Anno 1503 (Management PC Spiel) Testbericht

Anno-1503-management-pc-spiel
ab 20,61
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Erfahrungsbericht von jf1hro

Auch ohne Patch bereits über 8000 Einwohner

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Nachdem ich nun viele Stunden - ja Tage - mit Anno 1503 verbracht habe, möchte ich nun endlich die Zeit nutzen, um einen Bericht darüber zu schreiben.

Gekommen bin ich zu dem Spiel durch den Vorgänger Anno 1602. Bereits dieses Spiel hat mich gefesselt und um einige Stunden Schönheitsschlaf gebracht.

Am 25. 10. 2002 kam nun der Nachfolger Anno 1503 - von vielen lang ersehnt - heraus.

Ich habe gleich am Erscheinungstag ein Spiel beim Media-Markt für 33,- Euro gekauft und zu Hause angekommen, ging es gleich los.

Für diejenigen, welche nicht wissen, was Anno 1503 für ein Spiel ist, hier eine kurze Erläuterung. Anno 1503 ist ein Wirtschaftsstrategiespiel. Man muss eine Stadt aufbauen und die Bewohner der Stadt mit allem versorgen, was für das tägliche Leben notwendig ist. Da es mehrere Entwicklungsstufen wie Pioniere, Siedler, Bürger, Kaufleute usw. gibt, sind natürlich auch die Bedürfnisse unterschiedlich. Geben sich die Pioniere z. B. mit Nahrung und Kleidung zufrieden, wollen die Siedler dann schon weiterführende Sachen wie Alkohol usw. haben. Je höher die Zivilisationsstufe ist, umso höher die zu befriedigenden Bedürfnisse. So wollen Kaufleute dann Lampenöl, Seidenstoffe.
Und je mehr Einwohner man hat, umso höher ist natürlich der Bedarf und umso mehr muss ich selbst irgendwo produzieren.

Nachdem das Spiel installiert ist (mit CD 1), kann man die CD 2 einlegen und mit dem Spielen anfangen.
Bei der Original-CD ist es leider nicht möglich, den Mehrspieler-Modus zu aktivieren, so dass man nur als Einzelspieler anfangen kann.

Wer den Vorgänger 1602 noch nicht gespielt hat oder allgemein Anfänger bei solchen Spielen ist, sollte vor Spielbeginn die Einführungsspiele spielen, um so mit dem Spiel vertraut zu werden.
Man kann sich in den Einführungsspielen zwischen

- Entdecken und Besiedeln
- Handel und Diplomatie
- Kampftraining

entscheiden.

Wenn man sich nun eingespielt hat oder bereits Erfahrungen mit dem Spiel hat, kann man anfangen zu spielen. Man hat dann wiederum die Möglichkeit zwischen einem Endlosspiel - mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen - oder einer Kampagne - mit vorgegebener Zielstellung - zu wählen.

Da ich mehr der Typ für die Endlosspiele bin, widme ich mich in meinem weiteren Bericht dieser Spielvariante.

Nachdem man sich nun für eine Endlosvariante entschieden hat, wählt man aus 8 möglichen Farben seine persönliche Flagge aus.
Unter Einstellungen kann man nun noch Piraten und Naturkatastrophen und Computerspieler ein- oder ausschalten und dann kann das Spiel losgehen.

Ziel des Spiels ist es, auf einer der vielen Inseln eine Stadt, mit allem was dazu gehört, aufzubauen.
Am Anfang des Spiels befindet sich ein kleines Handelsschiff irgendwo in den Weiten des Ozeans.
Ich muss nun dieses Schiff aktivieren durch Mausklick und an eine der vielen Inseln schicken.
Dies geschieht indem ich mit der rechten Maustaste vor die gewünschte Insel klicke.
Am Spielanfang ist mein Handelsschiff mit einigen Tonnen Werkzeug, Holz und Nahrung beladen.
Nachdem mein Schiff nun an meiner ausgewählten Insel angekommen ist, lasse ich den an Bord befindlichen Scout an Land gehen und dieser erkundet dann die Insel.

Für den weiteren Spielverlauf ist es auf jeden Fall wichtig, dass ich auf meiner Insel ein Salz- und Erzvorkommen habe. Wenn beides vorhanden ist und die Insel mir gefällt, kann ich nun ein Kontor bauen und anfangen die Insel zu besiedeln.

Da ich ja nun schon viele Stunden Spielerfahrung habe und auch einige Spiele darin endeten, dass ich als Lohn meiner Misswirtschaft im Kerker landete, schildere ich Nachfolgenden meine jetzige Spielvariante, mit welcher ich es - auch ohne inzwischen vorhandenen Patch - auf über 8000 Einwohner und noch rund 60000 Taler Barvermögen
gebracht habe.

Nachdem ich, wie schon geschildert, eine Insel gefunden habe, welche mir gefällt und den ersten Grundbedürfnissen entspricht, baue ich an der Küste einen Kontor.
Dann lade ich von meinem Schiff einige Tonnen Werkzeug in das Kontor.
Da ich im weiteren Spielverlauf jedoch noch weitere Inseln benötige, um u. a. Tabak, Gewürze, Wein, Seide, Baumwolle usw. anzubauen, schicke ich mein Schiff sofort weiter zu einer anderen Insel.

