TCM Vacumat Testbericht

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ab 23,92
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Summe aller Bewertungen
  • Handhabung & Komfort:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von schneeweisschen

Weg mit dem Schrott

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Tchibo hat bei mir einen Stein im Brett. Weniger wegen des Kaffees, sondern vielmehr aufgrund der meistens tollen Angebote aus den Bereichen Technik, Haushalt und Co. Da wir unseren Großeinkauf in der Regel bei Real tätigen, führt am Indoor-Tchibo-Shop für mich meist kein Weg vorbei. Und fast immer landet irgendetwas, was eigentlich nicht geplant war, in meinem Einkaufswagen. Weckt Tchibo doch mitunter Bedürfnisse in mir, von deren Existenz ich bisher noch nicht einmal etwas ahnte.

Anders war das bei unserer neuesten Errungenschaft. Mein liebster Gatte und ich waren schon seit langem auf der Suche nach einem Vakuum-Folienschweißgerät. Wir kaufen z.B. Hackfleisch kiloweise, wenn es gerade im Angebot ist. Daheim werden dann kleinere Portionen aus dem riesigen Fleischbatzen gezaubert und in einzelnen Gefrierbeuteln, mit einer einfachen Gefriergutklammer versehen, eingefroren. Doch so richtig wohl ist uns bei der Sache nicht, denn wirklich dicht schließen die normalen Beutel nicht.
Ein Folienschweißgerät mit Vakuumpumpe landete somit auf unserer Einkaufsliste. Solch ein Gerät sorgt – wenn es denn richtig funktioniert – dafür, dass man Gefrierbeutel nach Bedarf selbst „herstellen“ kann und nach erfolgreicher Befüllung mit leckerstem Fleisch, Obst oder sonstigem Essbaren mittels Vakuumpumpe die Luft aus dem Beutel saugen kann. Dann zugeschweißt, versprechen die Hersteller eine bedeutend längere Haltbarkeit der Lebensmittel im Tiefkühlschrank. So auch Tchibo mit der Hausmarke TCM.

Für günstige 19.99 € fand das Gerät vor zwei Wochen den Weg in unseren Küchenschrank. Und eine Woche später wieder hinaus, um auf Herz und Nieren getestet zu werden. Und noch eine Woche später zurück ins Geschäft.... Leider!
Der Anfang war vielversprechend. Eine schöne Optik, überschaubare und selbst erklärende Technik. Die Bedienungsanleitung versprach einfachste Benutzung. Folienrolle über die Schweißdrähte legen, Deckel schließen, auf beiden Seiten des Deckels drücken, bis das Kontrolllämpchen erlischt. Das dauert so ca. 5 Sekunden. Die erste Schweißnaht war im Handumdrehen gemacht. Die Rolle wird dann, soweit wie gewünscht, herausgezogen und eine zweite Naht geschweißt. An dieser Naht kann man den fertigen Beutel vorsichtig abtrennen und dann den Beutel befüllen. Stefan schwante bereits beim Anblick des ersten Beutels nichts Gutes.

Ich gehe allerdings immer eher positiv an die „Entjungferung“ neuer Geräte heran und legte die Öffnung des Beutels über die Düse des Vakuum-Saugers. Ordentlich glätten, vorsichtig den Deckel schließen und auf die rechte Seite des Deckels drücken. Erkenntnis Nr. 1: der winzige Vakuum-Sauger macht mehr Lärm als unser großer AEG-Staubsauger. Erkenntnis Nr. 2: viel Lärm und nichts dahinter. Das bisschen Luft, was aus dem Beutel gesaugt wird, ist lächerlich. Von Vakuum kann keine Rede sein, und wenn man auch noch so lange saugen lässt. Irgendwann tut sich leider nichts mehr. Eine Ursache dafür könnte sein, dass man beim Absaugen nur auf die rechte Seite des Deckels drückt und somit keine Chance hat, gleichmäßigen Druck auszuüben. Kurz gesagt: wenn man die Luft mit den Händen aus dem Beutel drückt, erreicht man mit Sicherheit mehr.

Ohne den Deckel zu öffnen, muss man den Beutel nun entgültig zuschweißen. Das Ergebnis lässt absolut zu wünschen übrig. Alle Nähte haben an einigen Stellen kleine Löcher, die nicht gerade so aussehen, als könnte nun wirklich keine Luft mehr in den Beutel gelangen. Da hatte ich mir wirklich etwas anderes erhofft. Überhaupt sind die Beutel recht dünn und drohen schon bei einem kleinen Steak auseinander zu reißen.

Schweren Herzens brachte ich das Gerät gestern ins Geschäft zurück. Ich hatte mich mit ihm angefreundet – bis zur ersten Benutzung. Die Verkäuferin war kulant und reichte mir ohne Murren das komplette Geld über die Theke.

Fazit

So gerne ich auch etwas anderes schreiben würde... ich kann Euch vom Kauf dieses Gerätes nur abraten. Trotz ordnungsgemäßer Benutzung hat der TCM Vacumat weder für Vakuum gesorgt noch zuverlässige Schweißnähte fabriziert. Da hilft auch der günstigste Preis nichts...

Die Bewertungskriterien unten sind nicht sehr passend. Denn dort muss ich eigentlich gute Bewertungen geben. Die Reinigung ist sehr einfach (muss eh kaum gemacht werden), die Bedienung ist auch einfach.
Nur der Nutzen fehlt.... äußerst mangelhaft.

Euer Schneeweisschen,
die nun wieder auf der Suche ist (und inzwischen bereit ist mehr Geld auszugeben)

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