Tigerlotus (Nymphaea lotus) Testbericht

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Erfahrungsbericht von fishbrain

Die Göttliche im Aquarium

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Lange hatte ich gezögert, mir diese Pflanze ins Aquarium zu nehmen. Diese göttlich Pflanze mit ihrem erhabenen Aussehen hatte mich schon lange begeistert. Doch die oft sehr großen Blätter, die auch als Schwimmblätter ausgebildet werden, schreckten mich ab. Schließlich wagte ich mich dann doch an den roten Tigerlotus heran ? und ich habe es nicht bereut.


Die Art
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Der lateinische Name dieser Pflanze ist Nymphaea lotus. Dieser Name stammt aus dem griechischen, Nympha ist dort der Name einer Göttin, lotus ist der ursprünglich griechische Name der Pflanze.
Der Tigerlotus gehört zur Familie der Nymphaeaceae, also der Seerosengewächse und ist somit auch mit unseren einheimischen Seerosen verwandt.

Herkunft und Ökologie
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Anders als unsere einheimischen Arten, kommt der Tigerlostus, den es auch in einer grünen Form gibt, aus dem tropischen Afrika und Madagaskar. Mittlerweile wurde er aber auch in Nord- Mittel und Südamerika, und selbst in warmen Gewässern in Europa eingebürgert.
Bekannt sind auch Vorkommen in Asien, die dann aber einer anderen Art angehören.

Beschreibung
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Der Tigerlotus bildet kräftige Schwimmblätter aus, sowie an der Wurzel ein kräftiges Rhizom. Dieses Rhizom fehlt bei Aquarien aber oft, da es sich nicht ausbilden kann.
Die jungen Blätter, die noch submers, also unter der Wasseroberfläche wachsen sind zunächst dreieckig, werden dann spießförmig und wachsen dann eiförmig aus bis sie fast ganz rund sind.
An der Basis, dort wo der Stil sitzt, haben sie dabei dann einen tiefen Einschnitt. Schließlich erreichen die Blätter einen Durchmesser von ca. 25cm.

Wie schon erwähnt gibt es im Handel 2 Farbformen. Den roten, den ich auch habe, und auch den grünen Tigerlotus. Der Grüne ist dabei gekennzeichnet durch kräftig hellgrüne Blätter mit bräunlichen Flecken. Die Rote Sorte hat kräftig dunkelrote Blätter, die mich oft an Weinlaub im Herbst erinnert.

Faszinierend sind die Blüten der Pflanze. Im Aquarium sieht man die Pflanze selten blühen, und auch ich habe das noch nicht gehabt. Aber in diversen botanischen Gärten habe ich diese prächtigen Blüten schon gesehen.
Die Blüten werden bis zu 25 cm groß, haben einen phantastischen wohlriechenden Duft, sind aber nur nachts geöffnet. Die 4 Kelchblätter sind dabei grün mit cremefarbenen Nerven. Beeindruckend sind die bis zu 20 strahlend weißen Kronblätter, die bei der roten Sorte sogar etwas rötlich sein können.
In der Mitte der Blüte finden sich dann die bis zu 90 gelben Staubblätter. Wenn sich diese öffnen kommen dann noch die roten Narbenfortsätze zum Vorschein.

Im Aquarium erkauft man sich aber die Möglichkeit der Blüte mit den sehr großen Schwimmblättern, die dann viel Licht schlucken, das den anderen Pflanzen im Aquarium dann fehlt.


Kultur
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Im Aquarium ist der Tigerlotus nach meinen bisherigen Erfahrungen recht unproblematisch vom Wachstum. Man muss nur auch das einer oder andere achten, dann hat man mit der Pflanze viel Freude.
Auf jeden Fall sollte das Aquarium nicht zu den kleinsten gehören. Mindesten 1m Kantenlänge sollte man haben, damit die schöne Solitärpflanze auch zur Geltung kommt.
Wenn der Bodengrund nährstoffreich ist, dann werden die Pflanzen oft unerwünscht kräftig und bilden schnell Schwimmblätter aus. Hat man einen solchen nährstoffreichen Bodengrund, weil man auch noch andere Pflanzen erfolgreich pflegen will, dann kann man z.B. einen Blumentopf mit magerem Bodengrund (z.B. gewaschener Sand) nehmen, den Lotus dort einpflanzen und diesen dann im Aquarienboden eingraben.

Wichtig ist, dass der Lotus ausreichend Licht bekommt. Hat man zu wenig Licht, strebt die Pflanze schnell an die Oberfläche und man bekommt die allgemein unerwünschten Schwimmblätter.

Am günstigsten für die Pflanze ist weiches, leicht saures Wasser, aber auch in härterem Wasser im neutralen Bereich kann man sie pflegen. Der optimale Temperaturbereich liegt bei normalen Aquarientemperaturen von 22-28°C.

Hat man eine kräftige Pflanze, so bilden sich an der Basis kurze Ausläufer. Wenn diese dann so 2-3 Blätter haben kann man sie abtrennen und separat einpflanzen oder weitergeben.

Wie schon oft erwähnt bildet der Tigerlotus gerne große Schwimmblätter aus, denen dann irgendwann auch eine Blüte folgt. Möchte man dies nicht, sonder eher eine kräftige Unterwasserpflanze, dann muß man die größeren Blätter immer wieder entfernen.


Meine Erfahrungen
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Ich habe mit der Pflanze trotz meiner anfänglichen Befürchtungen, dass sie kompliziert in der Pflege und zu groß für mein Becken sei, bisher nur gute Erfahrungen mit der Pflanze gemacht.
Wenn zu große und zu langstielige Blätter entstehen, dann schneide ich diese ab, damit sich von unten wieder kleinere Blätter nachbilden. So habe ich immer eine attraktive Pflanze in meinem Aquarium. Sie ist ein wahrer Blickfang. Aufpassen muss man nur, dass man nicht zu viele Blätter wegschneidet, sonst sieht die Pflanze schnell mickrig aus.
Meine eigene Pflanze wächst schön uns stetig, ist allerdings noch nicht kräftig genug, um Ableger zu bilden. Schwimmblätter vermeide ich mit der genannten Methode.

Ich kann die Pflanze jedem Aquarianer mit genügend großem Becken nur empfehlen.

Leider gehört die Pflanze nicht zu den billigsten. Im Handel zahlt man schon mal 10 Euro für ein schönes Exemplar.

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