich

    gruss nadine & jens ;-)