The Locals (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 11/2011
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Erfahrungsbericht von ZordanBodiak
…they're dying to meet you…
Pro:
Ein nett-mysteriöser Film...
Kontra:
…der leider etwas überraschungsarm ist!
Empfehlung:
Ja
Nach dem kometenhaften Aufstieg Peter Jacksons wird dessen Heimat Neuseeland immer noch enorme Beachtung geschenkt. Nicht nur, dass die Urlauberzahlen im Land der Kiwis auffallend angestiegen sind – auch der weltweite Filmmarkt wird vermehrt durch cineastische Ergüsse von „down under“ bereichert. Aber die Neuseeländer versuchen nicht nur mit kleinen Juwelen wie dem zauberhaften „whale rider“ auf sich aufmerksam zu machen – auch in Sachen Gruselstreifen versuchen die Kiwis in die übergroßen Fußstapfen des mittlerweile rehabilitierten Splatterexperten Jackson zu treten.
Und so begibt es sich in „the locals“, dass Paul und Grant einen kurzen Wochenendtrip an den Strand planen und sich eine prächtige Sause erhoffen, mit der die alltäglichen Trennungsprobleme weggespült werden. Auf ihrer nächtlichen Fahrt durch die Einöde treffen sie jedoch auf zwei äußerst attraktive Mädels, die sie auf eine heiße Party einladen – vorausgesetzt sie können ihnen mit ihrem Auto folgen. Eine wilde Verfolgungsjagd beginnt...
...und endet für die beiden Kerle im Straßengraben. Ohne jede Hilfe in Aussicht machen sie sich auf den dunklen Weg, fest in der Hoffnung auf ein Farmhaus mit hilfsbereiten Bewohnern zu stoßen. Ein Haus finden sie auch – jedoch beobachten sie durch eine der Fensterscheiben einen Mord und haben so urplötzlich eine ganze Horde Einheimischer an den Fersen, die ihnen sicherlich nichts Gutes wollen....
Greg Pages Regiedebüt orientiert sich offensichtlich an den klassischen Mysterystreifen der Vergangenheit, in dem – wie schon in „evil dead“ – der Weg zum eigentlichen Handlungsschauplatz über eine alte klapprige Brücke führt. Großer Nachteil dieser klassischen Inszenierung ist sicherlich, dass man nur in den seltensten Fällen überrascht wird. Die meisten Wendungen sind altbekannt und deuten sich bei einem Genrekenner bereits meilenweit gegen den Wind an.
Aber trotz des minimalen Budgets hat Page aus seinem überraschungsarmen Drehbuch sicherlich das Bestmögliche herausgeholt. Er hat ein Auge für das Finden der richtigen Bilder, lässt Autoverfolgungsjagden wie bei Millionendollarproduktionen aussehen und spielt diese visuelle Stärke vor allem während der Opening-Credits hervorragend aus: Aus einem Helikopter wurde die Heimat der „locals“ gefilmt. Lange Einstellungen, in denen man nur die grünen Wiesen Neuseelands sieht. Häuser vermisst man gänzlich. Einzig ein vereinsamter Traktor fährt über eines der Felder. Untermalt mit rätselhafter, orchestraler Musik wirkt dies als hervorragende Einstimmung auf die späteren mysteriösen Ereignisse.
Leider erweist sich die Suche nach der „perfekter Visualisierung“ auch als größter Minuspunkt des Filmes. Mit der Zielsetzung etwas Besonderes zu schaffen, wurde in erhöhtem Maße mit der Beleuchtung gespielt – was sich zeitweise als fast tödlicher Spannungskiller erweist: Page versuchte durch eine taghelle Ausleuchtung der Bodenregion eine besonders mysteriöse Bebilderung zu schaffen. In gewissem Maße muss man ihm auch das Gelingen zugestehen, denn der Lichtkreis beschränkt sich überwiegend nur auf die agierenden Hauptpersonen – so entsteht vor allem ein großartiger Kontrast zur undurchdringlichen „Hintergrundschwärze“. Aber dennoch erscheint es als gänzlich unnötig, wenn eine düstere Hütte in der Nacht derartig hell erscheint und jegliche Überraschungsmomente so zunichte gemacht werden. Und gerade unvorhersehbare Schockmomente hätten dem Film sicherlich gut getan.
