Tod eines geliebten Menschen Testbericht

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Erfahrungsbericht von minni2

Das langsame Sterben meines Opas !

Pro:

---

Kontra:

Alles !

Empfehlung:

Nein

Es war der Herbst 1999 , als mein Opa erkältet war und sich nicht und nicht von dieser "Erkältung" erholen wollte !
Opa hatte kein Fieber , hustete sich aber fast die Lunge aus dem Leib !
Seine Hausärztin überwies ihn schließlich zu einer Lungenfachärztin , die eine starke Brochitis diagnostizierte !

Trotz Antibiotikaeinnahme wollte der Husten nicht wirklich besser werden und eines Tages bekamen wir den Anruf meiner Oma , die uns mitteilte , daß Opa mit akuten Atembeschwerden in´s Krankenhaus eingeliefert wurde und nun auf der Lungenstation liegt !

Was war passiert ??
Die Diagnose der Lungenfachärztin war falsch ! Opa hatte keine Bronchitis , sondern eine "kalte" Lungenentzündung , die nun , da sie nicht richtig erkannt wurde und daher auch nicht richtig behandelt wurde , einen Lungeninfarkt ausgelöst hatte !

Ab diesen Zeitpunkt ging es mit Opa mal bergauf und mal bergab !
Opa wurde aus dem KH entlassen - Opa wurde 2 Tage später wieder eingeliefert - Opa wurde entlassen - Opa wurde eingeliefert ...

Ich weiß nicht , wie oft wir vom KH angerufen wurden , mit der Bitte zu kommen , wenn wir Opa noch einmal lebend sehen wollen - nach dem dritten Mal hatte ich aufgehört zu zählen !
Jedes Mal , wenn wir im KH erschienen , saß Opa entweder am Gemeinschaftstisch im Zimmer , oder stritt sich wieder einmal mit einer Schwester darum , ob er nun wieder eine Spritze bekommen sollte oder nicht !

Nachdem Opa auch herzkrank war , mußte er das Medikament "Macumar" ( verzeiht die Schreibweise , die sicher falsch ist ) nehmen !
Jedes Mal , wenn er sich an einen Gegenstand stieß hatte er kurz darauf ein riesiges , schmerzhaftes Hämatom !

Während eines kurzen Aufenthalts zu Hause lies er sich es nicht nehmen irgend etwas in seiner Werkstatt umherzu räumen , promt war seine gesamte Hand wieder einmal blau !
Als er mir seine , vom Handgelenk bis zur Schulter , scharzblaue Hand zeigte , war ich geschockt und schimpfte mit ihm , weil er sich wieder einmal nicht an die Anweisung der Ärzte gehalten hatte !

Am nächsten Tag wurde er wieder in´s Spital eingeliefert !
Erneuter Lungeninfarkt , Blutvergiftung verusacht durch das Hämatom , Depatten ob man die Hand nicht abnehmen müsse , Intensivstation !

Mich , gerade 18 , wollten sie erst nicht in die Intensiv zu meinen Opa lassen , doch nachdem ich es auf die nette Art und Weise nicht geschafft hatte , den Arzt davon zu überzeugen , daß ich damit schon fertig werde , versuchte ich es auf die weniger freundliche Tour und brüllte ihn an , daß er nicht das Recht hat mir den Besuch meines Opas zu verbieten und was er eigentlich glaubt wer es ist blablabla ....
Opa hörte mich und schlug drinnen auch Radau und so war ich dann doch binnen 2 Minuten an seinen Krankenbett !

Opa war kein leichter Patient und das Personal war immer froh , wenn jemand von uns da war !
Seltsamer Weise hörte er auf mich am meisten , warum , daß werde ich wohl nie erfahren !

Die gesundheitlichen Berg-und Talfahrten sollten noch weiter gehen !
Nach einen dritten Lungeninfarkt war Opa , der durch die ganzen Erkrankungen bereits sehr abgemagert und geschwächt war , bereits fast bettlägrig und wurde von meiner Oma daheim gepflegt !

Nach langen Hin und Her bekam er endlich ein supermodernes Krankenbett , was über eine Fernsteuerung auch von ihm bedienbar war , doch leider konnte er es nur drei Tage nutzen !

Opa hatte seinen vierten Lungeninfarkt , von dem er sich nun nicht mehr erholte !
Mit meinen Vater ging ich ihn noch einmal besuchen und wäre da nicht ein Schild mit seinen Namen gewesen , ich hätte meinen eigenen Opa nicht erkannt !

