Tauchsicherheit Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von BirgitE
Tauchen lieber mit Luft
Pro:
einfache Tips zur Sicherheit
Kontra:
gar keins, wenn dir dein Leben lieb ist
Empfehlung:
Ja
Hallo ihr Lieben.
Ein Bericht, den ich hierzu gelesen habe liess mir keine Ruhe, daher habe ich das Thema hier einfach noch mal aufgenommen.
Es geht um Tauchsicherheit. Dazu gehört natürlich die Sicherheit des verwendeten Equipements.
Dabei richtet sich mein Augenmerk hier mal auf die Luftversorgung, noch genauer auf die Schläuche und die Blase (die Luftkammer im Jacket). Ich beschränke mich darauf, weil wohl hinreichend bekannt ist, dass man sein Zeug regelmäßig warten lässt, damit alles auch funktioniert. (etwa den Automaten/Atemregler usw.)
Schläuche sind die luftführenden Teile und halten meist ziemlich lange, weshalb man sie auch leicht beim inspizieren vergisst. Das ist schon mal der erste wichtige Tip: guck dir Deine Schläuche doch lieber öfter mal an, auch die Gummistulpen an den Anschlüssen (an der ersten Stufe und auch an den Automaten,am Jacket, an der Konsole....), die als Knickschutz dienen. Wenn der Knickschutz nämlich nicht fest genug sitzt hilt er nichts. ....Und bitte auch mal abziehen und die Befestigung selber anschauen.
Die Überprüfung der Blase gestaltet sich schwierig bei Jackets, die nicht einschalig sind. Hier ist nämlich die Blase noch mal ganz von einer zusätzlichen Stofflage umhüllt und man kann sie gar nicht sehen. Bei einschaligen Jackets kannst du natürlich regelmäßig auch eine optische Kontrolle machen: wird das Material irgendwo brüchig, ist es Zeit, dass Jacket ad Akta zu legen, denn du möchstest doch nicht plötzlich bei 40 m Tauchtiefe ohne Auftrieb dastehen? Wohl dem, der in einem solchen Fall einen Tauchpartner hat mit einem Jacket mit grossem Auftrieb, ist nämlich nicht so lustig, wenn du Blei abwerfen musst und dann zur Oberfläche hochkorkst, weil dein Auftrieb bei 15 m rasant ansteigt.
Für Nichttaucher eine ganz kurze Erklärung: Man taucht in jeder Tauchtiefe mit möglichst neutraler Tarierung. Gemeinerweise wird man, je tiefer man kommt um so \"schwerer\", daher auch diese Blase, die man dann aufblasen kann, um nicht wie ein Stein abzusinken. Da der Taucher i.A. einen Neoprenanzug trägt, der wegen der vielen Gaseinschlüsse viel Auftrieb gibt (In die physikalische Formel geht das spezifische Gewicht ein), braucht er Blei, damit er die ersten Meter überhaupt runterkommt. Wers ganz genau wissen will kann bei www.taucher.net mehr dazu finden.
Was du immer tun solltest: bevor du tauchst blase dein Jacket auf, bis die Überdruckventile (die sind i.A. in die Schnellablässe integriert) abblasen. Erstens weisst du dann, dass die funktionieren und zweitens hast du wenigstens einen, wenn auch minimalen Drucktest gemacht und drittens kannst du sehen, ob die blase nicht etwa verklebt ist, was nach langem Liegen in feuchtem Zustand ja auch passieren kann.
Gut, Überprüfen ist das Eine, aber wie kann ich mein Zeug möglichst lange erhalten?
Ein Jacket ist teuer und auch die Schläuche gibt es nicht geschenkt!
Hier zwei Tips, die vor allem fürs Bootstauchen gelten:
Es ist bestimmt sinnvoll, bereits vor dem Start alles zu testen, vielleicht kann man im Hafen ja noch Ersatz besorgen, wenn etwas nicht funktioniert. Aber: Lasse nie dein Gerät unter Druck, die Fahrt zum Tauchplatz dauert..... in dieser Zeit muss ja nicht auch noch 200 bar Duck auf deinen Schläuchen sein (im Wasser relativiert sich das ein bischen, da hält immer etwas Aussendruck dagegen.
Decke dein zeug ab (mit einem Handtuch z.B.) Normalerweise scheint nämlich reichlich Sonne, wenn man mit dem Boot zum Tauchen fährt. Da entstehen auf Schläuchen und Blase ziemlich schnell sehr hohe Temperaturen, die dann zu Materialermüdung führen. Zu gut Deutsch du lässt dein Zeug schnell altern! Muss ja nicht sein, oder?
Die Sonneneinstrahlung hat auch noch einen anderen Effekt auf unter Druck stehende Schläuche: der Druck steigt mit der Hitze kräftig an (so von wegen Ausdehnung der Luft unter Erwärmung) Da sind dann bei weitem mehr als die üblichen 200 bar auf deinem Schlauch! Muss auch nicht sein, oder?
Eine Kleinigkeit habe ich noch und möchte es der Vollständigkeit halber anmerken, obwohl erfahrene Taucher es natürlich wissen:
Bevor du ins wasser gehst kannst du leicht überprüfen, ob deine Flasche auch ganz aufgedreht ist (wenn nicht hast du unter Wasserdruck nämlich plötzlich keine Luft mehr):
nimm einen tiefen Zug aus deinem Automaten und beobachte dabei die Druckanzeige. Wenn der Zeiger beim einatmen (leicht) absinkt, lass die Flasche von jemanden aufdrehen (kommst ja selber nicht dran, wenn sie schon auf deinem Rücken hängt)
Danke fürs Lesen
Gruß Birgit
Im Original auch für Ciao 2003
Ein Bericht, den ich hierzu gelesen habe liess mir keine Ruhe, daher habe ich das Thema hier einfach noch mal aufgenommen.