Obgleich das Drehbuch sich als zu überraschungsarm erweist, ist „the locals“ dennoch ein gelungener Genrebeitrag der alten Schule geworden, der nahezu gänzlich auf Ekeleffekte verzichtet. Hervorgerufen wird dieses Gelingen vor allem durch die kurzweilig erzählte Geschichte. Die Jungs befinden sich nahezu ständig auf der Flucht vor den „Hinterwäldlern“, so dass der Zuschauer nur wenig Raum fürs Luftholen hat. Ebenso als positive Faktoren sind die Darsteller zu verzeichnen. Zwar muss man bedenken, dass die Charakterzeichnung überwiegend flach ausfällt – John Barker [Grant] und Dwayne Cameron [Paul] erledigen ihre Arbeit jedoch befriedigend und wirken für das Publikum als gute Identifikationsfiguren.
DVD
Die DVD des Sunfilm-Labels wartet mit einem Hauptmenü auf, das mit seiner düsteren Musik und den mysteriösen Filmausschnitt wahrlich eine gute Einstimmung auf den Hauptfilm bietet. Selbiger wird mit einem äußerst kräftigen Bildtransfer [Format: 1:1.85] abgespielt. Unschärfen gibt es nur in wenigen Momenten zu verzeichnen und die Detailarmut in dunklen Szenen [aufgrund des erhöhten Kontrastes] dürften wohl ein filmisches Stilmittel des Regisseurs sein, so dass man im Großen und Ganzen das Bild als gut bezeichnen kann.
Der Ton hingegen ist in beiden deutschen Spuren [Dolby Digital 5.1 / DTS]äußerst druckvoll und vermittelt auch überwiegend ein gutes Raumgefühl. Besonders gut wirken die Umgebungsgeräusche, die die gruselige Atmosphäre herrlich fördern. Abstrich hingegen muss man bei der englischen Tonspur [Dolby Digital 5.1] machen. Diese ist leider mit äußerst dumpfen Dialogen gesegnet – aber auch hier kann man abschließend noch eine gute Gesamtnote vertreten.
Optimal werden zu den Tonspuren deutsche Untertitel angeboten. Leider sind diese jedoch nicht auf den Konsum durch hörgeschädigte Zuschauer ausgerichtet, was letztlich für einen negativen Beigeschmack sorgt.
Auf Seiten der Extras bietet der Silberling ein äußerst ansprechendes Bild. Die klassischen Trailer – sowohl für den Film als auch für andere Sunfilm-Veröffentlichungen – dürfen natürlich nicht fehlen. Interessant wird es jedoch erst beim Audiokommentar des Regisseurs. Greg Page hinterlässt einen aufgeweckten Eindruck, er hat offensichtlich Spaß beim Betrachten seines Werkes und gibt einige nette Anekdoten zum Besten. Kurz um: Hörbare und informative Aneinanderreihung von Hintergrundfakten!
Leider stellen sich die Interviews mit den Filmbeteiligten [insgesamt circa elf Minuten] als etwas unbefriedigend heraus. Während die Darsteller überwiegend unnötige Worte über ihre Charaktere verlieren, äußern sich wenigstens der Regisseur und der Produzent hörbar zum Film und dessen Inszenierung. Insgesamt wirken aber alle Interviews etwas abgeschnitten und hektisch. Da hätte man mehr rausholen können.
Einen durchaus gelungenen Abschluss in der Extrassektion bietet ein sechsminütiges Behind the scenes-Featurette, bei dem man einen guten Eindruck von den Dreharbeiten erhält. Insgesamt fünf Szenen werden hintereinander abgespielt, wobei immerzu durch einzelne Kommentare der Beteiligten die aktuelle Tätigkeit „erklärt“ wird.
Angemerkt sei aber zu den Extras, dass diese allesamt ohne deutsche Untertitel auskommen – was für eine Veröffentlichung im deutschsprachigen natürlich besonders ärgerlich ist und zu Punktabzügen in der Gesamtwertung führt.
Fazit - Erst wollten sie zum Strand. Dann zur Party und dann... nur noch nach Hause!
Entgegen dem Trend der harten Horrorunterhaltung präsentiert der neuseeländische Regiedebütant Greg Page einen klassischen Mysterystreifen, der mit seinen befriedigenden Darstellern durchaus als leidlich spannender Happen für zwischendurch geeignet ist. Einzig der wirklich mangelhafte Einsatz der Beleuchtung sorgt dafür, dass sich „the locals“ nicht von den durchschnittlichen Wertungsregionen abheben kann. Und somit wird die gruselige Geschichte um die beiden Jungs mit der Autopanne sicherlich nicht in die Filmgeschichte eingehen – es muss aber auch nicht immer ein wahres Juwel sein um einen netten Abend zu verbringen.
