Tipps & Tricks Tipps und Tricks zum Einfrieren Testbericht

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Erfahrungsbericht von DerkleineTiger2

Richtig Einfrieren gar nicht so schwer

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallochen,

gesund und abwechslungsreich, zeitsparend und auf Vorrat kochen, das ist alles kein Problem, wenn Ihr Lebensmittel selbst einfriert. Wichtig ist, dass Ihr Sonderangebote ausnutzt, z.B. bei Fleisch oder Obst und Gemüse während der Haupterntezeit. Denn dann wird das Einfrieren auch besonders preiswert. Achtet aber darauf, dass Ihr nur wirklich frische Lebensmittel verwendet. Nur dann bleiben die Inhaltsstoffe gut erhalten. Ich habe Euch mal hier notiert, was Ihr alles beim Einfrieren beachten sollt.

BRATENSTÜCKE

Das rohe Fleisch waschen und trockentupfen. Fett und Sehnen abscheiden, denn das Fett wird schnell ranzig. Dann das Bratenstück verpacken und einfrieren. Es sollte nicht schwerer als 1,2 kg sein. Denn sonst dauert die Auftauzeit zu lange und das Fleisch verliert an Qualität. Auftauzeit: 3-4 Stunden bei Zimmertemperatur.

BRÜHE

Brühe gleich in größeren Mengen kochen. Dann stark einkochen lassen (reduzieren). Anschließend entfetten und in kleinen Dosen oder in Eiswürfelschalen einfrieren. Bei Bedarf die einzelnen Würfel gefroren in Suppen oder Soßen geben.

FERTIGE GERICHTE

Arbeitsaufwendige Gerichte, wie z.B. Gulasch oder Rouladen, gleich für mehrere Mahlzeiten kochen. So könnt Ihr eine Portion frisch gekocht gleich verzehren und die anderen verpacken und einfrieren. So spart Ihr Zeit. Gerichte mit Soßen erst nach dem Auftauen binden, da die Bindekraft beim Einfrieren nachläßt. Auftauzeit: 5-8 Stunden bei Zimmertemperatur.

BEEREN UND STEINOBST

Früchte waschen und putzen. Steinobst entkernen. Trockentupfen und auf einem Tablett ca. 2 Stunden vorfrieren. Dabei sollten sich die Früchte nicht berühren, damit sie nicht aneinanderfrieren. So lassen sich auch sehr gut kleine Mengen entnehmen. Außerdem zerdrücken und saften sie beim Auftauen nicht so leicht. Auftauzeit: ca. 2-4 Stunden bei Zimmertemperatur.

BROT

Ganze Brote am besten frisch nach dem Backen in Stücke oder in Scheiben schneiden. Anschließend verpacken und einfrieren. So könnt Ihr auch kleine Mengen entnehmen. Bei Zimmertemperatur je nach Menge 1-3 Stunden auftauen lassen.

Oder Brotscheiben im Toaster auftauen: Die gefrorenen Brotscheiben in den Toaster geben. So tauen sie auf und bräunen gleichzeitig.

Belegte Brote: Brotscheiben mit Butter oder Margarine bestreichen und mit Aufschnitt belegen. Schnitten einzeln verpacken und einfrieren. So habt Ihr immer Pausen- oder Picknickbrote zur Verfügung. Auftauzeit: 2-3 Stunden bei Zimmertemperatur.

BRÖTCHEN

Tiefgefrorene Brötchen mit Wasser bepinseln. Im heißen Backofen bei 200 Grad 10 Minuten auftauen lassen. Sie schmecken dann wie frisch gebacken.

EIER

Rohe Eier als Ganzes lassen sich nicht Einfrieren, denn die Schale würde platzen. Sie müssen aufgeschlagen werden. Es gibt zwei Möglichkeiten: 1. Eigelb und Eiweiß zusammen einfrieren: mit etwas Salz oder Zucker (2 Messerspitzen pro Ei) verrühren. In eine Dose geben und einfrieren. Das Salz oder der Zucker verhindert, dass sich das Eigelb verhärtet. 2. Eigelb und Eiweiß getrennt einfrieren: Eigelb mit Salz oder Zucker verrühren. Eiweiß ohne Zusatz leicht aufschlagen und einfrieren. Aufgetaut läßt sich das Eiweiß wie frisches steif schlagen.

