Tefal RE 5700 Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
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Summe aller Bewertungen
- Handhabung & Komfort:
- Reinigung:
- Qualität des Endergebnisses:
- Reparaturservice:
Erfahrungsbericht von Raszagal
Kommt sehr gut bei Gästen und kleinen Parties an
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Letztes Jahr kauften wir uns einen Raclette-Grill, da ich es mir in den Kopf gesetzt habe, zu Sylvester mit meinen Eltern einen Raclette-Abend zu veranstalten. Anforderungen gab es eigentlich wenig:
1. Er soll für acht Personen (bei vier Personen bekommt dann jeder genau zwei Schälchen) sein.
2. Er soll von einer bekannteren Firma hergestellt sein (der Firmenname sollte mir also nicht als vollkommen unbekannt vorkommen).
3. Er sollte nicht über 80 DM kosten.
In ein paar Läden hatte ich mich umgeschaut und nichts entsprechendes gefunden, bis ich im Real auf den Tefal Raclette-Grill für 79,95 DM gestoßen bin. Es war ein Ungetüm an Packung aber dafür erstaunlich leicht. Da es nur noch 2 oder 3 dieser Geräte gab, habe ich mir schnell einen unter den Nagel gerissen und wenige Tage später zum Sylvesteressen ein Raclette-Essen zur Premiere veranstaltet.
Zuerst kommen die FAKTEN:
Im Lieferumfang enthalten ist der Raclette-Grill samt dem Grillblech, Stromkabel und acht Schälchen mit je 2 in vier Farben. Daneben sind noch zwei Broschüren beigelegt worden: die Gebrauchsanweisung und das Garantieheftchen.
Im Garantieheftchen wird darauf verwiesen, dass der Raclette-Grill ein Jahr Garantie hat und wann Garantie in Anspruch genommen werden kann, nämlich nur bei Material- und Fabrikationsfehler sowie bei Funktionsstörungen, sofern keine unsachgemäße Verwendung oder Behandlung erfolgt ist. Also eigentlich ganz normal. Dann findet man Adressen von autorisierten TEFAL Servicestellen, bundesweit immerhin 37 an der Zahl. Selbiges wird dann noch für folgende Länder in der Landessprache angeboten: Belgien, Dänemark, Spanien, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweiz, Finnland, Schweden, Türkei, Slowakei, Rumänien, Slovenien, einige russischsprachige Staaten sowie auch der nahe Osten, Australien und Africa.
Die Gebrauchsanweisung ist nicht so multilingual, sie ist nur in französisch, niederländisch, deutsch und italienisch, aber das reicht ja auch vollkommen. Darüber werden über einige wichtige Punkte informiert, die wichtigsten seien hier genannt:
1. Inbetriebnahme
Relevant zu nennen ist hier nur, dass
a) man 5-8 Minuten vorheizen soll,
b) man wegen der Hitze den Raclette-Grill auf einen Untersatz stellen soll und
c) bei der Erstbenutzung leichter Geruch und Rauch entstehen kann.
2. Gebrauchsanleitung / Reinigung
Auch hier möchte ich nur grob ein paar Punkte nennen, damit man weiß, was auf einen zukommt, wenn man sich zum ersten Mal diesen bzw. überhaupt einen Raclette-Grill anschafft:
a) Bei der Erstbenutzung soll man die Grillplatte mit Öl beträufeln und dieses mit einem Tuch abwischen.
b) Eine Säuberung der Grillplatte wird nach jeder Benutzung empfohlen (andernfalls würde ich auch nicht mehr davon essen).
c) Zur Schonung der Antihaftbeschichtung nur einen Holzspachtel verwenden (so ein Gerät war leider nicht im Lieferumfang dabei gewesen).
d) Außerdem noch der praktische Hinweis, dass man Kartoffeln auf dem Grill warm halten kann.
e) Eindringlich mithilfe einer rosa Box wird darauf hingewiesen, dass die Oberfläche des Grills mehr als 60°C warm werden kann.
f) Eindringlich wird auch davor gewarnt, dass man keine leeren Pfännchen in das Gerät liegen lassen soll.