Opa hatte bei einer Körpergröße von 1,75 gerade mal 40 kg !
Ob er noch etwas mit bekam , ich weißes nicht !
Ich weiß nur noch , daß ich nach diesen Anblick erst einmal auf den Flur des Krankenhauses gelaufen bin und dort weinend zusammengebrochen bin !

Die Schwester , die mir eine Beruhigungstablette anbot wurde von mir mit den Worten :" Davon wird er auch net gsund !" angebrüllt !
Nach kurzer "Verschnaufpause" wagte ich einen zweiten Versuch und ging zu Opa , um mich von ihm zu verabschieden !

Ich sagte ihm , wie lieb ich ihn habe und daß wir sich sicher irgendwann einmal wieder sehen und daß er , wenn er will los lassen und gehen kann - er drückte meine Hand , also nehme ich an er verstand meine Worte !
Zum Abschied gab ich ihn noch viele , viele Bussi und sein Gesicht war dann ganz nass von meinen Tränen !

An diesen Abend betete ich , daß Opa endlich erlöst werden soll , ja ihr lest richtig ! Ich betete dafür , daß er stirbt !!!

Am nächsten Tag , dem 5.Juli 2001 , bekamen wir um 15 Uhr den Anruf von meiner Oma , daß Opa in der Nacht um 3 Uhr verstorben ist !

Ich hatte schon lange Zeit , bevor es so weit war , den Wunsch geäußert , daß ich Opa noch einmal sehen möchte , wenn es so weit ist !
Nachdem aber schon 12 Stunden vergangen waren , konnte ich nicht mehr zu ihm !

Meiner Oma habe ich nie verziehen , daß sie mir die Möglichkeit genommen hatte , mich noch einmal von ihm verabschieden zu können !

Monatelang wachte ich jeden 5.ten des Monats ziemlich genau um 3 Uhr morgens auf , vielleicht kann Opa mir eines Tages sagen , was das zu bedeuten hatte !

Über meine Oma , werdet ihr noch in einen anderen Bericht zu lesen bekommen !

27 Bewertungen, 15 Kommentare

  • Jolchen

    15.03.2007, 11:27 Uhr von Jolchen
    Bewertung: sehr hilfreich

    wenn es für den menschen eine erlösung von schmerzen und krankheit ist, ist es meist leichter zu verkraften, ich versteh dich, dass du für seinen tod gebetet hast!

  • Sabate

    14.03.2007, 18:51 Uhr von Sabate
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gruss Todd

  • swissflyer

    13.03.2007, 22:14 Uhr von swissflyer
    Bewertung: sehr hilfreich

    Das Leben / der Tod, gehen oft für uns unverständliche Wege. Ich habe gelernt, das aber beides sein muss. Für jedes Leben das geht entsteht ein neues. Und nur so kann man den Tod eines geliebten Menschen überhaupt verkraften. Kannst mir glauben, ich habe d

  • Nat_Tom

    11.03.2007, 22:47 Uhr von Nat_Tom
    Bewertung: sehr hilfreich

    tod ist das schlimmste was es gibt ;o((

  • hjid55

    10.03.2007, 11:09 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh & lg Sarah

  • Django006

    10.03.2007, 01:44 Uhr von Django006
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh & *lg* Alan ;>))))

  • anonym

    09.03.2007, 23:31 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Das tut mir wirklich leid. Aber weißt du, eigentlich ist es gar nicht so wichtig, sich von dem Menschen direkt zu verabschieden- das kannst du jeden Tag nachholen... wenn du einfach an ihn denkst. Manchmal hilft das mehr, als ein "richtiger" Absc

  • KrebsDD

    08.03.2007, 23:52 Uhr von KrebsDD
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Sabine

  • sandrad198

    08.03.2007, 12:49 Uhr von sandrad198
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Sandra

  • anonym

    08.03.2007, 10:37 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner Bericht dafür ein SH.LG Bernd

  • campimo

    08.03.2007, 10:27 Uhr von campimo
    Bewertung: sehr hilfreich

    ¸.¤ª"˜¨°*° SH & LG °*°¨˜"ª¤.¸

  • morla

    08.03.2007, 01:10 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • Puenktchen3844

    08.03.2007, 00:51 Uhr von Puenktchen3844
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ohne Worte.‹^› ‹(•¿•)› ‹^› Liebe Grüße

  • Sweeaty

    08.03.2007, 00:50 Uhr von Sweeaty
    Bewertung: sehr hilfreich

    guter bericht! :) liebe grüße!!

  • TheLick

    08.03.2007, 00:45 Uhr von TheLick
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh und LG TheLick