Die DVD bietet neben einer guten technischen Seite auch eine ordentliche Extraausstattung, so dass Freunde der gruseligen Unterhaltung durchaus einen Kauf wagen können...
Filmwertung: 5 Pannen-Punkte auf meiner 10er-Skala
DVD-Wertung: 7 mysteriöse Punkte auf meiner 10er-Skala
Und so begibt es sich in „the locals“, dass Paul und Grant einen kurzen Wochenendtrip an den Strand planen und sich eine prächtige Sause erhoffen, mit der die alltäglichen Trennungsprobleme weggespült werden. Auf ihrer nächtlichen Fahrt durch die Einöde treffen sie jedoch auf zwei äußerst attraktive Mädels, die sie auf eine heiße Party einladen – vorausgesetzt sie können ihnen mit ihrem Auto folgen. Eine wilde Verfolgungsjagd beginnt...
...und endet für die beiden Kerle im Straßengraben. Ohne jede Hilfe in Aussicht machen sie sich auf den dunklen Weg, fest in der Hoffnung auf ein Farmhaus mit hilfsbereiten Bewohnern zu stoßen. Ein Haus finden sie auch – jedoch beobachten sie durch eine der Fensterscheiben einen Mord und haben so urplötzlich eine ganze Horde Einheimischer an den Fersen, die ihnen sicherlich nichts Gutes wollen....
Greg Pages Regiedebüt orientiert sich offensichtlich an den klassischen Mysterystreifen der Vergangenheit, in dem – wie schon in „evil dead“ – der Weg zum eigentlichen Handlungsschauplatz über eine alte klapprige Brücke führt. Großer Nachteil dieser klassischen Inszenierung ist sicherlich, dass man nur in den seltensten Fällen überrascht wird. Die meisten Wendungen sind altbekannt und deuten sich bei einem Genrekenner bereits meilenweit gegen den Wind an.
Aber trotz des minimalen Budgets hat Page aus seinem überraschungsarmen Drehbuch sicherlich das Bestmögliche herausgeholt. Er hat ein Auge für das Finden der richtigen Bilder, lässt Autoverfolgungsjagden wie bei Millionendollarproduktionen aussehen und spielt diese visuelle Stärke vor allem während der Opening-Credits hervorragend aus: Aus einem Helikopter wurde die Heimat der „locals“ gefilmt. Lange Einstellungen, in denen man nur die grünen Wiesen Neuseelands sieht. Häuser vermisst man gänzlich. Einzig ein vereinsamter Traktor fährt über eines der Felder. Untermalt mit rätselhafter, orchestraler Musik wirkt dies als hervorragende Einstimmung auf die späteren mysteriösen Ereignisse.
Leider erweist sich die Suche nach der „perfekter Visualisierung“ auch als größter Minuspunkt des Filmes. Mit der Zielsetzung etwas Besonderes zu schaffen, wurde in erhöhtem Maße mit der Beleuchtung gespielt – was sich zeitweise als fast tödlicher Spannungskiller erweist: Page versuchte durch eine taghelle Ausleuchtung der Bodenregion eine besonders mysteriöse Bebilderung zu schaffen. In gewissem Maße muss man ihm auch das Gelingen zugestehen, denn der Lichtkreis beschränkt sich überwiegend nur auf die agierenden Hauptpersonen – so entsteht vor allem ein großartiger Kontrast zur undurchdringlichen „Hintergrundschwärze“. Aber dennoch erscheint es als gänzlich unnötig, wenn eine düstere Hütte in der Nacht derartig hell erscheint und jegliche Überraschungsmomente so zunichte gemacht werden. Und gerade unvorhersehbare Schockmomente hätten dem Film sicherlich gut getan.
Obgleich das Drehbuch sich als zu überraschungsarm erweist, ist „the locals“ dennoch ein gelungener Genrebeitrag der alten Schule geworden, der nahezu gänzlich auf Ekeleffekte verzichtet. Hervorgerufen wird dieses Gelingen vor allem durch die kurzweilig erzählte Geschichte. Die Jungs befinden sich nahezu ständig auf der Flucht vor den „Hinterwäldlern“, so dass der Zuschauer nur wenig Raum fürs Luftholen hat. Ebenso als positive Faktoren sind die Darsteller zu verzeichnen. Zwar muss man bedenken, dass die Charakterzeichnung überwiegend flach ausfällt – John Barker [Grant] und Dwayne Cameron [Paul] erledigen ihre Arbeit jedoch befriedigend und wirken für das Publikum als gute Identifikationsfiguren.