Während mein Schiff also auf dem Weg zu einer neuen Insel ist, baue ich auf der bereits von mir erkundeten Insel als Erstes einige Forsthäuser, da ich für den weiteren Aufbau der Insel neben dem im Kontor befindlichen Werkzeug natürlich Holz benötige.
Weiter baue ich sofort noch einige Schaffarmen und dazugehörige Webereien, eine Jagdhütte und Gerberei und natürlich eine kleine Farm und mehrere Fischerhütten. Mit diesen Betrieben kann ich erst einmal die Grundbedürfnisse der Pioniere, welche mit dem Bau von Häusern meine Insel besiedeln, befriedigen.
Um die Bilanz meines Geldes ausgeglichen bzw. gewinnbringend zu gestalten, baue ich nach den o. g. Betrieben dann natürlich viele Pionierhäuser und für die Pioniere die entsprechenden Marktstände wie Nahrungsstand und Bekleidungsstand.
Dadurch kommt dann erst einmal ausreichend Geld in meine Kasse und ich kann dieses Geld natürlich anderweitig z. B. für Einkäufe für Werkzeug wieder ausgeben.
Da man zum Anfang des Spieles nicht ausreichend Werkzeuge hat, gebe ich nun im Kontor die Einkaufsliste ein. In dieser ist zu diesem Zeitpunkt natürlich erst einmal Werkzeug besonders wichtig, da ich dieses noch nicht selbst herstellen kann.

Wenn man wirklich genügend Pionier-Häuser gebaut und reichlich Nahrungs- und Kleidungsstände aufgebaut hat, vermehrt sich zu diesem Zeitpunkt das Barvermögen enorm.
Wichtig ist nur, dass man keine weiteren Gebäude wie Kirche oder Wirtshaus baut, da sich dann die Pioniere weiterentwickeln und zu Siedlern werden.

Diese Gebäude sollte man erst bauen, wenn man weitere Inseln erkundet und mit einem Kontor versehen hat.
Da ja mit höherer Entwicklungsstufe die Bedürfnisse ja bekanntlich steigern.
Zwar kann ich die Gebäude oder Betriebe z. B. für den Tabakanbau oder anderes erst bauen, wenn ich eine bestimmte Anzahl von Siedlern usw. habe, aber wenn ich dann erst anfange, nach den entsprechenden Inseln zu suchen, habe ich verloren.
Also erst die entsprechenden Vorkehrungen schaffen und dann eine weitere Entwicklung zulassen.

Während der Erkundungsfahrten des Schiffes gerät man natürlich auch einmal an Inseln, die bereits besiedelt sind.
Hier sollte man dann unter dem Button Diplomatie einen Handels- und Militärvertrag anbieten, welcher auch immer angenommen wird.
Dies ist wichtig, damit ich später mit diesem Spieler Handel betreiben kann.

Nachdem ich nun einige Inseln mein Eigen nennen kann, baue ich dann für die auf meiner Hauptinsel vorhandenen Pioniere die entsprechenden Gebäude, damit sie sich weiterentwickeln und ich weitere Gebäude oder Betriebe wie eine Werft usw. bauen kann. Eine Werft ist sehr wichtig, da die Schiffe doch sehr langsam unterwegs sind und ich für die weitere Versorgung im weiteren Spielverlauf mehrere Schiffe benötige, die dann die hergestellten Waren zu meiner Hauptinsel transportieren.

Obwohl es bei der Endlosvariante nicht beabsichtigt ist, dass man mit den Gegenspielern Krieg führt, sollte man ab einem bestimmten Zeitpunkt doch Kriegsmaschinen, Soldaten usw. herstellen. Dieses ist jedoch erst möglich, wenn man auf der Hauptinsel Schulen gebaut hat und das entsprechende Wissen dann in die einzelnen Baumöglichkeiten umgewandelt hat.

Es kann durchaus auch passieren - zumindestens ging es mir öfter so - dass Handelspartner, mit welchen man einen Handels- und Militärvertrag hatte, plötzlich eine Kriegserklärung aussprechen (aus welchen Gründen auch immer). Dann hat man die Möglichkeit unter dem Button Diplomatie einen Friedensvertrag anzubieten. Es kann aber passieren, dass der Computergegner einen Tribut fordert und erst nach Zahlung dieser Summe seine Kriegserklärung erst wieder zurücknimmt.

An dieser Stelle möchte ich den Bericht langsam beenden. Ich könnte noch seitenweise meine Erfahrungen hier niederschreiben, aber ich hoffe, das Wichtigste ist drin. Wichtig ist auf jeden Fall, dass man erst die Voraussetzungen für weitere Entwicklungsstufen schafft ehe man eine weitere Entwicklungsstufe zulässt.

Ich weiß auch, dass viele mit der Original-Variante nicht zufrieden sind und sich den Patch bereits runtergeladen haben.
Aber ich habe bisher nur die Originalvariante gespielt und es zeigt sich, dass viel Geduld und immer wieder probieren auch zum Ziel führt.

Jetzt noch ganz kurz die Systemvoraussetzungen für das Spiel:

Windows 98/2000/ME/XP
Pentium II mit 500 MHz
128 MB RAM
mindestens 930 MB Festplattenspeicher
12 x CD-ROM-Laufwerk
DirectX7 kompatible 3D AGP Grafikkarte und DirictX 8.1 oder höher kompatible Soundkarte

Zum Spiel selbst gibt es ein umfangreiches Handbuch und eine Übersichtskarte zu den erforderlichen Produktionsketten.

Die Grafik selbst ist einfach beeindruckend und überzeugend.

Für mich selbst ist es ein sehr gelungenes Spiel und wer einmal angefangen hat zu spielen und am Spiel Gefallen gefunden hat, kann einfach nicht mehr aufhören.
Somit ist eine große Suchtgefahr gegeben.
Ich kann diesem Spiel eigentlich noch mehr als fünf Sterne geben, aber fünf sind nun einmal die Höchstgrenze.

Ich hoffe, ich konnte mit diesem Bericht ein wenig weiterhelfen.

Vielen Dank fürs Lesen.

jf1hro

28 Bewertungen