Trakehner Testbericht

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Erfahrungsbericht von Torni_17

durch dick und dünn

Pro:

-wunderschöne Tiere -anmutige Bewegungen -machen alles mit!

Kontra:

-angebliche Spinner

Empfehlung:

Ja

Ich möchte heute mal über meine Lieblingsrasse, die Trakehner berichten.
Ich bin über vier Jahre einen geritten und kann eigentlich nur gutes über diese Rasse berichten.

Meine Gliederung:
-Allgemeines
-Geschichte
-Bewegung
-Charakter
-Fazit

Allgemeines zu dieser wundervollen Rasse:
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Der Trakehner hat die wechselvollste Geschichte aller deutschen Pferderassen und gilt als Spezialrasse innerhalb der deutschen Zuchtgebiete.
Mit mehr als 4700 Stuten und circa 200 Hengsten ist der Trakehnerzuchtverband einer der größten Pferdezuchtverbände der Bundesrepublik Deutschland.
Sie haben die angenehme Größe von 1,60 bis ungefähr 1,75 m und heute in allen Sparten des Pferdesports erfolgreich.
Gerade deswegen sind sie auch nicht allzu billig, Trakehner kann man heutzutage ab 5000€ aufwärts finden, Preisgrenze ist offen...



Geschichte der Trakehner:
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Schon im dreizehnten Jahrhundert beginnt die Geschichte, nämlich mit dem Schweiken, eine kleine, unscheinbare Landrasse, dem Tarpan nahe stehend, den schon die Kreuzritter im späteren Ostpreußen vorfanden.
Das Gestüt Trakehnen ist der Ausgangspunkt der heutigen Zucht. 1723 wurde es von König Wilhelm I. als Stutamt gegründet, erhielt später aber als Hauptgestüt die Aufgabe, Pferde für die Landgestüte zu liefern.
Um diese Aufgabe zu erfüllen, wurden zahlreiche orientalische und englische Vollblüter eingekreuzt, um die Rasse zu veredeln. Genutzt wurden diese dann um dem preußischen Heer ausdauernde und leistungsfähige Tiere bereit zu stellen.
Im Jahre 1926, in Zwion wurde die erste Hengstprüfungsanstalt errichtet. Dies bedeutete ein einjähriger, harter Ausdauertest für die als Landbeschäler vorgesehenen Hengste. Nur diejenigen, die den Test bestanden, wurden als Vatertiere eingeteilt.
In diesem Test wurden die drei Grundgangarten, Verhalten vor dem Wagen, vor schwerem Zug und unter dem Reiter getestet. Nach Kriegsende hatte das Gestüt in Ostpreußen, was bis jetzt als am größten galt, stark abgenommen. Nur wenige (nicht einmal tausend) waren nach Westdeutschland gekommen, doch diese hatten den härtesten Eignungstest, den ihr euch überhaupt vorstellen könnt, bestanden.
Am 23.10.1947 wurde der Trakehnerverband ( Verband der Züchter und Freunde des Warmblutpferdes Trakehner Abstammung e.V.) gegründet. Nach zahlenmäßigem Rückgang ist dieser Verband der größte der heutigen Zeit.

Aussehen:
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Der Trakehner hat eine sehr gute Ganaschenfreiheit, der Kopf ist ausdrucksvoll, mit großen klaren Augen und wirkt dadurch sehr edel.
Der Hals ist mittellang, verdünnt sich aber zum Kopf hin, die Schulter ist groß und schräg, der Widerrist sehr markant.
Sehr wichtig ist der gut belastbare Rücken.
Farben sind alle in der Trakehnerzucht zu sehen, wobei Braune am meisten vorkommen. Schecken sind eher seltener zu sehen, zurzeit geht der Trend aber in Richtung der "bunten Pferde".


Bewegung:
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Der Trakehner hat klare, raumgreifende und losgelassene Gänge, die aus der Hinterhand, über den schwingenden Rücken zu der Schulter übergehen.
Der Schritt ist losgelassen, der Trab zeigt wenig Knieaktion, ist leichtfüßig und erhaben, genauso, wie der Galopp.


Charakter:
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Hier teilen sich die Meinungen und ich möchte meine Erfahrung mit einbringen.
Viele machen Gebrauch von dem bekannten Sprichwort: "von hundert Trakehner geht eener!", andere wiederum sind überzeugt von dem ruhigen, ausgeglichenen Temperament des Trakehners, der mit die durch dick und dünn geht.
Ich kann zu beiden Partien etwas sagen.
In meinem Stall gab es zwei Trakehner, welche Vollbrüder waren, beides Wallache. (Vater: Osterbote, Mutter: Tosa) Sie waren grundverschieden. Der eine, ältere war ein total durchgedrehtes Pferd. Er konnte zwar super laufen, aber nur, wenn er auch wollte. Wenn nicht, buckelte er wirklich unkontrolliert, was zur Folge hatte, dass man schon einmal samt Pferd im Teich oder Straßengraben stand. Ein total schreckhaftes Pferd, jeder Schatten war ein gefährliches Monster und von Straßensicherheit konnte man auch nicht sprechen. Dieses Pferd ist leider nicht mehr bei uns im Stall, ich kann also kaum sagen, wie es sich weiterentwickelte.

