Erfahrungsbericht von Tub_thumper
Spät erschien er...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
...aber dann war er da: der Sommersong des Jahres 2002. Alljährlich wartet man auf ein Lied, das man mit dem Sommer in Verbindung bringen will. Lange Zeit galt das fade \"Perdono\" von Tiziano Ferro als der Sommerhit. Auch die \"üblichen Verdächtigen\" was einen Sommerhit betrifft, Loona oder die Vengaboys, brachten nichts besonderes auf den Markt.
Zum Glück jedoch gibt es \"El Tomato\", einen spanischen Flamenco-Spezialisten. Mit richtigem Namen heisst er Fernandez Torres. Der ist offensichtlich nicht nur musikalisch erfolgreich gewesen, sondern er drei Töchter - Pilar, Lola und Lucia. Diese singen als Trio zusammen und haben sich in Anlehnung an den Spitznamen ihres Vaters den Namen \"Las Ketchup\" gegeben.
Die drei Mädchen feiern derzeit mit ihrem Lied, den \"Ketchup Song\", der im Original \"Aserje\" heisst, in Europa einen Riesenerfolg.
Songtext (Spanglische Version):
Friday night it\'s party time
feeling ready looking fine,
viene diego rumbeando.
With the magic in his eyes
checking every girl in sight,
grooving like he does the mambo.
He\'s the man alli en la disco,
playing sexy felling hotter.
He\'s the king bailando et ritmo ragatanga,
and the dj that he knows well,
on the spot always around twelve,
plays the mix that diego mezcla con la salsa,
y la baila and he dances y la canta.
Refrain:
Aserejè ja de jè de jebe tu de jebere seibiunouva,
majavi an de bugui an de buididipi.
Aserejè ja de jè de jebe tu de jebere seibiunouva,
majavi an de bugui an de buididipi.
Many think its brujeria,
how he comes and disappears,
every move will hypnotize you.
Some will call it chuleria,
others say that its the real,
rastafari afrogitano.
He\'s the man alli en la disco,
playing sexy felling hotter.
He\'s the king bailando et ritmo ragatanga,
and the dj that he knows well,
on the spot always around twelve,
plays the mix that diego mezcla con la salsa,
y la baila and he dances y la canta.
Text:
Der Text der \"europäischen\" Version besteht aus englischen und spanischen Sprachteilen. Meiner Ansicht nach ist das nicht besonders gelungen, denn letztlich ist es nur ein sprachliches Kauderwelsch, das den Leuten, die kein Spanisch beherrschen ohnehin nicht hilft auch die Strophen zu singen oder zu verstehen.
Wie in Sommerliedern üblich geht es in dem Text um das schöne Urlaubsleben: Disco und Tanzen. Hier bietet das Lied keine wirkliche Innovation, sondern es wird mit altbekannten Mitteln geglänzt.
Präsentation:
Wie auch schon für andere Lieder wurde auch hier ein eigener Tanz entwickelt, der einfach zu erlernen ist. Zunächst werden die Hände in Höhe der Gürtellinie horizontal jeweils 2 mal übereinander überkreuzt. Dieser Schritt wird dann 3 mal wiederholt. Zum Ende des Refrains kommt ein bisschen Abwechslung in den Bewegungsablauf: jeweils zweimal wird der Anhalterdaumen über die Schulter gehoben. Zum Abschluß werden beide Hände gleichzeitig in Richtung Kopf angehoben, so dass der rechte Handrücken auf der Stirn liegt während der linke sich auf dem Hinterkopf befindet. Zusätzlich werden die Beine 4 mal zusammengeschlackert.
Der Tanz selbst sieht aus meiner Sicht ein bisschen albern aus. Daher passt er jedoch ziemlich gut zum Lied, das ja auch nicht bierernst gemeint ist, sondern ausschließlich gute Stimmung erzeugen und transportieren soll. Als Partyeinlage ist dieser Tanz sicherlich nicht zu verachten.
