Test Drive Unlimited (Xbox 360 Spiel) Testbericht

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ab 36,11
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Erfahrungsbericht von jopilein

Mehr als nur ein Rennspiel

Pro:

Fahrgefühl, Cockpitansicht, Größe der Insel, Vielfalt der Autos, Ladezeiten

Kontra:

Grafik (bei Menschen), Sprachausgabe

Empfehlung:

Nein

Heute muss das Rennspiel „Test Drive Unlimited“ für einen Bericht herhalten. Es ist kein Rennspiel im herkömmlichen Sinn. Laut Hersteller ist es ein MMORG. Ausgesprochen lautet das dann: MassiveMultiplayerOnlineRacingGame. Cooler Name, oder? Ne kleine Anspielung auf die MMORPGs, die ja derzeit auch mehr als erfolgreich sind. Nun gibt es also auch noch Rennspiele auf diesem Sektor. Ob dieses neue Genre wirklich so gut funktioniert und wie es denn überhaupt funktioniert, will ich in diesem Bericht schreiben.
Natürlich auch über Gameplay, Grafik, Steuerung, etc. wie das halt immer tu. ;-)

Inhalt:
1) Erste Eindrücke
2) Steuerung
3) Gameplay
4) Grafik
5) Spielspaß und seine Dauer
6) Fazit



~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~Erste Eindrücke~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Man startet am Flughafen, wo man sich zuerst einen von 8 Charaktertypen, fünf Männer und drei Frauen, aussuchen kann. Hat man diese Entscheidung getroffen, folgt eine Zwischensequenz, in der man in seinen Flieger einsteigt und nach Oahu, die größte Karibische Insel, aufbricht. Darauf folgt ein, wie man es von Rennspielen so gewohnt ist, kleines Intro, das das Gameplay und die verschiedenen Autos in Aktion zeigt.
Hat man es zu Ende gesehen, oder abgebrochen, kommt man als Allererstes zum Autovermieter, wo man sich eines von fünf Autos aussuchen kann, alle verschiedene Preisklassen, und diese wahlweise für 10, oder 20 Minuten mieten kann, um dann zum Immobilienhändler zu crusen, um sich ein nettes Häuschen, oder auch Wohnung, auf der Sonneninsel zu beschaffen. Danach noch schnell zum Autohändler seines Vertrauens gefahren und schon ist man mitten drin, in Test Drive Unlimited.

Der grafische Ersteindruck des Ganzen ist so ein bisschen... zwiegespalten. So sehen die Autos doch recht ordentlich aus. Doch die Menschen... naja Atari. So hat’s auch schon zu guten PS2-Zeiten ausgesehen. Die Sprachausgabe ist, wie man nach ein paar Spielstunden draufkommt, mehr schlecht als recht und erinnert ein bisschen an billig synchronisierte Low-Budget-Filme. Nicht zu den Lippen synchron und auch die Sprecher... naja.
Aber Test Drive Unlimited ist ja schließlich auch kein Sprechspiel, sondern ein Rennspiel. Und da geht es ja hauptsächlich um das Röhren des Motors, das Quietschen der Reifen, und das Krachen bei Zusammenstößen! Und hier muss man die Entwickler wiederum Lob aussprechen, denn das, haben sie gut gemacht! Die Motorengeräusche klingen real und auch alle anderen Soundeffekte sind wirklich gut gemacht.

Im Großen und Ganzen kann Test Drive Unlimited von Beginn an überzeugen.



~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~Steuerung~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Die Steuerung der Autos ist im Gegensatz zu Genrekollegen wie Need for Speed realistisch angelegt und daher bedarf es einiger Eingewöhnungszeit. Ist man aber geübter Rennspielfahrer, braucht es nicht einmal die, und man kann ohne Probleme in das Spielgeschehen eintauchen.
Die Steuerung an sich, ist wie bei der Xbox 360 gewohnt: Gas gibt man mit dem rechten Schalter, bremsen tut man mit dem linken, und Handbremse, manuelle Schaltung sind mit den A,B,X, und Y Tasten zu bedienen. Also wer schon mal ein Rennspiel auf der 360, oder irgendeiner anderen Konsole gespielt hat, und das sind nehme ich mal an 99,8% aller Käufer dieses Titels, hat auch mit dieser Steuerung keine Probleme.



~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~Gameplay~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Test Drive Unlimited ist kein Rennspiel im herkömmlichen Sinn. Es ist ein Spiel, das den Rennfahr-Livestyle vermitteln soll. Man kann natürlich Rennen fahren. Man kann sich natürlich in den Ranglisten ganz nach oben hangeln, aber es ist eigentlich das crusen, was dieses Spiel zu etwas ganz besonderen in seinem Genre macht. Das Ganze spielt im übrigen auf der hawaianischen Insel Oahu, die man mit seinem Auto frei befahren kann, bzw. muss. Denn man kann sich nicht einfach an einen Ort beamen, an dem man noch nicht war! Das heißt, will ich diesen einen verluchten Oldtimer-Händler am anderen Ende der Insel freischalten, muss ich den gesamten Weg, in Echtzeit, fahren. Und das kann bei bis ca 60 Kilometern schon ne Weile dauern. Bis zu einer halben, dreiviertel Stunde fahrt man also um von unten zum anderen Ende zu kommen! Auch lässt sich die gesamte Insel frei befahren. Also man kann, sollte man sich das wirklich antun wollen, auch den nächstbesten Berg mit seinem Ferrari Enzo erklimmen.