g) Nun kommt noch ein praktischer Hinweis: Die Kochplatte ist zum Grillen von kleinen Fleischstückchen und der Beilagen (z.B. Gemüse) vorgesehen (dieser Hinweis ist aber eigentlich klar).
h) Ein wirklich wichtiger Hinweis (und das ist bestimmt nicht ironisch gemeint) für Vogelhalter: Da Vögel z.T. recht empfindlich auf Rauch und Dampf reagieren, wird empfohlen, dass der Betrieb des Raclette-Grills nicht im gleichen Raum, in dem sich auch Vögel befinden, stattfindet.
i) Ein Ratschlag zur Aufbewahrung: Zwei Schälchen ineinander unter den Grill stellen.
j) Wieder etwas eindringlicher: Das Gerät niemals in Wasser eintauchen (so etwas ist eigentlich bei den meisten Geräten selbstverständlich).
k) Zu guter letzt der Ratschlag, dass das Gerät, die Grillplatte und die Schälchen mit lauwarmen Wasser und in Spülmittel getränkten Schwamm gereinigt werden müssen und dass von Scheuermitteln und Metallschwämmen abgesehen werden muss.
Einige Hinweise sind eigentlich unnütz, wenn man von einem gesunden Menschenverstand ausgeht. Aus rechtlichen Gründen müssen sie dennoch, egal wie banal, angegeben werden.
3. Modelle mit Thermostat
Hier ist der Hinweis interessant, was die Hitzestufen zu bedeuten haben:
Max = Grill- und Raclette-Funktion, sollte man auch zum Aufheizen verwenden
4-5 = Hitzereduktion zum Ende der Zubereitung
2-3 = Warmhaltefunktion (auch nicht uninteressant zu wissen)
Im Anschluss daran wird über das Raclette selbst informiert, über Herkunft und Durchführung. Da die Herkunftsgeschichte ganz interessant ist, möchte ich sie hier kurz wiedergeben:
Entstanden ist das Raclette am Ende des 19. Jahrhunderts (das Heftchen spricht vom Ende des letzten Jahrhunderts, was dann in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts sein müsste und definitiv nicht stimmt) in der Schweiz, wo es in den Weinbergen des Wallis gegen Ende der Weinlese zu frösteln anfängt. Die Arbeiter haben deswegen zum Aufwärmen Käse an einem Messer über einem Lagerfeuer geschmolzen und über ein Stück Brot laufen lassen, womit dann die Idee Raclette geboren wurde.
Außerdem ist noch folgendes sehr interessant für die Durchführung und auch als Anregung zu wissen:
Die Standardkombination besteht aus Raclette-Käse und Pellkartoffeln, dazu kann man je nach Geschmack noch Schinken, Blutwurst, Oliven, Lauch, Obst, Champignons, Spargel, Krabben und sauer eingelegtes Gemüse reichen. Eigentlich kann man nehmen, was man will, so lange es schmeckt, sind den Kombinationsmöglichkeiten keine Grenzen gesetzt.
Ein weiterer interessanter Hinweis ist, dass man pro Person 200-250g Käse rechnet, welche am besten in 5mm dicke Scheiben geschnitten sein sollten. Wenn man ein Stückchen Käse in eines der Pfännchen legt, dauert es nur ca. 5 Minuten, bis er goldfarben ist und man ihn genießen kann.
Empfohlen wird außerdem ein trockener Weißwein aus Franken, dem Mosel-Saar-Ruwer-Gebiet oder aus dem Elsaß, wobei echte Kenner ungesüßten Schwarztee aufgrund der Bekömmlichkeit trinken. Auch wird hin und wieder ein milder Kräuter Magenbitter oder ein „klares Wässerchen“ empfohlen.
Im Anschluss daran werden noch folgende 12 Rezeptideen ausgeführt:
- Raclette Savoyer Art
- Raclette mit Bündnerfleisch
- Raclette nach amerikanischer Art
- Raclette mit Krabben
- Raclette mit Ziegenkäse
- Raclette mit Äpfeln
- Raclette mit geräuchertem Kasseler
- Gewürz-Omelette
- Curryhuhn
- Champignonsoße
- Paprikaschote mit Speck
- Zartes Schweinefitel mit Ananas
Ich habe leider noch keines ausprobiert, hat wer Interesse daran, kann ich sie gerne einscannen und per eMail verschicken.
