Erfahrungsbericht von svenb
Salz ist teuer
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Endlich ist es da. Es hat auch lange genug gedauert, bis es hieß, Anno 1503 kommt in die Ladenregale. Sehr häufig wurde der Termin verschoben, da man ein fehlerfreies Spiel präsentieren wollte. Ein paar Fehler hat man da wohl übersehen. Aber dazu später mehr.
Allgemeines:
Anno 1503 ist eine Wirtschafts- und Aufbausimulation, wenn man das so sagen kann. Dabei muß man versuchen, einen Staat mit funktionierender Infrastruktur aufzubauen. Und das ist nicht immer einfach. Die Bürger verlangen nach Nahrung und sonstigen Gütern wie Kleidung und Gewürze. Mit wachsender Anzahl an Einwohnern steigen auch die Bedürfnisse. Die Bürger steigen in ihrem Status auf, wenn ihre Bedürfnisse befriedigt sind und schon haben sie neue Bedürfnisse, die es zu erfüllen gilt. So muss ein Kreislauf geschaffen werden, in dem aus den vorhandenen Resourcen die benötigten Waren hergestellt werden. An Komplexität und Spieltiefe ist dieses Spiel wohl kaum zu toppen.
Spiel:
Zu Beginn des Spieles wählt man erst einmal seine Landesflagge unter verschieden Farben aus. Dann begibt man sich auf die Suche nach einem Geeigneten Platz an dem man sich niederlassen will. Hierbei sollte man darauf achten, dass genügend Rescourcen vorhanden sind. Das hilft beim Start, da sonst die Waren teuer von anderen Mitspielern eingekauft werden müssen.
Für den Aufbau erster Produktionsstätten wie Fischerhütten und Holzfäller, sowie der ersten Siedlungsstätten, stehen 30000 Goldstücke zur Verfügung. Die Anzahl der Goldstücke sinkt stetig, da die Unterhaltung der einzelnen Produktionstätten Geld verschlingt. Also muß versucht werden, irgendwie an Geld zu kommen.
Bei Anno 1602, dem Vorgänger von Anno 1503 ging das durch drehen an der Steuerschraube. Das war jedoch nur bis zu einem bestimmten Punkt möglich.
Bei Anno 1503 geht man andere Wege. Hier kommen die Einnahmen durch Verkäufe an Marktständen, welche in der Nähe der Häuser afgestellt werden, zusatnde. An diesen Ständen werden unterschiedliche Waren verkauft, die zuvor andererorts produziert worden sind. Das füllt dann die Kassen.
Aber die Stände sind nicht nur dafür da, um Einnahmen zu bekommen, sondern sie stellen auch erst die Versorgung der Einwohner sicher. Nur an Marktständen können sich die Einwohner mit den benötigten Gütern versorgen. Bei Anno 1602 waren keine Marktstände vorhanden und die Versorgung ging mehr oder weniger automatisch vonstatten. Wenn bei Anno 1503 keine Marktstände vorhanden sind, findet das Spiel ein sehr schnelles Ende, da zum einen keine Einnahmen in die Kassen kommen und zum anderen die Bürger einfach verhungern oder auswandern, weil sie kein Güter bekommen.
Wirtschaftskreislauf:
Hier hat man sich wirklich etwas einfallen lassen. Man ist sehr nahe an die Realität gekommen. Um ein bestimmtes Endprodukt herstellen zu können, muss es verschiedene Stufen durchlaufen. Es kann nicht einfach ein fertiges Endprodukt in einer Produktionsstätte hergestellt werden. Beispiel Kleidung. Kleidung wird beim Schneider hergestellt. Dieser benötigt Seidenstoffe oder Stoffe. Seidenstoffe werden in der Färberei hergestellt, die Farbstoffe und Seide benötigt. Dafür müssen die entsprechenden Anbaugebiete gefunden werden und Farmen gebaut werden.
Neuerungen:
Im Gegensatz zu Anno 1602 müssen bei Anno 1503 Entdeckungen und Neuerungen sozusagen in Auftrag gegeben werden. Hierzu ist eine Schule oder Universität und ein gewisser Wissensstand in der Bevölkerung notwendig. Einige Neuerungen können erst entdeckt werden, wenn zuvor andere Dinge erfunden worden sind.Auch hier zeigt sich wieder die große Komplexität und Wirklichkeitstreue des Spiels.
