Tod eines geliebten Menschen Testbericht

No-product-image
ab 5,46
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

5 Sterne
(0)
4 Sterne
(0)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(1)
0 Sterne
(8)

Erfahrungsbericht von diewicca

Mors certa, hora incerta.

Pro:

***

Kontra:

***

Empfehlung:

Nein

Mors certa, hora incerta.
Der Tod ist gewiss, die Stunde des Todes ungewiss.






Letzte Woche ist mein Vater gestorben.

Gerechnet haben wir alle immer damit, weil er sehr krank war und außerdem ziemlich fettleibig.
Er litt unter Fresssucht und dadurch bedingt Diabetes und herzkrank.
Immer wieder haben wir alle gesagt er solle sich helfen lassen. Aber mit der Sucht ist es wie mit jeder Sucht. Mann muss sie selbst erkennen und Hilfe annehmen wollen.
Leider hat er nie geglaubt. Selbst seinem Arzt nicht. Zum Zuckertest hat er sich selbst betrogen. Er wusste die Termine und hat dann entsprechend gegessen. Das Ergebnis war ganz ok und das hat ihm gereicht.




Und trotzdem, obschon wir wussten, dass er gefährdet ist, war es ein Schock für uns alle.
Meine Eltern lebten getrennt und so kam es, dass uns die Polizei informierte.

Ja, wir waren regelmäßig bei meinem Vater. Aber eben nicht jeden Tag.

Mein Vater war mit einem Freund verabredet, mit dem er dreimal in der Woche mit ihren Hunden spazieren gingen.
Als mein Vater nicht kam, er war immer zuverlässig in den Dingen. Ging sein Freund bei ihm vorbei. Der Hund war am Fenster meines Vaters Parterrewohnung und heulte. Das machte misstrauisch und der Mann schaute durch das Fenster, wo die Gardine durch den Hund etwas zur Seite gerückt war.
So hat er ihn gefunden und die Polizei benachrichtigt.

Es ist immer noch schlimm für mich. Da ist noch so viel offen. So viel, was ich mit meinem Vater noch besprechen wollte/musste. Meinungsverschiedenheiten die eigentlich aus der Welt geschafft werden mussten. Jetzt geht es nicht mehr…..


63 Jahre war mein Vater auf dieser Welt.
In zwei Wochen ist seine Beerdigung. Wenn ich dran denke weine ich immer. Es ist schon eigenartig. Das die Eltern sterben, schiebt man immer weit weg. Sie scheinen manchmal unsterblich. Wenn ich versuche sein Gedächtnis zu visualisieren, sehe ich ihn lächeln.
Ich kann mir einfach die Urne und das er darin ist nicht realisieren. Ich habe Angst vor diesem Tag…..
Da an seinem Grab kein Redner sein wird, werde ich eine heidnische Totenleite am Grab halten.
Ich möchte sie hier mit einfügen. Vielleicht hilft sie dem ein oder anderen auch:





Möge dir im ewigen Haus, zu dem du unterwegs bist, ein herzliches Willkommen bereitet werden.
Du gehst nicht in die Fremde. Du bist auf dem Weg zurück in die Heimat, die du niemals verlassen hast.



Totenleite

Keine Rede, kein Nachruf
Entweihe die Stunde des Abschieds,
Stillen Gedenkens am Grabe der Liebe!
Schweigen sei das Geleit
Auf letztem Erdenwege!
Geschlossen ist wieder der Kreis.
Leib und Seele, Leben und Tod sind eines.
Zeit wird Ewigkeit, Ruhe im Schweigen.
Aus fruchtbarem Mutterschoße
Nach vollendeten Lebens Wandlung
Heimgekehrt in den Schoß der Erde!
Feuerdurchglutet, lichtdurchflutet -
Feuer und Erde, ewigem Leben,
Den Elementen zurückgegeben -
Des Leibes Asche! - Was auch geschah
Noch im Tode der Allmutter nah.
Nicht Marmor und Lorbeer
Besonnter Gefilde! Granit und Eiche
Nordischer Heimat schmücke das Grab!
Ehrwürdigen Findlings Rune
Künde von Leben und Tod!
Efeu umkränze den Stein,
Der nach uraltheilgem Brauch
Den Frieden der Urne deckt.




Ende meines Beitrags……

35 Bewertungen