The long road - Nickelback Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 11/2003
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Summe aller Bewertungen
- Cover-Design:
- Klangqualität:
Erfahrungsbericht von Senilm
Someday i hope you learn the hard way !
Pro:
siehe text
Kontra:
siehe text
Empfehlung:
Ja
Hallo und Willkommen,
es war im November des Jahres 2000 - als ich bei 2Rock auf Viva2 eine junge Newcomerband aus Kanada sah... Nickelback nannte sich diese!
Es dauerte nicht lange da kam ihre Single \"Leader of men\" und ihr Album nach Deutschland - ja, ich hatte meinen privaten kleinen Schatz gefunden.
Es dauerte noch einmal ein dreiviertel Jahr als der Song \"How you remind me\" herauskam - nur wenig später waren Nickelback in den Charts - bei TopofthePops und in den Herzen aller 14jährigen!
Für mich hatten Sie ihren Sonderstatus und Ihre Kredibilität verloren...
Nun liegt vor mir ihr neuer Longplayer \"The Long road\" und ich hab irgendwie überhaupt keine Lust mehr auf den Sound von Chad Kroeger...
SHOULD`VE LISTENED
Das ändert sich weder beim Highspeeddrumtitel \"Flat on the floor\" welcher durch den hervorpreschenden Gesang von Kroeger seinen Stempel aufgedrückt bekommt,
als auch beim schwurbeligen \"Do this anymore\" welches sich immerhin eine kleine Akustikpause einlegt, bevor es mit rumpelnden Bässen und Stakkatoriffs über Kroegers Shouts hinwegzieht.
Die Vorabsingle \"Someday\" bietet dann immerhin wieder Mitsingpassagen für all die 14jährigen, die eh wieder nicht verstehen um was es textlich eigentlich wirklich geht, so wie es schon bei \"How you remind me\" der Fall war! Aber was solls - es ist grundsolide Riffkost - mit eingängigem Refrainhauptgang, der aus dem Tempo- und Instrumentalwechsel profitiert.
\"Believe it or not\" pochert uns dann zitternde Riffs ins Ohr die Schlag auf Schlag mit dem Drummer um die härter Gangart buhlen, dazwischen wieder Chad Kroegers bekannte stets im Vordergrund melodische Stimme. Abwechslung bringt \"Feelin`way too..\" welches sich in akustischer Stimmung befindet - was aber Kroegers Stimme vollends auf Sand laufen lässt, zum Glück erbarmt sich der Bassist und liefert fundamentale Aufbauarbeit.
Stromgitarren und wüstes Gedresche bietet \"Because of you\" - das ganze wirkt zeitweise wie eine derbe Metalorgie, spätestens wenn jedoch Kroeger sich als Growler versucht ist Hopfen und Malz verloren, darüber kann auch die eingängige Bridge nicht hinwegtäuschen !
Straighter Rock wie man es von Nickelback gewohnt ist bietet \"Figured you out\" - klassische Riffs, getrimmte Drums und ein Refrain, der vollends auf die Stimmgewalt Chad`s zugeschnitten ist - das vibriert sich gut ins Ohr - eine Zumutung dagegen ist \"Should`ve listened\" - ein schweremütiger Akustikrocker, welcher voller geschwollener Melancholie in Kroegers kläglichem Versuch scheitert Emotion in seine Stimme zu legen.
Eine ganz derbe Packung holpernder Bässe und furztrockenen Drums knallt man uns mit \"Throw yourself away\" vor den Latz - stupide ballert sich dieses Werk mit seinem bemüht shoutenden Gesang ins Ohr, dazu gibts Riffsolis die das Nervenkostüm auf eine harte Probe stellen.
\"Another hole in the head\" überrascht dann doch positiv, daß was sich die Stromgitarren rausnehmen darf schon als unverschämt eingängig gelten - hier pumpen die melodischen Riffs vor lauter Freude in erregter Saitenverzückung aus den Boxen - dazu bewährte Hausmannskost in Form von motiviert dargebotene Brachialgesang und Dauerrefrainbeschallung!
Die nächste Überraschung birgt dann \"See you at the show\" in sich - ein Titel der zwar gnadenlos Chad Kroegers stimmliche Defizite vorführt, dafür aber mit seiner leicht countryesken Grundstimmung den staubigen Wüstensand ganz schön aufwirbelt - wie ein Sandsturm bricht dann doch wieder der ungezügelte Refrain strombestimmt über uns herein ...\"after after hour of alcohol\".