BUTTERMISCHUNGEN

Weiche Butter mit Geschmackzutaten, wie z.B. gehackte Kräuter, Knoblauch oder geschroteter Pfeffer mischen. Zu Rollen formen. In Folie verpacken und einfrieren. Bei Bedarf in Scheiben schneiden. So habt Ihr jederzeit einen schmackhaften Brotaufstrich zur Verfügung. Außerdem schmecken sie gut zu kurzgebratenem Fleisch oder Fisch.

GEFLÜGEL

Ganzes Geflügel oder Geflügelteile nur ganz frisch einfrieren. Zum Auftauen aus der Verpackung nehmen. In eine Schüssel mit einem umgekehrten Teller geben. So liegt es nicht in der Auftauflüssigkeit. GANZ WICHTIG: Das Auftauwasser auf keinen Fall mitbenutzen.

GEMÜSE

Gemüse waschen, putzen uns zerkleinern. Dann blanchieren (außer Spargel). Gemüse in einen Siebkorb geben. 2-5 Minuten in kochendes Wasser stellen. Danach sofort in eiskaltes Wasser tauchen (nehmt für 500g Gemüse je 5 l kochendes Wasser). Anschließend gut abtropfen lassen, verpacken und einfrieren. So bleiben Aussehen, Geruch, Geschmack und Vitamine erhalten. Außerdem ist es länger haltbar.

GULASCH

Schneidet Fleisch für Gulasch oder Frikassee in Würfel. Auf einem Tablett vorfrieren (dabei sollten sich die Würfel nicht berühren) und dann verpacken. So könnt Ihr die Stücke auch in kleinen Mengen entnehmen. Außerdem tauen sie auch schneller auf.

HACKFLEISCH

Hackfleisch ist durch seine Oberfläche schnell verderblich. Deshalb nur ganz frisches Fleisch verwenden. Hackfleisch in Gefrierbeutel geben, flach drücken und einfrieren. Als flaches Päckchen geformt ist die Auftauzeit sehr gering. Lagerzeit: 1-3 Monate. Nach dem Auftauen sofort verarbeiten. Auftauzeit: 2-3 Stunden bei Zimmertemperatur.

KÄSE

Fette Käsesorten könnt Ihr für kurze Zeit einfrieren. Am besten in Portionen oder in Scheiben geschnitten. Er sollte zum Verzehr Zimmertemperatur haben. Weichkäse, z.B. Camembert reift nach dem Auftauen nicht mehr nach.

KRÄUTER

Kräuter am besten unzerkleinert waschen und abtropfen lassen. In Gefrierbeutel geben und einfrieren. Bei Bedarf lassen sich die gefrorenen Kräuter ganz leicht in der Tüte zerdrücken.

KUCHEN

Trockene Kuchen, wie z.B. Butterkuchen, mögliches noch warm verpacken und einfrieren. Zum Auftauen noch einmal kurz in den Ofen schieben. Er schmeckt dann wie frisch gebacken.

SCHLAGSAHNE

Flüssige Sahne über 40% Fett läßt sich gut einfrieren. Mann kann sie allerdings nach de Auftauen nicht mehr steif schlagen. Ihr könnt aber geschlagene Sahne als Rosetten gespritzt einfrieren: Sahne schlagen. Mit einem Spritzbeutel Rosetten auf Alufolie spritzen. Dann vorfrieren, verpacken und ins Gefriergerät geben. Die gefrorenen Rosetten könnt Ihr einzeln entnehmen und damit Kuchen und Desserts verzieren. Sie sind in 15 Minuten bei Zimmertemperatur aufgetaut.

SELBSTGEMACHTE PLÄTZCHEN

Die Plätzchen nach Rezept vorbereiten. Dann ungebacken auf einem Tablett vorfrieren. Anschließend verpacken und einfrieren. Bei Bedarf die Plätzchen gefroren abbacken. Sie müssen so ca. 2-3 Minuten länger backen.