Grafik:
Da hat man wirklich super Arbeit geleistet. Die Grafik ist sehr detailreich und sauber gestaltet. Auf den unterschiedlichen Inseln gibt es auch unterschiedliche Lebewesen. Da sind Elefanten und Tiger, Papageien und andere Vögel. Es sollen über 100 verschiedene Tierarten vorhanden sein.
Die Animationen sind sauber dargestellt und es macht einfach spaß zuzusehen, wie das Leben in meiner Siedlung abläuft. Die Einwohner gehen zur Schule, in die Kirche oder ins Wirtshaus. Es laufen Jongleure durch die Straßen. Auch unter den Tieren gibt es ein Zusammenspiel. Tiger gehen auf die Jagd, Elefanten trompeten....Je nachdem, auf welchem Kontinent, in welcher Klimazone man sich befindet. Hiervon gibt es unterschiedliche. Da gibt es Arktische Landschaft, Savannen, gemäßigte Zonen, Wüsten.
Insgesammt ist die Grafik um einiges verbessert worden, gegenüber Anno 1602. Vor den Küsten liegt hier und da ein Schiffswrack, Wale schwimmen in der Arktis um nur wenig zu nennen.
Der Sound
Die Hintergrundmusik ist relativ gut gelungen und verschafft eine schöne Atmosphäre. Die Geräusche sind der Hammer. Die einzelnen Tierarten sind deutlich zu hören und zu erkennen. Man denkt, dass man wirklich in Afrika oder sonstwo ist. Holzfäller hacken Bäume, Jäger schießen ihre Pfeile ab.
Die Schattenseiten.
Leider hat dieses Spiel, wie ich oben schon erwähnt habe auch seine Schattenseiten. Nach einiger Spielzeit kann es passieren, dass das Bild einfach einfriert und sich nichts mehr rührt. Dann hilft nur noch der Griff zum Reset-Taster, da auch ein STRG-ALT-ENTF nicht weiterhilft.
Hierzu soll es bald einen Patch geben, bzw. ein Beta-Patch wurde beriets veröffentlicht. Weiterhin kann es passieren, dass man nach dem Spielstart ein Spiel beginnen möchte und der Fortschittsbalken bei 70% abbricht und man wieder zum Startmenue gelangt.
Wenn dieser Fehler auftritt, sollte man den Rechner neu booten. Das hilft in den meisten Fällen. Daher auch der Titel des Berichtes. Auf der \"sicheren\" Seite ist man, wenn das Spiel nach einem Neustart gestartet wird.
Deshalb auch nur 4 Sterne.
Verpackung:
Hierzu braucht man eigentlich nichts zu sagen. Pappschachtel mit 2 Cd, Handbuch und Produktionsübersicht.
Das Handbuch ist sehr umfangreich.
Systemvoraussetzungen:
Die sind sehr hoch. Mit einem veralteten Rechner hat man hier wenig Freude am Spiel.
Mindestens sollte man folgendes haben :
Windows 98 oder höher
PII mit 500 MHz
128 MB RAM
930 MB Festplattenspeicher
3D AGB Grafikkarte
DirektX 8.1
Soundkarte
Empfohlen werden aber 1 GHz und 256 MB RAM
Fazit
Wenn man mal von den Fehler wie Systemabstürze oder Verweigerung des Starts absieht, ist Anno 1503 ein sehr gelungener Nachfolger von Anno 1602. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, so lange darauf zu warten. Viele Stunden und Nächte voller Spielspaß sind garantiert. Wenn der Patch veröffentlicht wird, werden hoffentlich auch diese kleinen Fehler behoben sein. Welches Spiel ist schon fehlerfrei bei der Veröffentlichung?
Diese Spiel ist wirklich eine Anschaffung wert. Auch wenn mir der Preis von 45 € etwas hoch erscheint. Aber diese Preise ist man ja mittlerweile gewöhnt.
Das Kampfsystem habe ich noch nicht getestet, weil ich erst einmal friedlich meinen Staat aufbaue und meinen Einwohnern bei ihrem Treiben zusehe. Nebenbei genieße ich noch die kleinen Ansagen, dass man mir schon wieder ein Denkmal setze möchte.
Wenn ich aber Erfahrungen mit Kämpfen gesammelt habe, werde ich diese natürlich ergänzen.
Tipps:
- Die Salzmine zwischendurch immer deaktivieren, da sie sehr hohe Betriebskosten verursacht.
- Schnellstmöglich versuchen, ein 2. Schiff zu bauen und automatische Handlsrouten einrichten.
