Trakehner Testbericht

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Erfahrungsbericht von sfutterleib
Der Rolls Royce unter den Pferderassen
Pro:
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Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
auch ich bin dem Charme und der Eleganz der Trakehner verfallen und werde nun eine Lanze für die Trakkis brechen.
Zur Geschichte:
Im Jahr 1732 wurde in Trakehnen (nordwestlicher Teil Ostpreussens) auf Befehl des preussischen Königs Friedrich Wilhelm I. das erste Trakehnergestüt gegründet.
Trakehnen, das war ein Areal von 6000 Hektar mit 16 Vorwerken, auf denen 3400 Menschen und 1200 Pferde, darunter 300 Zuchtstuten und 15 Hauptbeschäler, buchstäblich zusammenlebten. Doch Trakehnen war auch Quell- und Mittelpunkt der ostpreußischen Pferdezucht, deren vier Landgestüte (Georgenburg, Rastenburg, Braunsberg und Marienwerder) jährlich mit jungen Vererbern aus dem Hauptgestüt beschickt wurden, um den hohen züchterischen Standard Trakehnens ins ganze Land zu tragen.
1787 wurde der Grundstein für eine planvolle Zucht gelegt, angeregt durch Oberstallmeister Lindenau, der eine strenge Musterung des Pferdebestands einführte.
Das Gestüt überlebte im Laufe der Zeit viele Kriege und erlitt dabei grosse Verluste. Der zweite Weltkrieg wirkte sich auf die Zucht besonders verheerend aus. Als die Rote Armee gegen Ende des Krieges den Zuchtstätten Ostpreussens immer näher kam, flüchteten die verzweifelten Züchter mit ihren Pferden. Aus dem blühendsten Pferdeland des Deutschen Reiches mit rund 25.000 Mutterstuten und 1200 gekörten Hengsten blieb eine winzige Basis von 1500 Pferden für den Wiederaufbau der Trakehner Zucht in Westdeutschland. Aus dem Hauptgestüt Trakehnen selbst konnten lediglich 27 Stuten gerettet werden.Langsam wurde die Zucht in D wieder aufgebaut.
In der heutigen modernen Trakehnerzucht findet man in der Abstammung oft hohe genetische Anteile des englischen und arabischen Vollblutes, sowie von Shagya - und Anglo-Arabern.
Der Trakehner besticht durch seinen besonderen, edlen Rassetyp. Ein ausdrucksvoller Kopf, große Augen,schön geformter Hals,plastische Bemuskelung und korrekt geformte Gliedmassen vereinen sich zu Eleganz, Ausdruck und Adel. Das Ergebnis ist ein großliniges, aber harmonisches und edles Reitpferd.
Detailliert aufgeführt beinhaltet das : Eine mittellange, sich zum Kopf hin verjüngende Halsung, gute Ganaschenfreiheit, eine große, schräg gelagerte Schulter, ein markanter, weit in den Rücken hineinreichender Widerrist, ein funktionsfähiger Rücken, der die Anforderungen an ein athletisches Sportpferd erfüllt und der Bewegung, Schwingung, Tragkraft und Gleichgewicht vereint, eine lange, leicht geneigte, kräftig bemuskelte Kruppe sowie eine harmonische Rumpfaufteilung in Vor-, Mittel- und Hinterhand.
Weiterhin erwünscht ist ein zum Körperbau passendes trockenes Fundament mit korrekten großen Gelenken, mittellangen Fesseln und wohlgeformten Hufen, das eine lange Gebrauchsfähigkeit erwarten läßt. Außerdem eine korrekte, d.h. von hinten gesehen gerade Gliedmaßenstellung, von der Seite gesehen ein gerade gestelltes Vorderbein und ein im gut eingeschienten Sprunggelenk mit etwa 150° gewinkeltes Hinterbein sowie eine jeweils gerade Zehenachse mit etwa 45° bis 50° Winkelung zum Boden.
(Auszug aus der Satzung Teil II Zuchtprogramm)
Man findet in der Trakehnerzucht eigentlich alle Farben, jedoch überwiegen Braune und Füchse. Sehr selten findet man Schecken.