Ihr wollt Rock - stupiden, straighten tempomachenden Stadionrock, den euch auch BonJovi in den 80ern mal gaben ? Tja, dann ist \"Saturday nights alright\" das richtige für euch - Terrorsensenriffs, Vorschlaghammerbässe und Uzigeballerdrums treiben hier ihr perverses Spiel mit dem armen Hörer, der nicht so recht weiss ob er beim Stadionrefrain mitsingen soll oder nicht...
Danach ists auch schon vorbei... ausser man wartet eine Weile und kommt in den Genuss der Bonustracks -
da wäre der knallharte Speedgetränkte \"Yanking out my heart\" - der beim Autofahren sicherlich eine hervorragende Vollgashymne abgibt!
Oder auch \"Learn the hardway\" das Riffs der Marke Anthrax vorführt - dazu auch mal in der AC/DC Kramkiste für kommerziellen Rock gräbt und dann auch noch den Vocoder auspackt um den Gesang ein wenig zu verzerren! Die am Arsch packenden Bässe treten einem diesen auch ordentlich weich ... und mit einem beherzten Tritt dann auch ans Ende des Albums!
GOTTA LEARN THE HARD WAY...
Wie der letzte Titel ist auch das ganze Album zu beurteilen - Nickelback haben nochmal ordentlich eins drauf gepackt - keine Melodicrock-Spiränzchen mehr - jetzt gibts knallharten Prügelrock inklusive Tinnituspfeifen!
Das das Ganze aber dennoch immer noch unverkennbar Nickelback ist, dafür sorgt Chad Kroegers stehts bemüht motivierter Schreigesang - der jedenTitel brandmarkt. So passiert es dann auch schnell, daß die gesanglichen Defizite bei einigen Songs offenkundig darliegen - so z.B. in bemühten Balladen oder schwermütigen Akustikstücken.
Auch hat man nicht darauf verzichtet ein paar Chartbreaker mit einzubauen, die auf dem vom Vorgängeralbum bekannten - und von vielen anderen Bands praktizierten - \"Melodische Stimmung - aufbauen zum Knüppelrefrain inkl. Mitsingchor und danach wieder langsamer angehen lassen\" - Schema.
Alles in allem, ein nicht gerade sehr abwechslungsreiches - aber in Ordnung gehendes Rockalbum, wer die bisherigen Sachen von Nickelback mochte wird sich auch mit dieser Scheibe gut vereinbaren können... auch wenn sich Nickelback doch einige Sympathien verspielt haben.
es war im November des Jahres 2000 - als ich bei 2Rock auf Viva2 eine junge Newcomerband aus Kanada sah... Nickelback nannte sich diese!
Es dauerte nicht lange da kam ihre Single \"Leader of men\" und ihr Album nach Deutschland - ja, ich hatte meinen privaten kleinen Schatz gefunden.
Es dauerte noch einmal ein dreiviertel Jahr als der Song \"How you remind me\" herauskam - nur wenig später waren Nickelback in den Charts - bei TopofthePops und in den Herzen aller 14jährigen!
Für mich hatten Sie ihren Sonderstatus und Ihre Kredibilität verloren...
Nun liegt vor mir ihr neuer Longplayer \"The Long road\" und ich hab irgendwie überhaupt keine Lust mehr auf den Sound von Chad Kroeger...
SHOULD`VE LISTENED
Das ändert sich weder beim Highspeeddrumtitel \"Flat on the floor\" welcher durch den hervorpreschenden Gesang von Kroeger seinen Stempel aufgedrückt bekommt,
als auch beim schwurbeligen \"Do this anymore\" welches sich immerhin eine kleine Akustikpause einlegt, bevor es mit rumpelnden Bässen und Stakkatoriffs über Kroegers Shouts hinwegzieht.
Die Vorabsingle \"Someday\" bietet dann immerhin wieder Mitsingpassagen für all die 14jährigen, die eh wieder nicht verstehen um was es textlich eigentlich wirklich geht, so wie es schon bei \"How you remind me\" der Fall war! Aber was solls - es ist grundsolide Riffkost - mit eingängigem Refrainhauptgang, der aus dem Tempo- und Instrumentalwechsel profitiert.
\"Believe it or not\" pochert uns dann zitternde Riffs ins Ohr die Schlag auf Schlag mit dem Drummer um die härter Gangart buhlen, dazwischen wieder Chad Kroegers bekannte stets im Vordergrund melodische Stimme. Abwechslung bringt \"Feelin`way too..\" welches sich in akustischer Stimmung befindet - was aber Kroegers Stimme vollends auf Sand laufen lässt, zum Glück erbarmt sich der Bassist und liefert fundamentale Aufbauarbeit.
