Tierpflege Allgemein Testbericht
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Erfahrungsbericht von teddy1978
Lieber rechtzeitig zum Doc
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ich schreibe diese Meinung jetzt 2 Wochen nach einem Erlebnis, dass mich tief bewegt, sicher ein wenig verändert und auf alle Fälle schwer betroffen gemacht hat.
Wer schon andere meiner Meinungen gelesen hat weiss, dass es in meinem Haushalt mehrere Tiere gibt und dass diese eine sehr grosse Rolle in meinem Leben spielen. Da ist es nur logisch, dass ich mit dem Hund regelmässig zum Impfen gehe und bei den ersten Anzeichen von schwerwiegenderen Erkrankungen ebenfalls meinen Tierarzt aufsuche.
Doch manchmal unterschätzt man die Symptome verschiedener Krankheiten einfach und bemüht halt doch lieber die \"Hausapotheke\", da ein Besuch beim Tierarzt schliesslich alles andere als billig ist.
Nachdem ich nun aber erleben musste, was ich hier gleich schildern möchte, kann ich nur jedem Tierfreund raten, lieber einmal zu oft zu seinem Tierarzt zu gehen und ein paar Euros umsonst zu zahlen, als am Ende ein geliebtes Tier zu verlieren. Ich jedenfalls werde in Zukunft wohl noch häufiger beim meinem Tierarzt erscheinen.
Mein Zwerghase Schnupsi war immer ein sehr robustes Kerlchen. Trotz seiner Vergangenheit (ich hatte ihn als ca. 8 Wochen altes Häschen ausgesetzt im Park in einer Kiste gefunden) war er nie wehleidig und schon gar nicht krank.
Natürlich hatte ich ihn gleich ein paar Tage später beim Tierarzt vorgestellt und dort auch nach notwendigen Impfungen gefragt. Mein Tierarzt in Chemnitz meinte aber, dass er eine impfung nicht unbedingt für notwendig halten würde.
Später hatte ich immer mal wieder beobachtet, dass Schnupsi`s Augen ein wenig tränten, wenn ich mal wieder eine andere Einstreu in seinem Käfig verwendet hatte. Als nun also vor drei Wochen wieder einmal eine leichte Bindehautentzündung auftrat, ging ich davon aus, dass auch diesmal regelmässiges vorsichtiges Auswischen der Augen mit einem mit dünnem Kamillentee getränkten Tuch ausreichen würde.
Weit gefehlt!!!
Bereits zwei Tage später war aus der leichten Bindehautentzündung bereits ein dicker Schnupfen mit verquollenen und nassen Augen geworden, so dass ich dann gleich am dritten Tag zum Tierarzt ging.
Die Diagnose war niederschmetternd! Er meinte, wenn ich viel Glück hätte, würde es sich \"nur\" um einen Kaninchenschnupfen handeln. Dieser ist sehr hartnäckig, quält das Tier ziemlich heftig, ist aber mit einem Antibiotikum behandelbar, dass dem sensiblen Hasenkörper aber auch Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Durchfall beschert.
Die zweite Möglichkeit war eine Krankheit namens \"Myxomatose\", die zu 95% tödlich verläuft. Es handelt sich dabei um eine Kaninchenseuche, die über Futter von der Wiese oder gemeine Stechmücken von wildlebenden Kaninchen auch auf einen Stallhasen oder eben mein Stubenkaninchen übertragen werden kann.
Ich hätte Schnupsi von Anfang an dagegen impfen lassen können, aber da die Krankheit im Chemnitzer Raum wohl nicht akut auftritt, hatte mein Tierarzt mir von einer Impfung abgeraten und ich hatte bei meinem Umzug nach Bayern nicht daran gedacht, dass es hier ganz anders aussehen konnte.
Nun bekam Schnupsi also das Antibiotikum und ich hoffte.
Am nächsten Tag ging es ihm offenbar bereits besser. Die Augen tränten weniger und trotz eines leichten Durchfalles machte er einen munteren Eindruck. Aber der Schein trügt leider oft.
Am Mittwoch kam ich von der Arbeit heim und er hatte absolut nichts gefressen, sass mit hocherhobenem Kopf in einer Käfigecke und rang schwer nach Luft. Ausserdem war er unförmig verquollen und das Näschen war eitrig-schleimig verkleistert. In meinem Inneren wusste ich, was das bedeutete, sträubte mich aber gegen den Gedanken an die Myxomatose.
Mein Tierarzt hat Mittwochnachmittag geschlossen und war nicht erreichbar, also musste ich eh bis Donnerstag warten. Ich holte abends meine Freundin vom Bus ab, weil ich mir die Quälerei nicht mehr ansehen konnte und als wir heimkamen war natürlich auch nichts besser geworden.
