Tipps und Tricks zum Trockenwerden Testbericht

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Erfahrungsbericht von Jakini

Trocken oder trainiert ?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Warum ich über dieses Thema schreibe:
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Ich bin Mutter von drei Töchtern, zwei davon sind trocken, die letzte ist gerade mal etwas über ein ein halb Jahre alt und hat meiner Meinung nach noch etwas Zeit mit dem Trocken werden, obwohl ich sicherlich diesen Sommer ein paar Versuche mit ihr starten werde, aber sie keines Falls zum Trocken werden zwingen möchte, denn das wäre ein fataler Fehler.
Gerade gestern haben wir uns über das Trockenwerden unterhalten, denn zwei Freundinnen waren mit ihren vier Jahre alten Söhnen zu Besuch, der eine erst seit wenigen Wochen trocken, der andere braucht seine Windel noch für das große Geschäft, anders kann er einfach nicht.

Wie sind meine Erfahrungen:
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Meine älteste Tochter wird in drei Wochen acht Jahre alt, bei ihr hat es meiner Meinung nach eigentlich sehr lange gedauert, ehe sie trocken wurde. Allerdings gab es hierfür sicherlich mehrer Gründe, aber kein Grund, mir Sorgen zu machen:

Zum ersten Weihnachtsfest, als meine Tochter nicht mal ein halbes Jahr alt war, bekam sie von den Großeltern ein Töpfchen und einen Toilettenaufsatz geschenkt, so etwas sollte ja früh genug im Haus sein, oder besser doch nicht?
Natürlich fand meine Tochter diese Sachen sehr interessant und kaum daß sie sitzen konnte, kamen die ersten guten Ratschläge, ich solle meine Tochter doch mal auf den Topf setzen, jeden Morgen und jeden Abend, dann kann sie sich gewöhnen und würde schneller trocken werden. Ich war damals noch jung und was Kinder angeht sehr unerfahren, also machte ich das natürlich. Ab und zu kam dann auch wirklich etwas in den Topf, das war dann aber auch nur Zufall, oder ausgelöst davon, daß die Kleine auf dem Topf saß.
Schlimm war, wenn es um das große Geschäft ging, mit ca. einem Jahr bekam meine Tochter zum Teil Verstopfungen, keine Ahnung, woran das lag, sie trank gut, bekam zur Lösung sogar naturtrüben Apfelsaft, doch manchmal war es so schlimm, daß wir auf Einläufe, die die Kinderärztin verschrieben hatte, zurückgreifen mußte. Und dann kam meine Tochter auf den Topf, doch diesen hat sie dann mit Schmerzen verbunden und fing an zu schreien, wenn sie den Topf nur sah und damit war die Töpfchenkarriere mit einem Jahr beendet, der Topf verschwand unsichtbar im Keller.

Als meine Tochter dann drei wurde, sollte sie in den Kindergarten, und da mußte sie trocken sein. Vorher waren wir noch zur Kur und ich sprach mit dem Arzt dort ab, ob es normal wäre, daß meine Tochter mit fast drei Jahren noch Windeln trug. Der Arzt beruhigte mich, das käme schon mal vor und bis vier Jahren wäre es normal, wenn die Kinder noch Windeln brauchten. Sie müssen erst einmal ihren Muskel trainieren, daß sie anhalten können und vorallem ein Gefühl dafür entwickeln, wann sie müssen, dazu sind Kinder erst mit drei/vier Jahren körperlich in der Lage. Alles andere ist unnatürlich antrainiert. Ich war beruhigt, denn ich vermutete, daß bei meiner Tochter eine Ursache hinter dieser späten Trockenheit lag, denn unser Sohn war ein viertel Jahr ehe sie drei wurde, gestorben und seelische Probleme sind auch oftmals Auslöser dafür, daß Kinder nicht trocken werden, oder noch lange ins Bett nässen.

Doch im Kindergarten hat meine Tochter es sich dann mit Hilfe von Trainingshosen, die es inzwischen nicht nur teuer von Fixies, sondern auch von Babylove und babydream gibt, dann gelernt, trocken zu werden. Mit diesen Windelhosen durfte sie dann auch trotzdem in den Kindergarten gehen, ging mal was daneben, war es nicht so schlimm. Aber meine Tochter war frei beweglich, als hätte sie eine Unterhose an. Und sie hat sich bei den anderen Kindern abgekuckt, daß auch die auf die Toilette gehen. Andere Kinder ziehen in diesem Punkt mehr, dann bei uns zu Hause sind die Türen zur Toilette immer offen, unsere Tochter konnte also zusehen, wenn wir auf die Toilette gegangen sind, es sei denn es ist Besuch im Haus. Doch so sah sie uns dann als Vorbild, aber das hat damals nichts gebracht, erst die anderen Kindern im Kindergarten überzeugten sie, daß die Toilette nichts schlimmes ist, sie hing einfach an ihrer Windel, auch wenn diese aus Stoff war, es ebenfalls einer meiner Versuche war, denn ich habe meine Töchter alle eine Zeitlang mit Stoffwindeln gewickelt.