Ein weiteres, sehr sehr schönes Ding ist die Cockpitansicht, die einem ein wirklich realistisches Fahrgefühl gibt. Es ist einfach unglaublich stylisch mit offenem Fenster (die Geräusche verändern sich dementsprechend, wenn man die Fenster öffnet oder schließt) und Sonnenuntergang an der Küste entlangzufahren und einfach nur dieses Gefühl zu genießen. So was hab ich noch bei keinen anderen Rennspiel erlebt! Grandios!

Auf der Insel lassen sich neben herkömmlichen Rennen verschiedener Autoklassen, auch verschiedenste Missionen erfüllen. Meine Lieblingsmissionen sind „Ausliefermissionen“, bei denen man ein Auto entweder zum Autoverleih oder zur Werkstatt bringen muss. Jedoch am besten ohne auch nur einen einzigen Kratzer in den Lack zu machen, denn sonst gibt’s Abzüge in der Belohnung. So braucht man für 20 km Strecke statt 10 Minuten, schon mal ne halbe Stunde.

Der Online Modus ist bei dem Spiel mal was ganz was anderes. Ähnlich wie bei „World of Warcraft“ sind auf der Insel alle Spieler die gerade online sind. Das heißt, dass man des öfteren mal den Weg mit einem Japaner, Amerikaner, Franzosen und was weiß ich noch wem kreuzt. Die, denen man begegnet, kann man ganz einfach per Lichthupe herausfordern und darauf gegen sie in einem eigens erstellten Rennen antreten.
Wenn man nun denkt, dass einem da ununterbrochen einer in den Hintern fährt, kann ich denjenigen beruhigen. Mir ist bis jetzt noch keiner mutwillig reingefahren oder hat mich noch von der Straße gedrängt. Per Headset kann man, wie bei der 360 gewohnt, auch ganz leicht kommunizieren und sich während dem an der Küste entlang fahren unterhalten.
Man kann Clubs beitreten oder auch einen eigenen gründen, sollte man die dazu benötigten Mittel haben.
Der Online-Modus ist eine recht coole Sache und macht, vor allem wenn man jemanden kennt und sich immer wieder online zu einem Hatzerl über die Straßen von Oahu trifft, richtig lässig.

Neben diesen ganzen Sachen, lässt sich dein Charakter mit neuer Kleidung, die man vorher erwerben muss, einkleiden, mit neuen Frisuren und noch anderen Optionen immer wieder neu stylen.

Vor allem aber, hat mir das Kaufen und Fahren von Oldtimern, wie alten Mercedes’, alten Jaguars, Chevrolets, etc., am meisten Spaß bereitet. Denn die Cockpits sind einfach dermaßen edel gestaltet, der alte Pontiac röhrt wie eine Harley, apropos Harley: Motorräder gibt es natürlich auch noch!



~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~Grafik~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Die Grafik ist, wie schon vorher erwähnt, bei den Personen und ihren Gesten einfach nur grottig und keinesfalls Next-Gen, aber die Autos und die Insel Oahu sind es dafür. Der Dreck der auf der Windschutzscheibe klebt, die Sonne die sich im Glas spiegelt... ja, es geht ja doch!

Ansonsten bleibt mir eigentlich nicht mehr zur Grafik zu sagen.



~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~Spielspaß und seine Dauer~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Der Spielspaß steht bei diesem Spiel mit Sicherheit an erster Stelle, denn es macht einfach unglaublich viel Gaude einfach nur mit seinem edlen fahrenden Untersatz durch die Gegend zu fahren und das Auto zu genießen. Selten hat mir ein Rennspiel so zugesagt!

Die Dauer ist mit sicher an die 50 gespielten Stunden bei mir doch normal lang. Denn obwohl es so eine Gaude macht, ist es nach einiger Zeit schlicht und ergreifend: langweilig. Denn die Rennen und auch die Missionen sind etwas zu eintönig um seine hundert Stunden mit dem Ding zu verbringen.



~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~Fazit~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Das Spiel ist, neben zahlreichen reinen Rennspielen wie Need for Speed, Project Gotham Racing, und Forza endlich mal ein Spiel, dass den Spaß am Fahren zurück auf die Konsolen und PCs holt!

Auf jeden Fall ist das Spiel sein Geld wert, da allein dieses freie Herumfahren mörderisch viel Spaß macht. Und so manche Regenstunde kann man durch Herumfahren auf dem immer sonnigen Oahu vergessen machen.



Benjamin Pazdernik

13 Bewertungen, 6 Kommentare

  • DOMMEL

    10.02.2008, 22:25 Uhr von DOMMEL
    Bewertung: sehr hilfreich

    gut, LG

  • mrwong

    20.06.2007, 19:41 Uhr von mrwong
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh.........................ich freu mich auch über jede GEGENLESUNG von euch viele und liebe grüße Felix :-)

  • maerchenfee

    19.06.2007, 15:46 Uhr von maerchenfee
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh, würde mich über gegenlesungen freuen :)

  • gerrhosaurus1978

    19.06.2007, 00:15 Uhr von gerrhosaurus1978
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG, Daniela

  • morla

    19.06.2007, 00:07 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    l. g. petra

  • anonym

    18.06.2007, 21:49 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    ***SH und LG*** Schön, dass dieser Bericht für Yopi-Verhältnisse sehr gut vergütet wird!