Ich denke das waren genug Fakten, nun kommen endlich die ERFAHRUNGEN:
Da wir bisher nur zweimal ein Raclette veranstaltet haben, kann ich nicht auf allzu viel Erfahrungsgelegenheiten zurückgreifen. Allerdings
1. Mal Raclette
Wie schon oben erwähnt, haben wir am Sylvester den Raclette-Grill eingeweiht. Insgesamt verlief der Abend recht gut, das Gerät funktionierte auch einwandfrei. Die 5 bis 8 Minuten, die der Raclette-Grill zum Warmwerden braucht, vergingen dabei recht zögerlich, die ca. 90 Minuten dagegen, in denen wir geschlemmt haben, um so kürzer. Raclette macht wirklich richtig Spaß, auch wenn wir nur zu viert waren.
Wir haben nicht das Klassische Raclette gemacht, also mit Pellkartoffeln und Raclettekäse. Kartoffeln gab es angesichts der Mengen an Gemüse, die ich besorgt hatte, nicht: Rote, gelbe und orange Paprika, zwei große Schälchen frische Riesen-Champignons sowie je zwei Köpfe Broccoli und Blumenkohl (wurden beide erst zuvor bissfest gekocht). Alles wurde natürlich vorher in kleine, mundgerechte Stücke / Scheiben / Streifen geschnitten. Wir verwendeten nicht nur Raclette-Käse, da der kaum noch zu kaufen war, sondern auch Greyerzer und Appenzeller. Diese beiden etwas teureren Käsesorten (zwischen 2,20 DM und 3,00 DM pro 100g, Raclettekäse kostet zwischen 0,99 DM im und 1,39 DM pro 100g) sind würziger, haben aber ähnlich gute Schmelzeigenschaften und sind sehr zu empfehlen. Uns haben sie besser als der Raclettekäse geschmeckt. Camembert haben wir versuchsweise auch mal in einem der Schälchen geschmolzen, das wurde aber nicht so besonders. Fleisch hatten wir natürlich auch, da waren zum einen eingelegte Putenfleischstücke, Streifen von Minutensteaks vom Schwein und kleine fertig eingelegte Hähnchenkeulen. Letztere sind aber nicht zu empfehlen, da sie zu dick sind, um in angemessener Zeit gegrillt werden zu können. Wenn man sie erst aber braun grillt (ca. 20-30 Minuten), sie dann vom Knochen löst und im Schälchen brutzeln lässt (ca. 20 Minuten), kann man sie dennoch genießen.
Was das Gerät angeht, muss ich sagen, dass es sehr einfach funktioniert. Schälchen füllen (aber nicht zu hoch, sonst läuft es entweder über oder stößt an die Heizspule und verbrennt dort), Schälchen rein, warten, Schälchen raus, Käse über die Beilagen bzw. mit Käse überbackene Beilagen auf den Keller kippen und das Schälchen von neuem nach Herzenswunsch füllen usw.; am Anfang einfach die Grillplatte mit verschiedenen Beilagen vollständig belegen und diese immer wieder auch umdrehen. Haben sie lang genug gegrillt, holt man sie sich einfach auf den Teller. Durch das Warten (bis die Sachen immer wieder gar sind) hat man übrigens bestens zum Plaudern Gelegenheit.
Das Gerät ist an sich leicht zu bedienen, nur das Thermostat ist hierbei wichtig, wobei man wirklich auch nicht viel daran justieren muss: Am Anfang auf Maximum, am Ende auf Stufe 4 oder 5 und wenn man fertig ist, das Gerät dann ausschalten.