Stromgitarren und wüstes Gedresche bietet \"Because of you\" - das ganze wirkt zeitweise wie eine derbe Metalorgie, spätestens wenn jedoch Kroeger sich als Growler versucht ist Hopfen und Malz verloren, darüber kann auch die eingängige Bridge nicht hinwegtäuschen !
Straighter Rock wie man es von Nickelback gewohnt ist bietet \"Figured you out\" - klassische Riffs, getrimmte Drums und ein Refrain, der vollends auf die Stimmgewalt Chad`s zugeschnitten ist - das vibriert sich gut ins Ohr - eine Zumutung dagegen ist \"Should`ve listened\" - ein schweremütiger Akustikrocker, welcher voller geschwollener Melancholie in Kroegers kläglichem Versuch scheitert Emotion in seine Stimme zu legen.
Eine ganz derbe Packung holpernder Bässe und furztrockenen Drums knallt man uns mit \"Throw yourself away\" vor den Latz - stupide ballert sich dieses Werk mit seinem bemüht shoutenden Gesang ins Ohr, dazu gibts Riffsolis die das Nervenkostüm auf eine harte Probe stellen.
\"Another hole in the head\" überrascht dann doch positiv, daß was sich die Stromgitarren rausnehmen darf schon als unverschämt eingängig gelten - hier pumpen die melodischen Riffs vor lauter Freude in erregter Saitenverzückung aus den Boxen - dazu bewährte Hausmannskost in Form von motiviert dargebotene Brachialgesang und Dauerrefrainbeschallung!
Die nächste Überraschung birgt dann \"See you at the show\" in sich - ein Titel der zwar gnadenlos Chad Kroegers stimmliche Defizite vorführt, dafür aber mit seiner leicht countryesken Grundstimmung den staubigen Wüstensand ganz schön aufwirbelt - wie ein Sandsturm bricht dann doch wieder der ungezügelte Refrain strombestimmt über uns herein ...\"after after hour of alcohol\".
Ihr wollt Rock - stupiden, straighten tempomachenden Stadionrock, den euch auch BonJovi in den 80ern mal gaben ? Tja, dann ist \"Saturday nights alright\" das richtige für euch - Terrorsensenriffs, Vorschlaghammerbässe und Uzigeballerdrums treiben hier ihr perverses Spiel mit dem armen Hörer, der nicht so recht weiss ob er beim Stadionrefrain mitsingen soll oder nicht...
Danach ists auch schon vorbei... ausser man wartet eine Weile und kommt in den Genuss der Bonustracks -
da wäre der knallharte Speedgetränkte \"Yanking out my heart\" - der beim Autofahren sicherlich eine hervorragende Vollgashymne abgibt!
Oder auch \"Learn the hardway\" das Riffs der Marke Anthrax vorführt - dazu auch mal in der AC/DC Kramkiste für kommerziellen Rock gräbt und dann auch noch den Vocoder auspackt um den Gesang ein wenig zu verzerren! Die am Arsch packenden Bässe treten einem diesen auch ordentlich weich ... und mit einem beherzten Tritt dann auch ans Ende des Albums!
GOTTA LEARN THE HARD WAY...
Wie der letzte Titel ist auch das ganze Album zu beurteilen - Nickelback haben nochmal ordentlich eins drauf gepackt - keine Melodicrock-Spiränzchen mehr - jetzt gibts knallharten Prügelrock inklusive Tinnituspfeifen!
Das das Ganze aber dennoch immer noch unverkennbar Nickelback ist, dafür sorgt Chad Kroegers stehts bemüht motivierter Schreigesang - der jedenTitel brandmarkt. So passiert es dann auch schnell, daß die gesanglichen Defizite bei einigen Songs offenkundig darliegen - so z.B. in bemühten Balladen oder schwermütigen Akustikstücken.
Auch hat man nicht darauf verzichtet ein paar Chartbreaker mit einzubauen, die auf dem vom Vorgängeralbum bekannten - und von vielen anderen Bands praktizierten - \"Melodische Stimmung - aufbauen zum Knüppelrefrain inkl. Mitsingchor und danach wieder langsamer angehen lassen\" - Schema.
Alles in allem, ein nicht gerade sehr abwechslungsreiches - aber in Ordnung gehendes Rockalbum, wer die bisherigen Sachen von Nickelback mochte wird sich auch mit dieser Scheibe gut vereinbaren können... auch wenn sich Nickelback doch einige Sympathien verspielt haben.
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