Swiffer Wet Tücher Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 02/2005
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Summe aller Bewertungen
- Anwendung:
- Reinigungswirkung:
- Geruch:
- Ergiebigkeit:
- Preis-Leistungs-Verhältnis:
Erfahrungsbericht von Tut_Ench_Amun
Der Pharao wienert seinen Tempel
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Der olle Pharao gehört zum verarmten ägyptischen Adel, kann sich keine Putzkraft leisten und Sklavenhaltung ist seit etwa 2500 Jahren nicht mehr wirklich political correct – Was tun also, wenn der Boden des Tempels so verstaubt ist, dass er schon zu seinen Lebzeiten einem Grabmal zur Ehre gereichen würde und nach einer Grundreinigung schreiet? Genau! der überaus patente, anbetungswürdige Herrscher über ein 55qm umfassendes Hoheitsgebiet steigt hinab in die Niederungen des gemeinen Volkes um für sich und seine 5 persischen, göttlichen Vierbeiner ein Putzgerät zu besorgen...Auf dass er im Schweisse seines Angesichts höchstdaselbst Hand anlege, den stumpf gewordenen Grund auf dem er wandelt zu altem Glanze zu verhelfen. Ihn deucht, dass er bei seinem gewohnten Gang zum REAL-Basar sicherlich fündig werden wird und fürwahr! Alas! - Ein Angebot! Das nimmermüde Auge des Hochwohlgeborenen erblicket ein Set, bestehend aus dem Swiffer-Wischer, 2 Trockentüchern und einer plastenen Kiste gefüllet mit 10 Feuchtwischtüchern...“Probier-Set“ nennen die Normalsterblichen diesen neumodischen Brauch verschiedene Produkte zu bündeln...Nun denn...ein Blick in des Pharaos Börse offenbaret, dass diese Staatsinvestition von 9 güldenen Euro-Münzen noch soeben in das knappe, herrscherliche Budget passt. Wohlan! Putzeimer & Aufnehmer weichet einstweilen von hinnen - bis Euer Gebieter die Würdigkeit des neuerworbenen Werkzeugs geprüft und über euer weiteres Schicksal befunden hat...
Das Initiierungs-Ritual
Bevor die Säuberungs-Aktion endlich auch beginnen kann muss der Neuankömmling erst mal ausgepackt, respektive der Wischer selbst zusammengesetzt werden. Im Papp-Karton finden sich der Gelenkfuß, 3 Verlängerungsrohre und das Endstück mit Handgriff, welche (mit Gewinden versehen) auf- bzw. aneinander geschraubt werden. Eine „Arbeit“ die niemanden – auch den Bastel-Unbegabtesten – vor grössere Probleme stellen dürfte. Summa Summarum ist der Wischer komplett montiert knapp über 1,17m hoch (Die Millimeter erspar ich euch) und der eigentliche Fuß misst 25 x 10 cm, somit hat der Swiffer sehr kompakte Masse und nimmt nur ein Minimum an Stauraum weg, wenn er nicht gebraucht wird. Jetzt nur noch ein Tuch – je nach beabsichtigtem Einsatzzweck trocken oder feucht – auf den mit PU-Schaum gepolsterten Fuss aufgespannt und er ist ready-to-go.
Die Trockenzeit
Meine erste „Testfahrt“ erfolgte im trockenen Zustand, sozusagen die Grobreinigung des Bodens (Kunststoff-Fliesen) und die geplante Beseitigung von Staub und vor allem den omnipräsenten Katzenhaaren, die meine Rasselbande so gerne für mich deponiert. Also: Trockentuch aus der Packung genommen, flach ausgelegt, den Wischer-Fuß mittig aufgesetzt und die überstehenden Enden nach oben umgeklappt und mit einem Finger in die 4 gummierten Klemmhalterungen gestopft...fertig! Analog geschieht die gesamte Prozedur natürlich auch mit den Feuchttüchern, die sich in einer verschliessbaren Plastikwanne befinden...doch zu diesen später mehr.
Beworben wird der Swiffer ja gerne mit seiner statischen Aufladung und seiner Fähigkeit solche Schmutzpartikel wie ein Magnet anzuziehen (ein System, dass physikalisch so einfach, wie genial aber nicht unbedingt neu ist), das stimmt auch...Grade die Katzenhaare fliegen ihm förmlich zu. In beinahe alle Ecken komme ich dank des sich mitdrehenden Fusses spielend, ich brauche nur am Griff zu drehen und die Bewegung wird mittels eines Kardan-Gelenks (aus der KFz-Technik entliehen und bei vielen Fahrzeugen mit Hinterradantrieb zu finden) übertragen, ein Anheben und Stoppen der Wisch-Bewegung ist somit nicht nötig: Fliessend gleitet der Swiffer über den Boden ohne neu angesetzt werden zu müssen. Nachdem ich auf diese Art so um die 12 qm behandelt habe bemerke ich, dass ich den Dreck vor mir herschiebe und quasi nur noch umverteile: Das erste Tuch hat seine Schuldigkeit getan, seine Poren sind verstopft mit Staub und Haaren.