Die andere Partie, von der ich übrigens vollkommen überzeugt bin, war dessen Vollbruder, der zur selben Zeit in unseren Stall kam. Ein Apfelschimmel, bildhübsch, 1,68 m Stockmass und lies sich wirklich alles mit sich machen.
Tornado, sein Name, wollte dem Reiter einfach nur gefallen, er hat wirklich alles mitgemacht. Das Springen hat er geliebt und war dabei auch grundehrlich, verweigern gab es fast nie, wenn aber doch, dann war es vorher schon so offensichtlich, dass es nie einen Überraschungsabsturz gab.
Dieses Pferd buckelte nur, aus reiner Freude (also wenn nach einem langen Winter endlich wieder der ersehnte Renngalopp übers frisch gemähte Feld anstand), oder wenn er wirklich Schmerzen hatte (die Besitzerin, nicht gerade leicht, lies sich beim aufsteigen gerne mit voller Wucht in den Sattel fallen, hat sich aber jetzt geändert),
Durchgegangen, ist mir Tornado nur ein einziges mal, damals hatte ich aber kaum Reiterfahrung, ein paar Jahre später hätte ich ihn bestimmt halten können.
Danach übten wir auf freiem Feld und er ging mir nie wieder durch.
Verbeugen, verstecken spielen auf Koppel und Schnürsenkel aufmachen waren seine Lieblingsbeschäftigung. Er war schmiede- und verladefromm. Als wir einmal zu einem Patroullienritt fahren wollten, ging er anstandslos auf einen großen Pferde-lkw, obwohl er bei uns nie verladen wurde.
Wir hatten ein einziges Problem mit ihm, wenn eine Sprühdose kam, zum Beispiel um Fliegenspray aufzutragen, wurde er total verrückt. Flüssigjod kam nie in Frage, nur Salbe konnte verwendet werden. Doch irgendwann dachte ich mir, muss man so etwas doch einmal üben. Ich setzte mich eine Woche lang, jeden Tag zwei oder dreimal in seine Box. In der einen Hand eine Leckerlidose, in der anderen eine wassergefüllte Sprühdose. Am Ende siegte immer der Appetit. Nach einer Woche konnte Torni auf der Koppel eingesprüht werden, ohne dass ihn jemand festhielt, er blieb stehen.
Dieses Pferd war wirklich einmalig, egal was man mit ihm angestellt hat, er hat mitgemacht. Beim ausreiten, wenn andere Pferde mit waren, die hektisch waren, wurde Torni des öfteren als Bremse eingesetzt, geschmissen hat er nie.

Ich bin so und so der meinung, dass bei Tieren immer alles an der Erziehung liegt. Natürlich wird man aus einem extrem schreckhaften Tier nie ein hundertprozentiges Verlasspferd machen können, doch man kann mit Erziehung viel erreichen. Wer etwas davon versteht kann aus jedem Fohlen ein anständiges Reitpferd machen, was nicht buckelt, wenn es mal Lust und Laune hat.
Natürlich sind Pferde Fluchttiere, ich versteh es voll und ganz, wenn ein Tier sich vor großen, heranbrausenden Lkw´s erschrickt und wegrennt, aber man kann sie immer dazu bringen, für den Menschen zu arbeiten und nicht gegen ihn!


Fazit:
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Ich bin ein totaler Trakehnerfan. Trotz dieser Ausnahme bin ich überzeugt, dass Pferde wie Torni öfter vorkommen. Sie sind einfach der Hit.
Außerdem bestätigen Ausnahmen die Regel, ein paar Verrückte muss es immer geben.I
ch bin fasziniert von diesen Tieren und werde nie aufhören, in pferdeMagazinen nach dieser Rasse zu suchen . . .
Trakehner gehören zu der besten Pferderasse der Welt!! !

20 Bewertungen, 7 Kommentare

  • hottekri

    17.02.2009, 12:08 Uhr von hottekri
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr schöner Bericht. LG Hottekri

  • angie1977

    22.02.2006, 09:47 Uhr von angie1977
    Bewertung: sehr hilfreich

    supi, lg angie

  • morla

    10.02.2006, 16:47 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich <br/>

  • HiRD1

    06.02.2006, 08:30 Uhr von HiRD1
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH. Gruß, Ralf

  • Baby1

    05.02.2006, 21:18 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg Anita

  • anonym

    05.02.2006, 21:16 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    ***SH und LG***

  • kakaue

    05.02.2006, 21:04 Uhr von kakaue
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh lg chris, gegenlesungen sind immer erwünscht :-))