Nun zur Reinigung:
Diese hat sich als nicht gar so einfach erwiesen. Trotz Antihaftbeschichtung klebten Grillreste ziemlich stark an der Grillplatte, wogegen sich die Schälchen sehr einfach reinigen lassen (es reicht eigentlich nur ein Haushaltstuch, dann sind die Schälchen fürs nächste Mal gleich vorgefettet), sofern man keine Briketts fabriziert hat (also Sachen zu lange hat stehen lassen, bis sie verkokelt bzw. einfach nur ungenießbar waren). Hartnäckiger Schmutz lässt sich am leichtesten dann entfernen, wenn man die betroffenen Teile in möglichst heißem Wasser, welches mit Spülmittel versetzt wurde, für einige Zeit einweicht. Wie schon oben in den Fakten geschrieben, darf man ja weder Scheuermittel noch einen Metallschwamm hernehmen. Daher ist diese Möglichkeit in meinen Augen die beste. Das Gerät ist an sich eigentlich nicht zu reinigen, außer wenn ein Schälchen übergelaufen ist; doch dies geht relativ einfach vonstatten.
2. Mal Raclette
Im Sommer hatten wir auch einmal einfach so ein Raclette gemacht. Allerdings in Kombination mit Grillen (im echten Kugelgrill). Auch hier eignet sich ein Raclette, denn gegrilltes Gemüse und Grillgut mit geschmolzenem Käse übergossen schmeckt auch fantastisch gut. Ich will mich hier bewusst kurz fassen, denn zum Gerät an sich ist hier eigentlich nichts mehr Neues zu sagen, die oben genannten Punkte gelten genauso auch hier (z.B. Reinigung). Es soll hier lediglich darauf hingewiesen werden, dass man Raclette auch gut mit anderen Dingen kombinieren kann. Ich denke, man kann auch parallel Fondue und Raclette machen, zumal es auch solche Kombigeräte gibt, von denen ich allerdings nicht so viel halte, weil dann schon ein Großteil des Platzes auf der Grillplatte für den Founduetopf „geopfert“ werden muss.
FAZIT:
Raclette an sich kann ich nur wärmstens empfehlen. Und dieser Raclette-Grill von Tefal für maximal 8 Personen war eine gute Anschaffung. Ich bin sehr zufrieden mit dem Gerät, obgleich die einzigen Mankos die Reinigungsschwierigkeiten und die fehlenden Holzschaber sind.
Quellen:
Broschüren, die beim Raclette-Grill mitgeliefert wurden
1. Er soll für acht Personen (bei vier Personen bekommt dann jeder genau zwei Schälchen) sein.
2. Er soll von einer bekannteren Firma hergestellt sein (der Firmenname sollte mir also nicht als vollkommen unbekannt vorkommen).
3. Er sollte nicht über 80 DM kosten.
In ein paar Läden hatte ich mich umgeschaut und nichts entsprechendes gefunden, bis ich im Real auf den Tefal Raclette-Grill für 79,95 DM gestoßen bin. Es war ein Ungetüm an Packung aber dafür erstaunlich leicht. Da es nur noch 2 oder 3 dieser Geräte gab, habe ich mir schnell einen unter den Nagel gerissen und wenige Tage später zum Sylvesteressen ein Raclette-Essen zur Premiere veranstaltet.
Zuerst kommen die FAKTEN:
Im Lieferumfang enthalten ist der Raclette-Grill samt dem Grillblech, Stromkabel und acht Schälchen mit je 2 in vier Farben. Daneben sind noch zwei Broschüren beigelegt worden: die Gebrauchsanweisung und das Garantieheftchen.
Im Garantieheftchen wird darauf verwiesen, dass der Raclette-Grill ein Jahr Garantie hat und wann Garantie in Anspruch genommen werden kann, nämlich nur bei Material- und Fabrikationsfehler sowie bei Funktionsstörungen, sofern keine unsachgemäße Verwendung oder Behandlung erfolgt ist. Also eigentlich ganz normal. Dann findet man Adressen von autorisierten TEFAL Servicestellen, bundesweit immerhin 37 an der Zahl. Selbiges wird dann noch für folgende Länder in der Landessprache angeboten: Belgien, Dänemark, Spanien, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweiz, Finnland, Schweden, Türkei, Slowakei, Rumänien, Slovenien, einige russischsprachige Staaten sowie auch der nahe Osten, Australien und Africa.
