The Metal Opera - Avantasia Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Cover-Design:
- Klangqualität:
Erfahrungsbericht von The_Wishmaster
Operngesänge auf dem Scheiterhaufen
Pro:
...geniale Atmosphäre, stimmungsvolle Story, etliche Sänger im Einsatz, eingängige Songs, musikalisch nahezu perfekt umgesetztes Konzept, fantastisches Artwork...
Kontra:
...nicht alle Songs sind perfekt...
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Heute wird es metallisch, denn \"Avantasia\" geben sich die Ehre, vielmehr Edguy-Sänger Tobias Sammet, auf dessen Mist ja dieses Projekt gewachsen ist. Und um chronologisch vorzugehen, soll \"The Metal Opera, Part I\" im Mittelpunkt des Interesses stehen...
| ° Avantasia
|____________________
Wie bereits erwähnt, so ist \"Avantasia\" keine richtige Band, sondern eher ein Projekt. Aus der Taufe gehoben wurde es im Jahre 1999, als es dem Sänger während der Tour seiner eigenen Band langweilig wurde. Da reichten nicht einmal die vielen Folgen Pumuckl aus, die sich Tobi immer wieder im Tourbus ansah, irgendwann machte er sich einfach daran eine Geschichte auszuschreiben - und wie sehr diese bald ausartete, war es sich da wohl selbst noch nicht bewusst. Denn es sollte nicht nur eine einfache Geschichte werden, sondern eine fantastische Story, die zwar eigentlich im klerikalen Mittelalter spielt, aber auch in der heutigen Zeit noch aktuell ist. Besonders Augenmerk wurde auf die musikalische Umsetzung gelegt, da jeder Charakter von einem anderen Sänger verkörpert wird - dazu aber später mehr. 2001 erschien das erste Album, eineinhalb Jahre später legte man mit \"The Metal Opera, Part II\" nach - laut Tobis Aussagen das Ende der Saga, wären da nicht noch viele Fragen in der Story offen, so dass Fans immer noch auf einen weiteren Part hoffen können...
| ° The Metal Opera, Part I
|____________________
01.) ~ Prelude ~
02.) ~ Reach out for the Light ~ 8,5/10
03.) ~ Serpents in Paradise ~ 8/10
04.) ~ Malleus Maleficarum ~
05.) ~ Breaking Away ~ 9/10 <-- Anspieltipp
06.) ~ Farewell ~ 10/10 <-- Anspieltipp
07.) ~ The Glory of Rome ~ 8/10
08.) ~ In Nomine Patris ~
09.) ~ Avantasia ~ 10/10 <-- Anspieltipp
10.) ~ A new Dimension ~
11.) ~ Inside ~ 8/10
12.) ~ Sign of the Cross ~ 9,5/10 <-- Anspieltipp
13.) ~ The Tower ~ 9/10
In den 13 Stücken wird uns eine wahrhaft fantastische Geschichte erzählt, auf die ich hier nur kurz eingehen möchte. Protagonist ist Gabriel Laymann, ein Mönch des Mainzer Klosters, gesungen von Tobias Sammet. Da wird das Jahr 1602 schreiben, sind Hexenverbrennungen gerade recht in Mode und so soll dieses Schicksal auch Gabriels Stiefschwester Anna Held (Sharon del Adel/Within Temptation) ereilen - die Gabriel seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Doch der junge Mönch hat sich das Wiedersehen eigentlich etwas anders vorgestellt. Da er nicht glaubt dass seine Schwester eine Hexe ist, forscht er selbst nach dem mysteriösen Buch, welches man bei ihr gefunden haben soll. Dabei wird er in der Bibliothek von seinem Mentor Jakob (David DeFeis/Virgin Steele) überrascht und dieser lässt Gabriel in den Kerker werfen, damit er dort über sein Handeln nachdenken kann. Sein Mitgefangener, der Druide Lugaid Vandroiy (Michael Kiske/Ex-Helloween) verspricht ihm seine Hilfe und somit beginnt das Abenteuer, denn der Schlüssel zu allem scheint in einer anderen Welt, in Avantasia, zu liegen...
