Erfahrungsbericht von denjuandemarco
...der Orang-Utan - bald vernichtet??
Pro:
seht bitte oben im Text, es sind so viele
Kontra:
Ausrottung durch Abschlachten der Jungtiere und Brandrodung der Wälder durch den Menschen...
Empfehlung:
Nein
So, jetzt will ich zumindest einmal versuchen, auf einem anderen Gebiet Furore (GRINS) zu machen, um diesen doch sehr nahen Verwandten Euch etwas näher zu bringen...
ALLGEMEINES:
Der Name ORANG UTAN kommt aus dem Indonesischen - ORANG (NEIN, nicht Bami oder Nasi Goreng, LACH!)bedeutet Person, Herr oder Mensch, UTAN heißt Wald - demnach ist der Orang Utan so etwas wie der Herrscher des Waldes oder sogar der Waldmensch!
HISTORISCHES:
Ursprünglich nannten die an der Küste lebenden Menschen dort die im Innern des Landes bzw. der Insel lebenden Menschen Orang-Utans(!); erst später ging der Name auf die Affen über, möglicherweise, weil einige Eingeborene in ihnen keine Affen, sondern wilde Menschen sahen!
Überlieferungen zufolge schrieb ein englischer Kapitän Anfang des 18.Jahrhunderts, daß die Orang-Utans längere Arme als die menschen besitzen würden und zuweilen ein deutlich erträglicheres Gesicht hätten; zumindest erschienen sie dem Kapitän hübscher als mancher Hottentotte, den er gesehen habe, oho!
Die Eingeborenen seien im übrigen ganz klar davon überzeugt, daß die Orang-Utans früher Menschen waren, aber wegen Gotteslästerungen in Tiere verwandelt wurden.
Eine noch andere Legende besagt sogar, daß die Orang-Utans so zurückgezogen im Dschungel leben würden, weil sie zu faul zum Arbeiten seien!
Na, Ihr Lieben, wie lange Arme habt Ihr denn, kicher...??
Der DSCHUNGEL-ALLTAG:
Dieser ist in Wirklichkeit knallhart, von Faulenzen kann daher i.d.R. überhaupt nicht die Rede sein...
Die Orang-Utans in freier Wildbahn (ich meine daher nicht diejenigen, welche wirklich vergleichsweise träge in Zoos o.ä. Orten ihr Dasein fristen!) haben einen sehr großen Appetit.
Fast den ganzen Tag sind sie auf der Suche nach Nahrung und so hangeln sie sich von einem Baum zum nächsten und dies fast unentwegt...
Auf seiner Speisekarte stehen an die 400(!)Gerichte, hui, da komme ich aber nicht mit, kicher...
Früchte, Blätter, Pilze, Insekten, Vogeleier, Eidechsen und Frösche werden u.a. vom Orang-Utan bevorzugt, besonders wählerisch erscheint mir der Orang-Utan daher nicht!
Allerdings sind die in freier Natur lebenden Orang-Utans deutlich schlanker, da sie sich ihre Nahrung ja nahezu unentwegt erarbeiten müssen, ihre im Zoo gehaltenen Artgenossen sind ab und an sogar doppelt so schwer, laßt Euch daher nicht in die Irre führen!
LEBENSRAUM:
Auf dem Boden werdet Ihr den Orang-Utan so gut wie nie vorfinden.
Dort sind sie eher ungeschützt und könnten selber Bestandteil einer Speisekarte, beispielsweise des Tigers, werden!
Darauf hätte sicher dann auch keiner von uns Lust, ist irgendwie verständlich, FLÖT...
Und da die Orang-Utans mit ihren endlos langen Armen, den dünnen Beinen und dem dickeren Bäuchlein im Falle einer Flucht keine besonders gute Figur abgeben würden, bleiben sie lieber gleich ganz weit oben in den Baumwipfeln, in etwa 10 bis 30m Höhe!
Da hangelt es sich doch viel bequemer, kann ich irgendwie verstehen...
Dies unterscheidet den Orang-Utan auch deutlich von anderen Affenarten!
Sein Leben besteht eigentlich nur aus Hangeln, Schwingen, Fressen und Schlafen.
Um zu schlafen, baut er sich jeden Abend an einem anderen Ort eine neues Nest aus Zweigen.
Besonders häuslich ist er daher nicht, rastlos durchstreift er die Gegend.
Anders als die Schimpansen oder Gorillas ist der Orang-Utan somit überhaupt NICHT gesellig - das ist ein entscheidender und wirklich sehr großer Unterschied!!
Für Wissenschaftler gestaltet sich die Forschungsarbeit daher als sehr schwierig, da der Einzelgänger den dichten, heißen und feuchten Urwald liebt, aufzuspüren ist er daher nur sehr, sehr selten...
INTELLIGENZ:
Dumm ist der Orang-Utan ganz sicher nicht, denn ansonsten könnte er alleine im Dschungel nicht überleben!
Er muß schließlich wirklich schon ein sehr guter Pflanzenkenner sein, um beispielsweise Essbares von Giftigem unterscheiden zu können.
Um an bestimmte Leckereien zu kommen, hat er sogar den Gebrauch von Werkzeug gelernt!
Mit Stöckchen stochert in in Bienennestern herum, um an Honig heranzukommen.
Dadurch, daß er einsam seiner Wege geht, muß er die gefundene Beute auch i.d.R. nicht teilen.