Die Gebrauchsanweisung ist nicht so multilingual, sie ist nur in französisch, niederländisch, deutsch und italienisch, aber das reicht ja auch vollkommen. Darüber werden über einige wichtige Punkte informiert, die wichtigsten seien hier genannt:
1. Inbetriebnahme
Relevant zu nennen ist hier nur, dass
a) man 5-8 Minuten vorheizen soll,
b) man wegen der Hitze den Raclette-Grill auf einen Untersatz stellen soll und
c) bei der Erstbenutzung leichter Geruch und Rauch entstehen kann.
2. Gebrauchsanleitung / Reinigung
Auch hier möchte ich nur grob ein paar Punkte nennen, damit man weiß, was auf einen zukommt, wenn man sich zum ersten Mal diesen bzw. überhaupt einen Raclette-Grill anschafft:
a) Bei der Erstbenutzung soll man die Grillplatte mit Öl beträufeln und dieses mit einem Tuch abwischen.
b) Eine Säuberung der Grillplatte wird nach jeder Benutzung empfohlen (andernfalls würde ich auch nicht mehr davon essen).
c) Zur Schonung der Antihaftbeschichtung nur einen Holzspachtel verwenden (so ein Gerät war leider nicht im Lieferumfang dabei gewesen).
d) Außerdem noch der praktische Hinweis, dass man Kartoffeln auf dem Grill warm halten kann.
e) Eindringlich mithilfe einer rosa Box wird darauf hingewiesen, dass die Oberfläche des Grills mehr als 60°C warm werden kann.
f) Eindringlich wird auch davor gewarnt, dass man keine leeren Pfännchen in das Gerät liegen lassen soll.
g) Nun kommt noch ein praktischer Hinweis: Die Kochplatte ist zum Grillen von kleinen Fleischstückchen und der Beilagen (z.B. Gemüse) vorgesehen (dieser Hinweis ist aber eigentlich klar).
h) Ein wirklich wichtiger Hinweis (und das ist bestimmt nicht ironisch gemeint) für Vogelhalter: Da Vögel z.T. recht empfindlich auf Rauch und Dampf reagieren, wird empfohlen, dass der Betrieb des Raclette-Grills nicht im gleichen Raum, in dem sich auch Vögel befinden, stattfindet.
i) Ein Ratschlag zur Aufbewahrung: Zwei Schälchen ineinander unter den Grill stellen.
j) Wieder etwas eindringlicher: Das Gerät niemals in Wasser eintauchen (so etwas ist eigentlich bei den meisten Geräten selbstverständlich).
k) Zu guter letzt der Ratschlag, dass das Gerät, die Grillplatte und die Schälchen mit lauwarmen Wasser und in Spülmittel getränkten Schwamm gereinigt werden müssen und dass von Scheuermitteln und Metallschwämmen abgesehen werden muss.
Einige Hinweise sind eigentlich unnütz, wenn man von einem gesunden Menschenverstand ausgeht. Aus rechtlichen Gründen müssen sie dennoch, egal wie banal, angegeben werden.
3. Modelle mit Thermostat
Hier ist der Hinweis interessant, was die Hitzestufen zu bedeuten haben:
Max = Grill- und Raclette-Funktion, sollte man auch zum Aufheizen verwenden
4-5 = Hitzereduktion zum Ende der Zubereitung
2-3 = Warmhaltefunktion (auch nicht uninteressant zu wissen)
Im Anschluss daran wird über das Raclette selbst informiert, über Herkunft und Durchführung. Da die Herkunftsgeschichte ganz interessant ist, möchte ich sie hier kurz wiedergeben:
Entstanden ist das Raclette am Ende des 19. Jahrhunderts (das Heftchen spricht vom Ende des letzten Jahrhunderts, was dann in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts sein müsste und definitiv nicht stimmt) in der Schweiz, wo es in den Weinbergen des Wallis gegen Ende der Weinlese zu frösteln anfängt. Die Arbeiter haben deswegen zum Aufwärmen Käse an einem Messer über einem Lagerfeuer geschmolzen und über ein Stück Brot laufen lassen, womit dann die Idee Raclette geboren wurde.
