Tocotronic Testbericht

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Erfahrungsbericht von yorke

In Noten geschissene Langeweile ?? NEIN !!!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Einleitung
Heute schreibe ich über eine Band, mit der viele aufgrund ihrer doch sehr abstrakten Texte und ihrem stets einfach aufgebauten Songs nicht besonders viel anfangen können. Hierbei handelt es sich um die Hamburger Band Tocotronic, welche sich mittlerweile bei vielen Hörern alternativer Musik einen großen Namen erspielt hat.
Tocotronic, das sind Dirk von Lowtzow (Voc. Und Guit.), Jan Müller (Bs.) und Arne Zank (Dr.).Ihre Musik besteht hauptsächlich aus sehr simpel gestrickten Arrangements verknüpft mit wie ich finde äußerst einfachen Lyrics, in denen man manchmal vergeblich nach einer versteckten Message sucht. Musikalisch sind alle drei wie man schnell hört, keine Meister ihres Fachs, aber gerade das macht die Band vielleicht so sympathisch. In ihnen steckt eine gewisse Unbekümmertheit, mit der sie typischen Rockbands entgegenwirken. Weg vom pompösen und glamourreichen Musikerdasein; hin zum menschlichen und mit wenig Starallüren behafteten Schrammelrock.

Das Album
Der Bericht bezieht sich hierbei auf Tocotronics fünftes Album mit dem Namen “K.O.O.K.”. Rein vom Titel erinnert es mich ziemlich start an einen Song von der Hamburger Band Die Sterne (Zitat: “Bei neun bist du ok, bei 10 erst k.o.”). In wie weit Tocotronic bei der Namensgebung dieses Albums auf diese Zeile schielten läßt sich nur schwer sagen.
Das Album ist insgesamt gespickt mit 17 Songs auf insgesamt über 70 (!) min. Man sieht, Tocotronic hatte zu dem Zeitpunkt (98/99) eine Menge Material zu verarbeiten. Bei einer solchen Masse an Songs, und bei Tocotronics sonst relativ eingängigem Stil könnte man jetzt schnell vermuten, daß spätestens nach dem 8. Song eine gähnende Langeweile auftauchen könnte. Aber genau das ist nicht der Fall. Die Band umgarnte bei diesem Album ihre sonst musikalische Eintönigkeit mit verschiedenen Streicher- und Bläserarrangements, ein paar Synthie-Spuren und manchmal einer Prise Klavier.
Man spricht ja häufig davon, daß Bands mit späteren Alben anfangen zu reifen und sich weiter zu entwickeln. Tocotronic haben es mit diesem Album gezeigt, wie man aus weniger mehr machen kann. Eine auf den ersten Blick einfache Melodie und Akkordfolge wird umringt mit Streichern und Bläsern zu einem wahren Klangerlebnis.
Persönliche Höhepunkte sind für mich auf diesem Album definitiv die Songs “Die Grenzen des guten Geschmacks”, “Jenseits des Kanals” und der letzte Song “17”.
Die erste Singleauskopplung “Let there be rock”, die schon vor dem Erscheinungstermin des Albums auf dem Markt kam, ließ schon deutlich erkennen, welche Wege Tocotronic in Zukunft vielleicht einschlagen könnte. Allein das Haupthema des Liedes erinnert ein wenig an den Hook von Europes “Final Countdown”. Worauf zielen Tocotronic bei diesem Stück...? Meiner Meinung nach eine Homage an die typische Rockmusik, welche vielleicht mehr und mehr vom Aussterben bedroht ist....Aber eigentlich kann die Frage eigentlich nur die Band selbst beantworten...

Playlist
1. K.O.O.K.
2. Das Unglück muß zurückgeschlagen werden
3. Jackpot
4. Die Grenzen des guten Geschmacks
5. Let there be Rock
6. Unter der Schnellstraße
7. Tag ohne Schatten
8. Das Geschenk
9. Das sind keine Rätsel
10. Jenseits des Kanals
11. Der gute Rat
12. Um die Ecke (gedacht)
13. Die neue Seltsamkeit
14. Morgen wird wie heute sein
15. Die Grenzen des guten Geschmacks 2
16. Rock Pop in Concert
17. 17

Fazit
Meiner Meinung nach Toco´s zweitbestes Album, und auch gleichzeitig das bisher untypischte Album des Hamburger Trios. Diesmal ein wenig aufwendiger und verzierte Songs, die aber dennoch die typische Handschrift tragen. Die Akkordfolgen der Songs bleiben auch weiterhin sehr simpel, jedoch unterlegte Toco sie diesmal mit aufwendigeren Gimmicks (Streicher etc.), so daß auch nach über 75min absolut keine Langeweile aufkommt.
Hört einfach mal rein.
MfG
Yorke

22 Bewertungen, 2 Kommentare

  • gürkle

    26.05.2002, 14:30 Uhr von gürkle
    Bewertung: sehr hilfreich

    naja die sind irgendwie net so toll

  • *Jayn*

    13.05.2002, 22:59 Uhr von *Jayn*
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr knappes s.n.