Heftig wird es hingegen, wenn sich die Wege mehrerer Orang-Utans kreuzen, dann wird zumeist brutal aufeinander losgegangen, Egoismus(Überlebenstrieb) pur ist da angesagt!
WERDEGANG und ZUKUNFT:
Nur Mutter und Kind haben bei den Orang-Utans eine innige Bindung.
Die männlichen Orang-Utans haben nicht viel zu melden und machen sich meistens wenige Tage nach dem Rumgeturtel und abschließenden Akt auf und davon...
Die Kinder bleiben aber bis zu 10 Jahre bei der Mutter! Drei bis vier Jahre lang bekommen sie sogar noch Milch sowie eine Spezialausbildung über das Leben im Dschungel - ein knochenharter Job für die Frauen - mit Emanzipation ist da wohl nichts, kicher...
Eine Orang-Utan-Mutter bekommt in dieser Zeit auch keine weiteren Junge, sie bekommt auch insgesamt nicht mehr als zwei oder drei Kinder!
Nun muß ich aber leider, leider auch zum eigentlichen KERNPUNKT meines Berichtes, einer im wahrsten Sinne des Wortes TODTRAURIGEN Sache kommen:
Mit der eben erwähnten niedrigen Geburtsrate ist die Gefahr des Aussterbens naturgemäß sowieso schon sehr groß.
Was über Jahrtausende gut ging, hat sich aber inzwischen innerhalb der letzten 100 bis 150 Jahre (einmal wieder!) durch den Menschen bekanntlich zu einer sehr bedrohlichen Situation entwickelt!
Ausrottung durch den MENSCHEN??
Wir Menschen tun (wieder einmal!) sehr, sehr wenig, um den ursprünglichen Lebensraum dieser beeindruckenden Affenspezies auch nur annähernd zu erhalten.
Durch riesige Brandrodungen der Wälder auf Sumatra wird Platz für Ölpalmenplantagen geschaffen.
Geht es unentwegt so weiter, könnte es schon in wenigen Jahren keine Wälder mehr auf dieser Insel geben, einfach unfaßbar wie grausam zugleich!
Tauchen die Affen auf den obengenannten Plantagen aus Gründen des Platzmangels oder der Verzweiflung auf, werden sie von den hiesigen Bauern erschossen, welche die Felle verscherbeln wollen!
Es leben mittlerweile nur noch circa 25000 Orang Utans auf Sumatra und Borneo, vor knapp 100 Jahren sollen es ungefähr 320000 gewesen sein!
Der Gipfel ist dabei sicherlich neben der Abholzung der Wälder das Verkaufen von Affenbabys
(obwohl das Halten von Orang-Utans als Haustiere seit 1931 verboten ist) für jeweils ungefähr 20000 Dollar!
Für jedes Baby steht dabei eine erschossene Mutter, denn aus freien Stücken wird diese ihr Junges wohl kaum rausgerückt haben!
Für diese tolle Affenart sieht es daher absolut zappenduster aus!!
Die von mir vergebene Höchstwertung bezieht sich natürlich auf das edle Tier an sich...
Vorteile:
s.o.
Nachteile:
der Orang-Utan natürlich nicht, die Entwicklung diesem tollen Wesen gegenüber hat NUR Nachteile!!
37 Bewertungen, 9 Kommentare
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30.06.2002, 17:02 Uhr von tepungaatewaka
Bewertung: sehr hilfreichDie Rechte der männlichen orang-Utans finde ich echt gigantisch gut. *g* "haben nciht viel zu melden.." Affen sind meine absoluten Lieblingstiere, einem Orang-Utan wolte ich trotz allem nicht in der freien Wildniss begegnen..Gruß von t
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14.03.2002, 21:52 Uhr von lifetec
Bewertung: sehr hilfreichVerkauf einen deiner unzähligen BMW's und spende was für die Tiere, so wie ich es tue. Wenn Du morgens in dein Auto einsteigst, denkst Du ja auch nicht daran, dass wegen deinem Auto tausende von Vögel den Lungentot sterben. Erst üb
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14.03.2002, 11:19 Uhr von Delfino
Bewertung: sehr hilfreichWußte nicht dass es um die Orang Utans so schlecht steht.
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13.03.2002, 21:59 Uhr von tigie
Bewertung: sehr hilfreichAhja, man lernt nie aus!! Grüßlies!!
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13.03.2002, 17:29 Uhr von Babba
Bewertung: weniger hilfreichEin netter Bericht, doch in meinen Augen Thema verfehlt, denn es sollte hier nicht nur um ein Tier gehen. So sehe ich es zumindest.
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13.03.2002, 13:52 Uhr von AliAsAliAs
Bewertung: sehr hilfreichEinsuper Bericht - und es wäre sehr traurig und schade drum - aber nunmal die Realtiät und Grausamkeit der Menschheit. gruß vom alias
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13.03.2002, 13:46 Uhr von skorpion99
Bewertung: sehr hilfreichIch sag nur soviel dazu, „Clyde nach rechts“ (wer damit nichts anfangen kann, sollte sich mal den Film mit Clint Eastwood, dessen Titel mir leider gerade nicht einfällt ansehen) Ingo
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13.03.2002, 13:41 Uhr von SevenN8s
Bewertung: sehr hilfreichSchon sehr traurig, was wir Menschen so alles verbocken! :( Gruß, Seven
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13.03.2002, 13:27 Uhr von Maeuschen21
Bewertung: sehr hilfreichich glaub du bist heute wieder in schreiblaune ;o)




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