Bei Las Ketchup um eine Girlband, allerdings werden in diesem Lied die musikalischen Möglichkeiten nicht in Anspruch genommen. Es gibt weder Teile wo eins der Mädchen einzeln singt noch Teile wo die Mädchen das Lied (wie ein Chor) in verschiedenen Tonlagen singen. Es wird also ausschließlich gemeinsam gesungen ohne höhere künstlerische Elemente einfließen.
Cover:
Hintergrundfarbe des Covers ist ein dunkles Grün. Im Mittelpunkt stehen Pilar, Lola und Lucia, die sich gut gelaunt aneinander lehnen. Alle drei haben jeweils unterschiedliche weiße Kleider an. Am rechten und am linken Rand sieht man Tomaten.
Als Text steht \"Las Ketchup\" am oberen Rand und \"The Ketchup Song\" als Zeile in blau und \"(Aserje)\" in rot am unteren Rand.
Das Cover selbst lädt meiner Meinung nach nicht zum Kauf der CD ein. Es wirkt aus meiner Sicht ein bisschen lieblos erstellt. Ich denke, jemand, der sich auskennt, kriegt das innerhalb eines Tages locker hin ohne sich anstrengen zu müssen.
Tracks:
Auf der Maxi-CD gibt es insgesamt 4 Tracks: die Spanglische Version, die Album Version, den Chiringuito Club Single Edit und den Motown Club Single Edit.
Sonderlich unterscheiden sich die verschiedenen Mixe nicht. Musikalisch gesehen sind die Spanglische und die Album Version identisch. Sie unterscheiden sich im wesentlichen im Text. Wie man aus dem Wort \"Spanglisch\" schon schließen kann, handelt es sich aufgrund der Wortschöpfung aus Spanisch und Englisch um den Sprachmix während die Albumversion rein spanisch ist.
Der Chiringuito Club Single Edit ist von der Instrumentierung ein bisschen spanischer als seine Vorgänger. Der verwandte Text entspricht der Album Version. Der Bass wird bei dieser Version ein bisschen mehr betont. Zusätzlich werden die Gitarren \"spanischer\" gespielt.
Der Motown Club Single Edit hat unter anderem eine auf Bläser konzentriertes Zwischenspiel, das ein bisschen länger ist als beim Original.
Mir persönlich hat die Album Version am besten gefallen, obwohl auch der Chiringuito Club Single Edit aufgrund der Instrumentierung etwas für sich hat. Sonderliche Mühe hat man sich auch hier wohl nicht gemacht, allerdings finde ich die Mixe allesamt nicht ungelungen. Bei vielen anderen Maxis kann man nur 1-2 Mixe hören, die anderen sind mir zu experimentiv, so dass der eigentliche Charakter eines Liedes kaputtgemacht wird ohne dass es durch den neuen Mix einen neuen gewinnt. Das kann ich von dieser CD allerdings nicht behaupten.
Fazit:
Für mich ist der musikalische Sommer durch dieses Lied gerettet gewesen. Zu einem Sommer gehört immer noch ein bisschen sinnfreie Musik, die einen an die schönen warmen Tage im Urlaub erinnern - gerade wenn der Sommer so schlecht war wie in diesem Jahr.
Zum Langzeitspaß muss man glaube ich nicht viel sagen: das Lied wird in diversen Radiostationen bis zum Erbrechen gespielt. So stellt sich dann doch die eine oder andere Antipathie ein. Im nächsten Sommer ist das Lied wohl wieder vergessen. Das passierte jedoch auch anderen Liedern. Wer erinnert sich noch, wann das letzte mal \"Macarena\" von \"Los del Rio\" gespielt worden ist? Oder die Loona-Version von \"Mambo\"? Daher wird dieses Lied schnell wieder vergessen sein.
Der Erfolg des Liedes hängt damit zusammen, dass viel Temperament zum Ausdruck kommt. Obwohl es ungewöhnlich ist, dass ein Titel ein Hit wird, dessen Refrain man weder versteht noch gleich spontan richtig mitsingen kann (ich scheitere zumindest daran), bringt das Trio die Stimmung hervorragend rüber. Man verbindet gleich eine Menge Spaß, der ansteckend ist, mit dem Song. Bei mir sorgt das Lied immer wieder für eine Aufbesserung der Stimmung.