Es geht um Tauchsicherheit. Dazu gehört natürlich die Sicherheit des verwendeten Equipements.
Dabei richtet sich mein Augenmerk hier mal auf die Luftversorgung, noch genauer auf die Schläuche und die Blase (die Luftkammer im Jacket). Ich beschränke mich darauf, weil wohl hinreichend bekannt ist, dass man sein Zeug regelmäßig warten lässt, damit alles auch funktioniert. (etwa den Automaten/Atemregler usw.)
Schläuche sind die luftführenden Teile und halten meist ziemlich lange, weshalb man sie auch leicht beim inspizieren vergisst. Das ist schon mal der erste wichtige Tip: guck dir Deine Schläuche doch lieber öfter mal an, auch die Gummistulpen an den Anschlüssen (an der ersten Stufe und auch an den Automaten,am Jacket, an der Konsole....), die als Knickschutz dienen. Wenn der Knickschutz nämlich nicht fest genug sitzt hilt er nichts. ....Und bitte auch mal abziehen und die Befestigung selber anschauen.
Die Überprüfung der Blase gestaltet sich schwierig bei Jackets, die nicht einschalig sind. Hier ist nämlich die Blase noch mal ganz von einer zusätzlichen Stofflage umhüllt und man kann sie gar nicht sehen. Bei einschaligen Jackets kannst du natürlich regelmäßig auch eine optische Kontrolle machen: wird das Material irgendwo brüchig, ist es Zeit, dass Jacket ad Akta zu legen, denn du möchstest doch nicht plötzlich bei 40 m Tauchtiefe ohne Auftrieb dastehen? Wohl dem, der in einem solchen Fall einen Tauchpartner hat mit einem Jacket mit grossem Auftrieb, ist nämlich nicht so lustig, wenn du Blei abwerfen musst und dann zur Oberfläche hochkorkst, weil dein Auftrieb bei 15 m rasant ansteigt.
Für Nichttaucher eine ganz kurze Erklärung: Man taucht in jeder Tauchtiefe mit möglichst neutraler Tarierung. Gemeinerweise wird man, je tiefer man kommt um so \"schwerer\", daher auch diese Blase, die man dann aufblasen kann, um nicht wie ein Stein abzusinken. Da der Taucher i.A. einen Neoprenanzug trägt, der wegen der vielen Gaseinschlüsse viel Auftrieb gibt (In die physikalische Formel geht das spezifische Gewicht ein), braucht er Blei, damit er die ersten Meter überhaupt runterkommt. Wers ganz genau wissen will kann bei www.taucher.net mehr dazu finden.
Was du immer tun solltest: bevor du tauchst blase dein Jacket auf, bis die Überdruckventile (die sind i.A. in die Schnellablässe integriert) abblasen. Erstens weisst du dann, dass die funktionieren und zweitens hast du wenigstens einen, wenn auch minimalen Drucktest gemacht und drittens kannst du sehen, ob die blase nicht etwa verklebt ist, was nach langem Liegen in feuchtem Zustand ja auch passieren kann.
Gut, Überprüfen ist das Eine, aber wie kann ich mein Zeug möglichst lange erhalten?
Ein Jacket ist teuer und auch die Schläuche gibt es nicht geschenkt!
Hier zwei Tips, die vor allem fürs Bootstauchen gelten:
Es ist bestimmt sinnvoll, bereits vor dem Start alles zu testen, vielleicht kann man im Hafen ja noch Ersatz besorgen, wenn etwas nicht funktioniert. Aber: Lasse nie dein Gerät unter Druck, die Fahrt zum Tauchplatz dauert..... in dieser Zeit muss ja nicht auch noch 200 bar Duck auf deinen Schläuchen sein (im Wasser relativiert sich das ein bischen, da hält immer etwas Aussendruck dagegen.
Decke dein zeug ab (mit einem Handtuch z.B.) Normalerweise scheint nämlich reichlich Sonne, wenn man mit dem Boot zum Tauchen fährt. Da entstehen auf Schläuchen und Blase ziemlich schnell sehr hohe Temperaturen, die dann zu Materialermüdung führen. Zu gut Deutsch du lässt dein Zeug schnell altern! Muss ja nicht sein, oder?
Die Sonneneinstrahlung hat auch noch einen anderen Effekt auf unter Druck stehende Schläuche: der Druck steigt mit der Hitze kräftig an (so von wegen Ausdehnung der Luft unter Erwärmung) Da sind dann bei weitem mehr als die üblichen 200 bar auf deinem Schlauch! Muss auch nicht sein, oder?
Eine Kleinigkeit habe ich noch und möchte es der Vollständigkeit halber anmerken, obwohl erfahrene Taucher es natürlich wissen:
Bevor du ins wasser gehst kannst du leicht überprüfen, ob deine Flasche auch ganz aufgedreht ist (wenn nicht hast du unter Wasserdruck nämlich plötzlich keine Luft mehr):
nimm einen tiefen Zug aus deinem Automaten und beobachte dabei die Druckanzeige. Wenn der Zeiger beim einatmen (leicht) absinkt, lass die Flasche von jemanden aufdrehen (kommst ja selber nicht dran, wenn sie schon auf deinem Rücken hängt)
Danke fürs Lesen
Gruß Birgit
Im Original auch für Ciao 2003
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