- Nicht alle Produkte sofort selber produzieren, da nicht alles auf einer Insel produziert werden kann und die Kosten dann in die Höhe schnellen.
Allgemeines:
Anno 1503 ist eine Wirtschafts- und Aufbausimulation, wenn man das so sagen kann. Dabei muß man versuchen, einen Staat mit funktionierender Infrastruktur aufzubauen. Und das ist nicht immer einfach. Die Bürger verlangen nach Nahrung und sonstigen Gütern wie Kleidung und Gewürze. Mit wachsender Anzahl an Einwohnern steigen auch die Bedürfnisse. Die Bürger steigen in ihrem Status auf, wenn ihre Bedürfnisse befriedigt sind und schon haben sie neue Bedürfnisse, die es zu erfüllen gilt. So muss ein Kreislauf geschaffen werden, in dem aus den vorhandenen Resourcen die benötigten Waren hergestellt werden. An Komplexität und Spieltiefe ist dieses Spiel wohl kaum zu toppen.
Spiel:
Zu Beginn des Spieles wählt man erst einmal seine Landesflagge unter verschieden Farben aus. Dann begibt man sich auf die Suche nach einem Geeigneten Platz an dem man sich niederlassen will. Hierbei sollte man darauf achten, dass genügend Rescourcen vorhanden sind. Das hilft beim Start, da sonst die Waren teuer von anderen Mitspielern eingekauft werden müssen.
Für den Aufbau erster Produktionsstätten wie Fischerhütten und Holzfäller, sowie der ersten Siedlungsstätten, stehen 30000 Goldstücke zur Verfügung. Die Anzahl der Goldstücke sinkt stetig, da die Unterhaltung der einzelnen Produktionstätten Geld verschlingt. Also muß versucht werden, irgendwie an Geld zu kommen.
Bei Anno 1602, dem Vorgänger von Anno 1503 ging das durch drehen an der Steuerschraube. Das war jedoch nur bis zu einem bestimmten Punkt möglich.
Bei Anno 1503 geht man andere Wege. Hier kommen die Einnahmen durch Verkäufe an Marktständen, welche in der Nähe der Häuser afgestellt werden, zusatnde. An diesen Ständen werden unterschiedliche Waren verkauft, die zuvor andererorts produziert worden sind. Das füllt dann die Kassen.
Aber die Stände sind nicht nur dafür da, um Einnahmen zu bekommen, sondern sie stellen auch erst die Versorgung der Einwohner sicher. Nur an Marktständen können sich die Einwohner mit den benötigten Gütern versorgen. Bei Anno 1602 waren keine Marktstände vorhanden und die Versorgung ging mehr oder weniger automatisch vonstatten. Wenn bei Anno 1503 keine Marktstände vorhanden sind, findet das Spiel ein sehr schnelles Ende, da zum einen keine Einnahmen in die Kassen kommen und zum anderen die Bürger einfach verhungern oder auswandern, weil sie kein Güter bekommen.
Wirtschaftskreislauf:
Hier hat man sich wirklich etwas einfallen lassen. Man ist sehr nahe an die Realität gekommen. Um ein bestimmtes Endprodukt herstellen zu können, muss es verschiedene Stufen durchlaufen. Es kann nicht einfach ein fertiges Endprodukt in einer Produktionsstätte hergestellt werden. Beispiel Kleidung. Kleidung wird beim Schneider hergestellt. Dieser benötigt Seidenstoffe oder Stoffe. Seidenstoffe werden in der Färberei hergestellt, die Farbstoffe und Seide benötigt. Dafür müssen die entsprechenden Anbaugebiete gefunden werden und Farmen gebaut werden.
Neuerungen:
Im Gegensatz zu Anno 1602 müssen bei Anno 1503 Entdeckungen und Neuerungen sozusagen in Auftrag gegeben werden. Hierzu ist eine Schule oder Universität und ein gewisser Wissensstand in der Bevölkerung notwendig. Einige Neuerungen können erst entdeckt werden, wenn zuvor andere Dinge erfunden worden sind.Auch hier zeigt sich wieder die große Komplexität und Wirklichkeitstreue des Spiels.
Grafik:
Da hat man wirklich super Arbeit geleistet. Die Grafik ist sehr detailreich und sauber gestaltet. Auf den unterschiedlichen Inseln gibt es auch unterschiedliche Lebewesen. Da sind Elefanten und Tiger, Papageien und andere Vögel. Es sollen über 100 verschiedene Tierarten vorhanden sein.