Ich entledige mich des Tuches, indem ich es aus seiner Halterung direkt über meinem geöffneten Mülleimer entlasse. Positiv: Der Unrat bleibt daran kleben und wandert gleichwohl in die Tonne ohne durch die Gegend zu fliegen. Für den Rest der Grundreinigung muss Tuch Nummer 2 herhalten – womit mein Vorrat an Trockentüchern aus dem Probier-Set endgültig aufgebraucht ist, dummerweise bleiben am Ende noch 2 Räume übrig, in die ich gar nicht gelangt bin...sei’s drum, war ein Test, wie weit ich damit komme. Die verbleibenden Räume überlasse ich meinem bewährten Staubsauger, der auch Katzenstreu klaglos schluckt – denn hier hat das Swiffer-Trockentuch ein weiteres Manko, neben der – meiner Meinung nach - geringen Kapazität: Gröberen Schmutz, wie eben Katzenstreu-Körnchen oder grössere Krümel vermag es nicht aufzunehmen.
Die Nilschwemme
Phase 2 beginnt mit dem Öffnen der grünen Swiffer-Wet Plastikbox und dem Aufreissen der Siegelfolie, unter der sich die 10 Feuchttücher vor dem Ausdunsten geschützt befinden. Schon beim Entfernen der Folie schlägt mir ein vertrauter Glasreiniger-Geruch in die Nüstern...aha!...Ammoniak als Lösemittel...steht zwar nicht drauf, aber der typische Geruch ist ganz unverkennbar, trotz der offensichtlich zur Kaschierung eingesetzten Duftstoffe. Überhaupt sind keinerlei Inhaltsstoffe vermerkt, lediglich ominöse nicht näher definierte „Konservierungsstoffe“. Ansonsten finden sich nur allerhand Piktogramme auf dem (wiederverschliessbaren) Deckel betreffs genereller Anwendung (Step-By-Step) und Sicherheitsmassnahmen („Von Kindern fernhalten“, Bei Kontakt mit Augen mit Wasser ausspülen“, „Nach Anwendung Finger waschen“). Nun gut, dann will ich mal sehen, wie die Reinigungsleistung mit den Feuchttüchern so aussieht...
Analog zu den Trockentüchern wird die Wet-Version auf den Wischerfuß „geschnallt“ und es kann losgehen. Auch die Feuchttücher gleiten (am Besten ohne Druck) über den Fußboden und kommen (logischerweise) dank des Gelenks in vielerlei Ecken, die Reinigungsleistung ist durchwachsen: Wo ich in einer Ecke der Küche wohl in der Dunkelheit unbemerkt Kaffee verplatscht habe, dessen Fleck schon angetrocknet ist, ist’s ruckzuck sauber, den Dreck, der mit Strassenschuhen in meinen Flur gelangt ist muss ich hingegen mehrfach kräftig überfahren, um ihn zu beseitigen (sofern mir das überhaupt gelingt). Der Abrieb der Sohle und der eingeschleppte Strassendreck entpuppt sich als zu schweres Kaliber für die Wet-Tücher, hier muss ich später mit Eimer, Aufnehmer und ausgewachsenem Schrubber + Boden- / Allzweckreiniger doch noch feucht durchwischen. Zudem ist ein Swiffer-Wet-Tuch nach etwa 7 – 8 qm verbraucht und zieht nur noch Schlieren. Nach 3 Durchgängen ist der Boden einigermassen sauber und die Tücher im Mülleimer (bitte nicht in die Toilette werfen!) entsorgt und ich mache mich auf mir heisses Wasser, für’s althergebrachte Feuchtaufwischen zu bereiten um dass ich doch leider nicht herumkommen werde. Für eine Grundreinigung scheint es nicht zu langen, schade, ist doch die Anwendung ansonsten sehr bequem und einfach.
