Tom Clancy's Rainbow Six 3: Raven Shield (PC Spiel Shooter) Testbericht

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ab 25,08
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Erfahrungsbericht von simpsonsfreak

Weiss keine

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Tango Down, Hostage secured: Team Rainbow, die Dritte.
Der dritte Teil einer Serie die vielen Spielern im Gedächtnis geblieben ist schickt sich nun an den Thron im Bereich Taktikshooter zurückzuerobern und den großen Genrekönigen CS und TO den endgültigen Todesstoß zu versetzen.. Doch ob die Divise „Mission completed“ im Bezug auf die Qualität stimmt muss erst noch geklärt werden.

-Der Anfang-
Nach einem gewohnt „situationsbezogenen“ Intro samt erstklassiger deutscher Synchronisation und bildgewaltigen Szenen in denen kurz der Background beschrieben wird findet sich der motivierte Spieler im leicht verpixeltem 640x480 Pixel Aufgelöstem Hauptmenü wieder. Akustisch und visuell sind viele Punkte sofort wieder zuerkennen, der vorbelastete Rainbox Spieler fühlt sich demnach sofort zu Hause. Nachdem die Steuerung den persönlichen Bedürfnissen angepasst wird und die Grafik auf die Leistungsfähigkeit des Systems zugeschnitten wurde beginnt Operation „Cold Dagger“. Unerfahrene und ungenau schießende Spieler werden durch bekannte Funktionen wie „Auto-Aim“ und drei Schwierigkeitstuffen sanft in die Rainbow Six Welt aufgenommen.

-Planungsphase-

Im verändertem Design kommt das neue taktische Display für die Planungsphase daher, es ist nun nicht mehr schwingend erforderlich Wegpunkte für einzelne Teams zu verlegen damit in die Aktionsphase eingetreten werden kann, ebenfalls fällt auf dass das Menü entkrampft wurde, Waffen- und Kaderauswahl gehen nun leichter von der Hand als in den Vorgängern. Großes Lob verdient die zum ersten mal wirklich übersichtliche Planungskarte, die zum festlegen der Wegpunkte dient. Kritische oder wichtige Komponenten oder Personen werden leicht erkennbar dargestellt, zu dem werden passende Waypoints zu weiter entfernten Orten auf der Karte automatisch gesetzt. Zu meiner Verwunderung machte diese sogar Sinn, und führten mich und meine Teams präzise und schnell zu den kritischen Arealen. Zuvor sollte allerdings Zeit in die Planung der Teamzusammensetzung sowie Waffenwahl investiert werden. Nicht jeder der Elite Krieger verfügt über die Präzision oder technischen Skills die verlangt werden um einige Missionen erfolgreich beenden zu können. Fans der Serie werden alle aufgeführten Charaktere sofort wiedererkennen. Ebenfalls sollten die Waffen für den Einsatz mit Bedacht gewählt werden. In einer Mission in der es Geiseln zu retten gilt sind somit logischer Weise Waffen ohne Schalldämpfer absolut fehlplatziert. Zu den bekannten Schussgeräten haben sich viele neue gesellt, zum Teil Waffen die in terroristischen Vereinigungen genutzt werden, wie z.B. AK-47, Uzi etc. Somit wäre ein Kritikpunkt aus den Vorgängern ausgemerzt. Neben diversen realistischen Waffen steht auch ein breites Spektrum an Gimmicks zur Verfügung. Ob nun Schalldämpfer oder Türsprengsatz, alle für den Einsatz benötigten Werkzeuge sind in überzeugender Weise realistisch dargestellt und vorhanden.