Aufgrund der Einfachheit des Liedes und des Überdrüssigwerdens durch zuviel Spielen (im Radio), bekommt das Lied daher 2 Punkte Abzug und somit eine mittlere Wertung.
Danke für\'s Lesen, Tub_thumper
Zum Glück jedoch gibt es \"El Tomato\", einen spanischen Flamenco-Spezialisten. Mit richtigem Namen heisst er Fernandez Torres. Der ist offensichtlich nicht nur musikalisch erfolgreich gewesen, sondern er drei Töchter - Pilar, Lola und Lucia. Diese singen als Trio zusammen und haben sich in Anlehnung an den Spitznamen ihres Vaters den Namen \"Las Ketchup\" gegeben.
Die drei Mädchen feiern derzeit mit ihrem Lied, den \"Ketchup Song\", der im Original \"Aserje\" heisst, in Europa einen Riesenerfolg.
Songtext (Spanglische Version):
Friday night it\'s party time
feeling ready looking fine,
viene diego rumbeando.
With the magic in his eyes
checking every girl in sight,
grooving like he does the mambo.
He\'s the man alli en la disco,
playing sexy felling hotter.
He\'s the king bailando et ritmo ragatanga,
and the dj that he knows well,
on the spot always around twelve,
plays the mix that diego mezcla con la salsa,
y la baila and he dances y la canta.
Refrain:
Aserejè ja de jè de jebe tu de jebere seibiunouva,
majavi an de bugui an de buididipi.
Aserejè ja de jè de jebe tu de jebere seibiunouva,
majavi an de bugui an de buididipi.
Many think its brujeria,
how he comes and disappears,
every move will hypnotize you.
Some will call it chuleria,
others say that its the real,
rastafari afrogitano.
He\'s the man alli en la disco,
playing sexy felling hotter.
He\'s the king bailando et ritmo ragatanga,
and the dj that he knows well,
on the spot always around twelve,
plays the mix that diego mezcla con la salsa,
y la baila and he dances y la canta.
Text:
Der Text der \"europäischen\" Version besteht aus englischen und spanischen Sprachteilen. Meiner Ansicht nach ist das nicht besonders gelungen, denn letztlich ist es nur ein sprachliches Kauderwelsch, das den Leuten, die kein Spanisch beherrschen ohnehin nicht hilft auch die Strophen zu singen oder zu verstehen.
Wie in Sommerliedern üblich geht es in dem Text um das schöne Urlaubsleben: Disco und Tanzen. Hier bietet das Lied keine wirkliche Innovation, sondern es wird mit altbekannten Mitteln geglänzt.
Präsentation:
Wie auch schon für andere Lieder wurde auch hier ein eigener Tanz entwickelt, der einfach zu erlernen ist. Zunächst werden die Hände in Höhe der Gürtellinie horizontal jeweils 2 mal übereinander überkreuzt. Dieser Schritt wird dann 3 mal wiederholt. Zum Ende des Refrains kommt ein bisschen Abwechslung in den Bewegungsablauf: jeweils zweimal wird der Anhalterdaumen über die Schulter gehoben. Zum Abschluß werden beide Hände gleichzeitig in Richtung Kopf angehoben, so dass der rechte Handrücken auf der Stirn liegt während der linke sich auf dem Hinterkopf befindet. Zusätzlich werden die Beine 4 mal zusammengeschlackert.
Der Tanz selbst sieht aus meiner Sicht ein bisschen albern aus. Daher passt er jedoch ziemlich gut zum Lied, das ja auch nicht bierernst gemeint ist, sondern ausschließlich gute Stimmung erzeugen und transportieren soll. Als Partyeinlage ist dieser Tanz sicherlich nicht zu verachten.
Bei Las Ketchup um eine Girlband, allerdings werden in diesem Lied die musikalischen Möglichkeiten nicht in Anspruch genommen. Es gibt weder Teile wo eins der Mädchen einzeln singt noch Teile wo die Mädchen das Lied (wie ein Chor) in verschiedenen Tonlagen singen. Es wird also ausschließlich gemeinsam gesungen ohne höhere künstlerische Elemente einfließen.