Fazit
Platzsparend, beweglich und einfach in der Beseitigung der verbrauchten Tücher, das sind die unumstrittenen Pluspunkte, auf der Gegenseite stehen der etwas höhere Preis für die Tücher im Gegensatz zu deren Ergiebigkeit (und besonders im Falle der Swiffer-Wet: Reinigungsleistung/pro Quadratmeter), was den ganzen Spass trotz seiner leichten Anwendung verteuert (Das 20er Pack Feuchttücher kostet etwa. 4,50 €, die Trockentücher im 16er ca. 4,30 €). Zugegeben: Ich hab ausschliesslich sehr schmutzanziehende Kunststoff-Fliesen als Bodenbelag (mit der Ausnahme eines Nepal im Wohnzimmer) und 5 Perser, die auch mal ordentlich Schmutz verursachen – daher ist eine Grundreinigung sicher nicht einfach unter diesen Bedingungen, da werde ich sicherlich wieder auf traditionelle Weise putzen müssen, ums wirklich picobello hinzukriegen. Für das schnelle Eingreifen bei „Unfällen“ oder mal eben zwischendurch fix durch die Bude sausen eignen sie sich hervorragend...Was sagt die Werbung noch? „...Umstellung auf Swiffer erfolgt!“ Jein, in meinem Fall nicht so ganz...
Zumindest siehts jetzt nicht mehr aus, wie bei der Mumie unterm Sarkophag ;-)
So Long
Jürgen
Das Initiierungs-Ritual
Bevor die Säuberungs-Aktion endlich auch beginnen kann muss der Neuankömmling erst mal ausgepackt, respektive der Wischer selbst zusammengesetzt werden. Im Papp-Karton finden sich der Gelenkfuß, 3 Verlängerungsrohre und das Endstück mit Handgriff, welche (mit Gewinden versehen) auf- bzw. aneinander geschraubt werden. Eine „Arbeit“ die niemanden – auch den Bastel-Unbegabtesten – vor grössere Probleme stellen dürfte. Summa Summarum ist der Wischer komplett montiert knapp über 1,17m hoch (Die Millimeter erspar ich euch) und der eigentliche Fuß misst 25 x 10 cm, somit hat der Swiffer sehr kompakte Masse und nimmt nur ein Minimum an Stauraum weg, wenn er nicht gebraucht wird. Jetzt nur noch ein Tuch – je nach beabsichtigtem Einsatzzweck trocken oder feucht – auf den mit PU-Schaum gepolsterten Fuss aufgespannt und er ist ready-to-go.
Die Trockenzeit
Meine erste „Testfahrt“ erfolgte im trockenen Zustand, sozusagen die Grobreinigung des Bodens (Kunststoff-Fliesen) und die geplante Beseitigung von Staub und vor allem den omnipräsenten Katzenhaaren, die meine Rasselbande so gerne für mich deponiert. Also: Trockentuch aus der Packung genommen, flach ausgelegt, den Wischer-Fuß mittig aufgesetzt und die überstehenden Enden nach oben umgeklappt und mit einem Finger in die 4 gummierten Klemmhalterungen gestopft...fertig! Analog geschieht die gesamte Prozedur natürlich auch mit den Feuchttüchern, die sich in einer verschliessbaren Plastikwanne befinden...doch zu diesen später mehr.
Beworben wird der Swiffer ja gerne mit seiner statischen Aufladung und seiner Fähigkeit solche Schmutzpartikel wie ein Magnet anzuziehen (ein System, dass physikalisch so einfach, wie genial aber nicht unbedingt neu ist), das stimmt auch...Grade die Katzenhaare fliegen ihm förmlich zu. In beinahe alle Ecken komme ich dank des sich mitdrehenden Fusses spielend, ich brauche nur am Griff zu drehen und die Bewegung wird mittels eines Kardan-Gelenks (aus der KFz-Technik entliehen und bei vielen Fahrzeugen mit Hinterradantrieb zu finden) übertragen, ein Anheben und Stoppen der Wisch-Bewegung ist somit nicht nötig: Fliessend gleitet der Swiffer über den Boden ohne neu angesetzt werden zu müssen. Nachdem ich auf diese Art so um die 12 qm behandelt habe bemerke ich, dass ich den Dreck vor mir herschiebe und quasi nur noch umverteile: Das erste Tuch hat seine Schuldigkeit getan, seine Poren sind verstopft mit Staub und Haaren.
Ich entledige mich des Tuches, indem ich es aus seiner Halterung direkt über meinem geöffneten Mülleimer entlasse. Positiv: Der Unrat bleibt daran kleben und wandert gleichwohl in die Tonne ohne durch die Gegend zu fliegen. Für den Rest der Grundreinigung muss Tuch Nummer 2 herhalten – womit mein Vorrat an Trockentüchern aus dem Probier-Set endgültig aufgebraucht ist, dummerweise bleiben am Ende noch 2 Räume übrig, in die ich gar nicht gelangt bin...sei’s drum, war ein Test, wie weit ich damit komme. Die verbleibenden Räume überlasse ich meinem bewährten Staubsauger, der auch Katzenstreu klaglos schluckt – denn hier hat das Swiffer-Trockentuch ein weiteres Manko, neben der – meiner Meinung nach - geringen Kapazität: Gröberen Schmutz, wie eben Katzenstreu-Körnchen oder grössere Krümel vermag es nicht aufzunehmen.