-Aktionsphase-

Nachdem die Planung erfolgreich durchgeführt wurde stellt sich der Spieler der wahren Herausforderung, nämlich dem Einsatz unter ziemlich (für ein PC Spiel) realen Bedingungen. Ihr Recke übersteht selbst mit der schwersten Körperpanzerung nur maximal 3 - 5 Treffer, danach ist Rainbow um ein Mitglied ärmer. Wer also ohne Bedacht vorgeht wird schnell neutralisiert. Doch es bleibt jedem selbst überlassen wie er die Missionen angeht, ich habe festgestellt das besonders Missionen in denen das Ausschalten von Terroristen im Mittelpunkt steht auf verschiedene Art und Weise gelöst werden können. Oft macht es mehr Sinn ein kleines, dafür aber gut ausgebildetes Team in den Einsatz zu schicken. Zusätzliche Einheiten die nur aus Rekruten oder unerfahrenen Spähern bestehen haben im Nahkampf keine Chance und dienen nur als Kanonenfutter die, die allgemeine Statistik mit ihrem Tod runterziehen. Was ebenfalls sehr positiv auffällt ist die Tatsache das endlich Waffenmodelle in der Egoperspektive zu sehen sind. Die realistisch geformten und in ihrer Wirkung authentisch wirkenden Waffen tragen sehr zum positiven Gesamtbild bei. Was besonders hervorsticht ist der Faktor das sich die Waffen zum ersten mal in der langen Rainbow Geschichte realistisch und verheerend anhören. Mit den Platzpatronen Sounds aus dem Vorgängern ist so mit glücklicher Weise Schluss. Das Handling der Waffen ist wie genreüblich komplex, alle Waffen verziehen bei längeren Salven stark und machen so genaues Treffen unmöglich. Die Divise lautet: Präzise schießen und treffen. Gut angebrachte 3-er Schuss Salven oder gar gezielte Headshots samt schnellen Reflexen sind das Geheimrezept von Raven Shield.
Dieser Faktor wird Newbies sicherlich abschrecken, doch im Laufe der Zeit gewöhnt man sich an den reaktionsbetonten Spielfluss. Die allgemeine KI der Kollegen und Gegner ist als gut zu bewerten. Es kommt eher selten vor das Gegner stupide in der Ecke hocken und auf eine Tür starren obwohl man direkt neben ihm steht. Die KI des Teams hat glücklicherweise nicht mehr die eklatanten Mängel wie in Rainbow Six 1. Es kommt nicht mehr vor das die Mitspieler in Türrahmen hängen bleiben oder gar einige der Wegpunkte nicht erreichen können. Die Schusssicherheit der Recken hat sich im vergleich zum Vorgänger nicht wirklich geändert. Es schwangt zwischen sehr zielsicher und ungenau. Doch gerade dies fordert das realistische Spielgefühl noch weiter. Zum allgemeinen Ablauf der Missionen ist zu sagen das im Prinzip nur 4 Varianten an zu erfüllenden Missionszielen gegeben sind: Geiseln retten, Terroristen neutralisieren, Wanzen anbringen und Triggered Events verhindern (z.B. das Auslösen einer Bombe). Doch dieses Makro ist im Bezug auf die Spieltiefe nicht negativ zu sehen, die diversen verschieden aufgebauten Lokalisationen sind so fordernd und anspruchsvoll das selbst stupide Missionsziele (die ja eigentlich den realen Vorgaben entsprechen) zum weiterspielen auffordern. Insgesamt sind 15 Missionen zu bewältigen die Fragmentweise die eigentliche Geschichte erzählen die ihre Wurzeln im Jahre 1945 hat. Planung ist wie gehabt ein essentieller Baustein des Raven Shield Spielprinzips. Nur koordinierte Aktionen führen zum Erfolg. Oft ist es auch von Nöten das 2 Team parallel zu einander Operieren müssen, damit z.B. Geiseln gerettet oder Bomben deaktiviert werden können. Hier kommt die Kommunikation ins Spiel. Diese ist in die typischen Kommandos „Halten, Stürmen, Sichern etc.“ eingeteilt. Zwar nehmen diese einen recht beachtlichen Anteil der Tastatur ein, doch einmal gelernt ist agiert man zielsicher und effektiv mit mehreren (max. 3 ) Teams gleichzeitig. Gelegentlich bietet das Programm vor oder nach Missionen Cutscenes die eine kurze Erklärung zur Geschichte oder einfach nur emotionale Momente zeigen.