Rein musikalisch wird uns diese Story in astreinen, melodischen Powermetal verpackt. Wer gleich aufgrund dieser Schublade aufstöhnt, der sollte sich trotzdem ein paar Minuten Zeit nehmen und weiterlesen, von stupide agierenden Genre-Kollegen ist Tobias Sammet nämlich meilenweit entfernt. Man merkt einfach zu jeder Sekunde, wieviel Liebe und Energie der Jungspund in seine Kompositionen gesteckt hat, wie ausgereift alles ist. Bestes Beispiel dafür ist die Tatsache, dass es mir selbst heute noch - obwohl ich längst alle Songs in- und auswendig kenne - beim erneuten Hören eine Gänsehaut bei einzelnen Nummern versetzt. Natürlich bricht auch er dabei nicht gänzlich aus dem Genre aus und bekommen wir auf dem Album natürlich auch die üblichen Zutaten - melodische Leads, knackige Riffs, fettes Drumming, fulminante Chöre, etc. geboten, aber eben alles mit dem besonderen Extra.
Das sollte schon nach dem kurzen Intro \"Prelude\" klar werden, wenn mit dem Highspeed-Knaller \"Reach out for the Light\" die Scheibe eröffnet wird. Sakrale Einwürfe, Tobias einzigartige Stimme (weit weniger jodelnd als auf den Edguy-Releases) und ein eingängiger Refrain sorgen für gepflegtes Headbanging, während man die schrotenden Gitarren die Gehörgänge durchpusten lässt. Hier sind erfahrene Musiker am Werk - kein Wunder, verpflichtete Tobi doch Szenegrößen wie Henjo Richter, Markus Grosskopf, Alex Holzwarth oder Jens Ludwig für den instrumentalen Bereich. Dabei spielt es keine Rolle, ob man wie im bereits erwähnten Opener hart und aggressiv zur Sache geht oder wie in den vielen Zwischenspielen auch mal akustisch zur Sache geht, es gibt einfach nichts an der Scheibe auszusetzen. Vor allem von der Atmosphäre her sucht man lange, bis man ein vergleichbare Scheibchen findet, denn die Story um Gabriel und Anna wurde mit viel Gefühl und hervorragenden Lyrics rübergebracht. Kein Wunder, dass Tobi auch an einem Buch schreibt...
Besonders erwähnen möchte ich aus dem musikalischen Bereich aber noch einmal den Einsatz der verschiedenen Gesangsstimmen. Wie im Booklet schön nachzulesen ist, wurde jeder Charakter mit einem anderen Sänger - respektive Sängerin im Falle von Anna - besetzt und trällert auf dem Album die ihm jeweils zugedachten Zeilen. Dadurch ergibt sich teils alleine schon in den einzelnen Songs eine ungeheure Abwechslung, faszinierend wird es aber erst, wenn man die Scheibe als Ganzes betrachtet. Gut, Tobias Sammet als Mönch Gabriel in der Hauptrolle füllt natürlich wie zu erwarten ist den Hauptteil der Stimmen aus, insgesamt ist die Anzal von insgesamt 10 verschiedenen Vokalartisten - jeder für sich einfach genial - wirklich beeindruckend. Zumal auch jede Stimme perfekt besetzt wurde - oder wer würde sich einen kleinen Zwerg nicht mit der Stimme von Gamma Ray-Shouter Kai Hansen vorstellen? Eben! Eine kleine Sensation ist zudem der Einsatz von Michael Kiske als Lugaid Vandroy gewesen, der auf dem Album selbst nur als \"Ernie\" erwähnt wird - kein Wunder, hatte Michael doch lange Jahre nichts mehr mit Metal am Hut - dafür macht er seine Sache aber wirklich ausgezeichnet gut!
Und wie bereits erwähnt, so verdienen auch Tobis Kompositionen einfach ein riesiges Lob. Der Titelsong kommt im gut rockenden Midtempo mit einer mystisch tönen Orgel daher und sein fulminanter Chorus bläst alles weg, was sich ihm in den Weg stellt. Selbige Power und Kraft gebührt auch dem Refrain von \"Sign of the Cross\", einer der vielen Bombast-Nummern mit überlänge. Aber wo einen Track später \"The Tower\" nur in den ersten zwei Minuten vom Hocker reisst und danach etwas abflacht, kann das Zeichen des Kreuzes über die gesamte Spielzeit von nahezu sechseinhalb Minuten mit immer neuen Elementen - bassbetonten Strophen, hymnischen Orchestral-Parts, gefrickeltes Solo-Doppel im Uptempo - glänzen. Krachend wird\'s auch bei \"Breaking Away\", dem zwar nicht gerade ein Innovationspreis verliehen werden würde, welches aber einfach durch seine schiere Kraft mächtig Laune macht.
