Der kleine Hobbit (Taschenbuch) / J. R. R. Tolkien Testbericht

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Erfahrungsbericht von SeeHummel

Kraulst du mir meine haarigen Füße???

Pro:

Spannung bis zum Schluß, der Leser wird mit in das Geschehen einbezogen, ein Meisterwerk der Fantasie

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

Hallo meine Lieben :o),

Heute soll es mir um eine Errungenschaft gehen, welche ich vor ein paar Wochen gemacht habe. Nachdem ich mir langsam aber sicher eingestehen musste, dass die \'Herr der Ringe\' Bücher wohl in nächster Zeit nicht billiger werden, habe ich mich also nun dazu entschlossen die drei HDR Bände, sowie den kleinen Hobbit zu kaufen. Und genau um letzteren soll es mir heute gehen :o).

Wie es einige vielleicht schon von meinen Buchberichten gewohnt sind, gibt es zunächst einmal einen kurzen Einblick in das Leben und das Schaffen des Autors!!!

John Ronald Reuel Tolkien *ziemlich langer Name der sich da hinter J.R.R. Tolkien verbirgt ;o)* wurde am 03.01.1892 in einem Ort Namens Blomfontein in Südafrika geboren. Seine Familie kehrte bereits drei Jahre später nach England zurück, wo sein Vater ein Jahr später und seine Mutter 1904 verstarben. Ronald wurde daraufhin von einer Tante und einem Geistlichen aufgezogen.

Er hatte ein enormes Sprachtalent, was sich nicht nur darin zeigte, dass er nach seinem Schulabschluß bereits 9 Fremdsprachen beherrschte, sondern das er auch für seine späteren Werke komplette Sprachen selber erfand. Nach seinem Englischstudium arbeitete er von 1918 bis 1920 bei einer angesehenen britischen Zeitung und unterrichtete danach bis 1959 an verschiedenen Universitäten Englisch.

Sein erstes Werk war \'Der kleine Hobbit\', welches 1937 als Kinderbuch erschien und dessen Geschichte auf den ersten Blick als ziemlich einfacher Stoff abgetan wurde. Allerdings waren die Leser so begeistert, dass sie immer mehr von den Hobbits und Mittelerde erfahren wollten, so dass Tolkien auch von seinen Verlegern gedrängt wurde eine Fortsetzung zu schreiben. Diese sollte dann 15 Jahre später in den drei Teilen des \'Der Herr der Ringe\' erscheinen.

Tolkien sträubte sich bis 1969 seine Werke von anderen Medientypen umsetzen zu lassen. 1969 verkaufte er dann allerdings doch die Filmrechte für den Ringzyklus, doch die Trickfilmumsetzung von Ralph Bakshis, welche 1977 erschien, fand unter den Fans wenig Anklang und erst Peter Jacksons Umsetzung (2001) wird von den Fans mit \'Applaus\' angenommen.

Was dem kleinen Hobbit geschieht???
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Der Leser wird in die Geschichte von Bilbo Beutlin, dem kleinen Hobbit, mit dem alles entscheidenden Satz: \"In einer Höhle in der Erde, da lebte ein Hobbit.\" eingeführt. Zunächst wird einmal erklärt wie so eine Hobbithöhle auszusehen hat und auch wie man sich einen Hobbit vorzustellen hat. Hierfür jetzt eine kleine Leseprobe:

Die Mutter unseres Hobbits - was ist eigentlich ein Hobbit? Ich glaube, dass die Hobbits heutzutage einer Beschreibung bedürfen, da sie selten geworden sind und scheu vor den \"Großen Leuten\", wie sie uns zu nennen pflegen. Sie sind (oder waren) ungefähr halb so groß wie wir und kleiner als die bärtigen Zwerge (sie tragen jedoch keine Bärte). Es ist wenig, sozusagen gar nichts von Zauberei an ihnen, ausgenommen die alltägliche Gabe, rasch und lautlos zu verschwinden, wenn großes dummes Volk wie du und ich angetapst kommt und Radau macht wie Elefanten, was sie übrigens eine Meile weit hören können. Sie neigen dazu, ein bisschen fett in der Magengegend zu werden. **Hey, ich glaub ich bin ein zu groß geratener Hobbit *g*** Sie kleiden sich in leuchtenden Farben (hauptsächlich in Grün und Gelb). Schuhe kennen sie überhaupt nicht, denn an ihren Füßen wachsen natürliche, lederartige Sohlen und dickes, warmes, braunes Haar, ganz ähnlich wie das Zeug auf ihrem Kopf (das übrigens braun ist). Die Hobbits haben lange, geschickte, braune Finger, gutmütige Gesichter und sie lachen ein tiefes, saftiges Lachen (besonders nach den Mahlzeiten; Mittagessen halten sie zweimal am Tag, wenn sie es bekommen können). Nun, das sei vorerst genug und wir wollen fortfahren.