Bei meiner zweiten Tochter war das Trockenwerden einfacher, mit ca. zwei Jahren fing sie an, sie möchte auch auf die Toilette gehen, und so durfte sie, immer wenn sie wollte auf die Toilette, mit Toilettensitz. Ab und zu ging es gut, doch meistens sagte sie Bescheid, wenn alles schon in der Windel war. Als dann wenige Wochen später unsere kleine Tochter geboren wurde, dann war es dann auch mit dem Willen der Mittleren vorbei und sie wollte wieder Baby sein, genau wie die kleine Schwester wollte sie Windeln bekommen.
Im nächsten Sommer, ein viertel Jahr ehe sie drei wurde, wurde das Thema Kindergarten aktuell und wir erzählten ihr, daß sie aber nur in den Kindergarten gehen kann, wenn sie trocken ist, die Erzieherinnen könnten dort keine Kinder wickeln. Und schon war der Ergeiz wieder geweckt, meine Tochter wollte wieder auf die Toilette. Doch es klappte wieder nicht sofort, nur wenn ich meine Tochter regelmäßig an die Toilette erinnerte, von alleine merkte sie nicht, wann sie mal mußte, Windeln wollte meine Tochter aber nicht mehr. Also schlossen wir auch hier den Kompromiss und kauften Windelhosen, mit denen meine Tochter bei Bedarf auf die Toilette gehen konnte, notfalls wurde aber ein Unfall aufgefangen, denn das große Geschäft ist nicht so angenehm aus einer normalen Unterhose zu entfernen. Und auch das kleine Geschäft ging schnell mal daneben, obwohl meine mittlere Tochter gerade hier schneller zurechkam, was eigentlich ungewöhnlich ist.
Doch auf einmal ging alles gut und als meine Tochter dann eine Woche lang trocken und sauber war, wurden die Windelhosen ausgetauscht, gegen normale Unterhosen, nur nachts trug meine Tochter noch eine Windelhose, aber nach zwei Wochen brauchte sie auch diese nicht mehr, sie fand morgens gleich den Weg auf die Toilette und die Windelhosen waren trocken, eine halbe Packung liegt nun noch bei uns, für unsere kleine Tochter, bei der ich in diesem Jahr mal testen werden, ob sie nicht die Toilette interessant findet, denn sie wird in diesem Oktober zwei Jahre alt und ich muß zugeben, daß ich froh bin, wenn sie keine Windeln mehr braucht.

Wie ist meine Meinung zu dem Thema:
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Sicherlich ist jede Mutter froh, wenn ihr Kind trocken und sauber ist, denn Windeln kosten Geld und das Wickeln ist natürlich auch eine Menge Arbeit. Aber man darf auch nicht vergessen, daß man dem Kind beim Geschäft auf der Toilette ebenfalls helfen muß, Arbeit hat man erst etwas später weniger, wenn die Kinder alleine auf die Toilette gehen können und ihren Po richtig abwischen können.
Doch die Ersparnis bei den Windeln ist schon enorm und man muß keine schweren Mülleimer täglich raustragen, denn derzeit produziert meine Kleine täglich einige volle und schwere Windeln, die im Mülleimer eine Menge an Gewicht ausmachen.

Dennoch sollte man sein Kind nicht zwingen, trocken zu werden und keinen Wettbewerb draus machen.
Bei meiner großen Tochter habe ich mir oft genug anhören müssen: Ist sie etwas immer noch nicht trocken, trägt sie immer noch Windeln usw.

Auch bei meiner mittleren Tochter hatte ich das Gefühl, in den Augen meiner Schwiegermutter einen Wettkampf mit meiner Schwägerin zu führen, deren ältester Sohn zwei Wochen jünger ist, als meine Tochter. Als wir dann die Trainingshosen gekauft haben, meinte sie nur trocken, daß unser Neffe ohne Windel laufen würde und versuchte damit meine Tochter zu trietzen, zum Glück hat ihr dieser Versuch nicht geschadet, abgesehen davon, daß es nicht stimmt, unser Neffe ist erst seit einem Monat trocken, meine Tochter seit Anfang August letzten Jahres, denn er wollte einfach nicht, vielleicht weil um sein Trockenwerden zu viel Aufsehens gemacht wurde.