Gänzlich außer Konkurrenz steht aber die einzige \"Ballade\" des Albums - \"Farewell\", wobei auch hier ordentlich Gitarren zum Einsatz kommen. Aber dank eine verträumten Flötenmelodie und wiegendem Dreiviertel-Takt schwingt man eher sanft im Rhythmus mit, als wild die Haare zu schütteln. Und spätestens wenn Sharon ihre wundervolle Stimme erklingen lässt, schmilzt man dahin, bis man von einem bombastenden Chorus sanft, aber bestimmt dem Ende entgegen geschippert wird. Einfach grandios, was man hier abgeliefert hat. Da macht es selbst nichts aus, dass einzelne Melodieläufe bekannt vorkommen und Tracks wie das powernde \"Glory of Rome\" oder das von David DeFeis gesungene \"Serpent in Paradise\" zwar gut, aber nicht überragend sind - hier zählt einzig und alleine der Gesamteindruck und dieser ist schlicht und ergreifend phänomenal.
| ° Fazit
|____________________
Keine Frage: Im Jahre 2001 hat Tobias Sammet mit \"The Metal Opera, Part I\" ganz klar eine der wichtigsten Genre-Scheibe der letzten Jahre abgeliefert. Trotz teils einiger bekannter Melodien schaffte es der Edguy-Sänger, mit seinem Avantasia-Projekt beeindruckende Kompositionen auf den Silberling zu bannen und etliche Szene-Größen ins Studio zu locken. Die Produktion ist hervorragend, das Artwork grandios und dank der faszinierende Story und der Liebe zum Detail haben wir es hier mit einer ganz besonderen Art der Oper zu tun, die man sich immer wieder gerne anhört.
In diesem Sinne...
Stay Dark!
The-Operamaster
PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen auf dem Scheiterhaufen brennen... ;)
Shake Heads - Für den Grief!
Heute wird es metallisch, denn \"Avantasia\" geben sich die Ehre, vielmehr Edguy-Sänger Tobias Sammet, auf dessen Mist ja dieses Projekt gewachsen ist. Und um chronologisch vorzugehen, soll \"The Metal Opera, Part I\" im Mittelpunkt des Interesses stehen...
| ° Avantasia
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Wie bereits erwähnt, so ist \"Avantasia\" keine richtige Band, sondern eher ein Projekt. Aus der Taufe gehoben wurde es im Jahre 1999, als es dem Sänger während der Tour seiner eigenen Band langweilig wurde. Da reichten nicht einmal die vielen Folgen Pumuckl aus, die sich Tobi immer wieder im Tourbus ansah, irgendwann machte er sich einfach daran eine Geschichte auszuschreiben - und wie sehr diese bald ausartete, war es sich da wohl selbst noch nicht bewusst. Denn es sollte nicht nur eine einfache Geschichte werden, sondern eine fantastische Story, die zwar eigentlich im klerikalen Mittelalter spielt, aber auch in der heutigen Zeit noch aktuell ist. Besonders Augenmerk wurde auf die musikalische Umsetzung gelegt, da jeder Charakter von einem anderen Sänger verkörpert wird - dazu aber später mehr. 2001 erschien das erste Album, eineinhalb Jahre später legte man mit \"The Metal Opera, Part II\" nach - laut Tobis Aussagen das Ende der Saga, wären da nicht noch viele Fragen in der Story offen, so dass Fans immer noch auf einen weiteren Part hoffen können...