Gemeinsam riefen wir dann einen Notdienst an und fuhren sofort in die Praxis. Die Ärztin schaute in den Korb, sah mich an und schüttelte den Kopf.
Wir mussten Schnupsi an dem Abend einschläfern lassen, weil er wohl im Laufe der Nacht qualvoll erstickt wäre.
Es war der schlimmste Abend meines Lebens. Dem kleinen Kerl beim Sterben zu helfen, war zwar sicher die einzig richtige Entscheidung, aber ein schlechtes Gewissen blieb doch. Er konnte mir nicht sagen, ob er nicht vielleicht doch lieber um sein Leben hätte kämpfen wollen. Er hätte all das gar nicht durchmachen müssen, wenn ich mich besser informiert und ihn rechtzeitig hätte gegen die Myxomatose impfen lassen.
Irgendwie bin ich also wohl doch ein wenig schuldig an seinem schnellen Ende. Er ist nur viereinhalb Jahre alt geworden.
Der Tierärztin bin ich aber unglaublich dankbar. Sie hat uns ganz prima betreut und ihm ohne grosse Umschweife das Leiden verkürzt. Sie hat unsere Situation auch nicht ausgenutzt. Den vorher telefonisch vereinbarten Zuschlag für die Notfallkonsultation (sie musste auch extra von zu Hause nochmal in die Praxis fahren)hat sie nicht berechnet und wenn ich das richtig beobachtet habe, hat sie auch weniger von dem Narkosemittel berechnet, als sie tatsächlich gespritzt hat.
Jedenfalls hat diese Praxis zukünftig einen Kunden mehr und nach der eingehenden Erklärung rund um die Myxomatose, werde ich meinen neuen Hasen natürlich gegen die Krankheit impfen lassen, denn vor Mückenstichen kann ich ihn leider nicht beschützen.
\"Fussel\" heisst der Neue, ist ein Angorakaninchen. Er muss meinem Meerschweinchen jetzt den toten Kameraden ersetzen und auch für mich ist der Kleine ein bisschen Trost.
Er wird aber wohl öfter Bekanntschaft mit dem Tierarzt machen, damit er die Chance erhält, älter zu werden, als sein Vorgänger.
Ich kann nur wiederholen: Ich kann nur jedem Tierfreund empfehlen, regelmässig zu einem zuverlässigen Tierarzt zu gehen, Impfungen machen zu lassen und dabei nicht an die Kosten zu denken, denn wenn der geliebte Freund in den Armen des Halters für immer einschläft, dann sind das die schlimmsten Momente, die man sich vorstellen kann. Diese Momente zu vermeiden, ist jede notwendige Summe wert!
Wer schon andere meiner Meinungen gelesen hat weiss, dass es in meinem Haushalt mehrere Tiere gibt und dass diese eine sehr grosse Rolle in meinem Leben spielen. Da ist es nur logisch, dass ich mit dem Hund regelmässig zum Impfen gehe und bei den ersten Anzeichen von schwerwiegenderen Erkrankungen ebenfalls meinen Tierarzt aufsuche.
Doch manchmal unterschätzt man die Symptome verschiedener Krankheiten einfach und bemüht halt doch lieber die \"Hausapotheke\", da ein Besuch beim Tierarzt schliesslich alles andere als billig ist.
Nachdem ich nun aber erleben musste, was ich hier gleich schildern möchte, kann ich nur jedem Tierfreund raten, lieber einmal zu oft zu seinem Tierarzt zu gehen und ein paar Euros umsonst zu zahlen, als am Ende ein geliebtes Tier zu verlieren. Ich jedenfalls werde in Zukunft wohl noch häufiger beim meinem Tierarzt erscheinen.
Mein Zwerghase Schnupsi war immer ein sehr robustes Kerlchen. Trotz seiner Vergangenheit (ich hatte ihn als ca. 8 Wochen altes Häschen ausgesetzt im Park in einer Kiste gefunden) war er nie wehleidig und schon gar nicht krank.
Natürlich hatte ich ihn gleich ein paar Tage später beim Tierarzt vorgestellt und dort auch nach notwendigen Impfungen gefragt. Mein Tierarzt in Chemnitz meinte aber, dass er eine impfung nicht unbedingt für notwendig halten würde.
Später hatte ich immer mal wieder beobachtet, dass Schnupsi`s Augen ein wenig tränten, wenn ich mal wieder eine andere Einstreu in seinem Käfig verwendet hatte. Als nun also vor drei Wochen wieder einmal eine leichte Bindehautentzündung auftrat, ging ich davon aus, dass auch diesmal regelmässiges vorsichtiges Auswischen der Augen mit einem mit dünnem Kamillentee getränkten Tuch ausreichen würde.
Weit gefehlt!!!
Bereits zwei Tage später war aus der leichten Bindehautentzündung bereits ein dicker Schnupfen mit verquollenen und nassen Augen geworden, so dass ich dann gleich am dritten Tag zum Tierarzt ging.
