Tierpark Aachen Testbericht

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Erfahrungsbericht von Baffy

Es muss nicht immer groß sein um zu beeindrucken!

Pro:

Größerer Streichelzoo; eher heimische Tierarten; klein aber oho!

Kontra:

teilweise etwas kleine Gehege

Empfehlung:

Ja

Eigentlich hatten meine Eltern und ich im Sommer diesen Jahres vor wieder einmal den Kölner Zoo zu besuchen. Wir waren dort schon seit Jahren nicht mehr gewesen und so freuten wir uns schon alle drauf. Leider - oder zum Glück - war es an diesem sonnigen Sonntag in Köln so, dass die halbe Stadt die gleiche Idee wie wir hatten und so verzicheten wir dann auf de Besuch des bekannten Zoos.
Aber so ganz ohne einen Rundgang im Zoo wollten wir dann doch nicht bleiben. Also fassten wir dann den Entschluss den Aachener Zoo wieder einmal aufzusuchen. Das letzte mal war ich in diesem Tierpark – und es ist wirklich eher ein Park – als ich sehr klein war (ich glaube so 2-3 Jahre oder so). Deswegen konnte ich mich eigentlich gar nicht mehr an diesen Park erinnern und ging mit mehr oder weniger gemischten Gefühlen Richtung Eingang, da Zoos immer so eine Sache ist. Wenn die Tiere so gut wie möglich artgerecht gehalten werden, spricht nichts gegen so einen Park, doch manchmal kommt es leider vor, dass Tiere in viel zu kleinen Käfigen sitzen müssen und sich sicherlich ziemlich langweilen.
Wie mir in Anbetracht dazu der Aachener Tierpark gefallen hat, will ich euch jetzt einmal berichten.

Die Preise dieses Parks gestalten sich relativ günstig. Erwachsene bezahlen 4 Euro Eintritt, Kinder ab 3 Jahren 2 Euro, Rentner und Studenten 3 Euro.
Gruppen ab 20 Personen zahlen: Erwachsene 3 Euro pro Person und Kinder 1 Euro pro Person.
Wer regelmäßig in den Park gehen möchte hat die Möglichkeit eine Jahreskarte zu kaufen: Erwachsene zahlen hierbei 25 Euro und Kinder 10 Euro.
Alles in allem finde ich diese Preise noch recht günstig, vor allem, da man schon was geboten bekommt.

In der Sommerzeit (ab 1. März) hat der Park von 9.00 Uhr bis 18.30 Uhr geöffnet und in der Winterzeit (ab 1. November) kann man die Tiere von 9.00 Uhr bis 17.00 / 17.30 Uhr besuchen.

Die Weg im gesamten Zoo sind sehr gut ausgebaut. Man läuft also auf geteertem Boden an den Gehegen vorbei. Um das Ganze noch etwas leichter zu gestalten kann man auf einer Art Rundgang einmal durch den Zoo laufen. Wenn man sich viel Zeit lässt (vor allem mit kleineren Kindern), kann dieser Rundgang schon mal teilweise 3 Stunden oder mehr betragen. Also wer denkt er hat es hier mit einem Mini-mini-Zoo zu tun, der täuscht sich schon, denn trotz der etwas geringeren Größe hat der Aachener Tierpark eine Menge zu bieten.

Und schon wären wir bei den Tieren. Da es sich im Park im Drimborner Wäldchen um einen Zoo handelt, der sich mehr den einheimischen Tieren verschrieben hat, wird man hier keine allzu exotischen Tiere vorfinden. Natürlich trifft man Affen, Strauße und auch Zebras an, aber nach Elefanten oder Löwen sucht man hier vergebens. Aber ich persönlich finde das auf keinen Fall schlimm, denn unseren Kindern sollte man gerade die einheimischen Tiere wie Luchse, Wölfe oder auch ganz einfache Eulen wieder näher bringen, damit auch diese respektiert werden und in Deutschland wieder ein gutes Zuhause finden! Ich glaube, dass dies auch das Hauptziel des Parks ist.
Um euch einen kleinen Überblick über die Tierwelt zu bieten, zähle ich euch einfach einmal einige Tiere auf, die im Tierpark leben:
Luchse, Eulen, Affen, Esel, Zebras, Strauße, Pfaue, Greifvögel, Pinguine, andere Vögel, Servals, Erdmännchen, Präriehunde, Waschbären, Lamas, Ziegen (die es mir besonders angetan haben)....
Leider haben die meisten Tiere schon ein etwas bescheidenderes Gehege, aber ich kann den Park auch verstehen. Da der Park von lauter Häusern umzingelt ist, ist es nicht so einfach einzelne Bereiche zu vergrößern. Daher finde ich es dann trotzdem gut, dass der Tierpark dafür auf exotische Tiere weitestgehend verzichtet, weil einfach die Möglichkeiten nicht bestehen würde die Tiere artgerecht zu halten. Ein großes Plus von mir dazu!

Gestört hat mich allerdings das Vogelhaus! Da wäre noch etwas Platz um eine Veränderung zu erreichen, denn hübschen Eulen oder irgendwelche roten Vögel in einem kleinen Käfig wirken nicht so toll, vor allem wenn sie nicht einmal von Ast zu Ast fliegen können. Da besteht vielleicht noch etwas an Handlungsbedarf.

Einfach klasse finde ich, dass der Aachener Tierpark wirklich noch ein Zoo zum Anfassen ist und daher gerade für Kinder klasse ist. Durch Leitertreppen kann jeder zu manchen Tierarten hinein – wie Schafe oder Ziegen und diese einmal hautnah erleben. Viele Stadtkinder kennen nicht einmal mehr eine richtige Kuh (!!) und da finde ich es schon sehr wichtig, wenn sie einmal Tiere lebendig und zum Anfassen kennen lernen.
In diesem Zusammenhang haben es mir auch die Zwergziegen besonders gefallen. Da dort eigentlich immer Nachwuchs anzutreffen ist und es fällt dort garantiert jedem schwer sich loszureißen. Also ich hatte schon Probleme mich von meiner kleiner Lieblingsziege wegzueisen *g*.

Den letzen Pluspunkt, dem ich dem Zoo vergeben kann liegt eindeutig im ganzen Ambiente des Parks. Im hinteren Teil liegt z.B. ein großer See – zumindest recht groß, auf dem Enten und Schwäne schwimmen und schon ein bisschen Romantik aufkommen lässt ;).

Als Schlusswort kann man nur noch sagen, dass dieser Zoo sicherlich nicht konkurrieren kann mit Zoos wie München oder Köln, doch auch solche kleinen Tierparks sollten unterstützt werden und nicht vergessen werden.

Falls ihr also in der Nähe von Aachen wohnen solltet, dann auf ins Drimborner Wäldchen und dem Zoo einen Besuch abstatten. Vor allem die kleinen Ziegen sollten von euch besucht werden ;).
Eine Anfahrtsskizze findet ihr unter www.aachener-tierpark.de

Viele Grüße
Nora

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