| ° The Metal Opera, Part I
|____________________
01.) ~ Prelude ~
02.) ~ Reach out for the Light ~ 8,5/10
03.) ~ Serpents in Paradise ~ 8/10
04.) ~ Malleus Maleficarum ~
05.) ~ Breaking Away ~ 9/10 <-- Anspieltipp
06.) ~ Farewell ~ 10/10 <-- Anspieltipp
07.) ~ The Glory of Rome ~ 8/10
08.) ~ In Nomine Patris ~
09.) ~ Avantasia ~ 10/10 <-- Anspieltipp
10.) ~ A new Dimension ~
11.) ~ Inside ~ 8/10
12.) ~ Sign of the Cross ~ 9,5/10 <-- Anspieltipp
13.) ~ The Tower ~ 9/10
In den 13 Stücken wird uns eine wahrhaft fantastische Geschichte erzählt, auf die ich hier nur kurz eingehen möchte. Protagonist ist Gabriel Laymann, ein Mönch des Mainzer Klosters, gesungen von Tobias Sammet. Da wird das Jahr 1602 schreiben, sind Hexenverbrennungen gerade recht in Mode und so soll dieses Schicksal auch Gabriels Stiefschwester Anna Held (Sharon del Adel/Within Temptation) ereilen - die Gabriel seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Doch der junge Mönch hat sich das Wiedersehen eigentlich etwas anders vorgestellt. Da er nicht glaubt dass seine Schwester eine Hexe ist, forscht er selbst nach dem mysteriösen Buch, welches man bei ihr gefunden haben soll. Dabei wird er in der Bibliothek von seinem Mentor Jakob (David DeFeis/Virgin Steele) überrascht und dieser lässt Gabriel in den Kerker werfen, damit er dort über sein Handeln nachdenken kann. Sein Mitgefangener, der Druide Lugaid Vandroiy (Michael Kiske/Ex-Helloween) verspricht ihm seine Hilfe und somit beginnt das Abenteuer, denn der Schlüssel zu allem scheint in einer anderen Welt, in Avantasia, zu liegen...
Rein musikalisch wird uns diese Story in astreinen, melodischen Powermetal verpackt. Wer gleich aufgrund dieser Schublade aufstöhnt, der sollte sich trotzdem ein paar Minuten Zeit nehmen und weiterlesen, von stupide agierenden Genre-Kollegen ist Tobias Sammet nämlich meilenweit entfernt. Man merkt einfach zu jeder Sekunde, wieviel Liebe und Energie der Jungspund in seine Kompositionen gesteckt hat, wie ausgereift alles ist. Bestes Beispiel dafür ist die Tatsache, dass es mir selbst heute noch - obwohl ich längst alle Songs in- und auswendig kenne - beim erneuten Hören eine Gänsehaut bei einzelnen Nummern versetzt. Natürlich bricht auch er dabei nicht gänzlich aus dem Genre aus und bekommen wir auf dem Album natürlich auch die üblichen Zutaten - melodische Leads, knackige Riffs, fettes Drumming, fulminante Chöre, etc. geboten, aber eben alles mit dem besonderen Extra.
Das sollte schon nach dem kurzen Intro \"Prelude\" klar werden, wenn mit dem Highspeed-Knaller \"Reach out for the Light\" die Scheibe eröffnet wird. Sakrale Einwürfe, Tobias einzigartige Stimme (weit weniger jodelnd als auf den Edguy-Releases) und ein eingängiger Refrain sorgen für gepflegtes Headbanging, während man die schrotenden Gitarren die Gehörgänge durchpusten lässt. Hier sind erfahrene Musiker am Werk - kein Wunder, verpflichtete Tobi doch Szenegrößen wie Henjo Richter, Markus Grosskopf, Alex Holzwarth oder Jens Ludwig für den instrumentalen Bereich. Dabei spielt es keine Rolle, ob man wie im bereits erwähnten Opener hart und aggressiv zur Sache geht oder wie in den vielen Zwischenspielen auch mal akustisch zur Sache geht, es gibt einfach nichts an der Scheibe auszusetzen. Vor allem von der Atmosphäre her sucht man lange, bis man ein vergleichbare Scheibchen findet, denn die Story um Gabriel und Anna wurde mit viel Gefühl und hervorragenden Lyrics rübergebracht. Kein Wunder, dass Tobi auch an einem Buch schreibt...