Außerdem ist noch folgendes sehr interessant für die Durchführung und auch als Anregung zu wissen:
Die Standardkombination besteht aus Raclette-Käse und Pellkartoffeln, dazu kann man je nach Geschmack noch Schinken, Blutwurst, Oliven, Lauch, Obst, Champignons, Spargel, Krabben und sauer eingelegtes Gemüse reichen. Eigentlich kann man nehmen, was man will, so lange es schmeckt, sind den Kombinationsmöglichkeiten keine Grenzen gesetzt.
Ein weiterer interessanter Hinweis ist, dass man pro Person 200-250g Käse rechnet, welche am besten in 5mm dicke Scheiben geschnitten sein sollten. Wenn man ein Stückchen Käse in eines der Pfännchen legt, dauert es nur ca. 5 Minuten, bis er goldfarben ist und man ihn genießen kann.
Empfohlen wird außerdem ein trockener Weißwein aus Franken, dem Mosel-Saar-Ruwer-Gebiet oder aus dem Elsaß, wobei echte Kenner ungesüßten Schwarztee aufgrund der Bekömmlichkeit trinken. Auch wird hin und wieder ein milder Kräuter Magenbitter oder ein „klares Wässerchen“ empfohlen.
Im Anschluss daran werden noch folgende 12 Rezeptideen ausgeführt:
- Raclette Savoyer Art
- Raclette mit Bündnerfleisch
- Raclette nach amerikanischer Art
- Raclette mit Krabben
- Raclette mit Ziegenkäse
- Raclette mit Äpfeln
- Raclette mit geräuchertem Kasseler
- Gewürz-Omelette
- Curryhuhn
- Champignonsoße
- Paprikaschote mit Speck
- Zartes Schweinefitel mit Ananas
Ich habe leider noch keines ausprobiert, hat wer Interesse daran, kann ich sie gerne einscannen und per eMail verschicken.
Ich denke das waren genug Fakten, nun kommen endlich die ERFAHRUNGEN:
Da wir bisher nur zweimal ein Raclette veranstaltet haben, kann ich nicht auf allzu viel Erfahrungsgelegenheiten zurückgreifen. Allerdings
1. Mal Raclette
Wie schon oben erwähnt, haben wir am Sylvester den Raclette-Grill eingeweiht. Insgesamt verlief der Abend recht gut, das Gerät funktionierte auch einwandfrei. Die 5 bis 8 Minuten, die der Raclette-Grill zum Warmwerden braucht, vergingen dabei recht zögerlich, die ca. 90 Minuten dagegen, in denen wir geschlemmt haben, um so kürzer. Raclette macht wirklich richtig Spaß, auch wenn wir nur zu viert waren.
Wir haben nicht das Klassische Raclette gemacht, also mit Pellkartoffeln und Raclettekäse. Kartoffeln gab es angesichts der Mengen an Gemüse, die ich besorgt hatte, nicht: Rote, gelbe und orange Paprika, zwei große Schälchen frische Riesen-Champignons sowie je zwei Köpfe Broccoli und Blumenkohl (wurden beide erst zuvor bissfest gekocht). Alles wurde natürlich vorher in kleine, mundgerechte Stücke / Scheiben / Streifen geschnitten. Wir verwendeten nicht nur Raclette-Käse, da der kaum noch zu kaufen war, sondern auch Greyerzer und Appenzeller. Diese beiden etwas teureren Käsesorten (zwischen 2,20 DM und 3,00 DM pro 100g, Raclettekäse kostet zwischen 0,99 DM im und 1,39 DM pro 100g) sind würziger, haben aber ähnlich gute Schmelzeigenschaften und sind sehr zu empfehlen. Uns haben sie besser als der Raclettekäse geschmeckt. Camembert haben wir versuchsweise auch mal in einem der Schälchen geschmolzen, das wurde aber nicht so besonders. Fleisch hatten wir natürlich auch, da waren zum einen eingelegte Putenfleischstücke, Streifen von Minutensteaks vom Schwein und kleine fertig eingelegte Hähnchenkeulen. Letztere sind aber nicht zu empfehlen, da sie zu dick sind, um in angemessener Zeit gegrillt werden zu können. Wenn man sie erst aber braun grillt (ca. 20-30 Minuten), sie dann vom Knochen löst und im Schälchen brutzeln lässt (ca. 20 Minuten), kann man sie dennoch genießen.