Das seh ich genauso!!! Bei so einem Hobbit landen wir also. Bilbo ist wie alle Hobbits eher der Typ, der es ruhig liebt (Hobbits verreisen nie und suchen auch nicht das Abendteuer), obgleich in dem einen Teil seiner Familie (mütterlicher Seits), schon einige auf Reisen gegangen sind. Bilbo erblickt an einem schönen Tag, als er draußen sitzt, einen alten Mann in grauem Mantel, langem Bart, spitzen Hut und schwarzen Schuhen - Gandalf. Mit diesem beginnt er ein Gespräch und erfährt, dass Gandalf auf der Suche nach jemandem ist, der ein Abendteuer erleben möchte und Bilbo scheint ihm genau der richtige zu sein. Bilbo ist natürlich anbsolut nicht dieser Meinung und versucht den Alten los zu werden, erwähnt aber noch nebenbei, dass er dennoch einmal zum Tee kommen könnte wenn es ihm beliebt, um Geschichten zu erzählen. Daraufhin lässt er Gandalf vor verschlossener Haustür stehen. Gandalf weiß aber bereits, dass er gefunden hat was er sucht und hinterlässt an Bilbos Tür ein Zeichen.

Am nächsten Tag hat Bilbo diese Begegnung schon komplett vergessen und erinnert sich erst wieder an sein Gespräch mit Gandalf, als es pünktlich um vier zur Teezeit an seiner Tür klopft. Doch er staunt nicht schlecht, als er einen Zwerg, welcher sich ihm mit \'Dwalin, zu Euren Diensten\' vorstellt, vor seiner Tür erblickt. Bilbo bittet ihn höflicher Weise zu Tisch und hofft auf Gandalf als es nochmals klopft. Aber auch beim zweiten, sowie beim dritten und vierten mal steht nicht Gandalf vor der Tür sondern ein oder mehrere Zwerge. Aber als Bilbo schon mit Dwalin, Balin, Kili, Fili, Dori, Nori, Ori, Oin und Gloin am Tisch sitzt und sie bewirtet, klopft es erneut und Gandalf steht mit Bifur, Bofur, Bombur und Thorin vor der Tür.

Bilbo hat erstmal mächtig zu tun, seine 14 \'Gäste\' zu bewirten und ist alles andere als erfreut über deren Erscheinen. Nachdem sich alle den Magen voll geschlagen haben, beginnen sie über ihr bevorstehendes Abendteuer zu sprechen, auf welchem sie Bilbo als Meisterdieb begleiten soll. Bilbo streubt sich natürlich zunächst dagegen, doch die abensteuerlustige Seite aus dem Familienstrang seiner Mutter gewinnt, so dass er sich am nächsten Tag mit den 13 Zwergen und Gandalf auf seine erste Reise begibt.

Er soll den Zwergen helfen, den vom Drachen Smaug geraubten Zwergenschatz zurück zu erobern. Aber um zu diesem Schatz zu gelangen müssen sie erst eine weite und gefährliche Reise auf sich nehmen, bei der sie unter anderem durch das Gebiet der Orks kommen. Orks sind große, dumme und brutale Wesen, die vor Schlechtigkeit nur so strotzen. Während die Zwerge und Bilbo in Gefangenschaft geraten, kann Gandalf entkommen. Er befreit seine Freunde kurz darauf und gemeinsam töten sie mit Elbenschwertern, welche sie auf ihrer Reise gefunden haben, etliche Orks, unter anderem auch deren Anführer. Auf ihrer Flucht vor den restlichen Orks geht Bilbo jedoch verloren und er ist im Orkberg ganz auf sich alleine gestellt.

