Taking Lives (VHS) Testbericht

Taking-lives-vhs-thriller
ab 18,39
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Erfahrungsbericht von jacktyper

Atmosphärischer Nervenkitzel

Pro:

Angelina Jolie / Spannungsgeladene Atmosphäre / Kühl inszeniert

Kontra:

Leicht konfuses Ende

Empfehlung:

Ja

\"Wir haben etwa die gleiche Größe!\"
Ein Serienmörder treibt seit Jahren ein perfides Spiel mit der Polizei, indem er die Identität seiner Opfer annimmt. Getrieben von der Wut seiner eigenen Vergangenheit - sein Bruder ließ als Kind sein Leben, um ihn zu retten - tötet er immer wieder junge Männer nach ähnlichem Muster.
Das FBI schaltet die Profilerin Illeana Scott (Angelina Jolie) ein, um mit Hilfe derer guten Intuition, das \"Chamäleon\" zu finden. Die Befragung des Zeugen James (Ethan Hawke) führt zu ersten Hinweisen, und Illeana beginnt einen Kampf mit ihren Gefühlen, als sie sich in James verliebt. Und plötzlich deutet alles darauf hin, dass dieser, da er der einzige ist, der den letzten Mord beobachtet hat, das nächste Opfer sein wird...

In aufregenden Bildern erzählt Regisseur D.J. Caruso einen spektakulären Fall. Mit einem durch eine völlig unerwartete Szene hammerharten Beginn startet das furiose Katz- und Mausspiel zwischen Täter und Polizei. Der Thriller überzeugt mit Hochspannung von der ersten bis zur letzten Minute. Kiefer Sutherland (\"24\") zeigt sich als Bösewicht in einer Nebenrolle und führt den Film zum Höhepunkt und denkbar vorzeitigem Ende. Doch der Fall scheint schneller gelöst als es die Story will. Die Wendung ist zwar wenig überraschend, da nach einigem Betrachten doch leicht vorhersehbar, aber Caruso spannt den Bogen weiter als erwartet und schafft so eine prickelnde Atmosphäre, ein cleveres Spiel ohne erwartungsgemäßen Ausgang.

Die Darsteller zeigen sich allesamt von ihrer besten Seite. Angelina Jolie (\"Tomb Raider\") brilliert auf höchster Ebene in ihrer Rolle, die ihr wie auf den Leib geschneidert zu sein scheint. Kühl und schlagkräftig ermittelt sie als Special Agent Scott und lässt den Zuschauer mitfiebern. Caruso legt viel Wert auf die Darstellung der Gefühlswelt der Hauptdarstellerin, welche zwischen ihrer Arbeit und der Liebe hin- und hergerissen ist und dennoch versucht, sich stets professionell zu verhalten.
Ethan Hawke liefert eine ebenso überzeugende Leistung als von den Bildern des Mordes geplagter und schockierter Augenzeuge ab.

Äußerst positiv in der Regiearbeit ist die stete emotionale Betrachtung der Illeana Scott, ohne die Story dabei zu vernachlässigen. Allerdings ist das Ende für viele sicherlich etwas enttäuschend. Wirken die letzten Minuten noch etwas unglaubwürdig, sollte man sich den Gefallen tun, dennoch nicht vorzeitig abzuschalten und den wirklich allerletzen Handlungsakt abzuwarten, der erstaunend ist und im ersten Moment nachdenklich macht, jedoch bei nachhaltiger Überlegung doch leicht konfus erscheint.

Die Filmmusik ist nicht sonderlich hervorzuheben, da genreübliche, spannungsgeladene Klänge verwendet wurden.

Mit \"Taking Lives\" ist D.J. Caruso im Großen und Ganzen jedoch ein interessanter Thriller gelungen, der durchaus Akzente setzen kann. Die großartige Besetzung, die kühl inszenierte Atmosphäre, der spannende Nervenkitzel und eine Anzahl actiongeladener Bilder machen den Streifen durchaus sehenswert, auch wenn man über das Finale vielleicht geteilter Meinung sein kann.

Taking Lives
USA/Australien/Kanada 2003
D: Angelina Jolie, Ethan Hawke, Kiefer Sutherland, Oliver Martinez
R: D.J. Caruso
FSK 16
99 Min.

14 Bewertungen, 3 Kommentare

  • morla

    18.10.2005, 16:53 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • Elli-Spirelli

    19.06.2005, 19:24 Uhr von Elli-Spirelli
    Bewertung: sehr hilfreich

    na das ist ein ansporn den film zu sehen - mal sehen wie ich das ende dann finde ...

  • Filmkritiker1

    06.06.2005, 20:05 Uhr von Filmkritiker1
    Bewertung: sehr hilfreich

    fand den Film nicht so gut. eher der Schluss war gut anstatt der ganze Anfang