Was das Gerät angeht, muss ich sagen, dass es sehr einfach funktioniert. Schälchen füllen (aber nicht zu hoch, sonst läuft es entweder über oder stößt an die Heizspule und verbrennt dort), Schälchen rein, warten, Schälchen raus, Käse über die Beilagen bzw. mit Käse überbackene Beilagen auf den Keller kippen und das Schälchen von neuem nach Herzenswunsch füllen usw.; am Anfang einfach die Grillplatte mit verschiedenen Beilagen vollständig belegen und diese immer wieder auch umdrehen. Haben sie lang genug gegrillt, holt man sie sich einfach auf den Teller. Durch das Warten (bis die Sachen immer wieder gar sind) hat man übrigens bestens zum Plaudern Gelegenheit.
Das Gerät ist an sich leicht zu bedienen, nur das Thermostat ist hierbei wichtig, wobei man wirklich auch nicht viel daran justieren muss: Am Anfang auf Maximum, am Ende auf Stufe 4 oder 5 und wenn man fertig ist, das Gerät dann ausschalten.
Nun zur Reinigung:
Diese hat sich als nicht gar so einfach erwiesen. Trotz Antihaftbeschichtung klebten Grillreste ziemlich stark an der Grillplatte, wogegen sich die Schälchen sehr einfach reinigen lassen (es reicht eigentlich nur ein Haushaltstuch, dann sind die Schälchen fürs nächste Mal gleich vorgefettet), sofern man keine Briketts fabriziert hat (also Sachen zu lange hat stehen lassen, bis sie verkokelt bzw. einfach nur ungenießbar waren). Hartnäckiger Schmutz lässt sich am leichtesten dann entfernen, wenn man die betroffenen Teile in möglichst heißem Wasser, welches mit Spülmittel versetzt wurde, für einige Zeit einweicht. Wie schon oben in den Fakten geschrieben, darf man ja weder Scheuermittel noch einen Metallschwamm hernehmen. Daher ist diese Möglichkeit in meinen Augen die beste. Das Gerät ist an sich eigentlich nicht zu reinigen, außer wenn ein Schälchen übergelaufen ist; doch dies geht relativ einfach vonstatten.
2. Mal Raclette
Im Sommer hatten wir auch einmal einfach so ein Raclette gemacht. Allerdings in Kombination mit Grillen (im echten Kugelgrill). Auch hier eignet sich ein Raclette, denn gegrilltes Gemüse und Grillgut mit geschmolzenem Käse übergossen schmeckt auch fantastisch gut. Ich will mich hier bewusst kurz fassen, denn zum Gerät an sich ist hier eigentlich nichts mehr Neues zu sagen, die oben genannten Punkte gelten genauso auch hier (z.B. Reinigung). Es soll hier lediglich darauf hingewiesen werden, dass man Raclette auch gut mit anderen Dingen kombinieren kann. Ich denke, man kann auch parallel Fondue und Raclette machen, zumal es auch solche Kombigeräte gibt, von denen ich allerdings nicht so viel halte, weil dann schon ein Großteil des Platzes auf der Grillplatte für den Founduetopf „geopfert“ werden muss.
FAZIT:
Raclette an sich kann ich nur wärmstens empfehlen. Und dieser Raclette-Grill von Tefal für maximal 8 Personen war eine gute Anschaffung. Ich bin sehr zufrieden mit dem Gerät, obgleich die einzigen Mankos die Reinigungsschwierigkeiten und die fehlenden Holzschaber sind.
Quellen:
Broschüren, die beim Raclette-Grill mitgeliefert wurden
7 Bewertungen, 1 Kommentar
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12.02.2002, 00:51 Uhr von TheGreatMaster
Bewertung: sehr hilfreichDas war ja wohl die längste Raclette Meinung die ich bisher jemals gelesen habe! Gruß TheGreatMaster.
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