Somit denke ich, daß Kinder und Eltern in Ruhe, wenn es um das Trockenwerden geht, mischt euch niemals ungefragt da ein und besonders Großmütter sind hier gefragt. Sicherlich waren wir alle früher schon schnell trocken, das hat zum einen den Grund:

Unsere Mütter haben vergessen, wann genau das war, denn bei mir war alles mit 10 Monaten, ich konnte sprechen, ich war trocken, ich konnte laufen... . Inzwischen glaube ich das meiner Mutter nicht mehr, ebenso wenig meiner Schwiegermutter, denn auch mein Mann konnte alles mit 10 Monaten, wie auch meine Schwägerin. Die 10 Monate scheinen also eine magische Zahl für alles zu sein, was man in den ersten zwei Lebensjahren lernt.
Natürlich waren wir aber auch wirklich früher trocken, denn unsere Mütter und Großmutter hatten eine Einmalwindeln zur Verfügung, sie mußten diese per Hand waschen und kochen, eine wahnsinns Arbeit, zu der natürlich niemand so wirklich Lust hatte und so wurden die Kinder in regelmäßigen Abständen auf den Topf gesetzt, ob sie es wollten oder nicht. Auf diese Weise ging natürlich nichts mehr in die Windeln, aber richtig trocken kann man dieses Training nicht nennen, es war einfach nur ein Training.

In der heutigen Zeit haben Mütter sicherlich mehr Zeit mit dem Trockenwerden, wer findet es denn schon angenehm, sein Kind ständig umziehen zu müssen, weil es in die Hose gemacht hat, und dann die viele Wäsche, ich fand das nicht so klasse, also läßt man seine Kindern praktisch in den Windeln, bis sie von alleine merken, daß es sie mal müssen. Von manchen als bequem verschrien, von Kinderärzten aber unterstützt, weil es der Natur der Kinder entspricht, daß sie erst um die drei Jahren wirklich merken, wann sie mal müssen, manche Kinder brauchen, bis sie fast vier sind, das habe ich nun bei einigen Bekannten und meinem ältesten Neffe gemerkt, es gibt also keinen Grund zur Verzweifelung, wenn ein Kind nicht so schnell trocken wird, wie andere meinen, daß es sein muß.

Was kann ich empfehlen:
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Wenn man selber auf die Toilette geht, sollte man sein Kind immer dabei haben, so kann es sich abschauen, was man da macht und findet Interesse an der Toilette oder dem Topf. Besser und einfacher ist das natürlich, wenn ältere Geschwister da sind, die auf die Toilette gehen.

Niemals ein Kind zwingen, auf den Topf oder die Toilette zu gehen, das könnte genau das Gegenteil bewirken und das Kind könnte eine Abneigung gegen den Topf oder die Toilette entwickeln.

Wenn einem Kind der Topf gefällt, dann kann es regelmäßig draufsetzen, vielleicht sogar ein kleines Spiel daraus machen. Auf jeden Fall darf das Kind nicht alleine bleiben, denn sonst könnte es Angst bekommen, es ist eine besondere Umstellung im Leben, man muß sich also Zeit nehmen, wenn das Kind trocken werden soll/will.

Wenn es nicht klappt, das Kind aber will, dann lohnt es sich, Trainingshosen zu kaufen, die es inzwischen auch günstiger von anderen Firmen wie Fixies gibt, damit sind meine beiden Mädchen dann trocken geworden. Es nimmt der Mutter Arbeit, denn wenn was daneben geht, dann werden sie genauso entsorgt, wie eine Windel, doch die Kinder können damit auf die Toilette gehen, als hätten sie eine Unterhose an.

Wenn ein Kind es einfach nicht schafft und doch immer wieder in die Hose macht, dann auf keinen Fall schimpfen, das könnte das Gegenteil bewirken, nämlich, daß das Kind blockiert und gar nicht will.

Sind jüngere Geschwister geboren, dann kann man nicht verlangen, daß ein Kind trocken wird, es fühlt sich zurückgestellt und möchte auch gewickelt werden, was nur natürlich und normal ist. Schenkt dem Kind diese Zeit, es braucht sie als Ausgleich, denn Wickeln hat nicht nur was mit Sauberkeit, sondern auch mit Zärtlichkeit zu tun, hier müssen die Eltern sich Zeit nehmen und schmusen ein bisschen mit dem Kind. Viele Kuscheleinheiten zwischendurch können diese Zärtlichkeit ersetzen und somit auch helfen, daß ein Kind trocken wird.

Auf jeden Fall ist es wichtig, hier nach Gefühl zu gehen, mit Druck erreicht man gar nichts, und sich selber sollte man auch nicht unter Druck setzen lassen!!!

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