DVD
Die DVD des Sunfilm-Labels wartet mit einem Hauptmenü auf, das mit seiner düsteren Musik und den mysteriösen Filmausschnitt wahrlich eine gute Einstimmung auf den Hauptfilm bietet. Selbiger wird mit einem äußerst kräftigen Bildtransfer [Format: 1:1.85] abgespielt. Unschärfen gibt es nur in wenigen Momenten zu verzeichnen und die Detailarmut in dunklen Szenen [aufgrund des erhöhten Kontrastes] dürften wohl ein filmisches Stilmittel des Regisseurs sein, so dass man im Großen und Ganzen das Bild als gut bezeichnen kann.
Der Ton hingegen ist in beiden deutschen Spuren [Dolby Digital 5.1 / DTS]äußerst druckvoll und vermittelt auch überwiegend ein gutes Raumgefühl. Besonders gut wirken die Umgebungsgeräusche, die die gruselige Atmosphäre herrlich fördern. Abstrich hingegen muss man bei der englischen Tonspur [Dolby Digital 5.1] machen. Diese ist leider mit äußerst dumpfen Dialogen gesegnet – aber auch hier kann man abschließend noch eine gute Gesamtnote vertreten.
Optimal werden zu den Tonspuren deutsche Untertitel angeboten. Leider sind diese jedoch nicht auf den Konsum durch hörgeschädigte Zuschauer ausgerichtet, was letztlich für einen negativen Beigeschmack sorgt.
Auf Seiten der Extras bietet der Silberling ein äußerst ansprechendes Bild. Die klassischen Trailer – sowohl für den Film als auch für andere Sunfilm-Veröffentlichungen – dürfen natürlich nicht fehlen. Interessant wird es jedoch erst beim Audiokommentar des Regisseurs. Greg Page hinterlässt einen aufgeweckten Eindruck, er hat offensichtlich Spaß beim Betrachten seines Werkes und gibt einige nette Anekdoten zum Besten. Kurz um: Hörbare und informative Aneinanderreihung von Hintergrundfakten!
Leider stellen sich die Interviews mit den Filmbeteiligten [insgesamt circa elf Minuten] als etwas unbefriedigend heraus. Während die Darsteller überwiegend unnötige Worte über ihre Charaktere verlieren, äußern sich wenigstens der Regisseur und der Produzent hörbar zum Film und dessen Inszenierung. Insgesamt wirken aber alle Interviews etwas abgeschnitten und hektisch. Da hätte man mehr rausholen können.
Einen durchaus gelungenen Abschluss in der Extrassektion bietet ein sechsminütiges Behind the scenes-Featurette, bei dem man einen guten Eindruck von den Dreharbeiten erhält. Insgesamt fünf Szenen werden hintereinander abgespielt, wobei immerzu durch einzelne Kommentare der Beteiligten die aktuelle Tätigkeit „erklärt“ wird.
Angemerkt sei aber zu den Extras, dass diese allesamt ohne deutsche Untertitel auskommen – was für eine Veröffentlichung im deutschsprachigen natürlich besonders ärgerlich ist und zu Punktabzügen in der Gesamtwertung führt.
Fazit - Erst wollten sie zum Strand. Dann zur Party und dann... nur noch nach Hause!
Entgegen dem Trend der harten Horrorunterhaltung präsentiert der neuseeländische Regiedebütant Greg Page einen klassischen Mysterystreifen, der mit seinen befriedigenden Darstellern durchaus als leidlich spannender Happen für zwischendurch geeignet ist. Einzig der wirklich mangelhafte Einsatz der Beleuchtung sorgt dafür, dass sich „the locals“ nicht von den durchschnittlichen Wertungsregionen abheben kann. Und somit wird die gruselige Geschichte um die beiden Jungs mit der Autopanne sicherlich nicht in die Filmgeschichte eingehen – es muss aber auch nicht immer ein wahres Juwel sein um einen netten Abend zu verbringen.
Die DVD bietet neben einer guten technischen Seite auch eine ordentliche Extraausstattung, so dass Freunde der gruseligen Unterhaltung durchaus einen Kauf wagen können...
Filmwertung: 5 Pannen-Punkte auf meiner 10er-Skala
DVD-Wertung: 7 mysteriöse Punkte auf meiner 10er-Skala
28 Bewertungen, 1 Kommentar
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26.02.2005, 16:43 Uhr von bienemaja1972
Bewertung: sehr hilfreichbericht :-)
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