Besonders erwähnen möchte ich aus dem musikalischen Bereich aber noch einmal den Einsatz der verschiedenen Gesangsstimmen. Wie im Booklet schön nachzulesen ist, wurde jeder Charakter mit einem anderen Sänger - respektive Sängerin im Falle von Anna - besetzt und trällert auf dem Album die ihm jeweils zugedachten Zeilen. Dadurch ergibt sich teils alleine schon in den einzelnen Songs eine ungeheure Abwechslung, faszinierend wird es aber erst, wenn man die Scheibe als Ganzes betrachtet. Gut, Tobias Sammet als Mönch Gabriel in der Hauptrolle füllt natürlich wie zu erwarten ist den Hauptteil der Stimmen aus, insgesamt ist die Anzal von insgesamt 10 verschiedenen Vokalartisten - jeder für sich einfach genial - wirklich beeindruckend. Zumal auch jede Stimme perfekt besetzt wurde - oder wer würde sich einen kleinen Zwerg nicht mit der Stimme von Gamma Ray-Shouter Kai Hansen vorstellen? Eben! Eine kleine Sensation ist zudem der Einsatz von Michael Kiske als Lugaid Vandroy gewesen, der auf dem Album selbst nur als \"Ernie\" erwähnt wird - kein Wunder, hatte Michael doch lange Jahre nichts mehr mit Metal am Hut - dafür macht er seine Sache aber wirklich ausgezeichnet gut!
Und wie bereits erwähnt, so verdienen auch Tobis Kompositionen einfach ein riesiges Lob. Der Titelsong kommt im gut rockenden Midtempo mit einer mystisch tönen Orgel daher und sein fulminanter Chorus bläst alles weg, was sich ihm in den Weg stellt. Selbige Power und Kraft gebührt auch dem Refrain von \"Sign of the Cross\", einer der vielen Bombast-Nummern mit überlänge. Aber wo einen Track später \"The Tower\" nur in den ersten zwei Minuten vom Hocker reisst und danach etwas abflacht, kann das Zeichen des Kreuzes über die gesamte Spielzeit von nahezu sechseinhalb Minuten mit immer neuen Elementen - bassbetonten Strophen, hymnischen Orchestral-Parts, gefrickeltes Solo-Doppel im Uptempo - glänzen. Krachend wird\'s auch bei \"Breaking Away\", dem zwar nicht gerade ein Innovationspreis verliehen werden würde, welches aber einfach durch seine schiere Kraft mächtig Laune macht.
Gänzlich außer Konkurrenz steht aber die einzige \"Ballade\" des Albums - \"Farewell\", wobei auch hier ordentlich Gitarren zum Einsatz kommen. Aber dank eine verträumten Flötenmelodie und wiegendem Dreiviertel-Takt schwingt man eher sanft im Rhythmus mit, als wild die Haare zu schütteln. Und spätestens wenn Sharon ihre wundervolle Stimme erklingen lässt, schmilzt man dahin, bis man von einem bombastenden Chorus sanft, aber bestimmt dem Ende entgegen geschippert wird. Einfach grandios, was man hier abgeliefert hat. Da macht es selbst nichts aus, dass einzelne Melodieläufe bekannt vorkommen und Tracks wie das powernde \"Glory of Rome\" oder das von David DeFeis gesungene \"Serpent in Paradise\" zwar gut, aber nicht überragend sind - hier zählt einzig und alleine der Gesamteindruck und dieser ist schlicht und ergreifend phänomenal.
| ° Fazit
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Keine Frage: Im Jahre 2001 hat Tobias Sammet mit \"The Metal Opera, Part I\" ganz klar eine der wichtigsten Genre-Scheibe der letzten Jahre abgeliefert. Trotz teils einiger bekannter Melodien schaffte es der Edguy-Sänger, mit seinem Avantasia-Projekt beeindruckende Kompositionen auf den Silberling zu bannen und etliche Szene-Größen ins Studio zu locken. Die Produktion ist hervorragend, das Artwork grandios und dank der faszinierende Story und der Liebe zum Detail haben wir es hier mit einer ganz besonderen Art der Oper zu tun, die man sich immer wieder gerne anhört.
In diesem Sinne...
Stay Dark!
The-Operamaster
PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen auf dem Scheiterhaufen brennen... ;)
Shake Heads - Für den Grief!
30 Bewertungen, 1 Kommentar
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11.01.2007, 12:02 Uhr von LittleSparko
Bewertung: sehr hilfreichlg, daniela
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