Hier begegnet er Gollum, einem weiteren dunklen Wesen. Gollum spricht die ganze Zeit zu sich selber während er versucht Fische zu fangen, welche er roh fressen möchte. Er erblickt Bilbo und denkt schon ein leckeres Fresschen gefunden zu haben, jedoch macht es ihm Bilbo nicht so einfach. Sie beschließen einen \'Rätselkampf\' zu führen - gewinnt Gollum darf er Bilbo fressen, gewinnt jedoch Bilbo muss Gollum ihm einen Weg aus dem Berg zeigen. Sie stellen sich also gegenseitig Rätsel und langsam sieht es schlecht für unseren kleinen Hobbit aus, da erinnert er sich an den Ring, welchen er in den Gewölben des Berges gefunden hat und welcher in seiner Tasche ist. Er fragt also Gollum als letztes Rätsel, was sich in seiner Tasche befindet. Gollum kann diese Frage natürlich nicht beantworten und verliert den Kampf.

Bevor er Bilbo jedoch einen Weg zeigen will, möchte er auf seiner Insel noch seinen Schatz holen. Dort angekommen findet er diesen aber nicht, denn der Schatz befindet sich in Bilbos Tasche. Gollum ist sich dessen sofort sicher und jagd dem flüchtendem Hobbit hinterher. Während seiner Flucht stürzt Bilbo allerdings und der Ring rutscht auf seinen Finger. Gollum rennt an ihm vorbei und teil Bilbo während er vor sich hin flucht mehr oder weniger die Bewandnis des Ringes mit.

Mit der Zauberkraft des Ringes seinen Träger unsichtbar zu machen, gelingt Bilbo die Flucht und auch seinen Gefährten, welche er vor dem Berg wieder trifft, kommt dieser Ring auf der weiteren Reise oft zu nutzen, nachdem Gandalf die Zwerge und Bilbo verlassen musste.

Auf ihrer Reise lernen sie unter anderem noch die Elben kennen, ein anmutiges und gutmütiges Volk, und letztendlich gelangt Bilbo mit den Zwergen zu Smaug.

Wie und ob sie den Drachen besiegen und was die 14 Gefährten noch für Abendteuer überstehen müssen (denn die von mir genannten waren bei weitem nicht alle) müsst ihr aber schon selber heraus finden!!!

Meinung und Fazit
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Obwohl \'Der kleine Hobbit\' fast 500 Seiten umfasst, habe ich dieses Buch binnen zwei Tagen \'verschlungen\'. Die Geschichte ist mehr als spannend und die von Tolkien erfundenen Charaktere (Elben, der Pelzwechsler Beron, die Seemenschen usw.) sind einfach einzigartig. Was die Geschichte noch so spannend macht ist, dass Tolkien den Leser immer wieder direkt anspricht und ihn so mit in das Geschehen einbezieht. Der Inhalt ist zwar sehr kompakt *deswegen auch eine recht gekürzte aber hoffentlich nachvollziehbare Inhaltsangabe von mir*, wird aber nie konfus und ist einfach nachvollziehbar.

Obwohl \'Der kleine Hobbit\' ja ursprünglich als Kinderbuch gedacht war, ist er das in meinen Augen schon längst nicht mehr. Es ist eher ein Buch für Jung und Alt und wie wir alle wissen ist es der Vorreiter der Ringsaga. Ich weiß jetzt, warum die damaligen Leser Tolkien um eine Fortsetzung baten und ich glaube ich hätte sie mir auch gewünscht, würde es sie nicht schon längst geben :o).

Zu kaufen gibt es die Paperback Ausgabe, wie sie mir vorliegt für 9€. Es gibt aber noch die eine oder andere Ausgabe *zum Beispiel jene die oben abgebildet ist (10€)*, welche sich dann auch im Preis etwas unterscheiden, jedoch vom Inhalt gleich sind.

Für alle, die schon von der Ringsaga begeistert waren, ist dieses Buch eigentlich ein Muss, da es wie gesagt den Anfang der in der Ringsaga beschriebenen Geschichte darstellt.

Ich finde es einfach nur faszinierend, was ein Mensch doch für Fantasie haben kann, denn Tolkien hat hier eine eigene Welt geschaffen, die dennoch *wenn man selber Fantasie besitzt* real wirken kann und den Leser während des lesens so gefangen hällt, dass man das Buch nicht wieder aus der Hand legen möchte.

Aber lange Rede kurzer Sinn: Ich spreche hiermit eine klare Empfehlung für ALLE aus, welche sich für die Geschichte rund um die Hobbits und Mittelerde interessieren und vergebe natürlich die Höchstnote!!! Ich werde mich jetzt jedenfalls auf die drei Bände der Ringsaga stürzen :o) und euch wünsche ich einfach noch einen wunderschönen Tag.

In diesem Sinne

*winke* euer Hummelchen

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