Thomas Klumpstreu Testbericht

ab 55,94
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Summe aller Bewertungen
  • Akzeptanz beim Tier:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von Wolf26ie

Neuigkeiten von der Ködelfront

Pro:

recht günstig, ergiebig, effektiv

Kontra:

dämliche Verpackung, teilweise zu feine Konsistenz

Empfehlung:

Ja

Zahnarztgänge und das Schleppen von Katzenstreu sind zwei Dinge, die ich auf den Tod nicht ausstehen kann. Zum Zahnarzt muß ich in der Regel aber nur alle sechs Monate, während mein Kater mit einem weitaus häufigerem Ködelverhalten gesegnet ist. Gerade wenn ich im Sommer schwer bepackt durch die Straßen schleiche und auf dem Beutel den ironischen Satz „aus Liebe zu Ihrer Katze“ lesen muß überlege ich mir, ob es ein Stoma nicht auch tun würde. Einmal im Tag den Beutel wechseln, das bekomme ich grade eben noch so hin ...
Nun bin ich umgezogen und darf meine Einkäufe bis in das Dachgeschoß schleppen, was mich zusätzlich annervt. Als Ausgleich dafür befindet sich keine fünf Minuten von mir entfernt ein Zooladen (hurra!) der bei näherer Betrachtung aber nicht das richtige Katzenstreu von Gimpet führt (kacke!) Nun habe ich nicht immer Lust, nur wegen Björn in den nächsten Ort fahren zu müssen und hole ab und an halt eine andere Marke. Als gute Alternative zu Biokats Classic hat sich da das Klumpstreu von Thomas angeboten.
Im Zoofachgeschäft habe ich einen 10 l Beutel für 6 € geholt. Wieder einmal bin ich damit auf die Nase gefallen, denn im Nachhinein fiel mir auf, dass er im Supermarkt teilweise schon für 4 € zu bekommen ist. Wieder ein Grund, weshalb ich nicht allzu gerne meine normalen Katzen-Einkäufe im Fachgeschäft erledige. Mittlerweile habe ich gesehen, dass Thomas das Zeug auch im 20 l Beutel anbietet, welches im Supermarkt um die 9 € kostet.

Die Verpackung besteht im Gegensatz wie bei vielen anderen Marken aus einer recyclebaren orangefarbenen Papiertüte. Theoretisch eine gute Maßnahme, um das schlechte Gewissen des Verbrauchers einzulullen. Allerdings weist diese Verpackung auch Mängel auf. So ist es mir schon passiert, dass ich auf dem Weg durch das Geschäft eine krümelige Spur hinter mir hergezogen habe. Ist ja eine nette Sache wenn man sich im Laden verläuft, aber ich heiße nicht Hänsel, kann mir eigentlich recht gut Wege merken und möchte gerne einen vollen Beutel kaufen.(© logge) Auch wenn der Beutel beim Hochheben noch keine Macke hatte, sollte man deshalb trotzdem recht vorsichtig mit ihm umgehen, da er nicht sehr reißfest ist. Auch der verstärkte Papierhenkel sitzt nicht immer bombensicher; dafür liegt er aber besser in der Hand und frisst sich nicht so schnell in die Handinnenfläche wie seine Kumpels aus Plastik.
Ansonsten ist der Beutel optisch nicht der Brüller. Eine gezeichnete schwarzweiße Mieze grinst uns von dem orangefarbenen Hintergrund fröhlich an, auf Vorder- und Rückseite wurden die unglaublichen Vorzüge der Marke aufgezählt und außerdem gibt es eine Bilderreihe zum Thema „Katzenklo schippen für Doofe“. Jedenfalls glaube ich nicht, dass sich tatsächlich ein Katzenbesitzer diese bebilderte Anleitung wirklich anschaut – es sei denn, er schreibt für Ciao einen Beitrag über das Produkt. Außerdem erfahre ich hier, dass Thomas Klumpstreu als mineralisches Tonprodukt für die Großkompostierung geeignet ist. Ferner sollen geruchshemmende Bestandteile eine verminderte Ausdünstung der Katzentoilette sorgen.

Glücklich und mit heilem Beutel im dritten Stock angekommen, wird mit einem Finger ein Loch in die seitliche Verpackung gebohrt oder an der gekennzeichneten Stelle aufgeschnitten. Unter den strengen Blicken des Fachneutrums kippe ich nun eine ca. 7 cm hohe Schicht in das Katzenklo. Im nächsten Augeblick tränen mir die Augen, ich fühle ein Kribbeln im Hals und jenseits der plötzlich aufgetretenen Wolke im Badezimmer höre ich ein heftiges Niesen vom Experten. Um es anders auszudrücken: das Zeug staubt ohne Ende. Als sich der dichte Nebel verzieht und ich auch nicht mehr husten muß sehe ich, dass die graue Streu schon recht grobkörnig ist, aber durch falsche Lagerung oder einen Produktionsfehler oder was auch immer viele der Körner zu feinem Staub zermahlen wurden, welcher nun auf den Badezimmerfliesen hängt. Nun könnte man annehmen, dass es nur ein Einzelfall wäre. Mittlerweile habe ich aber schon den dritten Beutel in Angriff und dort genau dasselbe Problem festgestellt.

Aber platzende Beutel und Staublungen sind egal, denn das Wichtigste ist schließlich, ob das Klumpstreu beim Publikum ankommt. Björn wagt sich an seine Toilette. Er schaut. Er schnüffelt. Er scharrt. Er scharrt. Er scharrt. (dieser Vorgang dauert eine Weile) Er gibt mir zu verstehen, dass ich bitte das Bad verlassen möchte. Und dann macht er sich an die Arbeit. Erleichtert und zufrieden stolziert Monsieur später an mit vorbei, um sein zweites Abendbrot einzunehmen. Er schüttelt sich nicht die Pfoten, also bleibt nicht zuviel von dem Zeug an ihnen hängen.
Die spätere Kloreinigung stellt sich als nicht sehr schwierig dar. Wie versprochen hat Teejay ... ääh ... Thomas tatsächlich Björns Bubu und sogar sein Pipi gut aufgesaugt und zu mehreren Klumpen geformt, welche ich gut mit der Schaufel aufnehmen kann. Das spricht auch für die Ergiebigkeit des Streus. Soweit ich es beurteilen kann, riecht es auch nicht allzu streng. Dazu muß ich aber auch sagen, dass ich meine Birne nicht mal Ciao zuliebe freiwillig in Björns Büro stecke um einen tiefen Zug zu nehmen. Allerdings kann ich das Badezimmer betreten, ohne gleich vom Eau de Pipi angegriffen zu werden.
Im Grunde ist Thomas Klumpstreu also recht empfehlenswert. Allerdings schwankt die Qualität von Beutel zu Beutel und die Verpackung ist mir zu empfindlich.

8 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Mundi

    18.05.2005, 21:40 Uhr von Mundi
    Bewertung: sehr hilfreich

    Nicht zu viel davon essen!