-Grafik und Sound-
Grafisch gesehen kann Raven Shield definitiv keine Maßstäbe setzen. Dafür wirkt die Grafik zu schlicht, was aber nicht zu bedeuten hat das sie schlecht ist. Sie wirkt betont schlicht und realistisch. Trotzdem fordert sie ihren Tribut an das System. Unter 1000 MHz. Und GeForce II Karte ist nicht an einen flüssigen Spielfluss zu denken. Auf einem XP 2000+ mit 512 MB-DDR RAM und einer GeForce 4 MX-440 lief das Programm bei allen Details in 1024x768 konstant flüssig. Da das Programm auf der Unreal II Engine basiert ist auch die aktuellste Karma Version vorhanden. Diese sorgt dafür das die Gegner realistisch zu Boden stürzen wie in UT2003 wenn sie getroffen sind. Diese Tatsache sorgt mit Sicherheit für Bestürzung bei der BPJM. Selbst die deutsche Version verfügt über vorhandene Goreeffekte, diese äußern sich allerdings in kleinen Blutflecken an den Wänden oder Pfützen auf dem Boden. Freigegeben wurde die deutsche Version die diesem Test zu Grunde liegt ab 16 Jahren. Der vorhandene Sound wurde größtenteils aus den älteren Teilen der Serie übernommen oder in abgeänderter Form eingesetzt. Es gibt weder störende noch unpassende Tracks die negativ auffallen. Alles einem ein herrlich unauffälliger Soundtrack. Die Waffengeräusche sind wie bereits erwähnt erstklassig, das gleich trifft auch für die deutsche Übersetzung zu, motivierte Sprecher erzeugen vor allem in den Briefings eine sehr authentische Atmosphäre.


-Multiplayer-

Hier entfaltet Raven Shield sein wahres Suchtpotential. Was im Singleplayermodus unterhaltsam ist bekommt im WWW oder LAN einen ganz anderen unterhaltsamen Aspekt. Es ist möglich neben CS typischen Aufgaben wie Geiselrettung oder Bombenentschärfen auch die aus der Kampagne bekannten Missionen online nachzuspielen, statt Bots aber mit Menschen als Teammitglieder. Zudem Angebot gesellt sich auch der typische Deathmatchmodus, ob im Team oder jeder gegen jeden.

Meine persönliche Meinung:
Raven Shield ist das was ich mir erhofft hatte, eine qualitativ hochwertige Fortführung der Rainbow Reihe. Inhaltlich überzeugend und im Bereich Multiplayertaktik meine neue Referenz. Wer die Rainbow Serie mag und kennt sollte sich unbedingt Raven Shield kaufen. Die Internet Community wird es ihnen danken!
Eindeutige Kaufempfehlung!

Grafik: 84 % // Zweckmäßige und realistisch schlicht wirkende Grafik, die leider nicht die U2 Engine voll ausnutzen kann.
Sound: 90 //Ausgezeichnete deutsche Sprachausgabe unterstützt von teils Vorrantreibenden Musikstücken z.B. während kritischen Geiseloperationen.
Steuerung: 88 % // Intuitiv aber zunächst etwas schwer in der Handhabung, dann aber leicht durchschaubar und verständlich.
Multiplayer: 91% // Eröffnet im WWW eine neue Dimension des Spielspaßes, wer Taktik-Shooter mag wird RS:RS lieben.
Spieltiefe: 92 % //Unglaublich überzeugendes Spielgefühl, mitreißende Atmosphäre und clever designte Karten zeichnen Raven Shield als Taktik-Shooter der Extraklasse aus