SPARGEL

Spargel waschen, schälen und das holzige Ende abschneiden (nicht blanchieren). In eine lange Dose geben. Mit Wasser bedecken. Form schließen und einfrieren. Bei Bedarf den Eisblock in kochendes, leicht gesalzenes Wasser geben und garen. So schmeckt der Spargel wie frisch geerntet.

STEAKS ODER KOTELETTS

Wenn Ihr zwei oder drei Steaks oder Koteletts einfrieren wollt, dann solltet Ihr jeweils ein Stück Folie dazwischenlegen. Dann können die Fleischscheiben nicht aneinanderfrieren. So bleibt das Fleisch beim Braten schön saftig: Nur kurz antauen lassen (außen weich, Kern noch hart) und bei hoher Temperatur von beiden Seiten anbraten. Danach langsam weiterbraten. So schließen sich sofort die Poren und der Fleischsaft kann nicht austreten.

SUPPEN

Gefrierbeutel in quadratische Dosen stellen. Dann die Suppe hineinfüllen . Nach dem Gefrieren die Beutel herausnehmen und verschließen. Die entstandenen Blöcke lassen sich sehr gut und platzsparend im Gefriergerät stapeln. Auf diese Weise lassen sich auch andere flüssige oder Halbflüssige Lebensmittel, wie Gemüse- und Fruchtpürees oder Obst und Gemüsesäfte einfrieren. Auftauzeit: 2-4 Stunden

TORTEN

Verzierte Torten zuerst ohne Verpackung vorfrieren. Anschließend luftdicht, am besten in Alufolie, verpacken und einfrieren. So wird die Tortengarnitur nicht zerstört und klebt nicht an der Folie fest. Auftauzeit: 6-8 Stunden bei Zimmertemperatur.

WURST

Wurst und Aufschnitt nur ganz frisch, am besten portionsweise einfrieren. Je größer der Fettgehalt, desto kürzer die Lagerzeit (1-3 Monate). Denn Fett wird bei längerer Lagerzeit sehr schnell ranzig.

WÜRZEN

Durch die Kälte können sich Gewürze in ihrem Geschmack verändern. Er kann intensiver oder milder werden. Deshalb die Speisen nur vorsichtig würzen. Nach dem Auftauen fertig abschmecken.


So und jetzt noch mehr Tipps (Könnt Ihr noch?) fg

Wenn Ihr aus roh eingefrorenen Zutaten ein Gericht zubereitet, könnt Ihr die Reste davon noch einmal einfrieren. Ein fertiggekochtes tiefgefrorenes Gericht sollte aber nicht noch einmal ins Gefriergerät gegeben werden.
Beschriftet die luftdicht verpackten Lebensmittel mit Sorten-, Gewichtsangabe und Einfrierdatum. Benutzt hierfür einen wischfesten Filzschreiber oder Klebeetiketten.


DIESE LEBENSMITTEL EIGENEN NICHT SO GUT ZUM EINFRIEREN

Milchprodukte: Milch, Sauerrahm, Joghurt, Dickmilch (flocken aus). Hartkäse (wird leicht bröckelig).

Gemüse: Ganze Salatgurken, Tomaten, Radieschen, Blattsalate (werden weich)

Obst: Melonen, Weintrauben, ganze Äpfel, Birnen und Zitrusfrüchte (werden weich). Bananen und Avocados (werden schwarz)

Backwaren: Baiser, Makronen, Gebäck mit Zuckerguss und Marzipan (wird weich). Kuchen mit Belag aus Stärke, Gelatine oder Pudding (zersetzen sich).

Sonstiges: Mayonnaise (trennt sich). Ganze rohe oder gekochte Eier.

Ich hoffe ich konnte Euch mit diesen Tipps und Tricks ein wenig helfen und bedanke mich dafür, dass Ihr so lange durchgehalten habt. Ich freue mich schon auf Eure Kommentare.


DerkleineTiger

23 Bewertungen, 1 Kommentar

  • eponnin

    18.05.2002, 21:29 Uhr von eponnin
    Bewertung: sehr hilfreich

    Soll ich ehrlich sein, ich habe mir Deinen Artikel ausgedruckt. Ich bin die absolute Nicht-Hausfrau, da ist jeder Tipp wertvoll.