Cover:
Hintergrundfarbe des Covers ist ein dunkles Grün. Im Mittelpunkt stehen Pilar, Lola und Lucia, die sich gut gelaunt aneinander lehnen. Alle drei haben jeweils unterschiedliche weiße Kleider an. Am rechten und am linken Rand sieht man Tomaten.
Als Text steht \"Las Ketchup\" am oberen Rand und \"The Ketchup Song\" als Zeile in blau und \"(Aserje)\" in rot am unteren Rand.
Das Cover selbst lädt meiner Meinung nach nicht zum Kauf der CD ein. Es wirkt aus meiner Sicht ein bisschen lieblos erstellt. Ich denke, jemand, der sich auskennt, kriegt das innerhalb eines Tages locker hin ohne sich anstrengen zu müssen.
Tracks:
Auf der Maxi-CD gibt es insgesamt 4 Tracks: die Spanglische Version, die Album Version, den Chiringuito Club Single Edit und den Motown Club Single Edit.
Sonderlich unterscheiden sich die verschiedenen Mixe nicht. Musikalisch gesehen sind die Spanglische und die Album Version identisch. Sie unterscheiden sich im wesentlichen im Text. Wie man aus dem Wort \"Spanglisch\" schon schließen kann, handelt es sich aufgrund der Wortschöpfung aus Spanisch und Englisch um den Sprachmix während die Albumversion rein spanisch ist.
Der Chiringuito Club Single Edit ist von der Instrumentierung ein bisschen spanischer als seine Vorgänger. Der verwandte Text entspricht der Album Version. Der Bass wird bei dieser Version ein bisschen mehr betont. Zusätzlich werden die Gitarren \"spanischer\" gespielt.
Der Motown Club Single Edit hat unter anderem eine auf Bläser konzentriertes Zwischenspiel, das ein bisschen länger ist als beim Original.
Mir persönlich hat die Album Version am besten gefallen, obwohl auch der Chiringuito Club Single Edit aufgrund der Instrumentierung etwas für sich hat. Sonderliche Mühe hat man sich auch hier wohl nicht gemacht, allerdings finde ich die Mixe allesamt nicht ungelungen. Bei vielen anderen Maxis kann man nur 1-2 Mixe hören, die anderen sind mir zu experimentiv, so dass der eigentliche Charakter eines Liedes kaputtgemacht wird ohne dass es durch den neuen Mix einen neuen gewinnt. Das kann ich von dieser CD allerdings nicht behaupten.
Fazit:
Für mich ist der musikalische Sommer durch dieses Lied gerettet gewesen. Zu einem Sommer gehört immer noch ein bisschen sinnfreie Musik, die einen an die schönen warmen Tage im Urlaub erinnern - gerade wenn der Sommer so schlecht war wie in diesem Jahr.
Zum Langzeitspaß muss man glaube ich nicht viel sagen: das Lied wird in diversen Radiostationen bis zum Erbrechen gespielt. So stellt sich dann doch die eine oder andere Antipathie ein. Im nächsten Sommer ist das Lied wohl wieder vergessen. Das passierte jedoch auch anderen Liedern. Wer erinnert sich noch, wann das letzte mal \"Macarena\" von \"Los del Rio\" gespielt worden ist? Oder die Loona-Version von \"Mambo\"? Daher wird dieses Lied schnell wieder vergessen sein.
Der Erfolg des Liedes hängt damit zusammen, dass viel Temperament zum Ausdruck kommt. Obwohl es ungewöhnlich ist, dass ein Titel ein Hit wird, dessen Refrain man weder versteht noch gleich spontan richtig mitsingen kann (ich scheitere zumindest daran), bringt das Trio die Stimmung hervorragend rüber. Man verbindet gleich eine Menge Spaß, der ansteckend ist, mit dem Song. Bei mir sorgt das Lied immer wieder für eine Aufbesserung der Stimmung.
Aufgrund der Einfachheit des Liedes und des Überdrüssigwerdens durch zuviel Spielen (im Radio), bekommt das Lied daher 2 Punkte Abzug und somit eine mittlere Wertung.
Danke für\'s Lesen, Tub_thumper
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