Die Nilschwemme
Phase 2 beginnt mit dem Öffnen der grünen Swiffer-Wet Plastikbox und dem Aufreissen der Siegelfolie, unter der sich die 10 Feuchttücher vor dem Ausdunsten geschützt befinden. Schon beim Entfernen der Folie schlägt mir ein vertrauter Glasreiniger-Geruch in die Nüstern...aha!...Ammoniak als Lösemittel...steht zwar nicht drauf, aber der typische Geruch ist ganz unverkennbar, trotz der offensichtlich zur Kaschierung eingesetzten Duftstoffe. Überhaupt sind keinerlei Inhaltsstoffe vermerkt, lediglich ominöse nicht näher definierte „Konservierungsstoffe“. Ansonsten finden sich nur allerhand Piktogramme auf dem (wiederverschliessbaren) Deckel betreffs genereller Anwendung (Step-By-Step) und Sicherheitsmassnahmen („Von Kindern fernhalten“, Bei Kontakt mit Augen mit Wasser ausspülen“, „Nach Anwendung Finger waschen“). Nun gut, dann will ich mal sehen, wie die Reinigungsleistung mit den Feuchttüchern so aussieht...
Analog zu den Trockentüchern wird die Wet-Version auf den Wischerfuß „geschnallt“ und es kann losgehen. Auch die Feuchttücher gleiten (am Besten ohne Druck) über den Fußboden und kommen (logischerweise) dank des Gelenks in vielerlei Ecken, die Reinigungsleistung ist durchwachsen: Wo ich in einer Ecke der Küche wohl in der Dunkelheit unbemerkt Kaffee verplatscht habe, dessen Fleck schon angetrocknet ist, ist’s ruckzuck sauber, den Dreck, der mit Strassenschuhen in meinen Flur gelangt ist muss ich hingegen mehrfach kräftig überfahren, um ihn zu beseitigen (sofern mir das überhaupt gelingt). Der Abrieb der Sohle und der eingeschleppte Strassendreck entpuppt sich als zu schweres Kaliber für die Wet-Tücher, hier muss ich später mit Eimer, Aufnehmer und ausgewachsenem Schrubber + Boden- / Allzweckreiniger doch noch feucht durchwischen. Zudem ist ein Swiffer-Wet-Tuch nach etwa 7 – 8 qm verbraucht und zieht nur noch Schlieren. Nach 3 Durchgängen ist der Boden einigermassen sauber und die Tücher im Mülleimer (bitte nicht in die Toilette werfen!) entsorgt und ich mache mich auf mir heisses Wasser, für’s althergebrachte Feuchtaufwischen zu bereiten um dass ich doch leider nicht herumkommen werde. Für eine Grundreinigung scheint es nicht zu langen, schade, ist doch die Anwendung ansonsten sehr bequem und einfach.
Fazit
Platzsparend, beweglich und einfach in der Beseitigung der verbrauchten Tücher, das sind die unumstrittenen Pluspunkte, auf der Gegenseite stehen der etwas höhere Preis für die Tücher im Gegensatz zu deren Ergiebigkeit (und besonders im Falle der Swiffer-Wet: Reinigungsleistung/pro Quadratmeter), was den ganzen Spass trotz seiner leichten Anwendung verteuert (Das 20er Pack Feuchttücher kostet etwa. 4,50 €, die Trockentücher im 16er ca. 4,30 €). Zugegeben: Ich hab ausschliesslich sehr schmutzanziehende Kunststoff-Fliesen als Bodenbelag (mit der Ausnahme eines Nepal im Wohnzimmer) und 5 Perser, die auch mal ordentlich Schmutz verursachen – daher ist eine Grundreinigung sicher nicht einfach unter diesen Bedingungen, da werde ich sicherlich wieder auf traditionelle Weise putzen müssen, ums wirklich picobello hinzukriegen. Für das schnelle Eingreifen bei „Unfällen“ oder mal eben zwischendurch fix durch die Bude sausen eignen sie sich hervorragend...Was sagt die Werbung noch? „...Umstellung auf Swiffer erfolgt!“ Jein, in meinem Fall nicht so ganz...
Zumindest siehts jetzt nicht mehr aus, wie bei der Mumie unterm Sarkophag ;-)
So Long
Jürgen
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