Zur Größe ist zu sagen, dass eine Widerristhöhe von ca. 160 - 170 cm angestrebt wird.
Erwünscht sind fleißige, taktmäßige und raumgreifende Grundgangarten (Schritt 4-Takt, Trab 2-Takt, Galopp 3-Takt). Die Bewegungen sollen elastisch und energisch aus der Hinterhand entwickelt, über den locker schwingenden Rücken auf die frei aus der Schulter vorgreifende Vorhand übertragen werden. Die Bewegungsrichtung der Gliedmaßen soll dabei gerade und nach vorn gerichtet sein.
Der Bewegungsablauf besticht durch klare,energische losgelassene Bewegungen im Schritt und schwungvolle, leichtfüssige,erhabene Bewegungen mit ein wenig Knieaktion in den Gangarten Trab und Galopp.
Zudem besticht ein Trakehner durch seinen Charakter.
Viele Reiter werden jetzt den Kopf schütteln und was von "spinnigen" Trakkis erzählen, doch wahre Freunde dieser Rasse haben die Vorzüge erkannt.
Der Trakehner ist ein nervenstarkes,intelligentes, sehr engagiertes Pferd mit einem ausgeglichenen Temperament, sehr robust und belastbar.
(Sicherlich gibt es auch "spinnige" Vertreter dieser Rasse, doch die findet man sicherlich überall)
Der Trakehner ist ein Allroundpferd.
Ob Dressur, Springen oder Gespannfahren - er ist in jeder Disziplin im großen Sport zu finden. Auch als Freizeitpferd ist ein Trakki sehr beliebt, hat man doch dieses Herz erstmal erobert geht er für einen durchs Feuer und man meistert gemeinsam alle Hürden.
Was kostet denn wohl so ein Wundertier werdert ihr euch fragen ... Eine präzise Angabe dazu werde ich nicht machen können. Für ein Spitzenpferd ist die Skala nach oben hin offen, für das anspruchsvolle junge Freizeitreitreiterpferd mit gutem Stammbaum ( Grundausbildung in Dressur und Springen, Alter ca. 4-5 Jahre ) muss man schon 7500 - 10000 € einplanen. Man findet allerdings auch mal ein "Schnäppchen".
Ich bin von diesem gelungenen Mix aus Eleganz und Robustheit sehr begeistert und kann jedem nur ans Herz legen, sich für einen Trakehner zu entscheiden.
22 Bewertungen, 8 Kommentare
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25.11.2003, 19:42 Uhr von Sterchen
Bewertung: sehr hilfreichTrakis sind einfach super Pferde, aber leider ist es schwer in meinen Gegenden eine Reitbeteilgung zu finden
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22.05.2003, 19:44 Uhr von sonne4
Bewertung: sehr hilfreichmeine erste Reitbeteiligung hatte ich auf einem Trakener. Supertolles Pferd, auf dem ich meine ersten Springturniere bestritt. Habe ihm blind vertrauen können. Super Bericht
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25.10.2002, 17:46 Uhr von eva.z
Bewertung: sehr hilfreichsuper bericht
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25.08.2002, 05:47 Uhr von HankaL
Bewertung: sehr hilfreichstimme in deiner Meinung voll und ganz zu. Sehr guter Bericht!
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07.04.2002, 14:37 Uhr von Jenni_Aurin
Bewertung: sehr hilfreichhabe selber unter anderem einen trakehner, allerdings western geritten. schöner bericht
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03.04.2002, 17:55 Uhr von wilma
Bewertung: sehr hilfreichsehr gut beschrieben! Das Geheimnis des 'spinnigen' Trakehners liegt darin, daß diese Rasse sehr intelligent ist, und von Normalo-Pferde-Benutzern oft nicht verstanden wird. Wenn man sich jedoch die Mühe macht, das Pferd (den Trakehner
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31.03.2002, 15:45 Uhr von Kami2002
Bewertung: sehr hilfreichSehr guter Bericht! Man liest sich! Kami2002
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31.03.2002, 15:37 Uhr von ZubZero024
Bewertung: sehr hilfreichWieviel kostet denn so ein Gaul?
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