Die Animationen sind sauber dargestellt und es macht einfach spaß zuzusehen, wie das Leben in meiner Siedlung abläuft. Die Einwohner gehen zur Schule, in die Kirche oder ins Wirtshaus. Es laufen Jongleure durch die Straßen. Auch unter den Tieren gibt es ein Zusammenspiel. Tiger gehen auf die Jagd, Elefanten trompeten....Je nachdem, auf welchem Kontinent, in welcher Klimazone man sich befindet. Hiervon gibt es unterschiedliche. Da gibt es Arktische Landschaft, Savannen, gemäßigte Zonen, Wüsten.
Insgesammt ist die Grafik um einiges verbessert worden, gegenüber Anno 1602. Vor den Küsten liegt hier und da ein Schiffswrack, Wale schwimmen in der Arktis um nur wenig zu nennen.
Der Sound
Die Hintergrundmusik ist relativ gut gelungen und verschafft eine schöne Atmosphäre. Die Geräusche sind der Hammer. Die einzelnen Tierarten sind deutlich zu hören und zu erkennen. Man denkt, dass man wirklich in Afrika oder sonstwo ist. Holzfäller hacken Bäume, Jäger schießen ihre Pfeile ab.
Die Schattenseiten.
Leider hat dieses Spiel, wie ich oben schon erwähnt habe auch seine Schattenseiten. Nach einiger Spielzeit kann es passieren, dass das Bild einfach einfriert und sich nichts mehr rührt. Dann hilft nur noch der Griff zum Reset-Taster, da auch ein STRG-ALT-ENTF nicht weiterhilft.
Hierzu soll es bald einen Patch geben, bzw. ein Beta-Patch wurde beriets veröffentlicht. Weiterhin kann es passieren, dass man nach dem Spielstart ein Spiel beginnen möchte und der Fortschittsbalken bei 70% abbricht und man wieder zum Startmenue gelangt.
Wenn dieser Fehler auftritt, sollte man den Rechner neu booten. Das hilft in den meisten Fällen. Daher auch der Titel des Berichtes. Auf der \"sicheren\" Seite ist man, wenn das Spiel nach einem Neustart gestartet wird.
Deshalb auch nur 4 Sterne.
Verpackung:
Hierzu braucht man eigentlich nichts zu sagen. Pappschachtel mit 2 Cd, Handbuch und Produktionsübersicht.
Das Handbuch ist sehr umfangreich.
Systemvoraussetzungen:
Die sind sehr hoch. Mit einem veralteten Rechner hat man hier wenig Freude am Spiel.
Mindestens sollte man folgendes haben :
Windows 98 oder höher
PII mit 500 MHz
128 MB RAM
930 MB Festplattenspeicher
3D AGB Grafikkarte
DirektX 8.1
Soundkarte
Empfohlen werden aber 1 GHz und 256 MB RAM
Fazit
Wenn man mal von den Fehler wie Systemabstürze oder Verweigerung des Starts absieht, ist Anno 1503 ein sehr gelungener Nachfolger von Anno 1602. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, so lange darauf zu warten. Viele Stunden und Nächte voller Spielspaß sind garantiert. Wenn der Patch veröffentlicht wird, werden hoffentlich auch diese kleinen Fehler behoben sein. Welches Spiel ist schon fehlerfrei bei der Veröffentlichung?
Diese Spiel ist wirklich eine Anschaffung wert. Auch wenn mir der Preis von 45 € etwas hoch erscheint. Aber diese Preise ist man ja mittlerweile gewöhnt.
Das Kampfsystem habe ich noch nicht getestet, weil ich erst einmal friedlich meinen Staat aufbaue und meinen Einwohnern bei ihrem Treiben zusehe. Nebenbei genieße ich noch die kleinen Ansagen, dass man mir schon wieder ein Denkmal setze möchte.
Wenn ich aber Erfahrungen mit Kämpfen gesammelt habe, werde ich diese natürlich ergänzen.
Tipps:
- Die Salzmine zwischendurch immer deaktivieren, da sie sehr hohe Betriebskosten verursacht.
- Schnellstmöglich versuchen, ein 2. Schiff zu bauen und automatische Handlsrouten einrichten.
- Nicht alle Produkte sofort selber produzieren, da nicht alles auf einer Insel produziert werden kann und die Kosten dann in die Höhe schnellen.
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