Die Diagnose war niederschmetternd! Er meinte, wenn ich viel Glück hätte, würde es sich \"nur\" um einen Kaninchenschnupfen handeln. Dieser ist sehr hartnäckig, quält das Tier ziemlich heftig, ist aber mit einem Antibiotikum behandelbar, dass dem sensiblen Hasenkörper aber auch Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Durchfall beschert.
Die zweite Möglichkeit war eine Krankheit namens \"Myxomatose\", die zu 95% tödlich verläuft. Es handelt sich dabei um eine Kaninchenseuche, die über Futter von der Wiese oder gemeine Stechmücken von wildlebenden Kaninchen auch auf einen Stallhasen oder eben mein Stubenkaninchen übertragen werden kann.
Ich hätte Schnupsi von Anfang an dagegen impfen lassen können, aber da die Krankheit im Chemnitzer Raum wohl nicht akut auftritt, hatte mein Tierarzt mir von einer Impfung abgeraten und ich hatte bei meinem Umzug nach Bayern nicht daran gedacht, dass es hier ganz anders aussehen konnte.
Nun bekam Schnupsi also das Antibiotikum und ich hoffte.
Am nächsten Tag ging es ihm offenbar bereits besser. Die Augen tränten weniger und trotz eines leichten Durchfalles machte er einen munteren Eindruck. Aber der Schein trügt leider oft.
Am Mittwoch kam ich von der Arbeit heim und er hatte absolut nichts gefressen, sass mit hocherhobenem Kopf in einer Käfigecke und rang schwer nach Luft. Ausserdem war er unförmig verquollen und das Näschen war eitrig-schleimig verkleistert. In meinem Inneren wusste ich, was das bedeutete, sträubte mich aber gegen den Gedanken an die Myxomatose.
Mein Tierarzt hat Mittwochnachmittag geschlossen und war nicht erreichbar, also musste ich eh bis Donnerstag warten. Ich holte abends meine Freundin vom Bus ab, weil ich mir die Quälerei nicht mehr ansehen konnte und als wir heimkamen war natürlich auch nichts besser geworden.
Gemeinsam riefen wir dann einen Notdienst an und fuhren sofort in die Praxis. Die Ärztin schaute in den Korb, sah mich an und schüttelte den Kopf.
Wir mussten Schnupsi an dem Abend einschläfern lassen, weil er wohl im Laufe der Nacht qualvoll erstickt wäre.
Es war der schlimmste Abend meines Lebens. Dem kleinen Kerl beim Sterben zu helfen, war zwar sicher die einzig richtige Entscheidung, aber ein schlechtes Gewissen blieb doch. Er konnte mir nicht sagen, ob er nicht vielleicht doch lieber um sein Leben hätte kämpfen wollen. Er hätte all das gar nicht durchmachen müssen, wenn ich mich besser informiert und ihn rechtzeitig hätte gegen die Myxomatose impfen lassen.
Irgendwie bin ich also wohl doch ein wenig schuldig an seinem schnellen Ende. Er ist nur viereinhalb Jahre alt geworden.
Der Tierärztin bin ich aber unglaublich dankbar. Sie hat uns ganz prima betreut und ihm ohne grosse Umschweife das Leiden verkürzt. Sie hat unsere Situation auch nicht ausgenutzt. Den vorher telefonisch vereinbarten Zuschlag für die Notfallkonsultation (sie musste auch extra von zu Hause nochmal in die Praxis fahren)hat sie nicht berechnet und wenn ich das richtig beobachtet habe, hat sie auch weniger von dem Narkosemittel berechnet, als sie tatsächlich gespritzt hat.
Jedenfalls hat diese Praxis zukünftig einen Kunden mehr und nach der eingehenden Erklärung rund um die Myxomatose, werde ich meinen neuen Hasen natürlich gegen die Krankheit impfen lassen, denn vor Mückenstichen kann ich ihn leider nicht beschützen.
\"Fussel\" heisst der Neue, ist ein Angorakaninchen. Er muss meinem Meerschweinchen jetzt den toten Kameraden ersetzen und auch für mich ist der Kleine ein bisschen Trost.
Er wird aber wohl öfter Bekanntschaft mit dem Tierarzt machen, damit er die Chance erhält, älter zu werden, als sein Vorgänger.
Ich kann nur wiederholen: Ich kann nur jedem Tierfreund empfehlen, regelmässig zu einem zuverlässigen Tierarzt zu gehen, Impfungen machen zu lassen und dabei nicht an die Kosten zu denken, denn wenn der geliebte Freund in den Armen des Halters für immer einschläft, dann sind das die schlimmsten Momente, die man sich vorstellen kann. Diese Momente zu vermeiden, ist jede notwendige Summe wert!
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